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Frage beantwortet

Maskenpflicht im ICE?

Hallo,
Ich muss am Mittwoch mit dem ICE von Dresden nach Mainz fahren und frage mich, ob ich die gesamte Fahrt über eine Schutzmaske tragen muss? Meines Wissens nach gilt die Pflicht für den Öffentlichen Personen Nahverkehr. Aber keiner hat etwas zum Fernverkehr gesagt.
Um nicht zu riskieren gegen die Regeln zu verstoßen frage ich lieber mal nach.

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

@ andybahn

Ticketkauf ist ein Beförderungsvertrag, den Du mit der Bahn abgeschlossen hast. Die Bahn schuldet Dir die Beförderungsleistung. Die ist erfüllt, wenn ein Zug fährt und Dich mitnimmst.

Die Maskenpflicht ist weder von der Bahn angeordnet, noch hat sie diese zu verantworten. Deswegen hat die Maske nichts mit Deinem Vertrag mit der Bahn zu tun. Die Beförderungsbedingungen gelten nach wie vor, da ist von Maskenpflicht nicht die Rede. Dafür ist in den Beförderungsbedingungen geregelt, ob und wie Du Deine Tickets stornieren kannst.

Als Gleichnis:
Wenn Du vor Monaten ein Auto bestellt hast, kannst Du auch nicht vom Kaufvertrag zurücktreten weil Du das Autohaus nur mit Maske betreten darfst, in Deinem Kaufvertrag aber davon nichts steht.

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Weitere Antworten

In Sachsen gilt die Maskenpflicht auch im Fernverkehr.

„Um nicht zu riskieren gegen die Regeln zu verstoßen..“
-> Man sollte die Maske nicht wegen irgendwelcher Regeln tragen, sondern weil es helfen kann Leben zu retten.

Gut wenn Du die ganze Fahrt eine Maske trägst.

Max1205
Max1205

Max1205

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@DB
Wurden die Mitarbeiter im Fernverkehr über die Regelung in Sachsen informiert?
Ich war heute im ICE auf der Strecke Leipzig-Riesa unterwegs, allerdings hat der Zugchef in meinem genutzten Zug keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

DB
DB

DB

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Team

Hallo,

wir haben eine zusätzliche Information erhalten.

Die Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung gilt in Sachsen nicht im Fernverkehr.

Die Bestätigung hebe ich deshalb auf. /ka

kabo
kabo

kabo

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Vielleicht wäre es ganz hilfreich, wenn die DB eine Übersicht bereitstellen würde, in welchem Bundesland die Maskenpflicht auch im Fernverkehr gilt, und in welchem nicht.
Da sich die DB-Mitarbeiter im Dienst ja auch daran halten müssen (z.B. die Zugbegleiter) wird die DB ja sicher eine Übersicht haben, was in welchem Bundesland gilt.
Und daran anschließend: Wenn der Zug die Landesgrenze von einem Land ohne Tragepflicht im Fernverkehr in ein Land mit Tragepflicht im Fernverkehr überquert, wird das dann im Zug angesagt? ("Sehr geehrte Reisende, wir begrüßen die in Montabaur zugestiegenen Fahrgäste. Wir verlassen jetzt Rheinland-Pfalz und erreichen in wenigen Minuten nordrhein-westfälisches Gebiet. Bitte setzen Sie jetzt Ihre Masken auf.")

Braunschweiger
Braunschweiger

Braunschweiger

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Und was passiert eigentlich im Transitverkehr (also in einem ICE, der von Berlin aus direkt nach Niedersachsen fährt und in Sachsen-Anhalt und Brandenburg nicht hält)?

DB
DB

DB

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Team

Hallo kabo,
im Fernverkehr gilt aktuell noch keine Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das veröffentlichen wir auch auf unserer Webseite, sollte es verpflichtend eingeführt werden. Unsere Kollegen in den Zügen wird das Tragen bereits jetzt empfohlen. /si

RobertLeger
RobertLeger

RobertLeger

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Wie bescheuert kann man eine Frage nur stellen?

Hockts eure Masken auf - völlig egal, in welchem (Bundes-)Land oder Verkehrsmittel!
Ob der Zugchef oder Zugbegleiter eine trägt oder nicht tut doch nix zur Sache.

MASKE AUF und GUT IS!

Wer zu faul für die Maske ist oder sich zu schön der braucht auch kein ÖFFI fahren!

Das Tragen von einer Maske für das Zub im Fernverkehr wird nicht empfohlen, sondern ab morgen zur Pflicht. Für Fahrgäste gilt weiterhin eine Empfehlung. Verstehen muss man das aber nicht.

kabo
kabo

kabo

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"MASKE AUF und GUT IS!"
-> Diese Haltung ist ja das Problem.
Zu viele Leute denken, dass alles gut ist, wenn man die Maske aufsetzt - und beachten dann nicht mehr den Sicherheitsabstand. Alles was man in den letzten Wochen mühevoll gelernt hat in Sachen Distanz, geht jetzt über die Wupper, da es jetzt das Allheilmittel in Form der Maske gibt. Dabei sind sich die meisten Fachleute einig, dass "kein Abstand" schlimmer ist als "keine Maske". In Australien wird zunächst keine Maskenpflicht eingeführt, weil befürchtet wird, dass eine Maske zu viele Leute zur Nichteinhaltung der Abstandsregeln verleitet. Und wenn ich dann sehe, dass mindestens ein Viertel der Leute die Maske falsch tragen und mindestens ein weiteres Viertel die Maske so absetzt, dass dabei die Viren erst recht verteilt werden, dann ... möchte ich gar nicht weiter darüber nachdenken.

Ich habe bereits einige Tickets für den Sommer mit Reisen innerhalb Deutschlands.
Beim Kauf der Tickets war Corona noch weit weg. Sollte sich der Herr Scheuer nun durchsetzen und Mundschutz im IC und ICE kommen, kann ich dann alle meine Fernverkehrstickets wieder kostenlos stornieren ? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen 5-6 Stunden im ICE mit Maske zu sitzen. Das würde ich auf keinen Fall tun !! In den AGB's der Bahn steht bis heute nichts davon und ich habe ja nach Diesen die Tickets gekauft. Rein rechtlich würde ich das sehr bedenklich sehen, wenn ich dazu gezwungen werden sollte, obwohl ich beim Kauf nichts davon wusste. Wäre dies nämlich der Fall gewesen, hätte ich mir keine Bahntickets gekauft.
Im Nahverkehr ist das etwas anderes, ich habe fast alles auf Auto umgestellt und fahre nur noch ganz kurze Strecken mit der Bahn wenn es mal nicht anders geht.
Schon da geht mir der Mundschutz bereits nach 30 Minuten auf den Senkel.
Ich komme damit nicht klar und würde so niemals reisen können.

Vielleicht kennt sich hier jemand ein wenig rechtlich aus und könnte das mal beantworten.

@ andybahn

Ticketkauf ist ein Beförderungsvertrag, den Du mit der Bahn abgeschlossen hast. Die Bahn schuldet Dir die Beförderungsleistung. Die ist erfüllt, wenn ein Zug fährt und Dich mitnimmst.

Die Maskenpflicht ist weder von der Bahn angeordnet, noch hat sie diese zu verantworten. Deswegen hat die Maske nichts mit Deinem Vertrag mit der Bahn zu tun. Die Beförderungsbedingungen gelten nach wie vor, da ist von Maskenpflicht nicht die Rede. Dafür ist in den Beförderungsbedingungen geregelt, ob und wie Du Deine Tickets stornieren kannst.

Als Gleichnis:
Wenn Du vor Monaten ein Auto bestellt hast, kannst Du auch nicht vom Kaufvertrag zurücktreten weil Du das Autohaus nur mit Maske betreten darfst, in Deinem Kaufvertrag aber davon nichts steht.

kabo
kabo

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Nach §65 ifSG kommt ein Entschädigungsanspruch gegen die Behörde in Betracht, die die Maßnahmen angeordnet hat. Dafür müsste aber ein "nicht nur unwesentlicher Vermögensnachteil" entstanden sein. Ob die Tatsache, dass man ein Ticket nicht wie nutzen kann als "nicht nur unwesentlicher Vermögensnachteil" durchgeht?

"im Fernverkehr gilt aktuell noch keine Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das veröffentlichen wir auch auf unserer Webseite, sollte es verpflichtend eingeführt werden." (DB /si)

Mir scheint, das möchte sich die DB auch für den Fernverkehr ganz einfach machen, indem sie schreibt: "Beachten Sie bitte auch die regional geltenden Verordnungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung."

Seit letztem Wochenende ist auf der Webseite des Landes Niedersachsen zu lesen:
"Was ist mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn? Kann das Land dort überhaupt Mund-Nasen-Bedeckungen vorschreiben?
Sobald sich ein Fernzug auf niedersächsischem Territorium befindet, sind die Fahrgäste verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt, obwohl es seitens der Deutschen Bahn generell bislang nur eine dringende Empfehlung gibt, Alltagsmasken zu nutzen. Der Bundesverkehrsminister aber hat sich im Deutschen Bundestag bereits für eine Maskenpflicht in Bahn und Flugzeug ausgesprochen. Darüber wird noch beraten." (https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_ha...)

Nils0910
Nils0910

Nils0910

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Hallo liebe Bahn,

wenn jetzt anscheinend auch im Fernverkehr die Maskenpflicht gilt, dann würde mich interessieren, wie man damit eine 6-7 stündige Fahrt durchhalten soll, mal davon ab, dass man eine Maske gar nicht so lange tragen soll und es auch nicht jedem bekommt.

Mich würde hierzu das Statement der Bahn interessieren.

Vielen Dank.

MatthiasLenz
MatthiasLenz

MatthiasLenz

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Ich schließe mich der Frage von Nils0910 an. Hat sich denn bei der Bahn jemand überhaupt ernsthaft darüber Gedanken gemacht wie man bei einer mehrstündigen Zugfahrt in einem Fernzug die Maskenpflicht einhalten soll? Wir haben jetzt im August eine Zugfahrt nach Rügen gebucht und sind dort insgesamt je Richtung 11 Stunden unterwegs, jeweils fast 9 Stunden im ICE.
Hat man hier seitens der Bahn einfach die "einfachste" Lösung umgesetzt damit die Abstandsregeln erfüllt werden? Oder hat man sich auch über alternative Konzepte Gedanken gemacht? Denkbar wäre hier z.B. eine Steuererung der Einhaltung der Abstandsregel über eine temporär eingeführte Reservierungspflicht in Fernzügen...Hier kann man wunderbar steuern dass Sitzplätze freibleiben und die Abstandsregeln eingehalten werden. Aber das würde ja wieder Umsatzverluste bedeuten...
Stattdessen wird gnadenlos der Komfort der Reisenden auf ein Minimum eingeschränkt.
Da ich mal davon ausgehe, dass die Makenpflicht so schnell nicht mehr zurückgenommen wird, werden wir unsere Bahnreise im August stornieren. Ich hoffe dass dies auch noch ganz viele andere Reisende tun werden... Eine Urlaubsreise mit der Bahn ist leider unter diesen Umständen nicht zumutbar!

Ich muss mich hier nochmal mit reinhängen.
Ja es gibt hier die "Bahnsprecher" die behaupten, wenn ein Zug im Bahnhof steht, dann hat die DB alles erfüllt und man muss sich ab nun alles gefallen lassen. Ich denke das ist nicht so !!!
....und ich kann an alle die Tickets gebucht haben als die Maulkorb-Pflicht noch nicht bestand nur appellieren, alles zu versuchen um auch ihre nicht stornierbaren Tickets zurück geben zu können.
...weil ich denke ganz so einfach geht das nämlich nicht.

Mal ein Beispiel was dem sehr nahe kommt und es kann sich dann jeder selbst eine Antwort darauf geben:

Ich kaufe eine Eintrittskarte für ein Konzert oder meinetwegen für eine Party. Alles ist gut und plötzlich wenige Tage vor dem Ereignis bekomme ich zu erfahren, das ich bei der Veranstaltung den ganzen Abend über nackt sein muss. Ich soll beim Einlass alle meine Kleider ablegen.
Nun bin ich aber damit nicht einverstanden, da beim Kauf der Eintrittskarte davon keine Rede war.
Am Einlass sagt man mir die Veranstaltung findet ja statt, damit hat der Veranstalter alles erfüllt....

So nun Ihr Bahnsprecher: Würdet ihr euch beugen und nackt rumlaufen, oder würdet ihr protestieren und euer Eintrittsgeld zurück verlangen ......

Nur mal so als Denkanstoß - und ich glaube deshalb das es eben nicht so einfach geht, wenn es nicht auf dem Ticket steht oder bei der Buchung klar sichtbar gemacht ist.

Das man sich gegen die Mundschutzpflicht wahrscheinlich nicht wehren kann dürfte jeden klar sein - aber das Ticket muss man kostenlos stornieren können.

....ein Versuch wäre es wert. Vielleicht liest hier ein Jurist mal mit und könnte sich dazu äußeren - wäre wirklich mal interessant wer hier im Recht ist...

kabo
kabo

kabo

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Die Bahn hat die Maskenpflicht nicht gemacht.
Mittlerweile haben (fast) alle Bundesländer ihre Corona-Verordnungen so umformuliert, dass die Maskenpflicht nicht nur im Nahverkehr, sondern auch im Fernverkehr gilt.

Die DB hat natürlich ein Interesse an einer bundesweit möglichst einheitlichen Lösung - wäre ja blöd, wenn auf der Fahrt von Köln nach Berlin 5 verschiedene Regelungen gelten würden - je nach Bundesland, in dem sich der Zug gerade befindet.

Beschwerden also bitte an die jeweiligen Bundesländer.
Aber Sie haben ja selbst schon erkannt "Das man sich gegen die Mundschutzpflicht wahrscheinlich nicht wehren kann dürfte jeden klar sein".
Vielleicht hat ihr regionaler Landtagsabgeordneter ja eine Idee (oder erstattet das Ticket gleich selbst).

Ansonsten wiederhole ich gerne einen anderen Beitrag von mir:
"Es gibt einen gesamtgesellschaftlichen Konsens darüber, dass die Maßnahmen gegen Corona bislang sinnvoll sowie zielführend waren und letztendlich auch deshalb erfolgreich waren, weil sich praktisch alle daran gehalten haben. Wenn nicht aus Überzeugung, dann wenigstens aus Solidarität. Andere Länder beneiden uns dafür.
Es erfüllt mich mit äußerster Sorge, dass gerade unter "bahn-affinen" Personen der Anteil derjenigen, die sich von diesem Konsens entfernen, besonders hoch zu sein scheint."