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Gibt es Bestrebungen das Zahlungsmittelentgelt wieder abzuschaffen, da die EU die KK-Gebühren drastisch gedeckelt hat?

Die Kreditkartengebühren, zuerst einmal für VISA und Mastercard, wurden von der EU drastisch gesenkt. Der Kostenfaktor kann als Argument für das Zahlungsmittelentgelt also nicht mehr herhalten.

Antworten

Das EU-Gesetz zur Regulierung der Zahlungskosten bei Kreditkartenzahlungen wird erst Ende des 4. Quartals des Jahres wirksam und der deutsche Gesetzgeber muss dazu noch ein Begleitgesetz verabschieden. Die aktuell vorliegenden Informationen lassen noch keine Einschätzung zu, wie die betroffenen Zahlungssysteme (Kreditkarten, etc.) reagieren werden und wie sich das dann auf die DB auswirken wird. Die DB beobachtet die Entwicklung jedoch sehr aufmerksam. /mi

bpf
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Hallo zusammen, gibt es hier inzwischen Neuigkeiten?
Der entsprechende Gesetzesbeschluss wurde ja inzwischen vom Bundestag getroffen (http://dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2015/0482-15.pdf) und ist durch den Beschluss des Bundesrates heute zustandegekommen (http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2015/0401-...). Damit ist die Angelegenheit für Deutschland soweit ja abgeschlossene Sache! Ich hoffe doch, dass damit die Kreditkartengebühr auch bei der DB ganz schnell wieder abgeschafft wird.

Dazu möchte ich vor allem noch einmal Bezug auf die Frage https://community.bahn.de/questions/929297-muss-gebuhr-zahlungsmittelentgelte-zahlen-bahncard-kreditkarte-bezahle nehmen. Denn dort wird ja insbesondere auch die BahnCard-Kreditkarte erwähnt. Dass bei dieser tatsächlich eine Gebühr verlangt wird, ist wirklich nicht verständlich. Schließlich sollte man ja annehmen, das die DB hier geeignet mit der Commerzbank verhandelt. Gerade bei Kreditkarten, die in Kooperation mit der Wirtschaft (also z.B. DB - BahnCard-Kreditkarte, Lufthansa/Miles and More-Kreditkarte) angeboten werden, muss man ja davon ausgehen, dass der jeweilige Wirtschaftspartner auch einen Vorteil aus der Kooperation mit der Herausgeberbank hat (sonst würde man für den Karteneinsatz als Kunde ja keine Punkte bekommen). Wenn man dann mit der hauseigenen Karte noch Nachteile hat, macht man sie ja nicht wirklich attraktiv. Bei anderen Unternehmen sieht man ja genau den anderen Weg, nämlich, dass die Zahlung mit der "eigenen" Kreditkarte günstiger ist... Ich hoffe, dass das auch bei der DB schnellstens passieren wird.
Ansonsten kann ich offliner aus dem anderen Thread (https://community.bahn.de/questions/929297-muss-gebuhr-zahlungsmittelentgelte-zahlen-bahncard-kreditkarte-bezahle) nur zustimmen: Gerade für Firmenkunden (die gar nicht anders können, zumindest online) und insbesondere Vielfahrer, die eben eine Fahrkarte mit BahnCard-Rabatt zum Normalpreis buchen, ist die Gebühr doch eine "Strafgebühr" und versteckte Preiserhöhung. Denn genau diejenigen, die mit solchen Fahrkarten regelmäßig über 50 EUR unterwegs sind, werden mit der Gebühr bestraft, während die Gelegenheitskunden, die mit einem Sparpreis unterwegs sind, mal wieder ungestraft davon kommen. So gewinnt man vielleicht Neukunden - Stammkunden verärgert man damit aber nur!
Abgesehen davon kann ich die Entscheidung aus sicherheitstechnischer Sicht überhaupt nicht verstehen. Denn zur Verringerung des Bargeldbestands am Automaten und Schalter sollte man doch annehmen, dass bargeldlose Zahlungen eigentlich bevorzugt werden müssten...

Hallo bpf, aktuell kann ich Ihnen dazu nichts Neues sagen. Auch wenn Bundestag und Bundesrat dies jetzt beschlossen haben, muss es immer noch durch den Bundespräsidenten unterzeichnet werden. Natürlich wird die Bahn das Zahlungsmittelentgelt auf seine Gültigkeit nach dem neuen Gesetz überprüfen und entsprechend handeln. Sofern es dabei zu Änderungen kommt, wird die Bahn diese auch veröffentlichen. /ti