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Verfällt ein für 5 Personen erworbenes Sparpreisticket, wenn die sich zu authentifizierende Person nicht mitreisen kann?

Als registrierte Bahnkunde kann ich Tickets online kaufen. Damit der Zugführer die Echtheit des Tickets überprüfen kann, muss ich mich mit einem zusätzlichen Dokument (BahnCard, Personalausweis, ...) authentifizieren.
Nun habe ich aber auch die Möglichkeit, Mitreisende auf mein Ticket zu buchen. Soweit so gut!
Doch was, wenn ich plötzlich nicht mitreisen kann und das Ticket ein Sparpreisticket ist? Gibt es dann eine Möglichkeit, die Authentifizierung auf eine andere Person zu übertragen? Oder kann ich das Ticket bestenfalls einen Tag vorher für 17.50 Euro stornieren? Das bedeutet dann natürlich auch, dass die anderen Reisenden Tickets zum teuren Normalpreis erwerben müssten.
Ich hoffe sehr, dass das nicht der Fall ist. Ansonsten kann man nur jedem dringend davon abraten, personifizierte Sparpreistickets zu kaufen. Oder gibt es auch Vorteile, die ich nicht sehe?

gelati
gelati

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Antworten

Hallo gelati, all Ihre geschilderten Sachen sind auch so in den Beförderungsbedingungen verankert. Die Person mit der dazugehörigen ID Karte muss grundsätzlich an der Reise teilnehmen. Eine nachträgliche Änderung nach der Erstellung des Online Tickets (OT) ist somit nicht mehr möglich. Hier empfiehlt es sich unter Umständen den Sparpreis am Automaten oder im Reisezentrum zu erwerben. Der Vorteil beim OT ist hier einfach die Bequemlichkeit von daheim zu buchen und das Ticket selbst auszudrucken. Sollte der ID Karteninhaber nicht an der Reise teilnehmen können muss das Ticket vor dem ersten Geltungstag der Hinfahrt zu den Konditionen von 17,50 € Bearbeitungsgebühr storniert und danach neu gebucht werden. Sofern noch Kontingente verfügbar sind, kann danach ein neues OT gebucht werden.

pedaa19
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Identifizierungskarte austauschen auf dem Ticket geht rein logistisch nicht - sonst könnte man ja zu 10. verreisen und keiner würde es bemerken. Ich würde die Identifizierungskarte mitführen und eine Vollmacht, dass ihr sie mitführen dürft. Dann wird euch der Schaffner wahrscheinlich mitfahren lassen - ist eigentlich nicht ganz rechtens insbesondere, weil der Rabatt einer BC eigentlich nicht übertragbar ist, aber wenn auf eurem Ticket jemand nicht mitfährt, dann kann sich der Schaffner das ja denken. Eigentlich geht immer nur stornieren und neu buchen - mehr fällt mir nicht ein. Aber ein Gang zum Schalter oder einen Anruf beim Bahn-Buchungsservice hilft da vielleicht.

Hallo pedaa19, Ihre Aussage ist so nicht korrekt. Denn wenn eine Vollmacht vorliegen würde, könnte der original Ticketinhaber ja trotzdem mit seinem Ticket und vier weiteren Mitfahrern das Ticket nutzen. Um Mißbrauch auszuschließen muss der ID Karteninhaber an der Fahrt teilnehmen. Es bringt auch nichts Lösungen zu präsentieren 'die so oder eventuell klappen könnten' denn unter Umständen muss die Bahn von einem Betrugsfall ausgehen und jeder Mitreisende erhält unter Umständen eine elektronische Fahrpreisnacherhebung (eFN) was sicher für jeden einzelnen nicht ganz billig wäre.

Hallo gelati, den Aussagen von Tino habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Um Ihre Frage noch zu beantworten, ist der Vorteil eines Sparpreises natürlich der Preis und im Falle des personalisierten Online- oder Handy-Tickets die bequeme Buchung von zuhause aus oder auch von überall unterwegs über den DB Navigator, ohne in ein Reisezentrum, an den Automaten oder eine DB Agentur gehen zu müssen. Natürlich muss man immer selbst abwägen, welche Variante für einen die bessere ist. /ti

gelati
gelati

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Danke Euch allen für die schnellen und klaren Antworten. Hatte immer noch die Hoffnung, dass es eine Möglichkeit gäbe, so ein Ticket zu "retten". Sei's drum.

Na ja, dass der Vorteil eines Sparpreises der Preis ist, überrascht mich jetzt nicht allzu sehr ;)
Meine Frage zielte da schon eher in die Richtung, was der Vorteil sei, alle Reisenden auf ein personengebundenes Sparpreisticket zu buchen. Und nach dieser Diskussion weiß ich, dass für mich die Nachteile massiv überwiegen.
Nee, nee ... Dann doch lieber jeden einzeln buchen lassen oder das Ticket am Automaten oder Schalter holen.

Leo
Leo

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Und die Moral von der Geschichte: Ja keine Online-Tickets für mehrere Personen buchen! Lieber das Reisezentrum aufsuchen oder am Automaten kaufen!

Man kann ein Online-Ticket bei der DB übrigens stornieren; dieses Mißbrauchs-Risiko nimmt die DB in Kauf: Wer ein storniertes Online-Ticket benutzt, fällt beim Einscannen schließlich sofort auf, da nach dem Einscannen auf dem Gerät dann wohl nicht mehr wie üblich die Weg-Angaben des Tickets erscheinen dürften...

Anregung: Wieso kann man denn ein Online-Ticket nicht quasi umtauschen: Der Betrag wird nicht wie bei einer Stornierung gutgeschrieben (und danach muß man dann eine neue Fahrkarte zum wesentlich teureren Preis neu kaufen!), sondern es wird anstelle des ab sofort ungültigen Online-Tickets ein entsprechendes Papier-Ticket ausgestellt (zum Ausdrucken am Automaten oder gegen die üblichen happigen 3,50€ per Post zugesandt). Oder wieso kann man nicht die ID ändern, entweder Ersatz für verlorene Kreditkarte eine andere ID derselben Person oder sogar die Person, die sich bei einer Gruppe identifiziert?

Leo
Leo

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Hallo Blender28,

jede Menge Gründe einer Stornierung finden sich z.B. hier:

https://www.reiseversicherung-vergleich.info/urteile-reis...

Tenor der Urteile: Wer zu optimistisch ist, bleibt auf den Zusatz-Kosten sitzen, die durch nicht möglichst frühe pessimistischste Stornierung entstehen. Braucht man wirklich so eine Versicherung und den zusätzlichen Streit im Schadensfall?

Als manchmal sehr deutlicher Kritiker mancher kundenunfreundlicher Regelungen der DB muss ich aber fairerweise die Stornierungsmöglichkeit bis kurz vorher (Ausnahme Nachtzüge!!!) loben:
Noch bis 23:59h am Vortag kann man bei sich verschlechterndem Gesundheitszustand von sich selbst oder eines nahen Angehörigen einen Normalpreis kostenlos und einen Sparpreis gegen 17,50€ Stornierungsgebühr stornieren – der Rest wird erstattet. (Dann weiß man normalerweise auch langsam, ob die Hoffnung der Besserung des Gesundheitszustandes nicht doch zu optimistisch war.) Flugtickets zum Billigtarif für Privatreisen kann man dagegen entweder gleich zerreißen, oder sich zusätzlich zu den Sorgen noch mit der Fluggesellschaft um die Erstattung zumindest der Gebühren rumstreiten.

Leider mußte ich von dieser Stornierungsmöglichkeit schon oft Gebrauch machen – und bin bis zum Tod meiner Mutter 2012 viele Jahre nicht mehr geflogen.

(Pauschalreisen sollte man dann natürlich auch vermeiden und stattdessen lieber Hotels über Buchungsportale zusätzlich zur Bahn- oder Auto-Fahrt separat buchen.)