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Warum gibt es in den Fernverkehrszügen nicht Durchsagen über voraussichtliche Verspätungen?

Es gibt zwar die Durchsage "Wir haben z. Zt. eine Verspätung von ...", ich meine aber Durchsagen im Vorhinein wie "Aufgrund von Bauarbeiten (oder aus anderen Gründen) werden wir unsere Ziele X, Y, Z voraussichtlich xx Minuten später erreichen." Dann kann ich viel besser planen, wie es für mich weitergeht.
Natürlich gehört dazu auch die Durchsage: "Wir werden voraussichtlich unsere Zielbahnhöfe pünktlich erreichen:"

otto
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bahnsinnig
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Ich kann Ihren Wunsch sehr gut nachvollziehen!!
Wahrscheinlich ließe sich Ihre Frage besser beantworten anhand der Fälle, in denen Sie den Eindruck hatten, dass Ihnen die Information vorenthalten wurde, obwohl sie vorgelegen haben müsste...
Große Baustellen sind nach meiner Erfahrung spätestens drei Wochen vor der Abreise in den Fernverkehrs-Fahrplan eingearbeitet (im Nahverkehr fehlen habe ich leider schon Fälle erlebt, in denen weniger als 10 Tage vor der Fahrt Bauarbeiten noch nicht berücksichtigt waren - obwohl diese von DB Netz rechtzeitig angekündigt werden).
Bei anderen Störungen ist es viel schwerer absehbar, wann sie eintreten und wie lange sie wirken... ich finde es da auch durchaus im Interesse der meisten Reisenden, wenn es erst angesagt wirkt, wenn es sicher ist, dass und wie sie sich auf den eigenen Zug auswirken (Beispiel: Streckensperrung wg. Unfall in 500km Entfernung - kann längst aufgehoben sein, bis unser Zug dort ist)
Die einzigen Fälle, die mir einfallen, in denen ich mir eine schnellere und ehrlichere Antwort wünsche sind:
a) Umleitungen: in dem Moment, in dem mein Zug auf einer Umleitungsstrecke fährt kann man aus Erfahrung sagen, wie viel Verspätung daraus mindestens resultiert
b) der Zug ist von einem Unfall betroffen (insbesondere Mensch unterm Zug). in diesen Fällen MUSS die Staatsanwaltschaft hinzugezogen werden und nur diese darf den Zug und die Strecke wieder freigeben: aus Erfahrung geht das nicht unter zwei Stunden...

Bitte unterschätzen Sie bei Durchsagen auch nicht, dass diese von der DB Zentrale inzwischen streng reguliert werden und offenbar Zugbegleiter für zu eigenmächtige Ansagen (sowohl bezüglich Anlass als auch Wortwahl) abgemahnt werden... das motiviert nicht, im Sinne der Kunden mal eine ehrliche Ansage zu machen, wenn diese nach Handbuch nicht vorgesehen ist :-(

DB
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Team

Unsere ICE Züge passieren täglich verschiedene Baukorridore. Dabei informiert die DB Netz AG vorab über Verzögerungen. Die Informationen werden dann in die Auskunftssysteme http://www.bahn.de und den DB Navigator übernommen, sodass die Information bereits online abgerufen werden kann. Zusätzlich erfolgt die Kommunikation an den Bahnhöfen per Lautsprecheransagen und an den Zugzielanzeigern. Sollte diese Informationskette unterbrochen sein, informieren zusätzlich auch die Kollegen im Zug bei Fahrtbeginn.

Die Ansagen im Zug beschränken sich, aufgrund von vielen Umfragen, auf das Nötigste. Kurz vor dem Erreichen eines Bahnhofs wird immer durchgesagt, wann die erwarte Ankunft an jenem sein wird. /ci