Frage beantwortet

Warum wurde der Sprinter Berlin-Ffm ICE 1091 am Morgen gestrichen?

In der Gegenrichtung gibt es ja noch eine Schnellverbindung am Morgen über Berlin-Spandau. Das leuchtet mir nicht ein. Fahrzeit verlängert sich von 3:26 auf rund 4 Stunden ab Spandau - inakzeptabel. Pendle seit 10 Jahren mit dem Sprinter, der immer voll ist. Ich bin extrem verärgert als Privatkunde, der in dieser Zeit über 40.000 Euro Umsatz gebracht hat.

JürgenRamien
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Hallo JürgenRamien,

grundsätzlich fahren ab Fahrplanwechsel alle Sprinter Berlin-Frankfurt via Halle und Erfurt.
Sprinter-Verbindungen gibt es morgens um 6 in beide Richtungen.
In Richtung Süden fährt ICE 1638 bis Erfurt mit dem München-Sprinter vereint und wird hier geteilt.
In Richtung Norden ist dieses Prinzip nicht möglich, weil in Erfurt keine besetzten Personenzüge gekuppelt werden können. Da die Bahnstrecke zwischen Halle und Berlin morgens zu dicht belegt ist, kann der Frankfurter Sprinter dem Münchner Sprinter nicht hinterherfahren. Es gibt deshalb weiterhin eine nonstop-Verbindung via Hannover-Laatzen. Das ist aber die Ausnahme.

Eine zusätzliche Sprinter-Verbindung um 6 Uhr ab Berlin via Spandau ist nicht wirtschaftlich. Der große Reisestrom nach Frankfurt ist mit dem Zug über Erfurt abgedeckt. Ab Göttingen fahren in der Zeitlage die ICE-Züge aus Hamburg.

Ich kann nur empfehlen, entweder morgens in Richtung Hauptbahnhof oder Südkreuz zu fahren oder die direkten ICE-Züge 04:46 Uhr oder 06:45 Uhr zu nutzen.

Grüße
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ICE Sprinter 1091 (ohne Zwischenhalt über Hannover?) wurde gestrichen.

Ein guter Ersatz ist ICE 1638:
Abfahrt Berlin Hbf (tief) 06:02
Ankunft Frankfurt (Main) Hbf 09:56

Dieser ist zwar nicht als Sprinter ausgezeichnet, aber nur zwei Minuten langsamer als der eine Stunde danach verkehrende ICE Sprinter 1636.

Natürlich geht der Luxus verloren, ganz ohne Zwischenhalt zu fahren, und fünfzehn Minuten länger braucht er auch noch, aber dafür ist es über Halle und Erfurt landschaftlich vielleicht ein bisschen schöner. ;-)

Bei 40.000 Euro würde ich übrigens überlegen, auf eine BahnCard 100 umzusteigen, da kann man etwa 85 % sparen. :-D

JürgenRamien
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@Thorben
Hinzukommen 28 Minuten von B-Spandau nach B-Hbf. incl. Umsteigezeit. Damit dauert es dann mehr als eine Stunde länger als bisher.
Bahncard 100 habe ich natürlich . Bisher 11 mal zu rund 4 TEUR pro Jahr. Sonst hätte ich beinahe das Doppelte bezahlt...
Es bleibt dabei: Eine drastische Verschlechterung.
Und nicht beantwortet wurde die Frage, warum der morgentliche Sprinter in der gegenrichtung weiter auf dem Fahrplan ist.

Ja gut. Dafür fällt für Anwohner von Berlin Südkreuz der Weg zum Hbf weg. Besonders hinzu kommen aber die Einwohner von Halle und Erfuet, die nun erstmals eine Anbindung erhalten.
Die Gegenrichtung fände ich auch int
eressant.

JürgenRamien
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Mir ist wichtig, nicht falsch verstanden zu werden. Die erweiterten Verbindungen via Erfurt sind völlig in Ordnung. Und es ist ja auch nicht so, dass es via Spandau nach Frankfurt keine Züge mehr gibt. Aber Berlin ist mit Speckgürtel eine 4 Millionen-Metropole mit weiten Anreisewegen zu den verschiedenen Fernbahnhöfen. Nicht zuletzt deshalb gibt es ja zwei Strecken nach Frankfurt: die nach Westen raus und die nach Süden.
Es geht mir lediglich darum, dass es auch am Morgen weiterhin e i n e Schnellverbindung geben sollte, so, wie es diese in der Gegenrichtung mit dem ICE 1598 auch zukünftig gibt.
Es wäre schön, wenn die Bahn das nochmal überprüft. Denn nur so kann man beruflich Reisende vom Flieger in den Zug locken.

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Hallo JürgenRamien,

grundsätzlich fahren ab Fahrplanwechsel alle Sprinter Berlin-Frankfurt via Halle und Erfurt.
Sprinter-Verbindungen gibt es morgens um 6 in beide Richtungen.
In Richtung Süden fährt ICE 1638 bis Erfurt mit dem München-Sprinter vereint und wird hier geteilt.
In Richtung Norden ist dieses Prinzip nicht möglich, weil in Erfurt keine besetzten Personenzüge gekuppelt werden können. Da die Bahnstrecke zwischen Halle und Berlin morgens zu dicht belegt ist, kann der Frankfurter Sprinter dem Münchner Sprinter nicht hinterherfahren. Es gibt deshalb weiterhin eine nonstop-Verbindung via Hannover-Laatzen. Das ist aber die Ausnahme.

Eine zusätzliche Sprinter-Verbindung um 6 Uhr ab Berlin via Spandau ist nicht wirtschaftlich. Der große Reisestrom nach Frankfurt ist mit dem Zug über Erfurt abgedeckt. Ab Göttingen fahren in der Zeitlage die ICE-Züge aus Hamburg.

Ich kann nur empfehlen, entweder morgens in Richtung Hauptbahnhof oder Südkreuz zu fahren oder die direkten ICE-Züge 04:46 Uhr oder 06:45 Uhr zu nutzen.

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Ein Sprinter, der nir den Spandauern nutzt, finde ich nicht sinnvoll. Über die neue Methode profitieren viel mehr Menschen davon. Sollte er permanent überlastet sein, kann man noch über einen zusätzlichen via Spandau nach denken, oder noch besser: Den Takt der neuen Linie 13 Berlin–Hildesheim–Frankfurt einfach eine Stunde früher starten lassen.

Übrigens, neben der Möglichkeit, erst zum Hbf zu fahren und dann in den Sprinter zu steigen, gibt es auch noch die Option, mit ICE 1056 Richrung Köln um 5:50 Uhr zu starten und in Hannover in den ICE 71 Richtung Chur zu wechseln, der um 10:00 Uhr in Frankfurt in den Hauptbahnhof einfährt. Ob man sich aber 13 Minuten Umsteigezeit zur besten HVZ in Hannover geben will, ist eine andere Frage.

TIROMIZ
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Die Streichung des Sprinters 1091 von Berlin-Spandau nach Frankfurt habe ich soeben bei dem Versuch, Verbindungen im Januar und Februar zu buchen, zu meinem allergrößten Ärger festgestellt und teile die Meinung und Fragen von JürgenRamien.

Ich habe diesen Zug in den vergangenen Jahren sehr häufig genutzt und war immer wieder erstaunt, dass er fast so gut ausgebucht war wie der ICE ab Spandau um 04:45h, der allerdings nicht durchfuhr und zumindest bis Wolfsburg aufgrund der Pendler immer rappelvoll war.

Die Strecke über Erfurt/Halle habe ich in der Vergangenheit durchaus auch schon genutzt, jedoch nie zu den Uhrzeiten am Morgen, da diese für Westberliner Bahnnutzer mit Anfahrtzeiten nach Berlin-Südkreuz bzw. Hauptbahnhof in keinem zeitlichen Verhältnis stand und steht!

Es ist wirklich eine eklatante Verschlechterung der Verbindung und für etliche Westberliner (wohl insbesondere Charlottenburger und Spandauer) und insbesondere eben somit leider keine Alternative mehr zum Flug. Wer nicht hardcore um 04:45h in Spandau sein will, kann auch gleich ein Stündchen länger liegen bleiben und dann in Richtung Tegel aufbrechen. Ich werde zukünftig häufiger fliegen, jedenfalls solange Tegel offen ist.

Mir drängt sich der Eindruck auf, daß die DB hier anscheinend eher versucht, die neue Strecke über Erfurt/Halle (die ich durchaus begrüße) mit ihrer Schneckenverbindung zwischen Erfurt und Fulda "zu pushen". Sehr schade!

SKälberer
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Ich hatte mir neulich tatsächlich überlegt eine BahnCard 100 zu kaufen. Gut, dass ich das doch nicht gemacht habe! Jetzt mit dem neuen Fahrplan wäre es für mich eine Tortur weiterhin mit dem Zug zu fahren. Statt 3:30 im Zug ohne Halt + 10 min Anreise, müsste ich 4:20 im Zug mit 2 Halten + 40 min Anreise für die Reise nach Frankfurt jede Woche aufbringen. Durch 2 Halten des Zuges kann man auch nicht mehr etwas Schlafen.

Ich werde wohl aufs Fliegen umsteigen. Zwar ist es etwas teurer, aber dafür mit viel kürzeren Reisezeiten. Ab Berlin-Tegel gibt es mehrere Verbindungen via Lufthansa. Ich habe gerade bei der Lufthansa für 101,45 € ein Ticket für den 6:00 Flug gebucht. Reisezeit: Anreise zum Flughafen 5 min + bording 30 min + Flug 1h 10min + 10 min im Flughafen + 10 min S-Bahn zum Frankfurt Hbf = 2 h 5 min gegenüber von 5h 10min mit dem Zug!

Blender28
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10 Minuten im Frankfurter Flughafen sind sehr optimistisch. Solange stehen Sie am Automaten mindestens nach ein S-Bahn-Ticket an, falls Sie keine RMV-App installiert haben. Vergessen Sie auch bitte nicht 4,80 Euro für die Fahrt zum HBF in Ihrer Berechnung einfließen zu lassen.

CHe1
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Ich kann JürgenRamien nur zustimmen; der Wegfall des morgendlichen Sprinters von Spandau nach Frankfurt a.M. ist eine Katastrophe und wird auch mich dazu veranlassen, mir keine weitere Bahncard 100 mehr zu kaufen und auf den Flieger umzusteigen. Und davon gibt es noch mehrere Fahrgäste. Es geht hier auch nicht um die Anbindung von "Spandauern"; das gesamte westliche Umland Berlins von Nord bis Süd steigt in Spandau ein. Die Fahrzeitverlängerung über Berlin Hauptbahnhof und der längere Weg über Erfurt / Halle ist unzumutbar; die Alternativverbindungen um 4:45 (mit Anreise viel zu früh) oder 6:45 (kommt viel zu spät an) auch. Schließlich müssen auch Verbindungen in Frankfurt a.M. zur Weiterfahrt erreicht werden. Montag morgens werde ich mit der Alternative gut und gerne 1,5 h später auf Arbeit sein (mit den üblichen Verzögerungen natürlich wesentlich später), dann kann man nicht mehr von Vormittag (10:30 Uhr) sprechen, sondern von Mittag (12:00 Uhr).

Ich kann nur hoffen, dass die Bahn diese absolut hirnrissige Fahrplanänderung wieder alsbald möglich rückgängig macht. Die Hochburgen Erfurt und Halle dürfen ja gerne angebunden werden, aber bitte nicht auf Kosten der bisherigen Fahrgäste. Der klassische Sprinter zwischen Berlin und Frankfurt (über Spandau) ist seit vielen Jahren eine Institution, auf die sich nicht nur einzelne Dauerpendler verlassen und ihr Leben darauf ausgerichtet haben. Für mich persönlich bedeutet diese Änderung tatsächlich Fliegen oder Wohnort verlegen.

CHe1
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Ich vergaß zu ergänzen, dass die Heimfahrt zum Wochenende abends nicht besser werden wird. Um die für Arbeitnehmer machbare Uhrzeit 18:13 fährt überhaupt keine Verbindung mehr nach Berlin Spandau, erst wieder eine Stunde später als IC (!) und dann natürlich mit wesentlich längerer Fahrzeit. Es ist schon ein Unterschied vor 22 Uhr oder nach 23 Uhr in Spandau anzukommen und dann die Weiterreise anzutreten. Und nun bitte nicht die Lösung mit Umsteigeverbindung in Hannover vorschlagen. Wir als Dauerpendler wissen, dass dies üblicherweise eine wenig entspannte Art des Reisens ist, weil die angebotenen Anschlüsse i.d.R. zu Stoßzeiten wegen Problemen im Betriebsablauf oder Signalstörungen oder..... nicht erreicht werden.

JürgenRamien
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Ich komme nochmal auf mein Posting zurück. Heute waren die Nachrichten voll. Es ging um die Engpässe bei den Fliegern zwischen Frankfurt und Berlin. Und was macht die Bahn? Anstatt aggressiv die sich bietende Chance zu nutzen, wird mit dem 1091 die einzige wirklich konkurrenzfähige Schnellverbindung nach Ffm gestrichen.
Schlimm sind ja nicht unternehmerische Fehlentscheidungen - die können mal vorkommen. Das Ende von Air Berlin kam ja auch völlig überraschend ;-). Wirklich schlimm ist es aber, erkannte Fehlentscheidungen nicht zeitnah zu korrigieren. Ich dachte, die Ära Mehdorn sei vorbei. Nutzen Sie die Chance, bei steigenden Flugpreisen Kunden mit attraktiven Angeboten zur Bahn rüberzuziehen anstatt sie zu vergraulen. Der eine Sprinter mit seinen 11 Wagen + Speisewagen ersetzt vier Flieger! Greifen Sie zu! Es geht um einen Zug täglich für die Pendler. Das muss doch machbar sein. Fragen Sie mal das Zugpersonal, was sie von den Sprinter-Nutzern so zu hören bekommen. Die können am wenigsten dafür.