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Fahrt von Leipzig nach Dresden: MDV - DB - VVO - Ticket(stückelungs)problem

Hallo zusammen,

als Studentin der Uni Leipzig kann ich mit meinem Semesterticket im Gebiet des MDVs den Nahverkehr benutzen. Für eine Fahrt zwischen Leipzig und Dresden zerbreche ich mir gerade den Kopf über die günstigste, erlaubte Ticketwahl zum Ziel.

Ich muss auch innerhalb Dresdens den Nahverkehr nutzen, um zu meinem Ziel zu gelangen.

Auf der Strecke liegt ein Abschnitt Oschatz - Riesa, der durch keinen der beiden angrenzenden Verkehrsverbünde abgedeckt wird.

Folgende Optionen habe ich wohl:
1.) Nutzung meines Semstertickets bis Oschatz. Kauf eines DB-Tickets von Oschatz bis Dresden: 15,40 € + Einzelfahrschein VVO: 2,40 € = 17,80 €

2.) Nutzung meines Semestertickets bis Oschatz. DB-Ticket von Oschatz bis Riesa: 4,50 € + VVO-Einzelfahrschein für 4 Zonen (Riesa - Ziel in Dresden): 8,60 € = 13,10€

Natürlich wäre mir Variante 2 lieber, da deutlich günstiger und damit studentenfreundlicher. Frage: Geht das? Und wie komme ich an ein - ab Riesa entwertetes VVO-Ticket? Lt. meiner Recherche müsste das über den Kauf per App möglich sein. Weiß jemand dazu mehr?

Und warum hat sich das wer eigentlich so doof ausgedacht?

Kniestrumpf
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Antworten

„ wie komme ich an ein - ab Riesa entwertetes VVO-Ticket?“
-> Das Ticket kannst Du über den DB-Navigator kaufen.

Allerdings heißt es beim VVO: „Für Zugfahrten aus dem VVO nach Oschatz, Wurzen oder Leipzig gilt für die gesamte Strecke der Tarif der Deutschen Bahn (DB-Tarif).“
https://www.vvo-online.de/de/tarif-tickets/tarif/fahrten-...

Das heißt auf einer Fahrt mit dem RE von Leipzig bis Dresden gilt auch zwischen Riesa und Dresden der DB und nicht der VVO-Tarif. Korrekterweise benötigst Du also ein DB-Ticket bis Dresden und kannst ab da mit einem VVO Ticket weiterfahren.

Etwas anderes ist es, wenn Du eine Fahrt von Leipzig nach Riesa unternimmst. Steigst Du in Riesa aus, kannst Du dann mit dem VVO Ticket von Riesa nach Dresden fahren.

Die Idee mit den Verkehrsverbünden kam aus der Politik, die damit Kundenfreundlichkeit erreichen wollte.
Das Ergebniss ist verkehrspolitische Kleinstaaterei und eine unübersichtliche Tarifstruktur. Dafür aber innerhalb der Verkehrsverbünde oft tatsächlich günstige Tarife.

Kniestrumpf
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Danke! Anfrage an den VVO Kundenservice ergab leider dieselbe ernüchternde Auskunft. So sinnlos. Da spare ich durch das Semesterticket genau 0,50 € ein (ein Ticket für die ganze Strecke Leipzig - Dresden kostet 15,90 €). Werd ich mir wohl demnächst mal Riesa anschauen.
--
Das Tarifgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) endet in Oschatz - bis dorthin gilt auch Ihr MDV-Semesterticket. Der Bereich unseres Verbundes (Verkehrsverbund Oberelbe - VVO) beginnt aber erst in Riesa. Das "Stückeln" von Fahrausweisen für durchgehende Fahrten ist nicht erlaubt, denn für Fahrten von und nach Zielen, die außerhalb des Verbundraumes liegen, gilt der jeweilige Unternehmenstarif für die gesamte Strecke. Aus diesem Grund benötigen Sie für die gesamte Strecke Oschatz - Dresden ein Ticket nach dem Tarif der Deutschen Bahn AG. Für Fahrten in Dresden benötigen Sie dann zusätzlich ein entsprechendes VVO-Ticket.

Die von Ihnen geäußerte Kritik auf die tariflichen Regelungen beim Überschreiten von Verbundgrenzen innerhalb Sachsens ist allerdings nachvollziehbar. Ein sachsenweiter Dachtarif soll künftige Fahrten zwischen den unterschiedlichen Verkehrsverbünden mit einem Ticket möglich machen. Wir - der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) - haben dabei federführend im Freistaat die konzeptionellen Vorarbeiten für die Schaffung dieses einheitlichen Tarifs über die Grenzen der einzelnen Verbundräume hinweg übernommen. Bis zur Einführung eines solchen sachsenweiten Tarifs wird allerdings – aufgrund der zu klärenden rechtlichen Grundlagen - noch etwas Zeit vergehen.

„Werd ich mir wohl demnächst mal Riesa anschauen.“
-> Eventuell ist ja der Bahnsteig 2/3 in Riesa sehenswert. Fahr mit dem DB Ticket nach Riesa, steig aus dem Zug aus und schaue Dir den Bahnsteig mal an. Danach kannst Du von Riesa mit einem VVO-Ticket nach Dresden fahren.
Der RE50 hält eine Minute in Riesa. Die Zeit sollte reichen um sich dem Bahnsteig anzuschauen. :-)

VVO Tickets kannst Du in der App buchen. Das geht auch schon ein Stück vor Riesa.

Im MDV gilt übrigens die gleiche Regelung. Wenn Du mit dem Zug zu einem Ziel außerhalb des MDV fährst, gilt für die gesamte Fahrt (also auch zwischen Leipzig und Oschatz) der DB-Tarif. Dein MDV Semesterticket gilt in diesem Fall nicht für diese Strecke.

Die Verbundtarife sind tatsächlich für Reisende die innerhalb der Verbünde fahren. Leipzig-Dresden ist eine Strecke für die kein Verbundtarif gilt, sondern der Tarif von DB-Regio. Deshalb ist für die Strecke von Leipzig nach Dresden immer ein DB-Ticket zu kaufen. Inhaber von Verbundtickets dürfen diesen Zug nur für Fahrten innerhalb eines Verbundes nutzen.

Wenn Du mit drei Tickets (MDV, DB, VVO) fahren möchtest, dann musst Du auch drei Fahrten machen. D.h. in Oschatz und in Riesa aus dem Zug aus- und mit einem anderen Ticket wieder einsteigen.

Wenn Du durchgehend fahren willst, dann benötigst Du ein durchgehendes Ticket Leipzig-Dresden. Das gibt es nur bei der DB.

Mark1807
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Wobei man auch sagen muss, das es durchaus Positive Beispiele bei den Fahrten zwischen den Verkehrsverbünden gibt. So gibt bei KVV und VRN bzw VPE Überlappungsgebiete, in denen der Tarif beider Verbünden anerkannt wird ebenso beim Mvv und AVV. Allerdings wären größere Verbüne meines Erachtens nach tatsächlich wünschenswert.

Leo
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"So gibt bei KVV und VRN bzw VPE Überlappungsgebiete, in denen der Tarif beider Verbünden anerkannt wird ebenso beim Mvv und AVV."

Gegen diese positive Darstellung muss ich heftig protestieren :

In Baden-Württemberg und NRW gelten kundenfreundlichen Übergangsregelungen und Dachtarife: Daher darf man auch Stückeln, wenn der Zug nicht im Übergangsbereich hält.

MVV und AVV überlappen zwar in einen recht großen Gebiet, aber die RE zwischen Augsburg und München halten als letzten Halt im AVV in Mehring, dann aber nirgends mehr zwischen Althegnenberg und Mammendorf im Überlappungsbeteich, sondern erst wieder im MVV. Wer also Karten für den ganzen MVV und den ganzen AVV hat, braucht im RE zusätzlich noch eine DB-Fahrkarte von Mehring bis München-Pasing - was dann bei Zeitkarten euphemistisch als Aboplus ohne jegliche Ermäßigung gegenüber einzelnen Abos vermarktet wird. In Baden-Württemberg gibt es dagegen manchmal beim 2. Verkehrsverbund Rabatt und obwohl der nur angrenzt und nicht überlappt, ist kein zusätzliches DB-Ticket zwischen dem ersten bzw. letzten Halt erforderlich.

In Sachsen geht die Kundenfeindlichkeit aber tatsächlich noch einen Schritt weiter als in Bayern : Sogar Stückelungen mit DB-Karten sind verboten.

Mark1807
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@Leo Die übergangstarife gab es bereits deutlich vor dem Bewegt Tarif. An manchen Stellen (VPE KVV) könnte nach dem Ende der Verträge sogar eine Verschlechterung für Verbundabokunden eintreten durch den Bewegttarif eintreten (der nicht desto trotz natürlich begrüßenswert ist).
Beim Mvv und AVV gibt es immerhin ja die Stündlichen RB die nicht viel langsamer als die RE sind. Auch wenn eine Benutzung der RE oder ein Tarif a la Bewegt natürlich besser wäre.

Lechleitner
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Ich habe bei verbundübergreifenden Fahrten schon oft Tickets unterschiedlicher Verbünde zusammengestückelt und bin bei Kontrollen noch nie deswegen beanstandet worden. Freilich geht das nur mit Handy-Ticket. An den Ticket-Automaten in den Bahnhöfen sind keine Tickets ortsfremder Verbünde erhältlich. Und im Verspätungsfall kann man dann auch die Fahrgastrechte nur gestückelt in Anspruch nehmen, da kein durchgehender Beförderungsvertrag vorliegt.

„ schon oft Tickets unterschiedlicher Verbünde zusammengestückelt und bin bei Kontrollen noch nie deswegen beanstandet worden.“
Bei manchen Verbünden ist das auch möglich. Beim MDV und beim VVO ist es aber tariflich explizit ausgeschlossen. Wenn der Kontrolleur bemerkt, dass die Verbundgrenze überfahren wird obwohl vorher ein Verbundticket genutzt wurde, dann bist Du ganz schnell 60 EUR los. Deshalb ist das kein empfehlenswerter Tipp für eine Fahrt von Leipzig nach Dresden.

Leo
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Ich habe bei verbundübergreifenden Fahrten schon oft Tickets unterschiedlicher Verbünde zusammengestückelt und bin bei Kontrollen noch nie deswegen beanstandet worden. "

Welche Verbünde waren das denn? In Sachsen steht in den Bestimmungen der Verbünde EXPLIZIT das Stückelungsverbot, das mir in anderen Bundesländern noch nirgendwo sonst begegnet ist.

Lechleitner
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Im VVO-Tarif heißt es lediglich: "Für Fahrten von und nach Zielen, die außerhalb des Verbundraumes liegen (verbundraumübergreifende Fahrten), gilt der jeweilige Unternehmenstarif." (Teil C, 1 (1), siehe
https://www.vvo-online.de/doc/VVO-Broschuere-VVO-Kleinged..., Seite 30). In anderen Verbundtarifen, z.B. in Baden-Württemberg, finden sich analoge Bestimmungen. Diese Bestimmungen haben meines Erachtens den Zweck, Fahrgäste des verbundübergreifenden Verkehrs vor tariflichen Nachteilen zu schützen, die ihnen sonst durch die Gründung der Verbünde entstanden wären. Ein Verbot, Fahrkarten zu stückeln, lese ich aus diesen Bestimmungen nicht heraus.

„ Ein Verbot, Fahrkarten zu stückeln, lese ich aus diesen Bestimmungen nicht heraus.“
-> Auch wenn Du es nicht herausliest, bei verbundübergreifenden Fahrten muß hier ein Ticket für die gesamte Strecke gelöst werden.
Im Punkt 6. der BB des MDV heißt es:

6 Regelungen für verbundraumübergreifende Fahrten
[...]
Für Fahrten mit Zügen des Nahverkehrs von und zu Zielen außerhalb des Verbundraumes sind vor Fahrtantritt Fahrausweise nach dem gültigen Tarif der DB AG bis zum Zielbahnhof über die gesamte Strecke zu lösen.

„Vor Fahrtantritt“ heißt, bevor Du die Fahrt beginnst.
„Die gesamte Strecke“ heißt die gesamte Strecke und nicht nur für die nicht vom Verbundtarif abgedeckte Stecke. Wenn Du stückelst verstößt Du damit gegen die Tarifbestimmungen, weil dann kein DB-Ticket über die gesamte Strecke gekauft wurde.

Beim VVO heißt es: „Für Fahrten von und nach Zielen, die außerhalb des Verbundraumes liegen (verbundraumübergreifende Fahrten), gilt der jeweilige Unternehmenstarif."
Das sagt nichts anderes als das für verbundübergreifende Fahrten der Tarif des Unternehmens gilt, das die verbundübergreifende Fahrt macht. Das ist die DB. Der VVO bietet diese Fahrt nicht an, also gilt der VVO Tarif nicht. Damit auch bei denen die die Tarifbestimmungen nicht so richtig verstehen keine Zweifel aufkommen, schreibt der VVO auf seiner Webseite extra noch dazu: „ Für Zugfahrten aus dem VVO in den MDV gilt für die gesamte Strecke der Tarif der Deutschen Bahn (DB-Tarif).“
Auch hier heißt „für die gesamte Strecke der Tarif der Deutschen Bahn“ dass der Tarif für die gesamte Strecke gilt und eben nicht der OVV Tarif irgendwo.

Das hab ich so schon in meiner ersten Antwort geschrieben: „auf einer Fahrt mit dem RE von Leipzig bis Dresden gilt auch zwischen Riesa und Dresden der DB und nicht der VVO-Tarif.„

Im Post darauf schrieb der Fragesteller: „Anfrage an den VVO Kundenservice ergab leider dieselbe ernüchternde Auskunft.“

Hier in der Community gab es auch schon Anfragen von Reisenden die 60 EUR bezahlen mussten, weil sie eine verbundübergreifende Fahrt mit mehreren Tickets gemacht hatten.

Zusammenfassung:
• der MDV schreibt: „Fahrausweise [...] der DB [...] über die gesamte Strecke“
• der OVV schreibt: „für die gesamte Strecke [...] DB-Tarif“
• Anfrage an den VVO Kundenservice „dieselbe ernüchternde Auskunft.“
• Reisende die 60 EUR bezahlen mussten

„Ein Verbot, Fahrkarten zu stückeln, lese ich aus diesen Bestimmungen nicht heraus.“
-> Ist dann halt ein großer Fehler von Dir, der teuer werden kann und in der Vergangenheit auch schon teuer wurde.

Auf einer verbundübergreifenden Bahnfahrt von Leipzig nach Dresden gelten weder VVO-Tickets noch MDV-Tickets auf den Teilstrecken.

Lechleitner
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Die Tarifbestimmungen für verbundübergreifende Fahrten lauten in Baden-Württemberg in etwa gleich wie in Sachsen. Es dürfte also nicht sein, dass sie in Sachsen anders ausgelegt werden als in Baden-Württemberg. Wenn doch, wird es wohl irgendwann zu einem Gerichtsverfahren kommen, das Klarheit schafft.
Wenn ich mit einer Begleitperson etwa einen Ausflug von Stuttgart nach Baden-Baden mache, dann nutzen wir bis zur Verbundgrenze in Vaihingen(Enz) meine Jahreskarte des VVS. Sie gilt sonntags für 2 Personen. Und für den Rest der Strecke nehme ich als Handy-Ticket die Gruppen-Tageskarte "Regio Spezial Plus" des KVV um 23 €. Das hat bisher noch jeder Fahrkartenprüfer akzeptiert. Ein Baden-Württemberg-Ticket für 2 Personen wäre mit 30 € deutlich teurer. Von Einzel-Fahrkarten ganz zu schweigen.
Überhaupt halte ich ein tarifliches Verbot, Fahrkarten zu stückeln, nur dann für rechtens, wenn es damit begründet werden kann, dass für Fahrten über mehr als 50 km ein höherer Umsatzsteuersatz gilt. Das ist aber seit Jahresbeginn 2020 nicht mehr der Fall. Somit steht es mir frei, mit welchen Fahrkarten ich meinen Beförderungsweg abdecke, soweit ich diese Fahrkarten über die mir zur Verfügung stehenden Vertriebswege erwerben kann.
Arm werden die Verkehrsunternehmen durch mich dennoch nicht. Für meinen Freund und mich gebe ich im Monatsdurchschnitt 175,22 € für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr aus. Wenn die Verkehrsunternehmen zu wenig Fahrgeldeinnahmen haben, dann liegt das an denen, die mit dem Auto fahren, und nicht an denen, die Fahrkarten stückeln.
Und dafür, dass die Fahrgeldeinnahmen an die einzelnen an den Verbünden beteiligten Unternehmen möglichst gerecht verteilt werden, ist nicht der Fahrgast verantwortlich. Das müssen diese Unternehmen untereinander regeln.

„Die Tarifbestimmungen für verbundübergreifende Fahrten lauten in Baden-Württemberg in etwa gleich wie in Sachsen.“
-> Stimmt so nicht!

„Es dürfte also nicht sein, dass sie in Sachsen anders ausgelegt werden als in Baden-Württemberg.“
-> Es ist keine Auslegungs- sondern eine Festlegungsfrage. Beim MDV, beim VVO und auch bei einigen anderen Verkehrsverbünden ist festgelegt, dass bei verbundübergreifenden Fahrten keine Verbundtickets gelten.

„Somit steht es mir frei, mit welchen Fahrkarten ich meinen Beförderungsweg abdecke, soweit ich diese Fahrkarten über die mir zur Verfügung stehenden Vertriebswege erwerben kann.“
-> Leider eine klare Falschaussage. Wenn Du ein Verkehrsmittel nutzt, dann gelten für Dich die Tarif- und Beförderungsbedingungen. Wenn der Tarif besagt, das auf der von Dir genutzten Fahrt keine Verbundfahrscheine gelten, dann steht es Dir nicht frei trotzdem einen Verbundfahrschein zu nutzen. Das ist dann kein gültiger Fahrausweis. Es unterliegt der Tarifhoheit der Verkehrsunternehmen festzulegen welcher Tarif auf einer Fahrt von A nach B zur Anwendung kommt.

„Überhaupt halte ich ein tarifliches Verbot, Fahrkarten zu stückeln, nur dann für rechtens, wenn es damit begründet werden kann, dass für Fahrten über mehr als 50 km ein höherer Umsatzsteuersatz gilt.“
-> Unsinn!
Es gibt keinen Anspruch eine Fahrt mit mehreren Fahrkarten durchzuführen, von denen jede nur auf einem Teilstück gilt. Es dürfen ja z.B. auch nicht zwei günstige Hoppertickets (unter 50 km) zusammen für eine längere Fahrt genutzt werden. Verbundtickets dienen dazu innerhalb des Verbundes günstige Fahrten und ein einfaches Ticketsystem zu ermöglichen. Es ist die Entscheidung des VU welche Tickets sie auf welchen Strecken anerkennt. Das wird im jeweiligen Tarif festgelegt.

Nochmal zur Nettiquette:
Diese Community heißt „Meine Frage - Deine Antwort“ Hier geht es darum Fragen anderer Kunden zu beantworten und nicht eigene, nicht zutreffende Interpretationen von Beförderungsbedingungen zu diskutieren. Deine persönliche Meinung darfst Du gerne haben, aber in dieser Community kommt es mehr auf Fakten an.
Darum heißt es in den Regeln dieser Community (unter Moderation): „ Uns ist es sehr wichtig, dass die Richtlinien eingehalten werden und Sie fachlich richtige und passende Antworten finden.“ Irgendwelche Interpretationen, dass man doch mit Tickets auf Teilstrecken fahren könnte, sind eben fachlich nicht richtig, weil sie den Beförderungsbedingungen und der ausgeübten Praxis widersprechen.
Hier ist auch nicht der Ort um über irgendwelche Auslegungen zu diskutieren. In der Netiquette ist das mit den Worten beschrieben: „Für einen freundlichen Plausch gibt es andere Möglichkeiten und Orte. „Meine Frage – Deine Antwort“ sollen Ihnen und anderen helfen, offene Fragen rund um die Bahn zu beantworten und ist keine [sic!] Diskussions-Forum.“

Kniestrumpf
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Hallo Joeopitz und Lechleitner,

ich stimme zu, dass die Fakten leider klar sind. Dennoch verfolge ich die Diskussion darüber aufmerksam und nicht ganz ohne Freude. Ich ärgere mich auch immer noch und immer wieder über diese willkürlichen, schwer nachvollziehbaren Bestimmungen.

@Joeopitz: Hast du einen Tipp oder eine Idee, wo sich das Thema so diskutieren/anbringen ließe, dass das evt. sogar an einer Stelle ankommt, die Änderungen an diesen Bestimmungen anstoßen oder beschleunigen könnte? (Wahrscheinlich ein naiver Gedanke.)

Danke und einen schönen Tag euch!

Lechleitner
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Aha. Dann können wir die Diskussion gerne privat weiter führen. Meine eMail-Adresse ist:
XXXX@XXX

[Bearbeitet von DB Redaktion am 07.07.2020 um 09.11 Uhr: Entfernung der E-Mail-Adresse]

@ Kniestrumpf

Zum diskutieren gibt es Foren hier im Internet. Das es ankommt, dafür gibt es den Kundendialog. Änderungen anstoßen oder bewirken, dass geht über die Politik.

Das Problem ist, das die Regelung so gewollt ist. Verbund-, Nah- und Fernverkehr sind Komponenten unseres Verkehrssystems. Da jeder für sich wirtschaftet, resultiert daraus diese Kleinstaaterei.

Es ist halt gewollt, das Du als Student günstig innerhalb des MDV fahren kannst. Dein SemesterTicket ist leider nicht dafür gedacht, dass Du auch andere Fahrten damit günstiger bekommst.

Für andere Verbundtickets gilt Ähnliches.
Die Verkehrsunternehmen haben sehr unterschiedliche Interessen. Wende Dich an den Verkehrsminister oder an den Land- und Bundestagsabgeordneten.