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Frage beantwortet

Entschädigung bei Fahrtabbruch?

Bei einer zu erwartenden Verspätung von über einer Stunde kann man ja die Fahrt abbrechen und sich die nicht genutzten Teile der Fahrkarte erstatten lassen. Wie sieht es in diesem Fall mit einer Verspätungsentschädung aus? Bekommt man die auch noch zusätzlich, falls die Verspätung am Abrruchbahnhof über einer Stunde lag oder wie ist das in so einem Fall geregelt?

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"Der nicht genutzte Streckenanteil zum eingetragenen Zielbahnhof kann entschädigt werden, sofern er gemäß Tarif preislich abgebildet werden kann. Bei zugebundenen Tickets dürfte das nicht funktionieren, da diese Angebote zum Festpreis verkauft werden. "
-> Eigene Erfahrung: Auch bei zuggebundenen Tickets wird im Fahrgastrechtefall selbstverständlich der nicht genutzte Anteil erstattet. Alles andere wäre ja auch nicht mit der EU-Verordnung vereinbar. Auf die tarifliche "Abbildbarkeit" kommt es nicht an. Die Erstattung erfolgt anteilig zu Gesamtstrecke: Wenn der nicht genutzte Anteil des Tickets beispielsweise 40% der Gesamtentfernung zwischen Start und Ziel ausmacht, dann werden 40% des Ticketpreises erstattet.

Nachtrag:
"Bei einem Reiseabbruch gemäß der Fahrgasgtrechte gibt es keinen Anspruch auf zusätzliche Verspätungsentschädigung. "
-> Stimmt. Trotzdem hat mir das Servicecenter Fahrgastrechte schon mal zusätzlich eine Verspätungsentschädigung zugesprochen, wenn die Verspätung am Ort des Reiseabbruchs >60min war. Warum auch immer.

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kabo
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Theorie:
Nach der EU-Fahrgastrechte-Verordnung bekommt man Erstattung wegen Abbruch ODER Verspätungsentschädigung.

Praxis des Servicecenter Fahrgastrechte:
Uneinheitlich

Hallo.

Sollten Sie gemäß aktueller Betriebslage mit mehr als 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof ankommen würden, können Sie von der Bahnfahrt zurücktreten und zurück zum Startbahnhof fahren. In diesem Fall wird die komplette Fahrt gemäß Ihrer Fahrgastrechte entschädigt.

Sofern Sie sich dennoch entschließen, bis zum eingetragenen Zielbahnhof zu fahren und mit mehr als 60 Minuten Verspätung ankommen, können Sie eine Entschädigung im Rahmen Ihrer Fahrgastrechte von 25 Prozent des Fahrkartenwerts beantragen. /ch

Anonym
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@ DB

Das ist mir bekannt, es geht mir um die Frage, wie es aussieht, wenn man nicht zum Startbahnhof zurückkehrt, sondern am Abbruchbahnhof verbleibt.

„es geht mir um die Frage, wie es aussieht, wenn man nicht zum Startbahnhof zurückkehrt, sondern am Abbruchbahnhof verbleibt.“

-> Dann wird der nicht genutzte Anteil der Fahrkarte erstattet.
Hast Du ein Ticket von München nach Hamburg und brichst die Fahrt in Berlin ab, dann bekommst Du das nicht genutzte Reststück von Berlin nach Hamburg erstattet.

Bei einem Reiseabbruch gemäß der Fahrgasgtrechte gibt es keinen Anspruch auf zusätzliche Verspätungsentschädigung. Der nicht genutzte Streckenanteil zum eingetragenen Zielbahnhof kann entschädigt werden, sofern er gemäß Tarif preislich abgebildet werden kann. Bei zugebundenen Tickets dürfte das nicht funktionieren, da diese Angebote zum Festpreis verkauft werden. Viele Grüße /ch

kabo
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"Der nicht genutzte Streckenanteil zum eingetragenen Zielbahnhof kann entschädigt werden, sofern er gemäß Tarif preislich abgebildet werden kann. Bei zugebundenen Tickets dürfte das nicht funktionieren, da diese Angebote zum Festpreis verkauft werden. "
-> Eigene Erfahrung: Auch bei zuggebundenen Tickets wird im Fahrgastrechtefall selbstverständlich der nicht genutzte Anteil erstattet. Alles andere wäre ja auch nicht mit der EU-Verordnung vereinbar. Auf die tarifliche "Abbildbarkeit" kommt es nicht an. Die Erstattung erfolgt anteilig zu Gesamtstrecke: Wenn der nicht genutzte Anteil des Tickets beispielsweise 40% der Gesamtentfernung zwischen Start und Ziel ausmacht, dann werden 40% des Ticketpreises erstattet.

Nachtrag:
"Bei einem Reiseabbruch gemäß der Fahrgasgtrechte gibt es keinen Anspruch auf zusätzliche Verspätungsentschädigung. "
-> Stimmt. Trotzdem hat mir das Servicecenter Fahrgastrechte schon mal zusätzlich eine Verspätungsentschädigung zugesprochen, wenn die Verspätung am Ort des Reiseabbruchs >60min war. Warum auch immer.

Trotzdem hat mir das Servicecenter Fahrgastrechte schon mal zusätzlich eine Verspätungsentschädigung zugesprochen, wenn die Verspätung am Ort des Reiseabbruchs >60min war. Warum auch immer.

„Bei einem Reiseabbruch gemäß der Fahrgasgtrechte gibt es keinen Anspruch auf zusätzliche Verspätungsentschädigung.“
bedeutet beim Servicecenter nicht immer:
„Bei einem Reiseabbruch gemäß der Fahrgasgtrechte gibt es keine zusätzliche Verspätungsentschädigung.“