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Frage beantwortet

Wie kommen die unterschiedlichen Preise bei den Übergängen von IC/EC zu ICE zustande?

Ich bin im Besitz einer Monatskarte für den EC/IC auf der Strecke zwischen Ulm und Stuttgart. Ab und zu nutze ich auch den ICE, für den ich dann in der Regel im Zug 4 € Zuschlag nachlöse, was ich völlig angemessen finde. Heute Morgen habe ich mal wieder den ICE genommen, musste aber zu meiner Überraschung 5,50 € für den Übergang bezahlen, was prozentual einer satten Steigerung von 37,5% entspricht. Nun würde mich interessieren, wie dieser Mehrpreis zustande kommt. Ich weiß, dass die Zuschläge sich auch nach der Auslastung des Zuges richten, diese erschien mir allerdings nicht wesentlich höher als sonst, wobei ich mich da natürlich auch täuschen kann. Im Voraus vielen Dank für eine erhellende Antwort, viele Grüße

sonic29
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kabo
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Nein - am differenzierten Flexpreis kann es heute nicht liegen.

Heute kostet Stuttgart-Ulm, one-way, 2.Kl, Flexpreis ohne Bahncard, genau 24€ im IC und 28€ im ICE. Die Nachzahlung wäre also auch heute genau 4€ gewesen.

Die Nachzahlung von 5,50€ war also falsch.

Ein ähnliches Phänomen wurde aber hier beschrieben.
https://community.bahn.de/questions/1226365-woraus-ergibt...
(Wenn der Zugbegleiter statt "fahrplanbasierter Verkauf" einen "Expressverkauf" macht, wird der Preis anders berechnet - offenbar zum Nachteil des Kunden.)

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Weitere Antworten

Woodstock
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Das Stichwort "differenzierter Flexpreis" liefert hier dutzende Antworten.

„Ich weiß, dass die Zuschläge sich auch nach der Auslastung des Zuges richten.“
-> Das ist so nicht richtig.

Der Preis des Übergangs ist einfach die Differenz der Flexpreise ICE-IC am Reisetag. Da der Flexpreis nicht auf einen konkreten Zug bezogen ist, hat die Auslastung des benutzten Zuges nichts mit dem Preis für die Nachzahlung zu tun.

Allerdings ist der Preis von der erwarteten Nachfrage am Reisetag abhängig. An nachfragestarken Tagen (Freitags oder vor Feiertagen) ist der Preis in allen Zügen höher als an Tagen an denen eine geringere Nachfrage erwartet wird.

Die von Ihnen gefundene Steigerung von 37% bezieht sich auf den Zuschlag als Basis. Korrekterweise müsste der komplette Fahrpreis als Basis dienen. Tatsächlich sind die Fahrpreise (Flexpreise) an nachfragestarken Tagen bis zu 14% höher als im Durchschnitt und an besonders nachfrageschwachen Tagen bis zu 5% niedriger.

Bahnfr0sch
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Mich wundert aber, dass Mittwochs nun auch ein nachfragestarker Tag sein soll...Nachtigall ick hör dir trapsen...Da wird wohl wieder heimlich an der Preisschraube gedreht.

kabo
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Nein - am differenzierten Flexpreis kann es heute nicht liegen.

Heute kostet Stuttgart-Ulm, one-way, 2.Kl, Flexpreis ohne Bahncard, genau 24€ im IC und 28€ im ICE. Die Nachzahlung wäre also auch heute genau 4€ gewesen.

Die Nachzahlung von 5,50€ war also falsch.

Ein ähnliches Phänomen wurde aber hier beschrieben.
https://community.bahn.de/questions/1226365-woraus-ergibt...
(Wenn der Zugbegleiter statt "fahrplanbasierter Verkauf" einen "Expressverkauf" macht, wird der Preis anders berechnet - offenbar zum Nachteil des Kunden.)

OK.
Als normaler Kunde sollte ich also selbstverständlich wissen, dass es einen fahrplanbasierten Verkauf und einen Expressverkauf gibt. Der Expressverkauf gibt einen kilometerabhängigen Zuschlag aus und der fahrplanbasierte Verkauf einen relationsbezogenen Zuschlag.

Dann ermittele ich vorsichtshalber erstmal selbst die Preisdifferenz um mich gegebenenfalls mit dem Zugbegleiter zu streiten und ihm zu erklären, dass er ein falsches Verkaufsverfahren angewendet hat. Zugbegleiter lieben es, wenn sie vom Fahrgast erklärt bekommen wie sie ihre Arbeit zu machen haben.

Bahnfahren kann so einfach sein!