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Frage beantwortet

Warum mehr als 20€ Abzüge bei Storno?

Habe für zwei Personen je eine Fahrt von Landshut nach Wien und wieder zurück gebucht (Sparpreis Europa).

Da Wien kurzfristig zum Risikogebiet erklärt wurde müssen wir unsere Reise leider absagen. Das stornieren von Hotel etc. hi g reibungslos, nur die Bahn macht (wie fast immer) Probleme. Erstens keine kostenlose Stornierung aufgrund Corona möglich (warum hat die Bahn hier eigentlich besondere Privilegien?) und zweitens warum wurden statt der angekündigten 20€ Bearbeitungsgebühr nun 36€ NICHT erstattet.

magge
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

„Erstens keine kostenlose Stornierung aufgrund Corona möglich (warum hat die Bahn hier eigentlich besondere Privilegien?)“
-> Ein grundsätzlichen Anspruch auf kostenlose Stornierungen gibt es nicht. Unter bestimmten Bedingungen sieht zwar das deutsche Reiserecht die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung vor, das betrifft aber nur Pauschalreisen. Eine Ticketbuchung bei der Bahn fällt nicht unter die Bestimmungen des Reiserechts, deshalb auch keine kostenlose Stornierung.

Ansonsten vermute ich, das Dir tatsächlich nur 20 EUR Stornogebühr berechnet wurde. Kann es sein, das Du noch 4 Plätze á 4 EUR reserviert hast?

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„Erstens keine kostenlose Stornierung aufgrund Corona möglich (warum hat die Bahn hier eigentlich besondere Privilegien?)“
-> Ein grundsätzlichen Anspruch auf kostenlose Stornierungen gibt es nicht. Unter bestimmten Bedingungen sieht zwar das deutsche Reiserecht die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung vor, das betrifft aber nur Pauschalreisen. Eine Ticketbuchung bei der Bahn fällt nicht unter die Bestimmungen des Reiserechts, deshalb auch keine kostenlose Stornierung.

Ansonsten vermute ich, das Dir tatsächlich nur 20 EUR Stornogebühr berechnet wurde. Kann es sein, das Du noch 4 Plätze á 4 EUR reserviert hast?

magge
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Ja, wir hatten pro Strecke jeweils für zwei Personen eine Sitzplatzreservierung. Wird diese nicht erstattet oder immerhin ein Gutschein ausgestellt?

Wie lassen sich dann die 20€ Bearbeitungsgebühr rechtfertigen? Das wird ja wohl kein endloser Ressourcenverzehrender Prozess sein...

betasaur
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Sitzplatzreservierungen sind nicht erstattungsfähig.
Wie die Bahn auf ihre Gebühren kommt bzw. sie rechtfertigt, müssen Sie die Bahn direkt fragen.

kabo
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Die 10€ (pro Ticket) sind auch keine Bearbeitungsgebühr, sondern eine "Stornierungsabschreckungsgebühr".
Wäre ein Storno gebührenfrei möglich, gäbe es fast keinen Anreiz mehr teurere Flexpreis-Tickets zu buchen, und der Anreiz für Kunden "ins blaue hinein" Tickets zu buchen wäre zu groß. (Wenn man doch nicht fährt und dann sein Geld zurück bekommt, hätten die Leute, die wirklich reisen wollen, kaum noch Chancen, an billige Tickets zu kommen.)

Sowas ist aber grundsätzlich erlaubt, da gab es schon langwierige Gerichtsprozesse.
Da die DB auch auf allen (Fern-)Strecken gebührenfrei stornierbare Flexpreistickets anbietet und Sparpreistickets (gegen Gebühr stornierbar) sowie Supersparpreistickets (gar nicht stornierbar) zu einzusätzliches Angebot darstellen, ist dem Verbraucherschutz ausreichend Genüge getan. Man hätte ja ein gebührenfrei stornierbares Flexpreistickets kaufen können. Wer auf die Stornierbarkeit verzichtet und dafür einen günstigeren Preis bekommt, muss das hinnehmen. Das ist durch alle Instanzen ausdiskutiert.

Ghize
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"Wie lassen sich dann die 20€ Bearbeitungsgebühr rechtfertigen?"

Mit den Vertragsbedingungen, die die Bahn vor dem Kauf bekannt gibt und denen Sie ausdrücklich zugestimmt haben. Warum schließen Sie einen Vertrag ab, wenn Sie mit den Bedingungen nicht einverstanden sind?

sebastianHAL
sebastianHAL

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Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum für die Hin- und Rückfahrt jeweils 10€ Stornogebühren berechnet werden, obwohl es in den Konditionendetails ja heißt: "Sie können Ihre Fahrkarte vor dem 1. Geltungstag gegen Abzug von 10,00 EUR Entgelt stornieren." Und wenn man Hin- und Rückfahrt zusammen bucht handelt es sich ja um eine Fahrkarte und nicht zwei Fahrkarten.

@ sebastianHAL

„Und wenn man Hin- und Rückfahrt zusammen bucht handelt es sich ja um eine Fahrkarte und nicht zwei Fahrkarten.“
-> In diesem Fall nicht. Es ging hier um eine Internationale Fahrt (Wien). Bei internationalen Fahrten werden für Hin- und Rückfahrt getrennte Tickets ausgestellt.

Bei Tickets für den Binnenverkehr wird bei einer Buchung für Hin- und Rückfahrt auch nur ein Ticket ausgestellt. Da fällt dann auch nur einmal die Stornogebühr an.

magge
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@sebastianHAL
Der selben Meinung war ich eben auch. So wurden aus den erwarteten 10€ (wie auch bei der Buchung „stornierbar gegen 10€ Bearbeitungsgebühr“ jetzt 36€ für die stornierte Reise, wohlgemerkt aufgrund einer offiziellen Einstufung Wiens als Risikogebiet!

Die Aussage, dass man ja ein Flexticket hätte buchen können ist in meinen Augen Schwachsinn. Diese Tickets sind so unglaublich teuer, dass sie keine angemessene Alternative zum Sparpreis darstellen. Somit ist man fast gezwungen diese Tickets zu buchen, außer man fliegt lieber, das wäre günstiger.

Die Bahn ist und bleibt ein Unternehmen welches seine Monopolstellung dank staatlicher Unterstützung dreist ausnutzt. Da wird sich wohl auch nichts dran ändern.

@magge

„Die Aussage, dass man ja ein Flexticket hätte buchen können ist in meinen Augen Schwachsinn. Diese Tickets sind so unglaublich teuer“
-> Bahnfahren ist teuer. Um einen Passagier einen Kilometer weit zu befördern entstehen der Bahn Kosten von durchschnittlich 17-18 Cent. Der Flexpreis ist nun mal der normale Fahrpreis (bis vor einigen Jahren hieß er auch „Normalpreis“). Rechne mal aus was die Bahn investieren muß um zwei Reisende von Landshut nach Wien und zurück zu befördern. Bei der Buchung eines Sparpreises muß man sich im Klaren sein, daß man dafür in der Regel deutlich weniger bezahlt, als der Bahn an Kosten entstehen. Das Ganze funktioniert nur in einer Mischkalkulation mit Flexpreistickets. Die Reisenden mit Flexpreistickets bezahlen sozusagen den Rest der Kosten für Eure Bahnfahrt mit.

Gut dass es die Sparpreise gibt, aber wenn ich mit Tickets fahre, die deutlich billiger sind als die tatsächlichen Kosten einer Bahnfahrt, dann muß ich gewisse Einschränkungen akzeptieren.

„Die Bahn ist und bleibt ein Unternehmen welches seine Monopolstellung dank staatlicher Unterstützung dreist ausnutzt.“
-> Die Bahn hätte Dich nach Wien befördert obwohl Du weniger bezahlst, als die Bahnfahrt kostet und Du fühlst Dich ausgenutzt?
Dafür dass Wien als Risikogebiet eingestuft wurde, kann die Bahn auch nichts. Dadurch hat sie auch nicht weniger Kosten.

kabo
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"Die Bahn ist und bleibt ein Unternehmen welches seine Monopolstellung dank staatlicher Unterstützung dreist ausnutzt. Da wird sich wohl auch nichts dran ändern."
-> Man kann Tickets nach Österreich auch bei der ÖBB buchen - online zum Selbstausdruck, auch von Deutschland aus. Ist aber meist teurer als bei der DB
Man kann auch mit dem Flixbus nach Wien fahren. Allerdings zahlen die im Stornofall gar nichts zurück (eigene Erfahrung).

Rätsel
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@sebastianHAL
Ich bin auch der Meinung das nur 10,00 Euro für 1 Ticket ( 1 Ticket wenn die Fahrt --Hin- und Rückfahrt-- unter einer Auftragsnummer gebucht wurde) nur 10,00 Euro fällig wären, so liest man es aus den Bedingungen heraus. War heute auch überrascht das mir 20,00 Euro abgezogen wurden. Es war ein Buchungsvorgang und eine Zahlung und nicht zwei !!!

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Was nützt einem der Beitrag wenn bei Buchung nicht drauf hingewiesen wird sondern nur das das Ticket bis vor dem 1. Geltungstag stornierbar ist.

kabo
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Zumindest bei Buchung am PC wird vor dem finalen Kaufen-Button bei internationalen Tickets darauf hingewiesen, dass Hinfahrt und Rückfahrt auf getrennte Tickets gebucht werden - allerdings ziemlich leicht ubersehbar.
Ob das bei Buchung über die App auch so ist, kann ich nicht sagen.

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Logisch ist auf jeden Fall wer eine Strecke storniert, storniert zum Großteil auch die zweite Strecke. Naja das sollte wohl jeden bekannt sein. Clever