Diese Frage wartet auf Beantwortung

Die ICE-Pendlerstrecke Montabaur-Frankfurt morgens + abends ist störanfällig. Wann kommt ein Halbstunden-Takt?

Meine Lebensgefährtin pendelt täglich. Jahresticket. In Verbindung mit den nicht kalkulierbaren S-Bahn-Verbindungen beim RMV kommen bis zu drei Stunden verlorene Lebensqualität täglich zusammen. Unser Morgen und Abend wird geprägt von der DB-App. Zugausfälle, tägliche Verspätung des ICE 814, seit Monaten fehlende Doppeltraktion bei ICE 814 und ICE 811 und ICE 813, die Bitte, den Zug wegen Überfüllung zu verlassen zermürben uns. Die 5 EUR pro Stunde machen das nicht weg.
Vielen Pendler aus dem Westerwald geht es ähnlich. Auch wenn demnächst ICE4-Züge für Entlastung sorgen sollen so stelle ich die Frage, was wir tun müssten um einen Halbstunden-Takt zwischen 06:00 und 09:00 bzw. zwischen 17:00 und 19:00 zu etablieren? Angesichts der Feinstaub-Situation in Frankfurt wünschenswert. Ein dichterer Takt würde das Gefühl ausgeliefert zu sein reduzieren weil man weniger lange auf den nächsten Zug wartet. Dadurch ließe sich die chronische Verspätung auf der Strecke besser verkraften.

PendlerWesterwald
PendlerWesterwald

PendlerWesterwald

Ebene
0
12 / 100
Punkte

Antworten

Auch wenn demnächst ICE4-Züge für Entlastung sorgen sollen so stelle ich die Frage, was wir tun müssten um einen Halbstunden-Takt zwischen 06:00 und 09:00 bzw. zwischen 17:00 und 19:00 zu etablieren?- der DB ganz viele Züge kaufen

Hallo PendlerWesterwald,

ich kann Ihre Verärgerung verstehen, wenn Sie regelmäßig von Verspätungen betroffen sind. Leider ist es nicht möglich, einfach mal eben so einen Halbstundentakt einzurichten. Neben den dafür notwendigen Fahrzeugen benötigt man Personal und freie Trassen. /ti

PendlerWesterwald
PendlerWesterwald

PendlerWesterwald

Ebene
0
12 / 100
Punkte

Hallo DB-Team,
Danke für die Antwort. Die Antwort ist für mich jedoch zu pauschal. Die Strecke wird von durchschnittlich 4 ICE-Zügen pro Stunde und Richtung befahren. Jeder dieser Züge hat Personal. Infrastruktur ist vorhanden. Dass der Fernverkehr keinen Takt kennt wie eine S-Bahn ist mir bekannt.
Die Frage zielt eher darauf zu erfahren, an welche Stellen man sich wenden darf um eine Lösung zu erreichen. Mit einem pauschalen "geht nicht" komme ich in meinem Job bei meinen Kunden nicht weiter. Lösungsalternativen und Kompromisse muss ich schon vorschlagen.

Hallo,

wenn ich die Taktdichte verdopple, benötige ich mindestens doppelt so viele Züge. Für diese Züge benötige ich dann auch doppelt so viel Arbeitskraft, also Personal, das ich auf diesen Takten einsetzen kann. Das Personal, welches auf den aktuellen Takten arbeitet, kann ja nicht plötzlich die zusätzlichen Takte übernehmen, ohne woanders zu fehlen. Das Problem der freien Trassen liegt nicht auf der Strecke, sondern dort, wo noch viele andere Züge die Gleise ebenso beanspruchen, also auf dem Stück, wo die Schnellfahrstrecke einmal ins Frankfurter Gleisnetz übergeht und auf der anderen Seite, wo die Schnellfahrstrecke ins Kölner Gleisnetz übergeht. An diesen Punkten herrscht eine sehr hohe Auslastung der Gleise und diese Nadelöhre in der Infrastruktur lassen oft keine Taktverdichtungen zu. Hier ist eben nicht ausreichend Infrastruktur vorhanden. Hier gibt es zum Beispiel ein Infrastrukturprojekt, um diese Situation zu verbessern. 

Grundsätzlich können Sie Vorschläge und Verbesserungen immer an den Kundendialog richten. /ti