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Bahnhof wg. Bombenuntersuchung gesperrt: Ticket am nächsten Tag benutzen?

Noch immer ist heute Abend keine Fahrt Do-HB möglich, kann ich das Ticket einfach morgen früh benutzen?

Dortmunderin
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Ghize
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Nein, morgen ist Ihr Ticket ungültig. Ich sehe jetzt 2 Möglichkeiten (falls es DB-Tickets sind und nicht vom VRR):

  • Sie gehen morgen früh vor Fahrtantritt zum ServicePoint oder ins Reisezentrum und bitten darum, dass man Ihnen das Ticket für morgen gültig stempelt
  • alternativ müssen Sie sich ein neues Ticket kaufen und können das Alte beim Fahrgastcenter zwecks Erstattung einreichen, da Sie die Fahrt wegen der Verspätung nicht angetreten haben (siehe: http://www.bahn.de/fahrgastrechte)

Ist doch irrelevant, wenn die nächste Verbindung erst morgen früh ist, darf die auch genommen werden. Unabhängig davon, dass das Ticket nur heute (oder bis 3/10 Uhr des Folgetags) gilt. Die Reise ist dann angetreten, wenn man am Bahnhof erscheint.

Neptun
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Das Ticket bleibt gültig und wird auch morgen anerkannt werden, nicht nur für die nächstmögliche Verbindung mit Abfahrt "jetzt" und einer Ankunft zwischen 5 und 6 Uhr oder einer Abfahrt um 03:37, also zu Zeiten, die der Reisende im Tiefschlaf im Bett verbringen möchte.

Auch wenn es morgen früh allgemein bekannt sein sollte, kann ein Screenshot o.ä. nicht schaden. Ich würde mich damit einfach in den Zug setzen.

Und auf keinen Fall eine neue Fahrkarte kaufen! Den Ärger mit der Erstattung wird niemand vergüten.

Ghize
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"Wenn der Bahnhof gesperrt ist, dann ist das Ticket immer für die nächstmögliche Verbindung gültig, auch wenn die erst in einem Jahr fährt."
"Das Ticket bleibt gültig ..."

Wie kommt Ihr zu diesen Aussagen? Wenn die Fahrt gestern angetreten wurde ist das Ticket heute bis 10 Uhr gültig und danach nicht mehr. Dies ist hier die Standardantwort, wenn danach gefragt wird, ob man bei Zugausfall auch am nächsten Tag fahren kann und letztendlich handelt es sich im Falle Dortmund um einen Zugausfall.

P.S. Ist es einfach die gelebte Praxis oder ist es eine offizielle Regelung, die es irgendwo nachzulesen gibt?

Das sind eben die Fahrgastrechte. Man darf seine Fahrt natürlich immer beenden. Wenn ich planmäßig um 9.30 Uhr ankommen würde und jetzt eine Verspätung von einer Stunde habe, muss ich schließlich auch nicht vorher aussteigen. Man darf nur nicht noch eine Pause einlegen und erst Abends fahren.

Neptun
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@ tbsn
"Man darf nur nicht noch eine Pause einlegen und erst Abends fahren."
--> Warum nicht?

@ Ghize
"Wenn die Fahrt gestern angetreten wurde ist das Ticket heute bis 10 Uhr gültig und danach nicht mehr. Dies ist hier die Standardantwort ..."
--> Ob aber die Standardantwort richtig ist? Es gibt bei einem solchen Fall "konkurriende" Regelungen, nämlich einmal die Fahrgastrechte (9.1), die verschiedene Möglichkeiten bietet – nach Wahl des Fahrgastes –, u. a. die Weiterreise zu einem späteren Zeitpunkt. Dieser wird nicht weiter spezifiziert. Nun gibt es auch andere Regelungen, wie die zur maximalen Geltungsdauer einer Fahrkarte oder die Verpflichtung, die Fahrt am 1. Geltungstag anzutreten, sowie andererseits den Passus in 2.5.3: "Das Verkehrsunternehmen verlängert die Geltungsdauer einer Fahrkarte, wenn der Reisende infolge Verspätung oder Ausfall eines Zuges die Fahrt nicht antreten kann oder einen Anschlusszug versäumt und ohne die Verspätung oder den Ausfall die Fahrt innerhalb der ursprünglichen Geltungsdauer hätte beenden können."

Es widerspricht sicherlich der Intention der Fahrgastrechte, wenn die Bahn hier verlangt, dass die Geltungsdauer vordringlich beachtet werden muss (es sei denn, dies wäre völlig unmöglich), insbesondere wenn dies zu nicht akzeptablen Reisezeiten führt. Ich denke schon, dass die Fahrgastrechte hier Vorrang haben sollten. Es steht der DB im Übrigen frei, solche Fälle von vornherein genauer zu regeln.

Und völlig absurd wird es doch, wenn (siehe den Link von DB /ki) die DB ihren Kunden lieber eine Hotelübernachtung zahlen will, als dass sie die Nacht im eigenen Bett schlafen und am nächsten Tag stressfrei ihre Fahrt antreten.