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Behandlung von Pendlern und Nahverkehrszügen im allgemeinen?

Hallo,

sorry, aber ich muss jetzt mal Luft ablassen.

Heute am 18.05.2017 gab es am Nachmittag auf der Strecke München Rosenheim einen Oberleitungsschaden. Diese Strecke wurde übrigens letztes Jahr aufwendigst saniert. Dem Chaos bei dieser Baustelle wohnte glaub auch ein Mitglied des Oberen Führungskreises der Bahn bei und hatte keine Verständnis für diese chaotischen Zustände... Aber Deutschland schafft es ja nicht, einen Flughafen zu bauen, da ist ein normaler Ablauf bei einer Baustelle auch nicht mehr drin, aber komme vom Thema ab.

Mein Lebensgefährte arbeitet in München und ist auf den Zug angewiesen. Und er gibt, wie viele andere Pendler auch, wahnsinnig viel Geld für die Jahreskarte aus, es sind um die 2.200 Euro. Behandelt wird ein Pendler aber wie lästiges Subjekt, dass man halt irgendwie befördern muss, was man aber nicht gern tut und ja auch nicht braucht. Für Nahverkehrszüge zahlen die Steuerzahler und die Pendler zahlen ja auch... - ist quasi eine gemähte Wiesen, wie man in Bayern sagt. Okay, sie bekommen ein paar Cent pro Verspätung über einer Stunde zurück, da ist wohl für die Bahn grad noch vertretbar, aber sonst hat man für sie meiner Meinung nicht viel übrig. Wieso? Das kann ich gern erklären. Um von München nach Rosenheim zu kommen, gibt es noch eine zweite Strecke, nämlich über Holzkirchen. In diesen Zug sind mein Freund und viele andere eingestiegen. In Holzkirchen war die Reise aber zu Ende. Und wieso? Die Stecke ist wegen dem schaden nun durch Fernverkehrszüge so stark ausgelastet, dass die Nahverkehrszüge die räumen müssen. Da bekommt man als Zahlemann wieder einmal ganz genau gezeigt, was man der Bahn wert ist... Nämlich nix. Das ist wieder einmal ein Armutszeugnis, wie es im Buch steht. Die Leute, die der Bahn durch ihre Steuern die Modernisierung zahlen und über die Eisenbahngesellschaften die Bestellung der Zugleistung zahlen werden in so einem Fall aufs Abstellgleis geschoben. Und das regt mich so sehr auf, dass ich es diplomatisch nicht beschreiben kann.

In diesem Sinne...

Cartman
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DB
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Team

Hallo Cartman,

ja, es kam heute zu einem Oberleitungsschaden. Dieser war unwetterbedingt durch einen umgestürzten Baum. Davor schützt auch die aufwendigste Sanierung nicht, außer wir machen aus der gesamten Strecke einen Tunnel.

Glauben Sie mir, dass wir Pendler nicht als lästiges Objekt ansehen und uns bewusst ist, dass diese eine sehr große Kundengruppe bei uns bilden. Wie kommen Sie zu der Aussage, dass die Steuerzahler für die Nahverkehrszüge zahlen? Fahrgastrechte sind europaweit einheitlich geregelt. Mit welchen Zügen ist denn Ihr Freund gefahren, dass es in Holzkirchen nicht weiter ging? /ti

Volker
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Nach Zahlen von 2015 = 35 Miliarden gesamt für kompletten öffentlichen Nahverker,
ergeben die Einnahmen von 9 Milliarden aus Tickets, Pacht und Werbung lediglich
etwa 26% ... und somit etwa 74% aus öffentlichen Mitteln = Steuern.