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Warum ist die Dauer der Verspätungen oftmals sehr ungenau?

Vor allem ärgerlich, wenn +15 angezeigt wird und der Zug dann bei +5 schon ankommt und abfährt. Im Umkehschluss muss ich also eigentlich immer pünktlich am Bahnhof sein auch wenn der Zug Verspätung hat.

Es sollte doch im heutigen Zeitalter möglich sein, den Zug per GPS so genau zu erfassen, dass man dessen Restfahrzeit sehr genau (also zumindest auf 2-3 min) berechnen kann.

Es geht dabei um die Strecke Erlangen - Bamberg.

Sam1987
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Hallo Sam1987,

bei Verspätungsangaben handelt es sich um reine Prognosen. Eine Prognose kann sich jederzeit ändern, da sie von der aktuellen Situation abhängig ist. Es handelt sich dabei nicht um tatsächliche Echtzeitdaten. Hinzu kommt, dass unsere Züge nicht mit GPS erfasst werden, sondern anhand von Messgeräten, die ein Zug während der Fahrt passiert. Alle Reisenden sind daher gebeten sich vor der geplanten Abfahrt am Bahnsteig einzufinden. /di

Sam1987
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Aha, das habe ich nicht gewusst. Ist das irgendwann mal geplant mit einer Echzeiterfassung?

Die Echtzeiterfassung findet in dem Moment statt, in dem der Zug die Messpunkte überfährt. Anhand dieser Messung wird eine Prognose für den weiteren Streckenverlauf gestellt. Echtzeitdaten für noch stattfindende Halte können gar nicht exisiteren, da der Halt ja noch gar nicht stattgefunden hat. Angaben für spätere Halte sind immer eine Prognose und können nie Echtzeitdaten sein. /ti

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Mit dem DB-Navigator auf dem Handy kann man auch eine eigene Prognose abgeben, wie sicher die angezeigt Verspätung tatsächlich ist. Dazu lässt man sich den Zugverlauf des verspäteten Zugs anzeigen. Ist dort erkennbar, dass die Verspätung schon eine größere Strecke mit vielen Bahnhöfen und über eine längere Zeit besteht, dann ist es relativ sicher, dass der Zug die Verspätung nicht mehr wesentlich einholt.
Ist im Zugverlauf die Störung aber erst vor kurzem aufgetreten, ist noch gar nicht klar, wie lange die Störung besteht, d.h. es kann alles mögliche passieren.