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Frage beantwortet

Zugbindung in Kombination mit einen Regionalticket bei Verspätungen.

Sehr geehrte Damen und Herren

ich fahre im VBB Netz aufgrund einer Zeitkarte kostenlos. Dementsprechend besteht für mich erst die Notwendigkeit des Kaufs eines Tickets ab Berlin Spandau für den Fernverkehr. Wie aber verhält es sich nun, wenn der Regionalzug nach Berlin eine Verspätung hat und der Fernverkehrszug, für den eine Zugbindung besteht, nicht erreicht werden kann? Muss ich dann die Zugbindung im Reiszentrum aufheben lassen ? Würde ich ein teureres Ticket ab dem Startbahnhof in Brandenburg kaufen, also doppelt zahlen , so wäre ja die Zugbindung aufgehoben.

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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Zwei Tickets bedeuten immer auch zwei unabhängige Beförderungsverträge.

„Wie aber verhält es sich nun, wenn der Regionalzug nach Berlin eine Verspätung hat und der Fernverkehrszug, für den eine Zugbindung besteht, nicht erreicht werden kann?“
-> Dann ist damit das zugebundene Ticket verfallen.

Wenn Du ein Ticket ab Spandau gebucht hast, dann hat eine Verspätung des Regionalverkehrs nichts mit der Fahrt ab Spandau zu tun.

„Würde ich ein teureres Ticket ab dem Startbahnhof in Brandenburg kaufen, also doppelt zahlen , so wäre ja die Zugbindung aufgehoben.“
-> Das stimmt.
Wenn Du einen durchgehenden Beförderungsvertrag hast, hast Du damit auch bei bahnbedingten Anschlussverlusten Anspruch auf Weiterbeförderung.
Bei zwei Tickets werden beide Fahrten getrennt betrachtet. Wenn Du zur Abfahrt der zugebundenen Verbindung nicht im Zug sitzt, gilt Dein Ticket nicht zur Weiterfahrt. Es ist egal ob der Grund dafür ist, dass Du verschlafen hast, Dein Auto im Stau stand oder ein Regionalzug Verspätung hatte.

„Muss ich dann die Zugbindung im Reiszentrum aufheben lassen ?“
-> Du hast keinen Anspruch auf Aufhebung der Zugbindung. Zur Weiterfahrt musst Du ein neues Ticket kaufen.
Du kannst gerne versuchen Dir die Zugbindung aufheben zu lassen. Das wäre aber eine Kulanzentscheidung der Bahn. In vielen Fällen funktioniert so etwas nicht.

Es ist deshalb bei zuggebundenen Tickets immer sicherer, diese trotz Zeitkarte für die gesamte Strecke zu kaufen, sonst besteht immer die Gefahr an der Schnittstelle zu stranden.
Wenn trotzdem Tickets gestückelt werden sollen, dann sollte man an der Schnittstelle wenigstens eine längere Umsteigezeit als Puffer wählen um das Risiko zu verringern.

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Zwei Tickets bedeuten immer auch zwei unabhängige Beförderungsverträge.

„Wie aber verhält es sich nun, wenn der Regionalzug nach Berlin eine Verspätung hat und der Fernverkehrszug, für den eine Zugbindung besteht, nicht erreicht werden kann?“
-> Dann ist damit das zugebundene Ticket verfallen.

Wenn Du ein Ticket ab Spandau gebucht hast, dann hat eine Verspätung des Regionalverkehrs nichts mit der Fahrt ab Spandau zu tun.

„Würde ich ein teureres Ticket ab dem Startbahnhof in Brandenburg kaufen, also doppelt zahlen , so wäre ja die Zugbindung aufgehoben.“
-> Das stimmt.
Wenn Du einen durchgehenden Beförderungsvertrag hast, hast Du damit auch bei bahnbedingten Anschlussverlusten Anspruch auf Weiterbeförderung.
Bei zwei Tickets werden beide Fahrten getrennt betrachtet. Wenn Du zur Abfahrt der zugebundenen Verbindung nicht im Zug sitzt, gilt Dein Ticket nicht zur Weiterfahrt. Es ist egal ob der Grund dafür ist, dass Du verschlafen hast, Dein Auto im Stau stand oder ein Regionalzug Verspätung hatte.

„Muss ich dann die Zugbindung im Reiszentrum aufheben lassen ?“
-> Du hast keinen Anspruch auf Aufhebung der Zugbindung. Zur Weiterfahrt musst Du ein neues Ticket kaufen.
Du kannst gerne versuchen Dir die Zugbindung aufheben zu lassen. Das wäre aber eine Kulanzentscheidung der Bahn. In vielen Fällen funktioniert so etwas nicht.

Es ist deshalb bei zuggebundenen Tickets immer sicherer, diese trotz Zeitkarte für die gesamte Strecke zu kaufen, sonst besteht immer die Gefahr an der Schnittstelle zu stranden.
Wenn trotzdem Tickets gestückelt werden sollen, dann sollte man an der Schnittstelle wenigstens eine längere Umsteigezeit als Puffer wählen um das Risiko zu verringern.