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Produktübergang Nahverkehr auf IC

Ich, BC 25-Inhaber, habe ein Flexpreisticket auf der Strecke Backnang nach Ellwangen für den Nahverkehr gelöst, Preis 10,50 Euro. Beim Umstieg in Stuttgart habe ich allerdings noch einen IC von Stuttgart nach Ellwangen erreicht. Ich bin direkt zum Schaffner hingegangen, um den Preis für den Produktübergang zu erhalten. Der Herr Schaffner hat dann, zusätzlich zu meinem bereits bezahlten Flexpreisticket, 17,60 Euro gefordert(Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um den Preis für ein normales Ticket inkl 25 % BC-Rabatt mit dem IC von Backnang nach Ellwangen handelt) . M.E. stimmt dies jedoch nicht mit den Beförderungsbedingungen überein. Meines Erachtens wäre nach den Beförderungsbedingungen lediglich die Differenz zu zahlen. D.h. 17,60 Euro minus 10,50 Euro (bereits bezahltes Ticket). Ist diese Annahme richtig?

Antworten

Hallo,

im bw-Tarif ist ein Produktübergang auf den IC tariflich ausgeschlossen.

Siehe Analage 5:

https://www.bwegt.de/fileadmin/assets/www.bwegt.de/bwtari...

"Der Baden-Württemberg-Tarif sieht derzeit keine weitere Nutzung von Fernverkehrsangeboten vor.
Es gelten für die Nutzung von Fernverkehrsangeboten deren Tarife sowie die Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen der DB Fernverkehr AG."

Bei dem Ticket handelt es sich nicht um ein Baden-Württemberg-Ticket. Ich habe ein ganz normales Flexpreisticket inklusive 25 Prozent BC-Rabatt gelöst. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

kabo
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kabo

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Aber es wird sich um ein "bwEinfach"-Ticket (bwegt) gehandelt haben.

Ganz normale Flexpreistickets sind seit Dez 2018 für Nahverkehrsstrecken innerhalb von Baden-Württemberg nicht mehr erhältlich.

Und zu bwegt-Tickets ist kein Produktübergang möglich.

kabo
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Ergänzung:
Siehe auch hier: https://community.bahn.de/questions/1905614-fehlinformati... (die letzten beiden Antworten)

Für die Benutzung des Fernverkehrs gelten die Beförderungsbedingungen des BW-Tarifes (Teil
A) nicht. Es gelten die Beförderungsbedingungen des jeweils befördernden Fernverkehrsunter-
nehmens.

Somit wären wir wieder bei den Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn.

kabo
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Aber die Beförderungsbedingungen des befördernden Fernverkehrsunternehmens sagen, dass ein Produktübergang nur zu einem Flexpreisticket möglich ist.

Und - jetzt die entscheidende Frage - haben Sie nun ein Flexpreisticket, wo auch wirklich "Flexpreis" draufsteht - oder haben Sie ein "bwegt"-Ticket wo (beispielsweise) "bw-Einfach" draufsteht?

By the way:
10,50€ ist der Preis für ein "bw-Einfach" von Backnang über Crailsheim nach Ellwangen (2.Klasse mit BC25). Wie kommen Sie da über Stuttgart?

Joeopitz
Joeopitz

Joeopitz

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„Somit wären wir wieder bei den Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn.“

Für die Strecke Backnang nach Ellwangen gilt im Nahverkehr der DB Tarif nicht. Da hier der BW-Tarif gilt, darf aus rechtlichen Gründen die DB hier keinen eigenen Nahverkehrstarif anbieten. Die Beförderungsbedingungen der DB Regeln den Produktübergang im DB Tarif. Sie hatten aber kein DB Ticket. Also war hier auch kein Produktübergang möglich. Genau weil im Fernverkehr die Beförderungsbedingungen der DB gelten und damit auch der DB Tarif.

Das ist der Nachteil der Verkehrsverbünde. Damit kommt teilweise die Kleinstaaterei auf deutsche Gleise zurück. Das ist z.B. in Ihrem Fall richtig blöd, aber leider wohl korrekt.

Das Ticket wurde am DB-Automaten gekauft. Und wenn man beispielsweise auf den Bahn-Navigator geht, kann man auf dieser Strecke auch zwischen einem Festpreis (z.B. Sparpreis) und Flexpreis wählen. Wie kann die Deutsche Bahn dann dieses Ticket als Flexpreis verkaufen, wenn es sich gar nicht um ein Flexpreisticket handelt. Früher nannte man sowas mal Bauernfängerei.

Korrektur :Mein Fehler, den Flexpreis kann man nur wählen, wenn ein IC inklusive ist. Wenn nur Nahverkehr, dann heißt das anders. Somit nehme ich den Vergleich der Bauernfängerei zurück.

Joeopitz
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Joeopitz

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„ Und wenn man beispielsweise auf den Bahn-Navigator geht, kann man auf dieser Strecke auch zwischen einem Festpreis (z.B. Sparpreis) und Flexpreis wählen.“
-> In DB-Navigator wird das Ticket nicht als Flexpreis angeboten, sondern als bwEINFACH.
https://de.share-your-photo.com/img/ad9d41ae20.jpg

Sparpreise werden in Nahverkehr nicht angeboten, da der Sparpreis ein Angebot von DB Fernverkehr ist und nur für Verbindungen mit Fernverkehrsanteil gilt.

Edit: Das mit dem Fernverkehr haben Sie inzwischen auch geschrieben.

Nochmals der Vorgang zum besseren Verständnis. Anbei die Email an die Bahn. Letztendlich geht es mir nur um die Rücknahme der Anzeige. Egal welchen Preis die Bahn als angemessen sieht, würde ich sofort bezahlen, um das Problem vom Tisch zu haben.

Anbei die Mail an die Bahn:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vorab: ich bin immer noch perplex und fasse es kaum, wegen dem Vorgang gestern, den ich bereits telefonisch an Sie weitergegeben habe.

Nun das Ganze nochmals schriftlich, mit der Bitte um Beantwortung und weiterer Vorgehensweise.

Zum Vorgang:

  • Vorab zur Info: Ich bin gestern morgen von Ellwangen nach Backnang gefahren. Eigentlich wollte ich eine Teilstrecke (Ellwangen Crailsheim) mit dem IC fahren. Leider ist dieser Zug ausgefallen. Somit habe ich mir ein normales Nahverkehrsticket zum Flexpreis gekauft (mit BC 25-Rabatt). Aufgrund des Ausfalls des IC bin ich logischerweise später am Ziel angekommen als ursprünglich geplant.
  • Nun zum eigentlichen Vorfall: Für die Rückfahrt Backnang nach Ellwangen habe ich dann wiederum ein FlexTicket für den Nahverkehr gebucht. IC habe ich nivht gebucht, da ich nicht wusste, ob dieser wiederum ausfällt wie am Morgen (s.o.). Somit habe ich dann auch gar nicht geplant einen IC zu nehmen.

Als ich nun in Stuttgart zum Umstieg am Gleis angekommen bin, habe ich gesehen, dass zufällig gleich ein Zug Richtung Ellwangen fährt. Ich wusste, dass dies ein IC ist und wusste aber nicht, ob und wie es in der Kürze der Zeit möglich ist, das Ticket auf IC aufzuwerten und was dies kosten würde.
Nochmals zur Info: Wenn ich es sicher gewusst hätte, dass der IC fährt und ich den sicher bekomme, dann hätte ich vorab das Ticket gelöst.

Nun gut: Da ich nicht wusste ob und wie doe Aufwertung geht, habe ich sofort einen Schaffner aufgesucht, um ihn meine oben genannten Fragen zu stellen und um Auskunft gebeten was das dann kosten würde.

Da der Zug kurz vor der Abfahrt stand, hat der Schaffner mich in den Zug gebeten, um das alles zu klären. Der Zug ist dann losgefahren. Ich habe dem Schaffner mein Zugticket inklusive Bahncard 25 vorgelegt.

Der Herr Schaffner hat dann gesagt, dass dies 17,60 Euro zusätzlich kosten würde, was mir zu teuer war, weshalb ich gesagt habe, dass ich dann am nächsten Halt aussteigen werde und mit dem Nahverkehr weiterfahren würde. Nochmals der Hinweis, dass der Schaffner mich in den Zug gebeten hat und er vor Abfahrt mir nicht die Auskunft geben konnte. Hätte ich das gewusst, wäre ich gar nicht erst eingestiegen. Ich habe ja genau deshalb einen Schaffner aufgesucht.

Jedoch war der Herr Schaffner nicht damit einverstanden und verlangte die 17,60 Euro, womit ich jedoch logischerweise (s.o.) nicht einverstanden war. Jedoch auch hier erwähnt, dass ich nicht die Zahlung verweigert habe, sondern lediglich gegen die Vorgehensweise protestiert habe.

Als Lösung wurde nun angedacht, es folgendermaßen zu lösen: Ich zahle und im Gegenzug erhalte ich ein Fahrgastrechteformular. Anfangs hat der Herr Schaffner dem auch zugestimmt. Da er jedoch keine dabei hatte und diese im vorderen Zugteil wären und er diese nicht bereit ist zu holen, wollte er nun plötzlich meinen Ausweis haben, da dies ein Erschleichen von Leistungen wäre. Diesem Vorwurf habe ich natürlich vehement widersprochen. Ich war und bin immer noch perplex von dieser Unterstellung. Zudem kam noch der flapsige Kommentar, dass ich selbst nach vorne gehen soll und mir das Formular holen soll. Als ich fragte, bei wem ich das holen kann, wenn nicht bei Ihnen als Schaffner, kam keine Antwort.

Wie gesagt, er wollte jetzt meinen Ausweis, was ich verweigerte, da ich mir keine Straftat unterstellen lasse. Zudem hatte er alle meine Daten, da ich mein Ticket mit meiner Bahncard vorgelegt habe.

Daraufhin hat er die Polizei angerufen, die dann in Schwäbisch Gmünd vor dem Zug wartete, wo ich dann ordnungsgemäß ausgestiegen bin. Bis dahin habe ich auch ordnungsgemäß in dem Abteil gewartet.

Während des Klärens mit dem Schaffner im Zug, wurde mir vom Servicepersonal auch noch ein Bier angeboten, was ich dann auch gekauft habe. Es ist zwar nett, unterstreicht aber doe ganze Absurdität des Vorgangs.

Jedenfalls bin ich in Schwäbisch Gmünd ausgestiegen und die Polizei teilte mir dann mit, dass ich eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen erhalte. Allerdings habe ich noch ausgiebig den Vorgang mit der Polizei besprochen und diese hat dann auch zum Nachweis, dass och eine Fahrkarte hatte, diese abfotografiert.

Zusätzlich zu der Unterstellung der Erschleichung, hat der Schaffner ggüber der Polizei fälschlicherweise behauptet, dass ich ein BaWü-Ticket hätte, was er erst auf meinen Widerspruch hin, dass das nicht stimmt, zurückgenommen hat.

Jetzt nochmals eindeutig der Hinweis: ich habe mir nichts erschlichen und ich habe die Zahlung nicht verweigert. Es war lediglich nicht geklärt.

Abgesehen von dem aberwitzigen Vorgang(ich wurde ja gebeten einzusteigen), wäre trotz allem zu klären, ob der Preis überhaupt gerechtfertigt ist. Vorausgesetzt man würde mir unterstellen, dass ich nicht auf "Einladung" des Schaffners hin eingestiegen wäre.

Ich gehe davon aus, dass er den Komplettpreis von 17,60 Euro von Backnang nach Ellwangen berechnet hat, was meines Erachtens nach den Befördeungsbedingungen falsch ist. Es wäre lediglich die Differenz zu zahlen. D.h. 17,60 minus 10,50 (bereits bezahltes Ticket). Ist diese Annahme im Falle des Falles richtig?

Trotz dieses unsäglichen/missverständlichen Vorgangs bin ich bereit, den von Ihnen geforderten Preis zu zahlen und bitte Sie im Gegenzug die Anzeige gegen mich zurückzunehmen. Das erschüttert mich total.

Desweiteren ist darauf hinzuweisen, dass ich langjähriger Bahnkunde bin und nie eine Leistung erschlichen habe. Und Sie können dies bestimmt auch anhand meiner Bahncard nachverfolgen und nachvollziehen.

Abgesehen von dem ganzen Vorgang, geht es mir vor allem darum, keine Anzeige zu erhalten.

Ich bin völlig perplex und schon ein wenig enttäuscht im Hinblick auf den ganzen Vorgang.

Ich bitte um schnelle Rückmeldung, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

kabo
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So ganz durchschaue ich es immer noch nicht.
Was Ihnen hier wahrscheinlich noch auf die Füße fallen wird, ist nicht nur, dass Sie im "falschen" Zug gefahren sind, sondern auch, dass Sie den falschen Weg gefahren sind.
Aber das was der Schaffner verlangt hat, passt auch nicht.

Ein Nahverkehsticket bw-Einfach für 10,50€ von Backnang nach Ellwangen deckt nur(!) den Weg Backnang-SchwäbischHall-Crailsheim-Ellwangen ab, nicht aber den Weg über Stuttgart.
Selbst wenn zu Ihrem Ticket ein Produktübergang möglich gewesen wäre, hätte das nichts genutzt, weil Sie auf einer Strecke unterwegs waren, wo Ihr Nahverkehrsticket gar nicht gültig war.

Ein IC-Ticket für 17,60€ (incl. BC25-Rabatt) hätte auch nur den Weg Backnang-SchwäbischHall-Crailsheim-Ellwangen abgedeckt, nicht aber den Weg über Stuttgart. D.h. für 17,60€ hätte Ihnen der Schaffner ein Ticket verkauft für eine Strecke, wo der Zug gar nicht lang gefahren ist.

Ein IC-Ticket Backnang-Stuttgart-Ellwangen hätte (mit BC25-Rabatt) 20,60€ gekostet, nur Stuttgart-Ellwangen 16,85€, Stuttgart-SchwäbischGmünd 11,60€.

Wenn der Schaffner also 16,85€ (= neues IC-Ticket für Stuttgart-Ellwangen) gefordert hätte, wäre es wohl OK gewesen - dann hätten Sie bis Ellwangen mitfahren dürfen.

Der Vollständigheit halber:
"Gilt diese Antwort nicht mehr?
https ://community.bahn.de/questions/1221299-hoch-ic-zusch..."
-> Nein, in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg gilt die Antwort gar nicht mehr, in Niedersachsen auch nicht mehr so richtig, in Nordrhein-Westfalen gilt sie zwar noch, aber es ist so kompliziert geworden, dass es keiner versteht und in Berlin/Brandenburg hat die Antwort noch nie gegolten. Aber in den anderen Bundesländern gilt sie noch ... Willkommen im 19. Jahrhundert.

Vielen Dank für die ganzen Antworten. Das ist ja alles kaum noch durchschaubar und man läuft bei einem "unbewussten und ungewollten Fehler" somit ständig Gefahr kriminalisiert zu werden. Ist dies wirklich alles so gewollt, um die Menschen für die Bahn zu begeistern? Ich wage dies zu bezweifeln. In nächster Zeit werde ich zumindest die Bahn meiden, um nicht wieder wegen irgendeinem Fehler bestraft zu werden.

kabo
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Ja. Es ist kompliziert. Aber der Erfolg gibt der Bahn** recht.

Es gibt ja reichlich Leute, die ein einfacheres Tarifsystem fordern. Aber mit dem derzeitigen Tarifsystem, was immer komplizierter wird, eilt die Bahn von Fahrgastrekord zu Fahrgastrekord. So ganz falsch kann es also nicht sein, was die DB anstellt. Das Tarifsystem schreckt die Kunden ganz offensichtlich nicht ab.

Aus 70 Jahren Marktwirtschaft weiß man, dass der durchschnittliche Kunde es nicht möglichst einfach, sondern möglichst billig haben will. Und salopp gesagt: Je komplizierter ein Preissystem ist, desto mehr Möglichkeiten gibt es, irgendwo ein Schnäppchen zu machen.

Würde man das Preissystem ganz einfach machen, würde man möglicherweise eine (mäßig große) Zahl von Neukunden gewinnen, die bislang von der "Kompliziertheit des Systems" abgeschreckt wurden. Gleichzeitig würde man aber eine (ziemlich große) Zahl von Bestandskunden verprellen, die das komplizierte System für sich bestmöglich ausgenutzt haben und günstig gefahren sind. Für die würde eine Vereinfachung mit einer Verteuerung einhergehen. Streicht man irgendwo eine komplizierte Regelung, dann schreien sofort die Kunden auf, die genau von dieser Regelung profitiert haben.

** In Ihrem Fall liegt das Problem ja noch nicht mal bei der Bahn, sondern beim Landestarif Baden-Württemberg, wodurch der Produktübergang weggefallen ist. Sie müssten sich also beim Landesverkehrsminister beschweren.

Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.

Es gibt für alles ein Für und Wider. Man muss das Beste aus den aktuellen Gegebenheiten machen. Das gilt in vielen Bereichen, auch wenn man anderer Meinung ist.

Aber das ist nicht mein Problem bei der ganzen Sache. Mein Problem ist dies, dass dadurch sehr leicht eine Kriminalisierung stattfinden kann. Ich will ja nur, dass die Anzeige zurückgenommen wird. Letztendlich ist mir der Preis dafür "egal".

In meinem Fall handelt es sich ja nicht um das klassische Schwarzfahren, so dass ich umsonst und mit Vorsatz ungerechtfertigt von A nach B kommen würde.
Es liegt maximal ein unbewusster "Fehler" vor, durch den ich genauso in die kriminelle Ecke gestellt werde. Und das finde ich äußerst bedenklich.

Leo
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Nachdem das Ganze nun schon so weit eskaliert ist, würde ich Widerspruch gegen die Fahrpreisnacherhebung einlegen, die Zahlung der Differenz wie schon im Zug geschehen anbieten und mich ggf. von der DB verklagen lassen. Evtl. wird dann wenigstens einer der unglaublichen Paragrafen, auf denen die Bahn in für den Kunden unverständlicher Weise so drauf herumreitet, gerichtlich für ungültig erklärt, wie Nachforderung von 25% oder sogar 50% des Flexpreises bei nicht vorhandener oder unpassende BahnCard statt nur die zu erwartenden 25% des (Super) Sparpreise ohne BahnCard-Rabatt.

Nach dem gesunden Menschenverstand von Nicht-Juristen hat hier nicht der Fahrgast betrogen, sondern die Bahn, weil sie für den bezahlten bw-Fahrpreis keine Gegenleistung erbringt - und den Kunden dafür auch noch kriminalisiert!

Wo hat die Bahn betrogen? Oder was hat der Fall mit einer vergessenen oder nicht vorhandenen BC beim Sparpreis zu tun? Da wird wieder alles in einen Topf geworfen und auf die Bahn eingeprügelt. Niemand aus diesem Forum hat die Fahrkarte vom Fahrgast gesehen und kann nun zweifelsfrei sagen was man hätte besser machen können. Also kurzer Hinweis an den Kundendialog und dort kann das geklärt werden. Einspruch gegen die Fahrpreisnachforderung einlegen und alles weitere wird man dann sehen. Die Bahn kann für die Tarife beim Nahverkehr am wenigsten.

Hallo in die Runde. Wie ich sehe, wurde das Thema hier schon ausführlich besprochen. Die erste Antwort von Ricky98 enthält bereits die wichtigen Infos zu diesem Thema.
Das heißt, hier lag leider kein Ticket zum DB-Tarif vor. Das "bwEinfach"-Ticket ist nicht für einen Produtkübergang vorgesehen. Daher hätte man im IC dann das Ticket komplett nachlösen müssen.
Bezüglich der Anzeige kann hier in der Community leider keiner etwas machen. Ich empfehle Ihnen auch, hier noch einmal einen Widerspruch einzureichen und zu versuchen, dies so zu klären. /no

Vielen Dank für die erste klare Äußerung, die ich hierzu von der Bahn erhalten habe. Ich stimme dem jetzt auch durchaus zu, auch wenn es für einen "normalen Kunden" nicht wirklich einfach ist, das so herauszufinden. Des Weiteren wurde mir das vom Schaffner so nicht erklärt.

Wenn Sie sich aber den Vorgang nochmals durchlesen, dann kann ich nicht verstehen, weshalb daraus ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen folgen kann.

Ich war weder zahlungsunfähig, noch zahlungsunwillig. Meine Kontaktdaten lagen vor (Bahncard 25). Eine Zahlungsaufforderung wurde mir nicht ausgehändigt und habe ich bis jetzt nicht erhalten. Und das Entscheidende für ein Erschleichen einer Leistung ist doch die "Absicht". Woraus wird diese Absicht abgeleitet?

Sehen Sie es als Bahn auch nicht so, dass wenn ich Ihre Forderung bezahle, kein Erschleichen von Leistungen vorliegt? Hierzu betrachten Sie bitte nochmals den gesamten Vorgang.

Ist die Bahn in diesem Fall wirklich an einer strafrechtlichen Verfolgung interessiert? Sollte dies nicht der Fall sein, dann wäre es wichtig für mich, dass Sie dies mir entsprechend äußern und mir mitteilen, dass Sie das auch als Missverständnis sehen. In dem Falle könnte ich dies der Polizei vorlegen damit diese von einem Ermittlungsverfahren absieht. Natürlich würde ich den von Ihnen geforderten Betrag bezahlen.

Ich denke, damit wäre doch jedem geholfen.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

"Sehen Sie es als Bahn auch nicht so,"

Sie kommunizieren hier mit dem Social-Media-Team der Bahn.

"Ist die Bahn in diesem Fall wirklich an einer strafrechtlichen Verfolgung interessiert? Sollte dies nicht der Fall sein, dann wäre es wichtig für mich, dass Sie dies mir entsprechend äußern und mir mitteilen, dass Sie das auch als Missverständnis sehen. In dem Falle könnte ich dies der Polizei vorlegen damit diese von einem Ermittlungsverfahren absieht."

Dann müssen Sie "die Bahn" fragen und nicht das Social-Media-Team in einer Bahnkunden-helfen-Bahnkunden-Community. Diese können nichts entscheiden, sie nehmen hier eine moderierende Rolle ein und beantworten Fragen, die von der Community nicht beantwortet werden/wurden bzw. wo es einer Ergänzung bedarf. Siehe dazu hier: https://community.bahn.de/pages/moderation-offnungszeiten...

Das können wir hier in der Community leider nicht entscheiden und auch nicht beeinflussen.
Wie es dazu kam, ist natürlich schwer zu sagen. Die Situation, wie sie angegeben wurde ist, dass Sie im Zug das Personal angesprochen haben und man Ihnen den Preis genannt hat. Diesen wollten Sie jedoch nicht zahlen, da er Ihnen zu hoch erschien und wollten an der nächsten Station wieder aussteigen. Dass Sie den Betrag nicht bezahlen wollten, ist wohl der ausschlaggebende Punkt, der zu dieser Situation führte. /no

Vielen Dank an alle für die hilfreichen Antworten. So komme ich der Sache Stück für Stück näher.

Da es mit meinem bezahlten Ticket keinen Produktübergang bei der Deutschen Bahn nach deren Beförderungsbedingungen gibt, stellt sich mir folgende Frage:

Dann hätte der Herr Schaffner doch lediglich den Preis für Stuttgart nach Schwäbisch Gmünd inklusive BC 25-Rabatt verlangen dürfen, insbesondere nachdem ich gesagt habe, dass ich dort aussteigen würde und mit dem Nahverkehr weiterfahren würde.
Denn damit hat ja die Deutsche Bahn nichts mehr zu tun, sondern die "Bawü-Bahn".
Ist diese Annahme richtig?

kabo
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"Dann hätte der Herr Schaffner doch lediglich den Preis für Stuttgart nach Schwäbisch Gmünd inklusive BC 25-Rabatt verlangen dürfen, insbesondere nachdem ich gesagt habe, dass ich dort aussteigen würde und mit dem Nahverkehr weiterfahren würde."
-> Ja. Das wären 11,60€ gewesen.

Problematisch ist, dass Sie vorher erklärt haben, nicht bezahlen zu wollen. Sie haben das auf das angebotene 17,60€-Ticket bezogen, der Schaffner wird es wahrscheinlich als allgemeine Zahlungsunwilligkeit angesehen haben, weshalb es auch so eskaliert ist.

Außerdem stellt sich dann die Frage, wie Sie dann von SchwäbischGmünd nach Ellwangen kommen wollten. Ihr vorhandenes Nahverkehsticket (das für 10,50€) hat den Weg über SchwäbischGmünd nicht abgedeckt. Sie hätten also ein neues Nahverkehrsticket von SchwäbischGmünd nach Ellwangen kaufen müssen.

kabo
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Da habe ich auch drüber nachgedacht.
Aber der Fragesteller hatte sich bereits vor(!) dem Einstieg in den IC an das Zugpersonal gewandt. Damit dürfte der Bordzuschlag wohl nicht gerechtfertigt sein. Der Schaffner hat den ja auch nicht verlangt.

Kein Bordpreis, wenn man die Fahrkarte vor Einstieg verlangt? Ist das tatsächlich so?
Da wäre ich verwundert drüber. Man sollte also – auch bei kurzen Aufenthalten meistens machbar – zu einer mit Zugbegleiter besetzten Tür sprinten und um ein Ticket bitten?

Könnte es im diskutierten Fall so sein, dass der Zugbegleiter bei seinem Gerät einen Übergang von Nahverkehr auf Fernverkehr angefordert hat (der ist ohne Bordzuschlag), wobei jedoch das NV-Ticket nur mit 0 Euro angerechnet wurde?

Jedenfalls steht nun Folgendes fest, dass man in BaWü bei einem "Produktübergang" den vollen Preis zahlt, da es keinen Pü gibt plus die 19 Euro. Im Gegensatz zu NRW ist das ja ein Wahnsinn, das nur so am Rande. Vor allem, da man in Bawü nicht einmal die Möglichkeit bekommt, ein Ticket zu lösen, das für einen PÜ notwendig wäre... Ist das überhaupt mit dem Recht gedeckt?... Naja, das nur am Rande.

Was ich jedoch mitbekommen habe, ist das weder der Schaffner, noch die Angestellten am Service-Telefon und als Email den richtigen Preis nennen konnten. Dies waren teilweise ganz unterschiedliche Berechnungen. Wenn sogar die geschulten Angestellten im "Dunkeln tappen", dann finde ich es äußerst bedenklich, dass man dies von einem Kunden verlangen kann und ihm noch ein Strafverfahren aufbrummt.

Letztendlich konnte der "echte korrekte Preis" erst hier eruiert werden.

Wenn es andersrum wäre, wäre mir das äußerst peinlich. Es ist echt traurig.