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Frage beantwortet

Kombi Fernverkehr und Nahverkehrsticket. Welche Ansprüche bei Ausfall des Regionalzuges?

Ein gebuchtes Ticket von Erfurt nach Stuttgart enthält eine Fernverkehrsverbindung (ICE nach Nürnberg) und Nahverkehrsverbindung (RE nach Stuttgart). Wenn in Nürnberg der RE ausfällt, darf man dann die Alternative IC nach Stuttgart nutzen oder muss man wirklich zwei Stunden auf den nächsten RE warten? Es wäre schließlich nachvollziehbar wenn man aufgrund der einen gebuchten Fernverkehrsverbindung Anspruch darauf hätte. Gibt es da in Nürnberg Richtung Stuttgart vielleicht eine individuelle Regelung? Schließlich kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass der IC immer sehr leer ist und das einzelne Ticket oftmals günstiger als das des RE.

Ich habe so ein Szenario noch nirgends lesen können.
Vielen Dank vorab für hilfreiche Antworten.

Tieder
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„Es wäre schließlich nachvollziehbar wenn man aufgrund der einen gebuchten Fernverkehrsverbindung Anspruch darauf hätte. Gibt es da in Nürnberg Richtung Stuttgart vielleicht eine individuelle Regelung?“
-> Eine individuelle Regelung gibt es nicht. Aber eine allgemeine.
Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten kann mit jeder anderen nicht reservierungspflichtigen Verbindung zum Zielbahnhof gefahren werden. Eine eventuelle Zugbindung ist aufgehoben. Es können auch andere Wege oder höherwertige Züge genutzt werden.
Ein Fernverkehrsticket (also mit ICE/IC Anteil) gilt auch in den anderen Zügen. Bei reinen Nahverkehrstickets muß zunächst ein Fernverkehrsticket gekauft werden, das wird im Nachhinein vom Servicecenter Fahrgastrechte erstattet.

„Ich habe so ein Szenario noch nirgends lesen können.“
-> Das gehört aber zu den hier häufig gestellten Fragen.
https://community.bahn.de/questions/2408985-darf-verpasse...
https://community.bahn.de/questions/2426041-ic-gebucht-au...
https://community.bahn.de/questions/2415205-zugausfall-ha...

.

Siehe auch hier:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Wann darf der Reisende einen höherwertigen Zug benutzen?

Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof darf der Fahrgast einen höherwertigen, nicht reservierungspflichtigen Zug nutzen. Kunden mit einer Nahverkehrsfahrkarte müssen zunächst eine gültige Fernverkehrs-Fahrkarte, beziehungsweise den Produktübergang bezahlen. Die entstehenden Aufwendungen kann der Kunde anschließend geltend machen. Die Regelung gilt nicht für erheblich ermäßigte Fahrkarten - dazu zählen z.B. Schönes-Wochenende-Tickets und Länder-Tickets.

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"Wenn in Nürnberg der RE ausfällt, darf man dann die Alternative IC nach Stuttgart nutzen "
-> Ja

„Es wäre schließlich nachvollziehbar wenn man aufgrund der einen gebuchten Fernverkehrsverbindung Anspruch darauf hätte. Gibt es da in Nürnberg Richtung Stuttgart vielleicht eine individuelle Regelung?“
-> Eine individuelle Regelung gibt es nicht. Aber eine allgemeine.
Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten kann mit jeder anderen nicht reservierungspflichtigen Verbindung zum Zielbahnhof gefahren werden. Eine eventuelle Zugbindung ist aufgehoben. Es können auch andere Wege oder höherwertige Züge genutzt werden.
Ein Fernverkehrsticket (also mit ICE/IC Anteil) gilt auch in den anderen Zügen. Bei reinen Nahverkehrstickets muß zunächst ein Fernverkehrsticket gekauft werden, das wird im Nachhinein vom Servicecenter Fahrgastrechte erstattet.

„Ich habe so ein Szenario noch nirgends lesen können.“
-> Das gehört aber zu den hier häufig gestellten Fragen.
https://community.bahn.de/questions/2408985-darf-verpasse...
https://community.bahn.de/questions/2426041-ic-gebucht-au...
https://community.bahn.de/questions/2415205-zugausfall-ha...

.

Siehe auch hier:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Wann darf der Reisende einen höherwertigen Zug benutzen?

Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof darf der Fahrgast einen höherwertigen, nicht reservierungspflichtigen Zug nutzen. Kunden mit einer Nahverkehrsfahrkarte müssen zunächst eine gültige Fernverkehrs-Fahrkarte, beziehungsweise den Produktübergang bezahlen. Die entstehenden Aufwendungen kann der Kunde anschließend geltend machen. Die Regelung gilt nicht für erheblich ermäßigte Fahrkarten - dazu zählen z.B. Schönes-Wochenende-Tickets und Länder-Tickets.

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Das macht natürlich Sinn, habe diese Regelung der 20 Minuten Verspätung total vergessen.
Vielen Dank!