Frage beantwortet

Was mache ich, wenn ich für mein online-Ticket die Identifizierungskarte verloren habe?

Ich gebe immer meine Kredit- Karte an. Wenn ich die aber vor Fahrtantritt verliere, habe ich doch bei der Kontrolle ein Problem?

Bauing
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Es ist nicht ganz korrekt, dass das Online-Ticket nur mit der Identifizierungskarte auslesbar ist; die Ticketdaten sind mit einem einfachen Scan des Barcodes im Terminal darstellbar... selbst ein Online-Ticket, bei welchem ein wegen schlechter Druckqualität nicht scanbarer Barcode vorhanden ist, kann mittels manueller Eingabe des alphanumerischen Codes im Terminal dargestellt werden.
Der Grund der Identifizierungskarte ist ein anderer... wie bahnsinnig korrekt als Nebenbemerkung im Vergleich zu einem Schalter-Ticket schreibt, kann ein Online-Ticket x-beliebig oft ausgedruckt werden. Damit hier kein Missbrauch durch Mehrfachnutzung eines einzigen Tickets von verschiedenen Personen erfolgt, wird bei dem Verifizierungsverfahren auf einen Nachweis zugegriffen, der nicht mehrfach existiert. Daher gilt ein Online-Ticket ausschliesslich in Verbindung mit dem bei Buchung angegebenen Nachweis (z.B. Personalausweis, Kreditkarte oder BahnCard), denn diesen kann nur einzig die fahrtberechtigte Person erbringen bzw. vorlegen.
Ist die Verifizierung erfolgt, wird das Online-Ticket im Terminal als genutzt markiert, wodurch in der Datenbank eine entsprechende Kennzeichnung erfolgt, um bei eventuell späteren (Teil-)Erstattungsanfragen nachvollziehen zu können, ob eine Nutzung des Online-Tickets erfolgt ist.
Dieser Umstand kann bei einem Verlust oder Vergessen der Identifizierungskarte für einen Kulanzantrag wie folgt genutzt werden:

  • Eine Verifizierung des Online-Tickets ist im Zug aufgrund fehlender Identifizierungskarte nicht möglich, folglich wird das Online-Ticket nicht als genutzt markiert, denn es stellt keinen gültigen Fahrschein dar.
  • Es wird entweder eine Fahrpreisnacherhebung erstellt, oder bei kulanten Zugbegleitern ein Fahrausweis zum Bordpreis erstellt - auf dem erstellten Beleg ist unbedingt durch den Zugbegleiter ein eindeutiger Identifizierungsnachweis (z.B. Personalausweisnummer und Name laut Personalausweis) des Fahrgastes handschriftlich zu vermerken und mittels Zangenabdruck zu bestätigen.
  • Nach Reiseende ist ein Kulanzantrag auf Erstattung des im Zug erworbenen Fahrscheins oder der Fahrpreisnacherhebung zu stellen, hierbei muss das Online-Ticket und der im Zug erworbene Fahrschein mit dem darauf eingetragenen eindeutigen Identifizierungsnachweis des Fahrgastes bzw. die Fahpreisnacherhebung zusammen mit einer Kopie eben jenes Identifizierungsnachweises eingesendet werden.
  • Kann bei der Überprüfung durch die dafür zuständige Stelle festgestellt werden, dass das Online-Ticket nicht als genutzt markiert ist und dass das im Zug erworbene Ersatzticket bzw. die Fahrpreisnacherhebung eindeutig nachweisbar durch den Online-Ticket-Inhaber verwendet wurde, ist eine Kulanzerstattung unter Abzug des üblichen Erstattungsentgelts von 17,50 EUR bzw. Reduzierung der Fahrpreisnacherhebung auf 7 EUR möglich.

Dass man hierbei als Fahrgast finanziell in Vorleistung treten muss, der Kulanzantrag eine gewisse Bearbeitungszeit benötigt und die Erstattung abzüglich eines Entgelts ist, mag sich dennoch auszahlen, wenn man ein Online-Ticket weit im Voraus zu einer sehr günstigen Sparpreisstufe erworben hat und eine Neubuchung deutlich teurer käme.
Sollte man im Vorfeld der Fahrt aber bereits frühzeitig den Verlust der Identifizierungskarte feststellen und ist eine Neubuchung zum identisch oder nur geringfügig höheren Sparpreis noch möglich, ist es sinnvoller, das alte Online-Ticket gegen die 17,50 EUR zu stornieren, anstatt bei der Fahrt im Zug einen teuren Ersatzfahrschein zum Normalpreis zu erwerben und dann das zeitaufwändige Kulanz-Erstattungsverfahren zu wählen.

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bahnsinnig
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Ja, das wäre wohl ein sehr großes Problem. Da die Nummer der Identifizierungskarte (hier: Ihrer Kreditkarte) offenbar Grundlage zur Verschlüsselung des Barcodes ist, anhand dessen im Zug die Echtheit des Tickets geprüft wird, kann das Zugpersonal ohne Karte nicht feststellen, ob Sie ein gültiges Ticket haben und ob Sie der Inhaber des gültigen Tickets sind.
Im Deutsch der DB-Beförderungsbedingungen:
"Kann bei der Fahrkartenprüfung kein auf den Namen des Reisenden lautendes Online-Ticket und/oder keine auf den Namen des Reisenden lautende ID-Karte vorgelegt werden, liegt eine Reise ohne gültige Fahrkarte vor."
http://www.bahn.de/p/view/home/agb/agb_befoerderungsbedin...
(Dort in der PDF "Beförderungsbedingungen" auf S. 102 von 178 Seiten)
Ich befürchte, der einzige formal korrekte Weg wäre die Stornierung des Tickets und Neubuchung mit einer anderen Identifizierungskarte. Das kann aber natürlich bedeuten, dass der günstige Sparpreis verloren ist...
Ich hoffe, das DB Bahn Dialog Team kennt noch einen anderen Weg der Verifizierung oder der Umbuchung auf eine andere Identifizierungskarte...

DB
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Wie bahnsinnig ganz richtig erkannt hat, ist der korrekte Weg die Stornierung des alten Tickets und die Buchung eines neuen Tickets mit einer gültigen Identifizierungskarte. Ohne die angegebene ID-Karte haben Sie keine gültige Fahrkarte. /ti

Bauing
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Aber stornieren und neubuchen kostet mindestens 17,50€. Warum kann man nicht mit einem Verlustnachweis oder Diebstahlsanzeige nachweisen, dass man für den Verlust nichts kann? Gibt es denn da keinerlei Kulsnz?

bahnsinnig
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Sie können ja noch mal zusätzlich bei DB Vertrieb als ihren direkten Geschäftspartnern nachfragen:
Kontaktdaten laut Beförderungsbedingungen:
Telefon: 0180 6 10 11 11 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
E-Mail: fahrkartenservice@bahn.de
Ich fürchte, hier gilt aber, dass sie jetzt den Nachteil des gelebten "Vertriebskanals" erleben:
hätten sie eine Papierfahrkarte gekauft und diese wäre verloren gegangen, wär der Gesamtwert weg...
Beim OnlineTicket können Sie das Papier selber beliebig oft ausdrucken - aber die Karte ist entscheidend...
Viel Erfolg!

ICExperimental
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Es ist nicht ganz korrekt, dass das Online-Ticket nur mit der Identifizierungskarte auslesbar ist; die Ticketdaten sind mit einem einfachen Scan des Barcodes im Terminal darstellbar... selbst ein Online-Ticket, bei welchem ein wegen schlechter Druckqualität nicht scanbarer Barcode vorhanden ist, kann mittels manueller Eingabe des alphanumerischen Codes im Terminal dargestellt werden.
Der Grund der Identifizierungskarte ist ein anderer... wie bahnsinnig korrekt als Nebenbemerkung im Vergleich zu einem Schalter-Ticket schreibt, kann ein Online-Ticket x-beliebig oft ausgedruckt werden. Damit hier kein Missbrauch durch Mehrfachnutzung eines einzigen Tickets von verschiedenen Personen erfolgt, wird bei dem Verifizierungsverfahren auf einen Nachweis zugegriffen, der nicht mehrfach existiert. Daher gilt ein Online-Ticket ausschliesslich in Verbindung mit dem bei Buchung angegebenen Nachweis (z.B. Personalausweis, Kreditkarte oder BahnCard), denn diesen kann nur einzig die fahrtberechtigte Person erbringen bzw. vorlegen.
Ist die Verifizierung erfolgt, wird das Online-Ticket im Terminal als genutzt markiert, wodurch in der Datenbank eine entsprechende Kennzeichnung erfolgt, um bei eventuell späteren (Teil-)Erstattungsanfragen nachvollziehen zu können, ob eine Nutzung des Online-Tickets erfolgt ist.
Dieser Umstand kann bei einem Verlust oder Vergessen der Identifizierungskarte für einen Kulanzantrag wie folgt genutzt werden:

  • Eine Verifizierung des Online-Tickets ist im Zug aufgrund fehlender Identifizierungskarte nicht möglich, folglich wird das Online-Ticket nicht als genutzt markiert, denn es stellt keinen gültigen Fahrschein dar.
  • Es wird entweder eine Fahrpreisnacherhebung erstellt, oder bei kulanten Zugbegleitern ein Fahrausweis zum Bordpreis erstellt - auf dem erstellten Beleg ist unbedingt durch den Zugbegleiter ein eindeutiger Identifizierungsnachweis (z.B. Personalausweisnummer und Name laut Personalausweis) des Fahrgastes handschriftlich zu vermerken und mittels Zangenabdruck zu bestätigen.
  • Nach Reiseende ist ein Kulanzantrag auf Erstattung des im Zug erworbenen Fahrscheins oder der Fahrpreisnacherhebung zu stellen, hierbei muss das Online-Ticket und der im Zug erworbene Fahrschein mit dem darauf eingetragenen eindeutigen Identifizierungsnachweis des Fahrgastes bzw. die Fahpreisnacherhebung zusammen mit einer Kopie eben jenes Identifizierungsnachweises eingesendet werden.
  • Kann bei der Überprüfung durch die dafür zuständige Stelle festgestellt werden, dass das Online-Ticket nicht als genutzt markiert ist und dass das im Zug erworbene Ersatzticket bzw. die Fahrpreisnacherhebung eindeutig nachweisbar durch den Online-Ticket-Inhaber verwendet wurde, ist eine Kulanzerstattung unter Abzug des üblichen Erstattungsentgelts von 17,50 EUR bzw. Reduzierung der Fahrpreisnacherhebung auf 7 EUR möglich.

Dass man hierbei als Fahrgast finanziell in Vorleistung treten muss, der Kulanzantrag eine gewisse Bearbeitungszeit benötigt und die Erstattung abzüglich eines Entgelts ist, mag sich dennoch auszahlen, wenn man ein Online-Ticket weit im Voraus zu einer sehr günstigen Sparpreisstufe erworben hat und eine Neubuchung deutlich teurer käme.
Sollte man im Vorfeld der Fahrt aber bereits frühzeitig den Verlust der Identifizierungskarte feststellen und ist eine Neubuchung zum identisch oder nur geringfügig höheren Sparpreis noch möglich, ist es sinnvoller, das alte Online-Ticket gegen die 17,50 EUR zu stornieren, anstatt bei der Fahrt im Zug einen teuren Ersatzfahrschein zum Normalpreis zu erwerben und dann das zeitaufwändige Kulanz-Erstattungsverfahren zu wählen.

DB
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Bauing, ohne die verlorene Identifizierungskarte, die Sie bei der Buchung angegeben haben, kann keine Kontrolle Ihrer Fahrkarte erfolgen. In diesem Falle gelten die Regelungen für Reisende ohne gültigen Fahrausweis. Der Zugbegleiter wird Ihnen eine Fahrpreisnacherhebung ausstellen. Nach der Fahrt haben Sie dann die Möglichkeit, Ihr unbenutztes Online-Ticket innerhalb der Rücknahmefrist über die "Auftragssuche" oder die "Buchungsrückschau" zu stornieren. Sollte die Rücknahmefrist abgelaufen sein, können Sie die Erstattung in der Buchungsrückschau bzw. der Auftragssuche beantragen.

Bitte beachten Sie aber, dass verloren und gestohlen zwei unterschiedliche Sachverhalte sind und bei uns unterschiedlich bewertet werden.

Wenn die Kreditkarte gestohlen wurde, dann legen Sie die Diebstahlanzeige zusammen mit Ihrem Online-Ticket im Zug vor. /ci