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Besteuerung/Ermäßigung DB Job Ticket IC/Fernverkehr mit 48 km Stecke

Ab 01.01.2020 werden u.a. BahnCards und Fernverkehrstickets bekanntlich rund 10% günstiger durch die ermäßigte Besteuerung. Meines Wissens trifft dies auf Entfernungen von über 50km "Bahnkilometer" zu.

Für den Regionalverkehr gilt für <50km bereits der vergünstigte Steuersatz.
Für Strecken ab 50km gilt im Regionalverkehr meines Wissens ebenfalls eine Ermäßigung ab 01.01.20.

Ich bin Pendler und besitze als Zeitkarte ein DB Job-Ticket für IC auf einer Fernverkehrsstrecke von 48 km(!). Angeblich gilt hier keine ermäßigte Steuer.

Sind Fernverkehrsfahrten von unter 50km tatsächlich eine der wenigen Ausnahmen für die noch der volle Steuersatz gilt?

Ist das tatsächlich so?
Warum werden Pendler mit Stecken unter 50km im Fernverkehr hier benachteiligt?

net
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Mark1807
Mark1807

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Was steht denn auf Ihrem Ticket für ein Steuersatz.

Die Steuer von 7% auf Nahverkehrstickets über 50km kommt erst im Laufe des Jahres, da die ganzen EVU's sich noch einigen und die Technik umstellen müssen. Wahrscheinlich wird das dann auch so bei kombinierten Tickets sein, welche im FV und NV gelten.
https://www.mopo.de/im-norden/billigere-bahntickets-warum...

@net Von wo bis wohin gilt ihr Ticket? Es kann ja sein, dass sie nur 48 km fahren, die Gültigkeit aber weiter ist.

@Mark1807 Was auf dem Ticket steht ist erstmal irrelevant, selbst wenn dort 19% stehen, führt die Bahn seit 1.1. nur 7% ab.

net
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Auf meinen bisherigen Rechnungen/Bescheinigungen für das JobTicket wurden 19% Steuer ausgewiesen/berechnet.

Die Strecke ist: Günzburg, Bahnhof bis Augsburg, Hauptbahnhof

kirroyal
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@DB/Bahnfr0sch: Die bestätigte Antwort würde ich so nicht stehenlassen.

"Die Steuer von 7% auf Nahverkehrstickets über 50km kommt erst im Laufe des Jahres,"

-> Ähm, nein. Seit dem 01.01.2020 liegt der Steuersatz für Tickets über 50 km bei 7 %. Eine Unterscheidung zwischen Nah- und Fernverkehr (im Sinne von Produktklassen oder genutzten EVU) gibt es seitens des Gesetzgebers nicht. Wenn also auf einem HEUTE erworbenen Ticket > 50 km ein Steuersatz von 19 % ausgewiesen wird, ist das rechtswidrig. Es gibt lediglich eine Übergangsregelung, dass der falsche Steuersatz bei VOR dem 01.01.2020 erworbenen Tickets nicht beanstandet wird.

Was Bahnfr0sch meint und worauf sich der verlinkte Artikel bezieht: Die WEITERGABE dieser Steuersenkung an die Endkunden in Form einer Senkung des Brutto-Preises bei Tickets der Produktklasse C ist noch nicht erfolgt.

"Was auf dem Ticket steht ist erstmal irrelevant, selbst wenn dort 19% stehen, führt die Bahn seit 1.1. nur 7% ab"

-> Das wäre erst recht rechtswidrig, denn dann könnten vorsteuerabzugsberechtigte Kunden 19 % Steuer geltend machen (steht ja schließlich so auf dem Ticket drauf), obwohl die DB nur 7 % abgeführt hat. Ich würde stark davon ausgehen, dass bei einem ausgewiesenen Steuersatz von 19 % (egal ob der im Einzelfall richtig ist oder nicht) auch 19 % abgeführt werden.

Hallo kirroyal,

danke für den Hinweis, wir haben die Bestätigung aufgehoben.

@net - Von wann ist Ihre Abrechnungen mit den 19 Prozent für das DB Job-Ticket? /ni

Dann verstehe ich den von der DB selbst geschriebenen Absatz nicht:
"...Eine Preissenkung für Angebote des Gemeinschaftstarifs der Eisenbahnen für den Nahverkehr kann voraussichtlich frühestens sechs Monate nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung erfolgen. Grund dafür ist, dass die Nahverkehrsunternehmen nicht allein über die Weitergabe der Mehrwertsteuerabsenkung an die Kunden entscheiden, sondern sich mit verschiedenen Partnern abstimmen und eine Vielzahl von Vertragskonstellationen berücksichtigen müssen."
Quelle: https://www.bahn.de/p/view/angebot/neues.shtml

Aber wenn meine o.g. Aussage oben nicht stimmt, müsste ja jeder sein Geld zurück bekommen, da ja sogar auf vielen neu gelösten NV-Tickets über 50km immer noch 19% stehen. Wo kann man die dann zurückbekommen?

@kirroyal Das nur 7% abgeführt werden, auch wenn 19% drauf stehen, wurde kürzlich auf der DB-Facebookseite geschrieben. War dann wohl eine Fehlinformation.

@ kirroyal
"-> Das wäre erst recht rechtswidrig"
--> Korrekt. Wenn der Verkäufer 19% auf dem Ticket ausweist, muss er diese auch abführen. (Die Möglichkeit der Korrektur besteht allerdings.)

"denn dann könnten vorsteuerabzugsberechtigte Kunden 19 % Steuer geltend machen"
--> Soweit ich weiß, darf der Kunde nur 7% geltend machen, weil dies der vom Gesetz vorgesehene Steuersatz ist. (Für 2019 gekaufte Tickets mit Gültigkeit in 2020 gab es eine Ausnahmeregelung per BMF-Schreiben, hier am Schluss verlinkt: https://community.bahn.de/questions/2191161-erstattung-zu...)

"Ich würde stark davon ausgehen, dass bei einem ausgewiesenen Steuersatz von 19 % (egal ob der im Einzelfall richtig ist oder nicht) auch 19 % abgeführt werden."
--> Ob das so ist, können nur die Buchhaltungen der Fahrkartenverkäufer beantworten. Letztendlich ist die Antwort aber für den Fahrkartenkäufer völlig irrelevant, sowohl für den privaten Endkunden als auch für den vorsteuerabzugsberechtigten Geschäftskunden.

@ Bahnfr0sch
"Aber wenn meine o.g. Aussage oben nicht stimmt, müsste ja jeder sein Geld zurück bekommen, da ja sogar auf vielen neu gelösten NV-Tickets über 50km immer noch 19% stehen. Wo kann man die dann zurückbekommen?"
--> Der Vertrag über die Personenbeförderung (= Fahrkartenkauf) wird auf der Basis des Bruttopreises, d.h. einschl. Mehrwertsteuer, geschlossen, so wird allgemein behauptet, z.B. hier: https://community.bahn.de/questions/2211781-ruckerstattun... (Vielleicht sieht es anders aus bei Angeboten, die sich ausschließlich an Geschäftskunden richten.)
Insofern hast du allenfalls ein Recht auf eine korrigierte Rechnung, bei der jedoch der Gesamtpreis gleich bleibt...

Im ICE-Treff wurde übrigens kürzlich darüber diskutiert, ob die Preise im Nahverkehr auf Brutto- oder Nettobasis genehmigt werden, es gab allerdings nur Mutmaßungen dazu: https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=595...

Hallo Bahnfr0sch,

ich habe es eben selber einmal getestet und ein Ticket zum Flexpreis (Produktklasse C) für eine Strecke von über 50 Kilometern gebucht. Dabei wurde ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent berechnet. Welche Tickets haben Sie gebucht, auf denen noch 19 Prozent ausgewiesen sind? /ni

@DB/ni Ich selber habe keine Tickets gebucht, habe aber schon einige Tickets gesehen, welche im Januar 2020 gekauft wurden und noch den vollen MwSt.-Satz hatten. Es waren aber wohl nur Zeitkarten, bzw. Tickets, welche bei Privatbahnen verkauft wurden.
Der Threadersteller hat aber wohl gleiches Problem, egal ob nun NV oder FV, sonst hätte er sicher nicht gefragt, wenn 7% bei ihm ausgewiesen wären.