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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Wann nimmt die DB die Maskenpflicht endlich in ihre Beförderungsbedingungen auf?

In den letzten Tagen sind mir sehr viele Menschen in Nahverkehrszügen ohne Maske begegnet. Wenn ich Vertrauen in den Nahverkehr zurückgewinnen soll, muss das aufhören. Bisher argumentiert die Bahn, dass die Schaffner die Maskenpflicht nicht durchsetzen können, weil sie nicht in den Beförderungsbedingungen enthalten ist. Warum holt die Bahn diesen Schritt nicht endlich nach? Jeder, der ohne Maske reist und kein Attest dafür vorweisen kann, muss an der nächsten Station rausfliegen - ohne Ausnahme. Dann fahre ich wieder - wie vorher- gerne und mit gutem Gefühl Zug.

ichfahrgernezug
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Joeopitz
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Siehe hier:
https://community.bahn.de/questions/2388006-setzt-bahn-ma...

Hier antworten Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden. Warum die Bahn etwas tut oder nicht tut können wir nicht beantworten.

Ansonsten solltest Du diese Frage vielleicht der Bahn stellen.
Für Kritik, Anregungen oder Lob gibt es den Kundendialog. Hier ist dafür nicht der richtige Ort.
https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

„Wann nimmt die DB die Maskenpflicht endlich in ihre Beförderungsbedingungen auf?“
-> Die Frage ist wahrscheinlich falsch gestellt, wahrscheinlich müsste sie besser lauten: „Nimmt die DB die Maskenpflicht in ihre Beförderungsbedingungen auf?
Ich vermute, die Antwort darauf wäre „Nein“.

Wenn alle ein Attest haben, ist es genauso wie vorher.
Ich kenne mittlerweile einige, die sich ein Attest geholt haben, um keine Maske zu tragen. Anscheinend ist es nicht mehr schwer, sich ein Attest zu besorgen.

Leo
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Obwohl ich in diesen Corona-Zeiten nur noch selten Bahn fahre (z.Z. nur eine Hin- und Rückfahrt pro Woche außerhalb der Stoßzeiten trotz kostenloser Konus-Frei-Karte im Urlaub), fühle ich mich als älterer Gefährdeter mit kritischen Vorerkrankungen in der Bahn immer stärker massiv in meiner Gesundheit bedroht.

Passend dazu gibt es heute in der FAS einen sehr guten Kommentar, der auch hervorragend auf die immer schlimmer werdenden Verhältnisse in Zügen passt:

„Jung, gesund und rücksichtslos“ von Kim Björn Becker in der FAS von heute, So. 19.7.2020:

Auszugsweise Zitate mit einigen Ergänzungen von mir:

„Jung, gesund, rücksichtslos

...
Doch die Zeichen stehen auf Locke­rung. Mit jedem Schritt in diese Rich­tung wandert die Verant­wor­tung für die Ausbrei­tung des Virus ein Stück von den poli­tisch Handeln­den zu den Bürgern zurück. Man kann jetzt sehen, wer auf die Verant­wor­tung pfeift: Es sind ausge­rech­net die Jungen. Es sind Leute in ihren Zwan­zi­gern und Drei­ßi­gern. Nicht alle natür­lich, aber zu viele.
….
Jeder Ältere, jeder chro­nisch Kranke konnte aus diesen Szenen nur eine Botschaft heraus­le­sen: Es ist uns egal, dass euer Risiko, an Corona zu ster­ben, größer ist als unse­res.“

Ich stelle fassungslos fest, dass immer mehr (besonders jüngere) ohne Maske (oder unwirksam am Kinn…) in Zügen unterwegs sind – und mich und andere massiv gefährden. Aber von der Bahn und der Bundespolizei ist keine Unterstützung zu erwarten:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coron...

Was für ein Hohn ist das für Leute, die morgens um 6 in Schrittgeschwindigkeit auf dem leeren Bahnsteig fahren, um trotz Verspätung bei der Ankunft noch ihren Anschlusszug mit der kostbaren Stellplatzreservierung zu erreichen oder im stocknüchternen Zustand in S-Bahn oder Metronom ihr einziges Feierabendbier öffnen – gegen solche scheinbar gefährlicheren Eingriffe in den Bahnverkehr wird natürlich kompromisslos eingeschritten...

Weiter im FAS-Kommentar:

„Dass das nicht nur zufäl­li­ge Beob­ach­tun­gen sind, zeig­ten Wissen­schaft­ler der ameri­ka­ni­schen Harvard-Univer­si­tät. Sie haben früh die deut­schen Infek­ti­ons­da­ten unter­sucht und dabei heraus­ge­le­sen, dass Jugend­li­che und junge Erwach­se­ne die Pande­mie mit ihrem Verhal­ten befeu­er­ten. Als Problem fielen nicht die Kinder oder die Älte­ren auf. Es war die Alters­grup­pe zwischen 15 und 34. Wohin diese Igno­ranz führen kann, zeigen die Daten aus Luxem­burg. Dort stei­gen die Infek­ti­ons­zah­len seit weni­gen Wochen an.
...
Und gewiss hat jeder junge Mensch das Recht, unver­nünf­tig zu sein, solan­ge die Folgen nur ihn selbst betref­fen. Doch Corona macht die Sache kompli­ziert. Die Unver­nunft des einen führt im äußers­ten Fall zum Tod eines ande­ren. Irgend­wann wird es wohl ein Mittel gegen das Virus geben, das diesen gesell­schaft­li­chen Konflikt löst. Dann würde man gern sagen können, dass die Jungen“, die Bahn und die Bundespolizei „in dieser Krise einen tollen Job gemacht haben. Im Moment sieht es so aus, als sei das Gegen­teil der Fall. Aber auch dem lässt sich etwas Gutes abge­win­nen: Es ist noch nicht zu spät, etwas zu ändern.“

In der Zwischenzeit können sich Gefährdete wohl nur selbst dadurch schützen, dass sie die Bahn weitgehend meiden.