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Frage beantwortet

Keine 50% Erstattung bei Regio 120 und mehr als 2 h Verspätung?

Ich bin mit einem Regio 120 Ticket von Eisenach nach Gotha gefahren und hatte eine 2 stündige Verspätung wegen eines verpassten Anschlusses in Gotha. Ich habe das Fahrgastrechteformular ausgefüllt. Der Anspruch wurde seitens der Bahn verneint mit der Behauptung für das Regio 120 Ticket gibt es keine Erstattung.

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Widerspruch einreichen, Frist von zwei Wochen setzen, bei Nichteinhaltung der Frist Beschwerdeverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt einleiten. Fertig.

https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Fahrgastrechte/Bahn/Bes...

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Weitere Antworten

Fahrgastrechte sind gesetzlich geregelt und gelten für alle Tickets, auch für dieses.
Sie erhalten also 50% Entschädigung.

Einzig und alleine die Beförderung in höherwertigen Zügen ist nicht möglich, da es ein stark ermäßigtes Ticket ist.

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Widerspruch einreichen, Frist von zwei Wochen setzen, bei Nichteinhaltung der Frist Beschwerdeverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt einleiten. Fertig.

https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Fahrgastrechte/Bahn/Bes...

Er ist von Eisenach nach Gotha gefahren. Da fährt eine durchgehende RB. Wo soll da ein Anschluss verpasst worden sein. Ohne genaue Fakten zu kennen, wird schon mit dem EBA gedroht. Und vom Fragesteller kommt auch wieder keine Rückmeldung.

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@ NRW

So wie ich das verstanden habe, ist er in Gotha umgestiegen.

Und ich habe überhaupt nicht mit irgendwas gedroht, ich habe nur dazu geraten, sich ans EBA zu wenden falls eine Ankunftsverspätung mit obiger Begründung abgeschmettert wurde. Die Richtigkeit der Angaben des TE kann ich natürlich nicht überprüfen.

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Kurz zur Beantwortung der offenen Fragen: Mein ursprüngliches Fahrtziel war Heiligenstadt. Das erfordert einen Umstieg in Gotha. Die Bahn scheint sich aus der Affäre ziehen zu wollen, da sie auch in diesem Thread zwar Informationen nachfragt keine Stellung zur Erstattungsfähigkeit des Regio 120 Tickets bezieht.

Dies ist, wie hier schon mehrfach gesagt wurde erstattungsfähig.

Ich habe mich nach 2 erfolglosen Telefonaten mit der Servicehotline an das Eisenbahnbundesamt gewandt. Dort wird die Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen, so dass ich vorläufig den Erstattungsbetrag + der Kosten für die Telefonate mit meiner Bahncardrechnung verrechne.

Nach meiner Einschätzung ist es Kalkül der Bahn möglichst viele Fahrgastrechteforderungen abzubügeln. So wird die Erstattungsmöglichkeit faktisch unmöglich.

Der Anruf im Servicecenter sollte sowas eigentlich klären. Das ist eine neue Dimension. Ich kann nur dazu raten, sich jeweils sofort an das EBA zu wenden.

Es ist richtig, dass es für das Regio 120 Ticket keine tarifliche Erstattung ab dem 1. Geltungstag gibt. Am Reisetag gelten die bekannten Fahrgastrechte und Sie können von der Fahrt zurücktreten, wenn Sie mit mindestens 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof Heilbad Heiligenstadt ankommen würden. Sollten Sie in Heilbad Heiligenstadt angekommen sein, erfolgt eine anteilige Entschädigung von 25 oder 50 Prozent gemäß Ihrer Fahrgastrechte. Die Prüfung erfolgt durch das Servicecenter Fahrgastrechte anhand Ihrer Angaben.

Darf ich fragen, wann die Fahrt stattgefunden hat und wann Sie in Eisenach losgefahren sind und welchen Zug sie in Gotha nach Heilbad Heiligenstadt erreichen wollten? /ch

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Ja, natürlich, fragen kann man. Die Frage ist auch berechtigt, da die 120 Minuten Verspätung wegen verpassten Anschlusszug in Gotha häufiger auftreten. Das vorletzte Mal hab ich die Reise abgebrochen und mich von meiner Freudin in Gotha abholen lassen ohne das Formular einzureichen. Wird mir in Zukunft nicht mehr passieren.

Ich finde es ein bissel merkwürdig, dass sie da nachfragen. Die Argumente sind längst ausgetauscht und der Würfel ist um es mit Cäsar zu sagen schon längst geworfen. Mir ist schon längst klar, dass ich Anspruch auf 50% des Fahrpreises + unvermeidbaren Kosten habe. Ich finde es angenehm, dass sie mir Recht geben, aber die Ungeheuerlichkeit besteht darin, dass mich das Servicecenter so rigoros abweist.

Meine Angelegenheit liegt wie gesagt inzwischen beim EBA. Die Bahn wird im Verlauf dieses Verfahrens sicher nochmal Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen. Die Begründung laut Ablehnungsschreiben: Nahverkehrsticket, die Leute an der Hotline haben immer mal wieder andere Begründungen vom Stapel gelassen. Z.B. dass es sich um ein erheblich ermässigtes Ticket handeln würde. Die waren dann auch pampig irgendwann und ich habe mit einer Frau Kientoph von der Beschwerdestelle gesprochen. Die sagte mir dass aus EU Rechtsgründen für das Regio 120 Ticket die Fahrgastrechteregelung nicht gelten würde und sie da auch nix machen würde Einen Bezug oder eine genaue Fundstelle konnte sie mir aber auch nicht nennen. Ist abgelehnt und dann ist das halt so. Letztlich ist diese Servicehotline (0180 6 202178) auch nur ne Abzocke. Ich habe dort 2 mal 60 cent und einen Haufen Nerven gelassen

Der Bahnhof Gotha ist ein erbärmliches stinkendes Drecksloch - keine beheizte Wartehalle und wenn man sich irgendwo hinsetzt hat man das Muster der verranzten Sitzgelegenheit an der Kleidung. Überall stinkt es nach Pisse. Ganz toll ist das gastronomische Angebot, dass aus einem verdreckten und überteuerten Schokoriegelautomaten auf dem verpecktem Bahnsteig besteht. Da möchte man doch glatt einen Fahrgastrechteformularsachbearbeiter mal 4 Stunden festsitzen lassen.

Ich hoffe dass das EBA mein Fahrgastrechteproblem jetzt löst. Ich habe mich erstmal über Verrechnung meiner Forderung (Erstattungsbetrag + Telefonkosten) mit meiner Bahncardrechnung schadlos gehalten. Insofern kann man bahnseitig auf schlaues Nachfragen wie "Hallo, können Sie die offenen Fragen noch beantworten? /fa" verzichten

Erstmal muss die Bahn mich verklagen, wenn sie der Meinung ist, meine Forderung immer noch nicht anerkennen zu wollen. Ich brauche erstmal nichtmal einen Anwalt. Und wenn sind die Kosten von der unterlegenen Partei zu bezahlen. Schaumermal wie das ausgeht und ob die Bahn bei dem miesen Prozessrisiko wegen 10 Euro einen Kunden verklagt.

Okay, es bleibt natürlich Ihre Entscheidung, nicht mehr auf meine Nachfrage einzugehen. Ich hätte gern nachgeschaut, wie es am Reisetag um Ihre Zugverbindung stand. Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen einen schönen Feiertag. /ch

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Ja, das ist meine Entscheidung. Der Unterschied zwischen nachschauen wollen, wie es um eine Verbindung steht und selbst erleben wie es um eine Verbindung steht, ist erheblich. Die Verspätung ist auch unstrittig und im Bestreitensfall hätte ich sogar einen mit meiner DB App angefertigten Screenshot.

Das ist und war nicht die Frage. Um festzustellen, dass die Verbindung eine 120 minütige Verspätung nach sich zieht, wenn der Anschlusszug in dem stinkenden Drecksloch Bahnhof Gotha verpasst wird kann man auch im Fahrplan nachlesen. Das betrifft mehrere Verbindungen am Tag und sie können sich da ja eine aussuchen. Ich brauch dafür etwa 3 Minuten.

Die Frage war, ob für eine 120 minütige Verspätung mit einem Regio 120 Ticket, die Bahn verpflichtet ist, 50 Prozent des Fahrpreises als Entschädigung zu zahlen und wie man im Weigerungsfall die Forderung durchsetzt.

Der Nutzer "Knochen" hat diese Frage kompetent und sachkundig beantwortet: Letztlich setzt sich das EBA mit den Bahnkollegen auseinander, da das Regio 120 Ticket kein Nahverkehrsticket ist. Ich glaube ebenfalls, dass es sich bei dem Regio 120 Ticket um ein vollumfänglich entschädigungsfähiges Ticket, also 25 Prozent bei >=60min und 50% bei >=120min Verspätung. Inwieweit diese Aussage eine spezielle Verbindung erfordert erschließt sich mir nicht, aber vielleicht können sie mal erklären auf welchen Verbindungen das Regio 120 Ticket nicht entschädigungsfähig ist.

Fahren sie doch einfach mal nach Gotha und machen sich einen schönen Nachmittag im dortigen Bahnhof, da erleben sie ja welche Verbindungen zu einer 120 Minuten Verspätung führen! Das wäre doch mal was für den Familienausflug!