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(Super) Sparpreis Europa Schweiz: Streckenabschnitt innerhalb der Schweiz mit VIA: "*NV": Welche Züge sind erlaubt?

Ich möchte anfragen, welche Zugarten bei (Super) Sparpreis Europa Schweiz Tickets innerhalb der Schweiz benutzt werden dürfen wenn im VIA Feld auf dem Ticket "*NV" (innerhalb der Schweiz) angegeben ist.

Als Beispiel etwa: Zugticket von Berlin nach Olten, im VIA Feld steht:
VIA: (...) ICE271/BaslSBB*NV

Für den Streckenabschnitt Basel SBB-Olten ist keine Zugbindung angegeben, sondern nur "*NV".

Frage:
a) Darf ich Fernverkehrszüge benutzen für den "*NV" Abschnitt? Soweit ich weiss, unterscheidet die SBB bei Tickets mit Zugstrecken innerhalb der Schweiz nicht zwischen Fern- und Nahverkehrszügen, wenn nicht bestimmte Zugnummern angegeben sind. Gilt dies in dem Fall auch hier? Falls nicht, wo steht dies genau in den Beförderungsbedingungen?

b) Wenn ich ausschliesslich nur Nahverkehrszüge benutzen darf für diesen Streckenabschnitt, welche Zugklassen sind dies in der Schweiz und wo ist dies in den Beförderungsbedingungen festgehalten?

Es wurde anderswo bereits auf eine ähnliche Frage eingegangen, aber nie konkret mit Hinweis auf die entsprechenden Stellen in den Beförderungsbedingungen beantwortet.

Um allfällige Unklarheiten beim Schweizer Zugpersonal zu verhindern, möchte ich eine schriftliche Antwort der DB vorweisen können mit Hinweis auf die entsprechenden Stellen in den Beförderungsbedingungen. Vielen Dank bereits im Voraus!

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Hallo CHCHREISENDER, ich schließe Ihre Frage wegen Doppelung. In der tat gibt es dazu schon einen sehr ausführlichen Beitrag in der Community, der diese Thematik beinhaltet. Danke auch an Ricky88 für den Hinweis und den Link. /ch

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Besten Dank für die Rückmeldungen und Entschuldigung für die wiederholte Frage.

Ich habe diese wiederholt weil

a) Die Beförderungsbedingungen ja ständig ändern (neueste ist jetzt vom 1. Februar 2019), und vor allem weil
b) Auf direkte Anfrage bei der SBB diese nun zum wiederholten Mal behauptet, dass ausschliesslich Nahverkehr benutzt werden darf, also keine Fernverkehrszüge. Auf wiederholte Nachfrage hat mir die SBB allerdings bis jetzt noch keine Angaben dazu geliefert, wo die Grundlage ihrer Behauptung in den Beförderungsbedingungen zu finden ist.

Kurz: Es besteht eine Verunsicherung. Der Ticketherausgeber, die DB sagt, Fernverkehrszüge sind erlaubt, die SBB behauptet zum wiederholten Mal "nein". Man kann sich das anbahnende "Theater" bei der Ticketkontrolle im Fernverkehrszug vorstellen..... Es sei aber gesagt, dass ich der DB als Ticketherausgeber mehr Glaube schenke, als der SBB, welche wohl das Kleingedruckte nicht kennt und einfach mal etwas behauptet....

(Die Anfrage bei der SBB habe ich gemacht, um eine schriftliche Bestätigung der SBB gegenüber dem Zugbegleiter vorweisen zu können.)

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Hat Ihnen denn die SBB dargelegt, was hier in ihren Augen Nah- und Fernverkehr ist und seit wann es diese Unterscheidung seitens der SBB gibt? Wenn die Aussage steht, dass das Ticket nur im Nahverkehr gelte, muss die SBB hier ja auch einen Unterschied machen. /ti

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Danke für die Rückmeldung.

Die SBB schreibt in einer Antwort:

"(...)Neu steht in unseren Vorschriften:
Die Zugbindung in der Schweiz auf IC / ICE / EC / IR / ICB / RJ / TGV / E (VAE) gilt auch für Sparbillette, die im Ausland ausgestellt wurden.

Dies bedeutet, dass Sie bei einem Billett, das einen der oben genannten Zugkategorien enthält, genau der gebuchte Zug genommen werden muss. In Ihrem Fall kann auch ein andere Regionalzug genommen werden, als der ursprünglich gewählte, jedoch nicht ein Zug der oben genannten Kategorien."

In einer anderen Antwort:

"(...)Auf der Strecke Basel - Olten gilt Ihr Ticket nur in den Nahverkehrszügen. Das Ticket gilt nur für die Fernverkehrszüge (ICE, EC/IC, IR, RJ, RJX, TGV INOUI, E) und Tage, die auf Ihrer Fahrkarte angegeben sind. Dies gilt für den deutschen und den schweizerischen Streckenteil.

In den Via-Angaben Ihres Tickets steht "NV" für die Strecke Basel - Olten. Das bedeutet, Sie können nur Züge des Regionalverkehrs (RE, S) benützen."

Komisch ist, dass die SBB von "unseren Vorschriften" spricht. Denn eigentlich gelten für das Ticket, das ich bei der DB gekauft habe, ja diejenigen der DB.

Die SBB behauptet hier also, dass ich nur RE und S Züge benutzen darf. Auf meine wiederholte Nachfrage (bereits 4 Mal!), wo denn dies genau steht, hat sie bis jetzt nicht geantwortet. Weil ich selber auch nichts finden konnte, glaube ich grundsätzlich dem, was die DB sagt. Nur: Wenn der Schweizer Zugbegleiter zur Kontrolle kommt, dann wird es bestimmt Probleme geben.... deshalb möchte ich Klarheit haben bzw. dem Zugbegleiter etwas schriftliches vorweisen können....

Hallo CHCHREISENDER,
in dem verlinkten Thread hatte ich schon auf die Fundstelle hingewiesen, wo die Sache mit der Zugbindung festgelegt ist.
@DB: Falls es eine weitere Regelung gibt, die ich übersehen habe, bitte melden!
"Geheimdokumente" dürfen für den Kunden nicht relevant sein. Für Tickets, die bei der DB gekauft wurden, können auch nur die Bedingungen der DB gelten, außer es wird ggf. explizit auf solche einer ausländischen Bahn verwiesen (z.B. in der Schweiz die Zuschäge für den Glacier-Express u.a.).

Letztes Jahr hatte ich (in dem verlinkten Thread) behauptet, dass die Bestimmungen es nicht hergeben, dass man auf dem "NV"-Abschnitt FV-Züge benutzen darf. Allerdings lautete in den internationalen BB vom 27.8.18 der Passus: "Gültig ab 01.10.2018: Abweichend zu Nr. 5.8.2 Absatz 2 und Nr. 5.8.5 Absatz 2 SCIC-NRT gilt die Zugbindung auch in Fernverkehrszügen der SBB (ICE, ECE, EC/IC, IR, RJ, RJX, TGV, E) auf dem schweizerischen Streckenteil."

Heute steht an gleicher Stelle nur: "Abweichend zu Nr. 5.8.2 Absatz 2 und Nr. 5.8.5 Absatz 2 SCIC-NRT gilt die Zugbindung auch in der Schweiz. Alle auf der Fahrkarte angegebenen Züge sind zu nutzen."

Und wenn nun kein konkreter Zug da steht, sondern nur "NV"? Gibt es in der Fahrkarte eine Erklärung zu dem Kürzel? Im Zweifel darf man alle Züge nutzen. Und somit wäre die Feststellung der Moderatoren jetzt auch gedeckt.

Die andere Frage ist, ob die DB Vereinbarungen mit den SBB in ihren Beförderungsbedingungen eventuell nicht korrekt umgesetzt hat. Insbesondere, indem sie die explizite Nennung der FV-Zuggattungen gestrichen hat.

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Ich habe nun auch versucht direkt an einen Supervisor bei der SBB zu gelangen. Aber schlimmer geht es nicht mehr! Die SBB versucht KONSEQUENT der Frage auszuweichen und redet um den Brei herum. Ich war ja schon zuvor kritisch gegenüber deren Kundendienst, aber dies was hier geboten ist, ist.......

Ich wage nicht daran zu denken, wie es aussieht, wenn ich dort für ein vermeintlich ungültiges Ticket (da Fernverkehr statt Nahverkehr benutzt) dort das Geld zurückfordern müsste...

Genau aus diesem Grund würde ich eben gerne im Voraus eine schriftliche Bestätigung über die Gültigkeit auf Fernverkehrszügen auch von der SBB haben.

@DB Bahn, ist es evtl. für sie möglich an eine kompetente Person bei der SBB zu gelangen, um eine solche schriftliche Bestätigung zu erhalten? Von der SBB fühle ich mich total ignoriert...

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Ich habe mir jetzt noch einmal die internationalen Beförderungsbedingungen angeschaut. Unter 5.8.2 Sparpreis Europa steht:

[...] Die Buchung einer Fahrkarte „Sparpreis Europa“ ist in allen DB Vertriebskanälen (ausgenommen in Zügen) möglich. Die Buchung erfolgt nur, wenn auf der Reise mindestens eine Teilstrecke in Zügen der PRODUKTKLASSEN ICE oder IC/EC gem. Nr. 1.4 BB PERSONENVERKEHR zurückgelegt wird. [...]

1.4 der BB Personenverkehr lauten wie folgt:

Die DB EVU bieten die Beförderung in den Zügen der folgenden Produktklassen an: (i) für den Fernverkehr • Produktklasse ICE: InterCityExpress (ICE), InterCityExpress Sprinter (ICE Sprinter), TGV, railjet express (RJX), railjet (RJ), EuroCityExpress (ECE); • Produktklasse IC/EC: InterCity (IC), EuroCity (EC), D- Zug (D); (ii) für den Nahverkehr • Produktklasse C: Interregio-Express (IRE), Regional-Express (RE), Regionalbahn (RB) und S-Bahn (S).

Demnach dürften auf dem Abschnitt, der mit *NV gekennzeichnet ist, nur IRE, RE, RB und S-Bahn genutzt werden dürfen. /ti

@ DB /ti: Die Referenz auf 1.4 der nationalen Bestimmungen in Punkt 5.8.2 ist ausschließlich dazu da, die Grundvoraussetzung zur Ausstellung eines Sparpreises Europa zu beschreiben: Wenn nämlich kein Fernverkehr auf deutscher Seite gebucht wird, gibt es auch keinen Sparpreis.
Ansonsten bitte beachten: "1.1 Geltungsbereich / Die Beförderungsbedingungen für Personen durch die Unternehmen der Deutsche Bahn AG (BB Personenverkehr) gelten für die Beförderung von Reisenden im innerdeutschen Eisenbahnverkehr ..."

Die Fragestellung dreht sich aber um etwaige Zugbindungen im internationalen Verkehr, und genauer noch: auf dem schweizerischen Abschnitt.

Die Bestimmungen sind scheinbar "kundenfreundlicher" geworden, aber dennoch nimmt die Moderation jetzt die eindeutige Aussage von damals (im verlinkten Thread am Schluss) zurück. Das versteh ich nicht.

@ CHCHREISENDER: Wie du selbst schon festgestellt hast, sind die Bedingungen der DB als Verkäuferin der Fahrkarte entscheidend. Wenn du nun trotzdem bei den SBB nachfragst und sie freundlicherweise nicht nur auf die DB verweisen, können sie wahrscheinlich nur auf interne Vorschriften für das Personal Bezug nehmen. Wenn die Aussagen einheitlich waren, warum wird deiner Meinung nach "um den Brei herum" geredet? Und warum sollte noch eine andere Antwort kommen?

Vielmehr ist doch die DB zuständig. Von der ist eine eindeutige schriftliche Aussage leider noch viel weniger zu erwarten.

Hast du aktuell einen Sparpreis Europa vorliegen? Ist dort das "NV" erläutert?
Welche Erfahrungen hattest du letztes Jahr praktisch mit den Zugbindungen?
Rechtfertigt die Anfragerei überhaut den Zeitverlust, den du durch die Nutzung von Regionalzügen hättest?

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@Neptun: Danke für die Ausführungen. Immer unter der Annahme, dass Fernzüge erlaubt sind, wie dies die DB eigentlich einmal bestätigt hat, geht es bei der Sache nur darum, von der SBB selbst etwas Schriftliches in der Hand zu haben, was dies bestätigt.

Meine Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt nämlich, dass viele Schweizer Zugbegleiter hier nicht wirklich informiert sind. Es wäre nicht das erste (auch nicht das zweite...) Mal, dass ich bei ähnlichen Situationen ungerechtfertigt zur Kasse gebeten wurde und das Geld anschliessend mühsam wieder zurückholen muss. Weil ich zukünftig vermehrt solche Tickets kaufe, möchte ich genau diesen Umstand verhindern. Und weil ich weiss, dass gewisse SBB Zugbegleiter die Sache ganz exakt nehmen, wollte ich eben eine Bestätigung nicht nur von der DB, sondern auch direkt von der SBB haben, und zwar am Beispiel eines konkreten Tickets.

Schlussendlich geht es mir aber bei dieser Sache natürlich auch ums Prinzip. Als Ticket-Inhaber sollte ich doch ein Anrecht auf Information haben, was ich damit darf oder eben nicht.

Als Hinweis noch ein weiteres SBB-Erlebnis in dieser Sache: Habe am 1.2. beim SBB Schalter am Flughafen Zürich exakt dieselbe Frage gestellt. Der sehr freundliche Herr dort musste dann mein Ticket an eine interne Helpline einscannen, die danach bestätigt hat, dass ich beim entsprechenden Abschnitt JEDEN Fernverkehrszug benutzen darf. Ebenfalls haben auf seine Nachfrage dies zwei seiner Kollegen dies bestätigt.

Vielleicht ging meine schriftliche Anfrage bei der SBB einfach nur an inkompetente Mitarbeiter? Das würde mich zwar erstaunen, habe ich doch auch extra (nach dem etwa 6. E-Mail) eine Weiterleitung an einen Supervisor gewünscht.... Vielleicht kann ja jemand anderes, den die Frage interessiert mal unabhängig eine solche Frage an die SBB richten. Ich bin wohl bei denen jetzt auf der schwarzen Liste :)

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Guten Morgen.

Die DB hat ihre Bestimmungen nur in der Formulierung geändert, um sie kürzer zu halten. Inhaltlich wurde und wird nichts geändert. Die Auflistung der Fernzugarten ist weggefallen, da sie sich an anderer Stelle des Tarifs (Glossar am Anfang des SCIC-NRT → Internationale Beförderungsbedingungen, Seite 6, Produktklasse) wiederfindet und deshalb nicht wiederholt werden muss.

Wenn es im Tarif heißt, dass „alle auf der Fahrkarte angegebenen Züge (zu) nutzen (sind)“, dann sind im vorliegenden Fall folgende Züge zu nehmen:

  • von Startbahnhof bis Basel SBB der ICE 271, da er angegeben ist.
  • von Basel SBB bis Olten irgendein Zug, der kein Fernverkehrszug, also kein ICE, IC/EC, TGV, RJ, ECE ist (dann sprechen wir von Nahverkehr), da auf der Fahrkarte „NV“ ausgewiesen ist.

CHCHREISENDER muss ab Basel SBB einen Zug des Nahverkehrs nehmen (das sind derzeit die Züge, die nicht als ICE, IC/EC, TGV, RJ, ECE firmieren).

Der Kunde ist aber frei in seiner Entscheidung, ob er genau die auf seiner Reiseverbindung ausgedruckten Nahverkehrszüge (RE und/oder S-Bahn) nimmt oder einen späteren oder früheren Regional-Express oder S-Bahn auswählt. Die Zugbindung gilt eben nur für die Fernverkehrszüge, also die Züge die unter der Bezeichnung ICE, IC/EC, TGV, RJ, ECE fahren. Für die Weiterfahrt im Nahverkehrszug gibt es keine Zugbindung und der Kunde kann sich den Zug aussuchen, solange er seine Reise innerhalb der aufgedruckten Geltungsdauer beendet.

Entschuldigen Sie, wenn es hierbei zu einem Missverständnis gekommen ist und die Antworten eventuell nicht deutlich genug waren. /ch

Joeopitz
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Also verstehe ich das so:

Ich buche für eine bestimmte Verbindung in die Schweiz einen (Super)sparpreis. Auf dem Ticket sind alle Züge (ICE, IC/EC, TGV, RJ, ECE) der Verbindung aufgeführt, dafür besteht Zugbindung. Für die Streckenabschnitte die in der Verbindung mit RE und/oder S-Bahn gebucht sind, steht *NV*, es besteht keine Zugbindung, diese Strecken können auch mit anderen RE/S-Bahn (aber nicht mit ICE, IC/EC, TGV, RJ, ECE) zurückgelegt werden.
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Wenn dem so ist, sollte unter der Überschrift aber nicht länger eine Aussage [„Antwort wurde von DB Bahn bestätigt“] stehen, die genau das Gegenteil besagt. Der suchende Kunde liest sich nach einer von der DB bestätigten Antwort nicht noch jeden Beitrag bis unten durch, um dann genau das Gegenteil zu erfahren.

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Ich habe die Bestätigung entfernt. /ch