Frage beantwortet

Ist die S1 zwischen Essen-Frohnhausen und Essen Hbf dauerhaft unpünktlich?

Liebe Bahn,
seit Wochen kommt die S1 zwischen Essen-Frohnhausen und Essen Hbf um 9.20 Uhr zu spät - nicht nur ein paar Minuten, sondern so viele, dass ich den Anschluss nach Hagen um 9.34 regelmäßig nicht erreiche. Muss ich mich dauerhaft darauf einstellen, dass die S1 unpünktlich fährt?
VG
H. Schulz

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Tino Groß
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Hallo jhs87, wenn ich es kurz fassen müsste, wäre die Antwort 'ja'. Bis auf weiteres müssen Sie auf diesem Abschnitt mit Verspätungen rechnen. Damit Sie jedoch auch wissen wieso werde ich etwas Licht ins Dunkel bringen. Erst einmal ist jede Verspätung im Netz der Deutschen Bahn AG ärgerlich. Bedingt durch den anhaltenden Stellwerksausfall in Mülheim (Ruhr) Styrum kommt es aktuell und auch weiterhin bis voraussichtlich März 2016 zu Verspätungen. Aber wieso ist das so? Bei der Bahn darf sich zwischen zwei Signalen (dem sogenannten Blockabstand) jeweils nur ein einziger Zug befinden. Dieser Blockabstand wird in der Regel so gering wie nur möglich gehalten um so viele Züge - wie es signaltechnisch machbar ist - fahren zu lassen. Dieser Abstand musste aber jetzt erweitert werden, da viele Signale entlang der Strecke ausgefallen sind (man erkennt diese an einem weißen Kreuz). Kann also in der Regel bei diesem Signalsystem alle 2-3 Minuten ein Zug auf die Reise gehen, sind es derzeit leider 7-8 min. Somit kommt es zu Zugfolgeverspätung da man trotzdem die größtmögliche Anzahl an Zügen fahren möchte. Bedingt durch die kurzen Wendezeiten am Endbahnhof werden diese Verspätungen mitunter auf die Rückfahrt übertragen. Derzeit arbeitet man mit Hochdruck an der Wiederherstellung des Stellwerks. Die Arbeiten hierzu liegen aktuell im Zeitplan. Auf der anderen Seite werden zum Fahrplanwechsel nochmals alle Fahrpläne auf den Prüfstand gestellt um mehr Stabilität in den Zugverkehr zu bringen.

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Hallo jhs87, wenn ich es kurz fassen müsste, wäre die Antwort 'ja'. Bis auf weiteres müssen Sie auf diesem Abschnitt mit Verspätungen rechnen. Damit Sie jedoch auch wissen wieso werde ich etwas Licht ins Dunkel bringen. Erst einmal ist jede Verspätung im Netz der Deutschen Bahn AG ärgerlich. Bedingt durch den anhaltenden Stellwerksausfall in Mülheim (Ruhr) Styrum kommt es aktuell und auch weiterhin bis voraussichtlich März 2016 zu Verspätungen. Aber wieso ist das so? Bei der Bahn darf sich zwischen zwei Signalen (dem sogenannten Blockabstand) jeweils nur ein einziger Zug befinden. Dieser Blockabstand wird in der Regel so gering wie nur möglich gehalten um so viele Züge - wie es signaltechnisch machbar ist - fahren zu lassen. Dieser Abstand musste aber jetzt erweitert werden, da viele Signale entlang der Strecke ausgefallen sind (man erkennt diese an einem weißen Kreuz). Kann also in der Regel bei diesem Signalsystem alle 2-3 Minuten ein Zug auf die Reise gehen, sind es derzeit leider 7-8 min. Somit kommt es zu Zugfolgeverspätung da man trotzdem die größtmögliche Anzahl an Zügen fahren möchte. Bedingt durch die kurzen Wendezeiten am Endbahnhof werden diese Verspätungen mitunter auf die Rückfahrt übertragen. Derzeit arbeitet man mit Hochdruck an der Wiederherstellung des Stellwerks. Die Arbeiten hierzu liegen aktuell im Zeitplan. Auf der anderen Seite werden zum Fahrplanwechsel nochmals alle Fahrpläne auf den Prüfstand gestellt um mehr Stabilität in den Zugverkehr zu bringen.

Hallo, das erklärt auch, warum die Liveauskunft die Verspätung immer erst kurz vor der eigentlichen abfahrtszeit anzeigt. Dann nehme ich eine Bahn früher... Danke!

Tino Groß
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Da bin ich nochmal. Also die tatsächlichen Verspätungen werden ja an den Einfahr-, Ausfahr- und Zwischensignalen gemessen. Dort werden sie dann verarbeitet und an die entsprechenden (Kunden)Systeme weitergeleitet. Sofern keine automatischen Prognosen erstellt werden, greift die Transport- oder Verkehrsleitung ein und erstellt manuelle Prognosen. Diese sind dann jedoch nur geschätzt aufgrund der aktuellen Betriebslage. Da nun auf dem Streckenabschnitt eine Vielzahl von Signalen gar nicht funktionieren muss sehr oft manuell eingegriffen werden. Und daher kommen die Verspätungsmeldungen (z. Bsp. im DB Navigator) meist erst sehr spät bzw. wenn ein Zug den Bahnhof bereits wieder verlassen hat.