Frage beantwortet

Kann man durch gemeinsames Einreichen zwei Fahrgastrechtformulare auch eine Entschädigung unter 4 EUR erhalten?

Ich habe im Rahmen der Sommeraktion eine Hin- und Rückfahrt mit Bahncard 25 zu 28,50 erworben. Jetzt stehen bei Verspätung in einer Richtung von (knapp) mehr als 60 Minuten ja nur 25%, also etw 3,56 EUR zur Diskussion.
Für Verspätung der Rückfahrt von mehr als 120 Minuten beläuft sich die Entschädigung auf etwa 7,12 EUR.

Wenn man nun beide Fälle gemeinsam einreicht (es ist ja auch nur eine Fahrkarte), erhält man dann 7,12 EUR oder 10,68 EUR? Es entsteht ja durch das Überweisen der höheren Summe kein zusätzlicher Aufwand, so dass alle Argument für die Untergrenze bei Entschädigungen entfallen.

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Hallo bahnsinnig,
die Erstattung läuft in einem solchen Fall ausschliesslich über das Servicecenter Fahrgastrechte; auf http://www.bahn.de/p/view/service/fahrgastrechte/entschae... werden auch die Einzeltickets des Nahverkehrs wie Schönes-Wochenende-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket oder Länder-Ticket als kumulierbar angegeben, daher sollte man sich auf das Gleichbehandlungsprinzip berufen und dies entsprechend im Anschreiben angeben.
Ein guter Bekannter pendelt nahezu wöchentlich zwischen München und einer Stadt nahe Hamburg und nutzt(e) hier auch Tickets des Sparpreis-Aktion mit BahnCard-Nachlass; er hat bereits Tickets gesammelt eingereicht, die einzeln betrachtet unter der Bagatellgrenze lagen und er hat eine Entschädigung erhalten.

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In einer Antwort auf einen anderen Beitrag schrieb das DB Bahn Dialog Team
"Die Entschädigung erfolgt jedoch immer pro Fahrkarte bzw. pro Beförderungsvertrag. Es ist also nicht möglich, mehrere Fahrkarten gesammelt einzureichen."
https://community.bahn.de/questions/933630-wochenend-lander-tickets-erstattungen-verspatungen-vs-mindestbetrag
Wenn in Ihrem Fall die Verspätungen bei Hin- und Rückfahrt der gleichen Fahrkarte auftraten, sollte das Servicecenter Fahrgastrechte diese auch zusammen entschädigen, auch wenn auf der Hinfahrt nicht der Mindestbetrag von 4 Euro erreicht wurde.
(Nebenbei: auf welche Beträge wird eigentlich gerundet, halbe oder ganze Euro?)
Sollte das ServiceCenter zu pingelig sein, würde ich so einen Fall ja mal als Frage bzw. interessantes Beispiel an die Schlichtungsstelle schicken:
http://soep-online.de/

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Hallo Zweifler,
die Antwort von bahnsinnig ist nicht ganz korrekt; korrekt zwar in der Hinsicht, dass keine Beträge unter der Bagatellgrenze von 4 EUR entschädigt werden, ABER man kann wie bei Zeitkarten des Nahverkehrs (zu den Zeitkarten im Nahverkehr zählen auch das Schönes-Wochenende-Ticket, das Quer-durchs-Land-Ticket und die Länder-Tickets), wo es nur pauschal 1,50 EUR Entschädigung gibt, mehrere "Fälle" sammeln und zusammen einreichen, um über die Bagatellgrenze zu kommen.
Hat man beispielsweise zwei Sparpreis-Aktion Tickets zu 19 EUR - respektive mit BahnCard25-Nachlass 14,25 EUR - erworben und bei beiden Reisen entstand eine Verspätung von mindestens 60 Minuten, so ist der Entschädigungsbetrag pro Ticket zwar unter der Grenze, aber beide Tickets zusammen ergeben einen Betrag, welcher über der Grenze liegt und somit erhalten Sie eine Erstattung.
Die zusammen gesammelten Fälle müssen übrigens nicht ein und die selbe Reise betreffen, man kann auch Fahrten zusammen gesammelt einreichen, die mehrere Wochen auseinander liegen.
Dies steht zwar nicht explizit so auf der DB-Seite, aber aufgrund des Gleichbehandlungsprinzips werden Kunden mit Fernverkehrsfahrscheinen nicht schlechter behandelt, als Kunden mit stark vergünstigten Fahrscheinen des Nahverkehrs wie z.B. Ländertickets.
Weiterhin angenehme Reisen mit möglichst pünktlichen Zügen :)

bahnsinnig
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Hallo ICExperimental,
das würde mich freuen, wenn die Aussage des DB Bahn Dialog Teams in dem anderen Beitrag zu Gunsten der Fahrgäste nicht richtig wär!
Ich selber hatte den Fall noch nicht, woher nehmen Sie Ihe Gewissheit? Eigene Erfahrung? Aussagen des ServiceCenters? Vorschriften oder Anweisungen?
Für eine Erläuterung wär ich dankbar!
Die Website des SeviceCenters erläutert dieses Detail leider nicht, weshalb ich mich aus Neugierde mal beim ServiceCenter unter 0180 6 20 21 78 (20 ct/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf) erkundigt habe:
Auch dort hieß es, dass Sammeln nur pro Fahrkarte möglich sei - also kann man zwar bei einer Monatskarte mehrere Fälle einreichen, aber eben nicht Fahrten auf verschiedenen Fahrkarten, die zudem noch länger auseinander liegen.
Mich ärgert das insbesondere bezüglich der Länder-Tickets und des Wochenend-Tickets, da diese somit quasi keine Entschädigung im Verspätungsfall kennen, siehe
https://community.bahn.de/questions/933630-wochenend-lander-tickets-erstattungen-verspatungen-vs-mindestbetrag

Hallo Zweifler, die Berechnung der Entschädigung erfolgt auf Basis des kompletten auf der Fahrkarte aufgedruckten Preises. Bei einer Hin- und Rückfahrt wird dieser Preis halbiert. Die Berechnung der Entschädigung erfolgt je Verspätungsfall. Im Fallbeispiel für die Hinfahrt 25 Prozent und für die Rückfahrt 50 Prozent. Die Auszahlung des Betrages erfolgt nur dann, wenn der Auszahlungsbetrag höher als 4 Euro ist. Man kann die Verspätungen oder Entschädigungsprozente nicht übertragen. In Ihrem Fall wird nur die Rückfahrt entschädigt, 50 Prozent vom Fahrkartenwert der Rückfahrt 14,25 Euro. Die Hinfahrt wird im genannten Beispiel nicht entschädigt, denn der Entschädigungsanspruch kann pro Fahrkarte - bei Rückfahrkarten pro Fahrtrichtung - jeweils nur einmal geltend gemacht werden. Entschädigungsbeträge unter 4 € werden nicht ausgezahlt.

bahnsinnig, im verlinkten Beispiel, geht es aber darum, mit einem Schönes-Wochenende-Ticket und dem Quer-durchs-Land-Ticket eine Verspätung zu erhalten. Die ist nur dann möglich, wenn innerhalb der Geltungsdauer der Fahrkarte mehrere Verspätungen von über 60 Minuten entstanden sind, so dass die Entschädigungssumme höher als 4 Euro ist.

ICExperimental, nur bei Zeitkarten, können Verspätungen an verschiedenen Tagen innerhalb der Geltungsdauer gesammelt werden. Dies geht beim Schönes-Wochenende-Ticket bzw. Quer-durchs-Land-Ticket nicht, da hier mehrere Verspätungen über 60 Minuten innerhalb der Geltungsdauer vorliegen müssen, um über den Entschädigungsbetrag von über 4 Euro zu kommen. /ci

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Hallo bahnsinnig,
die Erstattung läuft in einem solchen Fall ausschliesslich über das Servicecenter Fahrgastrechte; auf http://www.bahn.de/p/view/service/fahrgastrechte/entschae... werden auch die Einzeltickets des Nahverkehrs wie Schönes-Wochenende-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket oder Länder-Ticket als kumulierbar angegeben, daher sollte man sich auf das Gleichbehandlungsprinzip berufen und dies entsprechend im Anschreiben angeben.
Ein guter Bekannter pendelt nahezu wöchentlich zwischen München und einer Stadt nahe Hamburg und nutzt(e) hier auch Tickets des Sparpreis-Aktion mit BahnCard-Nachlass; er hat bereits Tickets gesammelt eingereicht, die einzeln betrachtet unter der Bagatellgrenze lagen und er hat eine Entschädigung erhalten.

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@DB Bahn

Schade. Vielleicht kann ich mithelfen, die Prozesskosten des DB Konzerns weiter zu senken, indem ich künftig DB-Fahrkarten nur zahle, wenn der Preis 4 Euro übersteigt. Ich will ja schließlich die DB nicht in den Ruin treiben.

Ganz davon abgesehen zeigen die Antworten doch irgendwie, dass es bei dem Thema keine einheitliche Handhabung zu geben scheint. Das stellt dann auch den Sinn einer solchen Service Community ein bisschen in Frage. Für mich ist halt das Fazit, es *trotzdem* zu probieren. Womit ich dann den Aufwand wieder in die Höhe und die DB dann vielleicht doch in den Ruin treibe.

Zweifler, auf unserer neuen Plattform möchten wir Kunden informieren, wenn es um bestimmte Anfragen zu Services geht. Wir teilen je nach Anliegen mit, wie die tariflich korrekte Handhabung gemäß unserer Beförderungsbedingungen ist und beziehen als Grundlage die klar formulierte Frage eines Kunden. /ci

Anonym
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@ DB Bahn
Schon klar. Aber es ist halt eine "Community". Und "best practice" sieht manchmal anders aus, als geschriebene Regelungen. In dem Fall empfiehlt es sich, über die Anpassung der Regelungen nachzudenken (das ist meine persönliche "best practice").

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hallo DB Bahn / ci,
Ihre Aussage ist definitiv falsch, denn in der Praxis wird sehr wohl vom Servicecenter fahrgastrechte beim Kumulieren von Beträgen unter der Bagatellgrenze aus mehreren Fahrscheinen gesammelt erstattet.
Von der im vorigen Posting erwähnten Person (DB-Mitarbeiter im FF Level 1. Klasse) weiss ich, dass sogar aus Verspätungen bei Mitarbeitertickets im einstelligen Eurobetrag kumuliert und zur Erstattung eingereicht werden kann.

ICExperimental, gern schreibe ich auch Ihnen, dass wir hier Antworten auf Fragen und den dazugehörigen beschriebenen Bedingungen aus den Beförderungsbedingungen geben. Gemäß der Beförderunsgbedingungen werden bei einer Hin- und Rückfahrkarte (Normalpreis oder Sparpreis) keine Verspätungsfälle übertragen. Die Fahrkarten werden je Fahrt und Verspätungsfall bearbeitet, das bedeutet in dem oben genannten Beispiel, dass es für die Hinfahrt keine Entschädigung gibt. Bei einer Zeitkarte können Sie alle Verspätungen von 60 Minuten innerhalb der Gültigkeit sammeln.

Für DB Mitarbeiter-Fahrkarten gelten die gleichen Richtlinien. Beträge unter 4 Euro werden nicht ausgezahlt. /ci

tom1985
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Nach meiner Erfahrung ist es so, dass man mehrere Verspätungen sammeln kann um damit über die Bagatellgrenze zu kommen, wenn es sich um eine Fahrkarte handelt. Eine Zeitkarte Nahverkehr (z.B. Monatskarte) und 3 Verspätungen > 60 Minuten mit 1,50 Euro Anspruch führen also zur Auszahlung von 4,50 Euro. Bei einer Hin- und Rückfahrt Fernverkehr auf einem Ticket müsste dies analog gelten. Was nicht möglich ist bzw. zumindest mir schon einmal abgelehnt wurde, ist 3 Ländertickets mit je einer Verspätung > 60 Minuten einzureichen. Hier müssten die 3 Verspätungen auf einem Ticket - sprich also an einem Tag - aufgetreten sein, was wohl fast nie vorkommt.
Rechtlich mag das durchgehen, in der Praxis halte ich diese Definition für sehr fragwürdig. Eine Fahrt mit Bummelzügen durchs Land, wo man statt 50 Euro Normalpreis 40 Euro für das Wochenend-Ticket bezahlt ist herheblich ermäßigt, eine Fahrt für 29 Euro im Fernverkehr statt 142 Euro jedoch nicht. Bei der Erstattung kann man da zwar wenig machen, bei der Wahl der Fahrkarte jedoch schon - wem Fahrgastrechte wichtig sind, sollte schauen einen billigen Sparpreis zu bekommen