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Wer muss also für wen den Entschädigungsantrag stellen?

Wer hat Anspruch auf die Entschädigungszahlung? Der Fahrgast selbst? Oder derjenige, der die Fahrkarte bezahlt hat. Wenn zB ein Unternehmen für einen Mitarbeiter eine Fahrkarte für eine berufsbedingte Fahrt kauft. Der Mitarbeiter auf dieser Fahrt Verspätung hat, die zu einer Entschädigung berechtigt. Wer darf dann die Entschädigungszahlung beanspruchen? Der Mitarbeiter oder das Unternehmen, das die Fahrkarte gezahlt hat? Wer muss also für wen den Entschädigungsantrag stellen? Und wer bekommt die Entschädigungszahlung?

Nilx01
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Tino Groß
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Guten Abend Nilx01,

für jedes Unternehmen gelten andere Reisekostenrichtlinien in denen genau solche Eventualitäten festgehalten werden. Während das eine Unternehmen bahn.bonus Punkte zur freien Verfügung lässt, sammelt ein anderes Unternehmen diese ausschließlich selbst. Ebenso verhält es sich mit Entschädigszahlungen bei Verspätungen. Auf der rein rechtlichen Seite steht dieses Geld dem Zahlenden zu. Einigen Unternehmen ist der Aufwand jedoch zu groß und somit darf der Fahrgast dies eigenständig für sich geltend machen. Kontaktieren Sie doch einfach ihre Reisekostenstelle.

Gruß, Tino!

Nilx01
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Hi Tino, vielen Dank für deine Antwort. Genau die rechtliche Sicht hat mich interessiert. Ich habe mich gefragt, welche Intention die Entschädigungszahlung hat. Wenn es bei dieser nämlich darum geht, dass die Bahnunternehmen sich für eine Verspätung beim Fahrgast entschuldigen sollen, dann würde diese Zahlung dem Fahrgast zustehen. Wenn es aber darum geht, den Fahrpreis zu reduzieren, wegen der Schlechtleistung in Gestalt der Verspätung, dann würde die Entschödigung, wie du schon sagtest, dem Zahlenden, in meinem Fall also dem Unternehmen zustehen. Bist Du Dir mit deiner Antwort ganz sicher? Also hast Du etwa in die Gesetzgebungsmaterialien der EU Fahrgastrechte Verordnung geschaut, oder weißt Du dies aus anderer Quelle? Der Anspruch auf Entschädigung rührt ja aus dieser Verordnung. Ich habe hier aber keine entscheidende Passage gefunden, die ausdrücklich sagt, wem der Entschädigungsanspruch zusteht. Vielen Dank auf jeden Fall nochmal für Deine Antwort!

Tino Groß
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Guten Morgen,

schaut man sich das aus der Sicht der EU-Verordnung an so gilt die Zahlung sicher erst einmal als Kompensation für die nicht vollständig erbrachte Leistung. In dem Punkt gehe ich konform. Nur wieso sollte der Kunde etwas bekommen obwohl er gar keinen Cent dafür ausgegeben hat? Daher sehe ich es so, dass die Zahlung dem Arbeitgeber (in diesem Fall zusteht). Da es aber jede Unternehmen anders handhabt muss dies eindeutig niedergeschrieben sein eventuell in der Reisekostenrichtlinie.

Nilx01
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Vielen Dank für Ihre Antwort. Aber das sind ja auch nur Vermutungen. Nach der EU Verordnung soll nach ihrem (zugegebenermaßen nicht ganz eindeutigem Wortlaut) nicht für die nicht vollständig erbrachte Leistung eine Entschädigung gezahlt werden (wie Sie sagten), sondern „der Fahrgast“ soll eine Entschädigungszahlung erhalten, wenn sein Zug verspätet ist. Es sollte also nicht gefragt werden, wieso der Fahrgast etwas bekommen sollte, obwohl er nichts gezahlt hat für die Fahrkarte, sondern es sollte nach der Intention der Verordnung gefragt werden. Ich weiß, dies ist eine rechtliche Frage. Daher richtet sich diese auch eher an die Bahn selbst. Dies verbunden mit der Bitte um eine definitive Antwort, ohne Anstellen von Vermutungen. Die Reisekostenrichtlinien von Unternehmen sollten wir auch einmal außen vor lassen. Vielen Dank dennoch an sie Tilo. Liebe DB, ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Hallo Nilx01,

grundsätzlich ist erst einmal der Ticketinhaber forderungsberechtigt. Da ich Ihnen hier aber auch keine genauen Quellen nennen kann bzw. wie das in der Handhabung genau aussieht, werde ich mich beim Fachbereich erkundigen. Aufgrund des anstehenden Wochenendes wird die Antwort aber erst in der nächsten Woche erfolgen können. /ti

Hallo Nilx01,

wir haben eine Antwort erhalten.

Im Rechtssinne steht demjenigen die Entschädigung zu, der die Leistung eingekauft bzw. bezahlt hat.

Das Servicecenter FGR kann die Einreichungen jedoch nicht nachprüfen. Wenn der Fahrgast (nicht der Zahler) die Fahrkarte zur Entschädigung einreicht, erfolgt die Zahlung auf die Bankverbindung, welche der Antragsteller angibt.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Zahler die Rechte abtritt. /ti