Frage beantwortet

Sicherheit von Bahnreisende

Letzten Sonntag wurden in einem Regionalzug bei Offenburg/Baden Bahnreisende schwer verletzt von einer Gruppe Gewalttätiger mit Eisenstangen.
Was kann die Bahn tun, um solche Übergriffe zu verhindern?
Ist die Bahn noch ein sicheres Verkehrsmittel?

jg1234
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Was verstehen Sie unter sicher? Unfälle kommen äußerst selten vor. Das Verkehrsmittel Bahn ist in dieser Hinsicht sehr sicher. Mit Videoüberwachung in Regionalzügen und Streifen der DB Sicherheit kann man Angriffen präventiv entgegenwirken. Auch Polizeibeamte reisen häufig inden Zügen mit. Zugangskontrollen wie an Flughäfen sind bei der Bahn aufgrund der hohen Anzahl an Stationen nicht praktikabel. Ich persönlich fühle mich im Zug immer sehr sicher.

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Was verstehen Sie unter sicher? Unfälle kommen äußerst selten vor. Das Verkehrsmittel Bahn ist in dieser Hinsicht sehr sicher. Mit Videoüberwachung in Regionalzügen und Streifen der DB Sicherheit kann man Angriffen präventiv entgegenwirken. Auch Polizeibeamte reisen häufig inden Zügen mit. Zugangskontrollen wie an Flughäfen sind bei der Bahn aufgrund der hohen Anzahl an Stationen nicht praktikabel. Ich persönlich fühle mich im Zug immer sehr sicher.

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"Zugangskontrollen wie an Flughäfen sind bei der Bahn aufgrund der hohen Anzahl an Stationen nicht praktikabel. Ich persönlich fühle mich im Zug immer sehr sicher."

Da muss ich widersprechen:

http://m.spiegel.de/reise/aktuell/sicherheit-diese-laende...

Ich persönlich habe solche Kontrollen schon in Brüssel, London, Malaga und Beijing/Peking (北京站 und 北京西站)usw. selbst (teilweise mit Hintertürchen wie in Shangai mit vorgekaufter Fahrkarte von der U- Bahn her) erlebt.

Es ist also theoretisch machbar... (Wenn man natürlich mit dem Regionalzug ohne Kontrolle in Barcelona Sants ankommt)..

In Malaga musste man nach Ankunft am S-Bahnhof zum Eintritt in die Bahnhofshalke durch eine Kontrolle.

Also es geht, wenn man will...

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Verschärfte Sicherheitskontrollen ähnlich wie auf dem Flughafen bei der Bahn wären/sind reine Augenwischerei und sind sinnlos. Klar gibt es Leute, die sich sicherer fühlen, aber das ist reiner Selbstbetrug. Im Gegensatz zu Flugreisen, bei denen man nur recht wenige Flughäfen überwachen und abschotten muss, gibt es bei der Bahn ja nicht nur die großen Bahnhöfe, sondern auch unendlich viele kleine, die man allesamt komplett abriegeln und mit Sicherheitskräften ausstatten müsste. Und auch die großen Bahnhöfe, wo eine viertel bis eine halbe Million Personen pro Tag durchlaufen, kann man kaum sinnvoll Kontrollen durchführen, die ernsthaft Sicherheit bringen. Soviel Personal kann keiner bezahlen. Und wenn ernsthaft alle Passagiere kontrolliert werden, ist die Bahn tot. Kein Pendler wird ernsthaft mit der Bahn zur Arbeit fahren, wenn die Fahrt täglich durch die Kontrollen sich erheblich verlängert.

Es reicht ja nicht, den Zugang zum Zug nur im Hbf zu kontrollieren, wenn ein Gewalttäter dann einfach im Vorstadtbahnhof zusteigt. Und wie erkennt man, ob jemand gewalttätig wird, man braucht schließlich keine Waffen, um gefährlich zu sein. D.h. die besten Sicherheitskontrollen könnten nicht verhindern, dass nicht doch etwas passiert.

Statistisch gesehen kommt man sowieso eher in der eigenen Wohnung ums Leben (Haushaltsunfall), als dass einem in der Bahn etwas passiert. Zu Hause sterben pro Jahr rund 10000 Menschen an Unfällen, wie viele werden durch Gewaltakte in der Bahn verletzt? Wer Angst vor Verletzung und Tod haben will, sollte sich am besten niemals zu Hause und, im Straßenverkehr aufhalten, und sollte vielleicht besser seine Zeit in der Bahn verbringen. Dort ist es deutlich sicherer...

tina2016
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In selten haltenden Fernzügen gehen Sicherheitskontrollen theoretisch, das wird z.B. in Spanien gemacht.

Problematisch sind aber, wie auch hier gesagt, oft die Regionalzüge. Manche Bestellorganisationen verlangen hier von den Eisenbahnverkehrsunternehmen einen bestimmten Prozentsatz der Züge, der von Sicherheitsunternehmen bestreift wird. Bzgl. dessen können Sie sich an die zuständige Bestellorganisation wenden. Ansonsten ist m.W. das übliche Vorgehen, dass das Zugpersonal die Polizei an den nächsten Haltebahnhof bestellt.

Leo
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„Im Gegensatz zu Flugreisen, bei denen man nur recht wenige Flughäfen überwachen und abschotten muss, gibt es bei der Bahn ja nicht nur die großen Bahnhöfe, sondern auch unendlich viele kleine, die man allesamt komplett abriegeln und mit Sicherheitskräften ausstatten müsste.“

Das ist genau auch bei Flugreisen ein Problem:

https://www.welt.de/wirtschaft/article148529220/So-unsich...

In den 90er Jahre wurde an kleine Flughäfen in den USA nur lückenhaft kontrolliert: Kurz vor uns gingen die Passagiere von Southwest Airlines einfach um den Metall-Detektor herum, wir als Delta-Passagiere mussten dagegen durch den Metalldetektor gehen. (Aber wenn 2 Leute das wenige Personal abgelenkt hätten, hätte wohl auch ein Delta-Passagier kurz darum herum gehen können.)

Im Mai 2001 fielen mir schon die Sicherheitskontrollen in chinesischen Bahnhöfen auf: Schon vor Betreten der Bahnhofshalle (egal ob zum Fahrkartenkauf oder zur Reise) musste man durch eine Sicherheitskontrolle – genau so lax wie damals auch noch an Flughäfen. Ja, es gab damals auch Hintertürchen: Wer relativ spät kam, konnte in Shanghai von der U-Bahn gleich auf den Bahnsteig, am Sondereingang wurde nur die Fahrkarte kontrolliert, die damals noch nicht personalisiert war.

Wie wichtig es ist, solche Hintertürchen zu eliminieren, zeigt sich dann anlässlich 9/11.

Im Flugbetrieb gibt es daher Unclean Airports, aber ob jetzt lückenlos kontrolliert wird…

https://www.welt.de/wirtschaft/article148529220/So-unsich...

„Und auch die großen Bahnhöfe, wo eine viertel bis eine halbe Million Personen pro Tag durchlaufen, kann man kaum sinnvoll Kontrollen durchführen, die ernsthaft Sicherheit bringen. Soviel Personal kann keiner bezahlen.“

Mittlerweile hat auch die Bahn in China aufgerüstet:

https://www.seat61.com/China.htm

Schon 2001 landete man bei Verlassen des Zuges meist automatisch auf der Straße und musste bei Betreten der Bahnhofshalle wieder durch eine Sicherheitskontrolle.

Seit der 191 Toten und 2051 Verletzten von Atocha

https://de.wikipedia.org/wiki/Madrider_Zuganschl%C3%A4ge

nimmt Spanien das Thema etwas ernster: Man kontrolliert zumindest die Passagiere der Hochgeschwindigkeitszüge. In Malaga fuhren die S-Bahnen in einem separaten Bahnhof ab, dort wurde nicht kontrolliert, aber beim Betreten der Haupthalle, wo die schnelleren Züge abfuhren.

„Es reicht ja nicht, den Zugang zum Zug nur im Hbf zu kontrollieren, wenn ein Gewalttäter dann einfach im Vorstadtbahnhof zusteigt.“

In der Tat: 2014 fuhr ich sehr viel um Barcelona mit dem Zug und konnte da eine extreme Löchrigkeit feststellen: Man kommt unkontrolliert in Regionalzüge – und die fahren dann auch in den Tunnel-Bahnhof Sants ein.. Erst vor dem Umstieg in den AVE wird kontrolliert:

https://www.viajejet.com/equipaje-en-el-ave/el-control-de...

Komischerweise werden die S-Bahnen, in denen sich 2004 die Explosionen ereigneten, auch in Spanien nicht kontrolliert – nur die schnelleren Züge…

„Und wenn ernsthaft alle Passagiere kontrolliert werden, ist die Bahn tot. Kein Pendler wird ernsthaft mit der Bahn zur Arbeit fahren, wenn die Fahrt täglich durch die Kontrollen sich erheblich verlängert.“

Das stimmt allerdings. Daher wohl auch in Spanien nach wie vor keine Kontrollen im Nahverkehr, trotz der Erfahrungen 2004. Anderseits werde ich im Zug oder in einem großen Bahnhof, wo gebündelt viele Menschen gleichzeitig sind, leichter Opfer eines Anschlags als irgendwo auf der Straße im Auto...

Mit dem Angriff im Thalys
https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_im_Thalys-Zug_9364

wurde man in Frankreich noch weiter sensibilisiert und wachte auch in Belgien mal kurz auf:

https://brf.be/national/1015682/

Aktuelle Lage vom Mai 2018 in Lüttich: Teilbereiche vom Bahnsteig abgesperrt, die HGV-Züge halten an anderen Segmenten und anders als angezeigt, keinerlei Kontrolle findet statt.

In der Tat haben die Aktionen oft den Charakter von Aktionsmus:

In Frankreich ist man allgemein etwas über-vorsichtig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Plan_Vigipirate

Erlebnis als Bahnreisender (mit großem Gepäck, wenn auch nur Rucksack) Unterbrechung in Carcassonne: Aus Vorsicht vor evtl. Anschlägen: Keine Schließfächer am Bahnhof, also Rucksack durch die Altstadt geschleppt. Am Schloss durften die angepriesene

http://www.remparts-carcassonne.fr/Preparer-sa-visite/Off...

Gepäckaufbewahrung aus Sicherheitsgründen nicht benutzt werden – aber davor standen etliche Kinderwägen mit jeder Menge Krimskrams.

Statistisch gesehen würde ich lieber nicht auf eine weitere Pannenserie bei Attentätern setzen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/nach-der-festnahme-in...

warum muss man denn den Fehler in der Presse breittreten? Damit Nachahmer ihn nicht wiederholen?

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