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Wie sind Geschenkgutschein-Codes gegen Missbrauch/Betrug gesichert?

Guten Tag, ich habe während einer Rewe-Aktion (29-Euro-Gutscheine mit je 5 Euro Rabatt) eine große Zahl von DB-Geschenkgutscheinen auf Vorrat gekauft. Nun würde mich aber interessieren: Sind diese Gutscheine sicher vor Missbrauch/Betrug?

Angenommen, ein Krimineller tippt bei seinem Ticketkauf (online oder am Automaten) einfach mal aufs Geratewohl irgendwelche Buchstaben-Zahlen-Kombinationen ein - und "erwischt" dabei gerade einen von meinen Gutscheincodes ... Oder angenommen, jemand vertippt sich bei der Code-Eingabe und gibt dadurch versehentlich einen von meinen Codes ein - ohne böse Absicht. Was dann?

Ich habe ja wohl kaum die Möglichkeit, nachzuweisen, dass der betreffende Gutschein nicht von mir verbraucht wurde, sondern von einem Unbefugten. Wie also schützt die Bahn sich (und den rechtmäßigen Gutscheinbesitzer) gegen solche unberechtigte Code-Benutzung? Und welche Möglichkeiten habe ich, meinen Gutscheinwert wiederzubekommen, wenn es doch mal passiert ist?

(Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen ganz bestimmten Code unbefugterweise eintippt, mag vielleicht verschwindend gering sein - aber die Wahrscheinlichkeit, dass er "irgendeinen" fremden Code erwischt, dürfte deutlich höher liegen.)

Antworten

Bei den 7 Stelligen Codes ohne Null gibt es über 64 Milliarden verschiedene Möglichkeiten. Nur ein Bruchteil davon sind tatsächlich gültige Codes. Bei einfachen Vertippen scheitert es wahrscheinlich schon an der im Code anthaltenen Prüfziffer. In über 97 % der Fälle erwischt man eine Kombination, die als Code von Vornherein ungültig ist. Bei den 3% der restlichen Fälle mit hoher Wahrscheinlichkeit einen nicht vergebenen Code.

Wenn man davon ausgeht, das es 1 Million gültiger Gutscheine gibt (wahrscheinlich sind es deutlich weniger) dann ist nur eine von 64.000 Möglichkeiten ein tatsächlich existierender Code. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit trifft man dann nach 20.000 bis 40.000 Versuchen einen gültigen Code.

Wenn sehr optimistisch gerechnet pro Minute eine Buchung mit ausgedachten Code durchgeführt wird und ein Täter täglich 8 Stunden alle möglichen Codes durchprobiert, dann benötigt er zwischen viereinhalb und neun Monate um zufällig auf einen gültigen Code zu treffen.

„aber die Wahrscheinlichkeit, dass er "irgendeinen" fremden Code erwischt, dürfte deutlich höher liegen.“
-> Na ja, die Wahrscheinlichkeit ist, daß es bei günstigen Bedingungen einmal klappen wird, wenn er es ein halbes Jahr lang jeden Tag 8 Stunden ununterbrochen versucht.

Würdest Du ein halbes Jahr jeden Tag acht Stunden arbeiten gehen um als Lohn nur ein Bahnticket für 30 EUR zu bekommen?
Davon ganz abgesehen fällt es dem Buchungssystem auf, wenn im Minutentakt falsche Codes eingegeben werden. Schon nach kurzer Zeit wäre der Account gesperrt.

„Wie also schützt die Bahn sich (und den rechtmäßigen Gutscheinbesitzer) gegen solche unberechtigte Code-Benutzung?“
-> Dadurch, dass es so viele Kombinationen gibt, dass es unwahrscheinlich ist, diese durch probieren herauszufinden und indem sie nach auffälligen Fehleingaben den Zugang sperrt.

„Und welche Möglichkeiten habe ich, meinen Gutscheinwert wiederzubekommen, wenn es doch mal passiert ist?“
-> Das dürfte schwierig werden, aber es wird nicht passieren.