Frage beantwortet

Warum wird bei den Fahrgastrechten nur der Ziel Bf berücksichtigt &nicht die ZielHaltestelle.

Die Frage setzt vorraus,das man im besitz der Cityoption ist.
Hierbei kann es nämlich passieren,das man am Zielbahnhof 45 Min.verspätet an kommt,an der Zielhaltestelle jedoch mit 1h10Min.
Das empfinde ich ein Stück weit als ungerecht,da man ja so zu sagen das Ticket bei der Db gekauft hat.

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Hallo Frechdachs,
auch in Ihrem Fall hilft ein kurzer Blick in die Beförderungsbedingungen, wo es im Kapitel „2.4 Beförderung“ unter 2.4.3 heißt: „In den Fällen, in denen mit einer Fahrkarte sowohl die Benutzung von Zügen eines Eisenbahnverkehrsunternehmens als auch die Benutzung anderer Verkehrsmittel zugelassen ist, verkörpert diese eine Fahrkarte mehrere selbständige Beförderungsverträge.“ (http://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt2015/m... S. 7) Dies bedeutet, dass die auf Ihrer Fahrkarte aufgedruckte Verbindung einen Beförderungsvertrag darstellt und die sich daran anschließende Weiterfahrt auf Grundlage mit dem City-Ticket einen weiteren Beförderungsvertrag darstellt, der von der ersten Verbindung separat zu betrachten ist.
Um die Fahrgastrechte geltend zu machen, ist also die jeweilige Verspätung innerhalb des jeweiligen Beförderungsvertrages maßgeblich. Da in Ihrem Fall die Verspätung des Zuges „nur“ 45 Minuten beträgt, haben Sie demgemäß leider keinen Anspruch auf die Geltendmachung der Fahrgastrechte – ganz gleich mit welcher Verspätung Sie an Ihrem Zielort bzw. an Ihrer Zielhaltestelle ankommen. Sofern es bei Ihrer Weiterfahrt, die auf Grundlage des City-Tickets erfolgt, zu erheblichen Verspätungen kommt, so können auch hier u. U. die Fahrgastrechte des jeweiligen Verkehrsmittels Anwendung finden. Ob das City-Ticket hierbei prinzipiell berücksichtigt werden kann, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
Unabhängig davon, ob Sie Ihre Fahrgastrechte geltend machen können oder nicht, können Sie sich jederzeit mit dem Kundendialog der DB in Verbindung setzen. Hier können durchaus Kulanzentscheidungen (z. B. in Form eines Gutscheines) getroffen werden – einen rechtlich verankerten Anspruch haben Sie hierauf aber nicht!
Sofern Sie auf Grundlage des City-Tickets beabsichtigen, S-Bahnen oder andere Züge zu benutzen, so empfehle ich Ihnen, Ihren entsprechenden Zielbahnhof, den Sie mit einem dieser Züge erreichen möchten, künftig bei der Buchung mitanzugeben. Dann können Sie zwar effektiv nicht von der für Sie kostenlosen City-Ticket-Option profieren, aber immerhin haben Sie dann nur einen Beförderungsvertag.

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Hallo Frechdachs, diesen Passus hat man erst vor kurzem geändert, da es immer wieder zu Mißverständnissen kam bzw. nicht eindeutig hervorging welcher 'Bestimmungsort' bei der Berechnung der Verspätung entscheidend ist. Daher gilt grundsätzlich dass der auf der Fahrkarte aufgedruckte Zielbahhof entscheidend ist. Die City Option ist zudem nur eine Dreingabe der DB Fernverkehr AG und demnach nicht maßgeblich für die Berechnung der Verspätung an der Zielhaltestelle.

Hallo Frechdachs,
auch in Ihrem Fall hilft ein kurzer Blick in die Beförderungsbedingungen, wo es im Kapitel „2.4 Beförderung“ unter 2.4.3 heißt: „In den Fällen, in denen mit einer Fahrkarte sowohl die Benutzung von Zügen eines Eisenbahnverkehrsunternehmens als auch die Benutzung anderer Verkehrsmittel zugelassen ist, verkörpert diese eine Fahrkarte mehrere selbständige Beförderungsverträge.“ (http://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt2015/m... S. 7) Dies bedeutet, dass die auf Ihrer Fahrkarte aufgedruckte Verbindung einen Beförderungsvertrag darstellt und die sich daran anschließende Weiterfahrt auf Grundlage mit dem City-Ticket einen weiteren Beförderungsvertrag darstellt, der von der ersten Verbindung separat zu betrachten ist.
Um die Fahrgastrechte geltend zu machen, ist also die jeweilige Verspätung innerhalb des jeweiligen Beförderungsvertrages maßgeblich. Da in Ihrem Fall die Verspätung des Zuges „nur“ 45 Minuten beträgt, haben Sie demgemäß leider keinen Anspruch auf die Geltendmachung der Fahrgastrechte – ganz gleich mit welcher Verspätung Sie an Ihrem Zielort bzw. an Ihrer Zielhaltestelle ankommen. Sofern es bei Ihrer Weiterfahrt, die auf Grundlage des City-Tickets erfolgt, zu erheblichen Verspätungen kommt, so können auch hier u. U. die Fahrgastrechte des jeweiligen Verkehrsmittels Anwendung finden. Ob das City-Ticket hierbei prinzipiell berücksichtigt werden kann, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.
Unabhängig davon, ob Sie Ihre Fahrgastrechte geltend machen können oder nicht, können Sie sich jederzeit mit dem Kundendialog der DB in Verbindung setzen. Hier können durchaus Kulanzentscheidungen (z. B. in Form eines Gutscheines) getroffen werden – einen rechtlich verankerten Anspruch haben Sie hierauf aber nicht!
Sofern Sie auf Grundlage des City-Tickets beabsichtigen, S-Bahnen oder andere Züge zu benutzen, so empfehle ich Ihnen, Ihren entsprechenden Zielbahnhof, den Sie mit einem dieser Züge erreichen möchten, künftig bei der Buchung mitanzugeben. Dann können Sie zwar effektiv nicht von der für Sie kostenlosen City-Ticket-Option profieren, aber immerhin haben Sie dann nur einen Beförderungsvertag.