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Frage beantwortet

Muss ich die Züge laut der Reihenfolge in der Reiseverbindung nutzen

Laut Beförderungsbedingungen ist mir klar, dass bei einem Rückfahrtticket eine ungenutzte Hinfahrt verfällt, sobald die Rückfahrt angetreten wird. Dazu, wie sich das mit einem ungenutzten Zug innerhalb einer einfachen Fahrt, die komplett am selben Tag zurückgelegt wird, verhält, konnte ich in den Bedingungen jedoch nichts finden.

Ich würde eigentlich vermuten, dass eine solche Frage schonmal gestellt wurde. Daher habe ich schon längere Zeit die Suchfunktion dieses Forums bemüht. Aber leider erfolglos.

Kann mir dazu jemand Auskunft geben? Gegebenenfalls gerne mit Verweis zur entsprechenden Stelle in den Bedingungen, damit ich es selbst nachvollziehen kann.

Schon jetzt vielen Dank!

mabam
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Ein Ticket gilt für eine (!) Fahrt und ist kein Gutschein für eine Strecke. Die Beförderungsbedingungen kennen Begriffe wie Startbahnhof, Fahrtantritt, Fahrt, Fahrtunterbrechung, Zielbahnhof und Beendigung der Fahrt. Da eine Fahrt immer in Richtung Zielbahnhof geht, kann man sich im Normalfall zu keinem Zeitpunkt der Fahrt hinter einem Punkt befinden, an dem man bereits war.

Das hängt auch mit der Ticketkontrolle zusammen. Auf dem Ticket befinden sich ja nicht Felder für bestimmte Streckenabschnitte, die frei wählbar entwertet werden können. Ein Ticket wird an einem bestimmten Punkt entwertet. Damit ist klar, daß man bis zu diesem Punkt gefahren ist und die Strecke nicht mehr zurücklegen kann. Ansonsten könnte man ja das Ticket mehrfach nutzen und behaupten zuerst erst kurz vor der Kontrolle losgefahren zu sein.

Der Startbahnhof ist bei einem Ticket eindeutig festgelegt. Es gilt für eine Fahrt in Richtung Zielbahnhof. Ob bei dieser einen Fahrt eine Fahrtunterbrechung möglich ist, ist abhängig vom Ticket, ebenfalls in den Beförderungsbedingungen geregelt.

„Nirgendwo steht so etwas wie: „Nach Antreten eines Fahrtabschnittes werden alle vorherigen Fahrtabschnitte ungültig.“
-> Naja, mit etwas anderen Worten schreibt die Bahn das schon.

Für Rund-, Kreuz- und Querfahrten sowie Fahrten in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der Erwerb mehrerer Fahrkarten erforderlich. Bei der Auswahl der Verbindung pro Fahrkarte kann der Reisende bis zu zwei Bahnhöfe bestimmen, welche in Richtung auf das Fahrziel durchfahren werden sollen.

Du darfst eben nicht mit einer Fahrkarte Kreuz- und Quer fahren und darfst Dich immer nur in Richtung auf das Fahrziel bewegen. Wenn Du erst in C bist und danach in A musst Du Dich irgendwann entgegen der Richtung zum Fahrziel bewegen.

Auch hier:

2.7 Produktklassen und Wege
2.7.1 Eine Fahrkarte mit einem Start- und Zielbahnhof im Eisenbahnverkehr wird als „relationsbezogene Fahrkarte“ bezeichnet. Die zur Beförderung auf das Fahrziel zugelassenen Wege und Produktklassen werden auf der Fahrkarte durch die Wegeangabe bzw. Angabe der Produktklasse kenntlich gemacht. Fahrkarten ohne Wegeangabe gelten nur für den direkten Weg,

heißt es, bei einer relationsbezogene Fahrkarte (also eine Fahrkarte von A nach F) „Startbahnhof“, „Zielbahnhof“, „Beförderung auf das Fahrziel“.

Mit dem Kauf einer Fahrkarte schließt Du einen Beförderungsvertrag ab um von A nach F zu fahren und kaufst keinen Streckengutschein um jedes Stück mal gefahren zu sein.

Etwas anderes ist es bei relationsfreien Tickets (Ländertickets, Quer-durchs-Land-Ticket) oder bei Zeitkarten.

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Mark1807
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Um was für ein Ticket geht es denn?

Also sie möchten von A nach B fahren, den Abschnitt B nach C auslassen und dann wieder C nach D fahren? Sollte dies der Fall sein ohne Probleme möglich. Ansonsten keine Ahnung was Sie genau meinen.

Ein Ticket gilt für eine Fahrt. Es kann nur in Richtung Ziel genutzt werden. Du kannst also nicht den ersten nach dem zweiten Streckenabschnitt nutzen.

Beispiel Du hast ein Ticket von A nach Z über B bis F. Also für die Strecke
A-B-C-D-E-F-Z

Wenn Du mit dem Ticket in F bist, dann ist es nur zur Weiterfahrt nach Z gestattet. Für die Strecke von A-F kann es nicht mehr genutzt werden.

Wenn Du wie NRW vermutet von A nach B fährst, dann B-C auslässt und dann von C nach D fährst, das geht.

Willst Du aber erst von C nach D und danach von A nach B, das geht natürlich nicht.

Wenn Du in C bist, dann kannst Du den davor liegenden Abschnitt nicht mehr mit dem Ticket nutzen.

mabam
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Vielen Dank für eure Antworten.

@Joeopitz:
Ja, meine Frage war dahingehend gemeint, z. B. den ersten nach dem zweiten Streckenabschitt zu nutzen.

Was du schreibst mag plausibel klingen. Aber dass etwas plausibel klingt, bedeutet noch nicht, dass es auch stimmt. Daher wäre es mir wichtig, das anhand der Beförderungsbedingungen nachvollziehen zu können.

Die von mir schon angesprochene Regelung für Rückfahrkarten steht unter Punkt A.2.5.1:
„[...] Bei Fahrkarten für Hin- und Rückfahrt wird nach Antritt der Rückfahrt die Fahrkarte für die Hinfahrt ungültig. [...]“
Das ist klar und deutlich, bezieht sich aber eben ausdrücklich nur auf Hinfahrten nach angetretener Rückfahrt.

Aber zu meiner eigentlichen Frage finde ich nichts Konkretes. Das Einzige, was in diese Richtung gehen könnte, steht unter Punkt A.2.4.2:
„Die auf der Fahrkarte enthaltenen Angaben sind für die Beförderung maßgebend. [...] Die Fahrkarte enthält zudem die zugelassenen Wege (Wegevorschrift) [...].“
Aber „zugelassene Wege“ bezieht sich m. E. auf die Route zwischen z. B. München und Frankfurt. Ich kann über Stuttgart fahren oder über Nürnberg, bei letzterer dann noch über Ingolstadt oder Donauwörth. Je nachdem welcher Weg oder welche Wege auf dem Ticket zugelassen sind. Es sagt aber nichts über die Nutzungsreihenfolge aus.

Nirgendwo steht so etwas wie: „Nach Antreten eines Streckenabschnittes werden alle vorherigen Streckenabschnitte ungültig.“

Ein Ticket gilt für eine (!) Fahrt und ist kein Gutschein für eine Strecke. Die Beförderungsbedingungen kennen Begriffe wie Startbahnhof, Fahrtantritt, Fahrt, Fahrtunterbrechung, Zielbahnhof und Beendigung der Fahrt. Da eine Fahrt immer in Richtung Zielbahnhof geht, kann man sich im Normalfall zu keinem Zeitpunkt der Fahrt hinter einem Punkt befinden, an dem man bereits war.

Das hängt auch mit der Ticketkontrolle zusammen. Auf dem Ticket befinden sich ja nicht Felder für bestimmte Streckenabschnitte, die frei wählbar entwertet werden können. Ein Ticket wird an einem bestimmten Punkt entwertet. Damit ist klar, daß man bis zu diesem Punkt gefahren ist und die Strecke nicht mehr zurücklegen kann. Ansonsten könnte man ja das Ticket mehrfach nutzen und behaupten zuerst erst kurz vor der Kontrolle losgefahren zu sein.

Der Startbahnhof ist bei einem Ticket eindeutig festgelegt. Es gilt für eine Fahrt in Richtung Zielbahnhof. Ob bei dieser einen Fahrt eine Fahrtunterbrechung möglich ist, ist abhängig vom Ticket, ebenfalls in den Beförderungsbedingungen geregelt.

„Nirgendwo steht so etwas wie: „Nach Antreten eines Fahrtabschnittes werden alle vorherigen Fahrtabschnitte ungültig.“
-> Naja, mit etwas anderen Worten schreibt die Bahn das schon.

Für Rund-, Kreuz- und Querfahrten sowie Fahrten in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der Erwerb mehrerer Fahrkarten erforderlich. Bei der Auswahl der Verbindung pro Fahrkarte kann der Reisende bis zu zwei Bahnhöfe bestimmen, welche in Richtung auf das Fahrziel durchfahren werden sollen.

Du darfst eben nicht mit einer Fahrkarte Kreuz- und Quer fahren und darfst Dich immer nur in Richtung auf das Fahrziel bewegen. Wenn Du erst in C bist und danach in A musst Du Dich irgendwann entgegen der Richtung zum Fahrziel bewegen.

Auch hier:

2.7 Produktklassen und Wege
2.7.1 Eine Fahrkarte mit einem Start- und Zielbahnhof im Eisenbahnverkehr wird als „relationsbezogene Fahrkarte“ bezeichnet. Die zur Beförderung auf das Fahrziel zugelassenen Wege und Produktklassen werden auf der Fahrkarte durch die Wegeangabe bzw. Angabe der Produktklasse kenntlich gemacht. Fahrkarten ohne Wegeangabe gelten nur für den direkten Weg,

heißt es, bei einer relationsbezogene Fahrkarte (also eine Fahrkarte von A nach F) „Startbahnhof“, „Zielbahnhof“, „Beförderung auf das Fahrziel“.

Mit dem Kauf einer Fahrkarte schließt Du einen Beförderungsvertrag ab um von A nach F zu fahren und kaufst keinen Streckengutschein um jedes Stück mal gefahren zu sein.

Etwas anderes ist es bei relationsfreien Tickets (Ländertickets, Quer-durchs-Land-Ticket) oder bei Zeitkarten.

mabam
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Ja, ein Ticket gilt für eine Fahrt. Und trotzdem darf ich diese Fahrt unterbrechen. Ich darf es sogar erst ab einem beliebigen Halt nach dem Startbahnhof nutzen bzw. nur bis zu einem beliebigen Halt vor dem Zielbahnhof, oder beides. Und/oder einen Streckenabschnitt irgendwo mitten in der Reiseverbindung auslassen.
All diese Begriffe implizieren also keine diesbezüglichen Einschränkungen, wenn ich nur einen Teil der Streckenabschnitte in der Reihenfolge nutze, wie sie in der Reiseverbindung wiedergegeben sind. Und über die Reihenfolge, in der die Streckenabschnitte zu nutzen sind, sagen diese Begriffe gar nichts aus.

Wenn die Bedingungen eines Tickets von der Ticketkontrolle abhängig sind, kann ich bei Nicht-Kontrolle das Ticket ja einfach doppelt nutzen. Das wäre natürlich Betrug, aber ich will damit ja nur sagen, dass die Weise, wie die Bahn Tickets kontrolliert, nicht maßgeblich für die Bedingungen dieser Tickets sind.
(Und du hast Recht: Es befinden sich nicht Felder für bestimmte „Streckenabschnitte“ auf dem Ticket. Diesen Begriff verwende ich nur als Behelfswort nachdem du selbst ihn für diesen Zweck in deiner ersten Nachricht eingeführt hast.)

Auch wenn die Fahrt mit dem Ticket immer in Richtung Zielbahnhof geht, kann man sich sehr wohl hinter einem Punkt befinden, an dem man bereits war. Dafür muss ich mit dem Ticket weder rund-, kreuz- und quer- noch entgegen der Fahrtrichtung fahren. Ich kann von C nach D auf diesem Ticket fahren, dann z. B. mit einem anderen Ticket nach A fahren (oder z. B. mit jemandem, der mich mit dem Auto mitnimmt), um dann den Streckenabschnitt von A nach B des erstgenannten Tickets zu nutzen.
Von C nach D bewege ich mich in Richtung Zielbahnhof und von A nach B auch.

Ich kann also nach wie vor tatsächlich nichts in den Beförderungsbedingungen erkennen, das der Nutzung in einer anderen Reihenfolge widerspricht.

„Ich kann also nach wie vor tatsächlich nichts in den Beförderungsbedingungen erkennen, das der Nutzung in einer anderen Reihenfolge widerspricht.“
-> Da magst Du Recht haben.

Auch wenn Du es nicht in den Beförderungsbedingungen erkennst gilt trotzdem, dass Du mit einer Fahrkarte von A nach F nur von A nach F fahren kannst und nicht irgendwelche Teilstücke in beliebiger Reihenfolge nutzt.

Seit 1825 werden Reisende mit der Eisenbahn von A nach F befördert. Dazu schließen sie über die Fahrt von A nach F mit dem Bahnunternehmen einen Beförderungsvertrag. Als Nachweis des abgeschlossenen Beförderungsvertrages dient die Fahrkarte.

Es ist schlüssig dass Du mit dem Kauf einer Fahrkarte von A nach F die Absicht hast von A nach F zu fahren. Der Vertragspartner (die Bahn) kann darauf vertrauen, dass Du die Fahrt so durchführen möchtest. Zumal auf der Fahrkarte ausdrücklich steht „Von A [über B*C...] Nach F“. Du hast nur eine Fahrkarte um von A nach F zu fahren. Möglichkeiten Teilstücke in beliebiger Reihenfolge zu nutzen sieht weder der Text der Fahrkarte vor, noch wird in den Beförderungsbedingungen eine solche Möglichkeit eingeräumt.

Ich habe mit Absicht geschrieben, das es „schlüssig“ ist. Durch schlüssiges Verhalten kann auch Rechtsverbindlichkeit hergestellt werden ohne das es vertraglich vereinbart sein muß. Der Jurist nennt das „Konkludentes Handeln“.

Aus den Beförderungsbedingungen ist zu entnehmen, dass die Bahn davon ausgeht das Du keine andere Absicht hast als von A nach F zu fahren. Die ausgestellte Fahrkarte lässt auch keine anderen Möglichkeiten zu.

Du kannst keine Teilstücke in beliebiger Reihenfolge nutzen.

mabam
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Ich habe mit Absicht geschrieben, das es „schlüssig“ ist. Durch schlüssiges Verhalten kann auch Rechtsverbindlichkeit hergestellt werden ohne das es vertraglich vereinbart sein muß. Der Jurist nennt das „Konkludentes Handeln“.

Ich habe mir mal https://de.wikipedia.org/wiki/Schlüssiges_Handeln angeschaut. Anhand der dortigen Beschreibung frage ich mich, ob hier von konkludentem Handeln die Rede sein kann. Denn ich erhalte das Ticket ja nicht aufgrund einer nonverbalen Handlung, sondern indem ich es z. B. am Schalter mittels einer mündlichen Willenserklärung, oder im Internet mittels einer schriftlichen Willenserklärung kaufe. Und in beiden Fällen wird der Kauf des Tickets durch die unmittelbare Bezahlung definitiv abgeschlossen.

Sollte auf die Nutzung des Tickets, die im strittigen Punkt ja nicht von den Beförderungsbedingungen eingeschränkt wird, dennoch „konkludentes Handeln“ anwendbar sein, so halte ich dies jedoch nicht für schlüssig. Auf oben genannter Wikipedia-Seite steht unter der Überschrift „Voraussetzungen“:

„Schlüssig“ ist ein Verhalten jedoch nur dann, wenn es zuverlässig auf einen bestimmten Rechtsfolgewillen schließen lässt.

… und unter der Überschrift „Typische Fälle des konkludenten Verhaltens“:

Viele Willenserklärungen des täglichen Lebens werden wortlos durch Mimik, Gestik oder Bewegungen abgegeben (Zeigen auf die Ware, Deponieren der Ware an der Kasse, Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel) und dürfen bei Eindeutigkeit von der anderen Partei als Äußerung eines Rechtsbindungswillens verstanden werden.

Aber eine entsprechende „Zuverlässigkeit“ oder „Eindeutigkeit“ liegt hier meines Erachtens nicht vor.
Im Gegenteil: Nach den Beispielen der, obwohl nicht in den Bedingungen genannten, doch (z. B. von der Bahn anderswo in diesem Forum) ausdrücklich zugelassenen Möglichkeiten, die ich im ersten Absatz meiner letzten Nachricht angeführt habe, ist es viel naheliegender, dass nicht stillschweigend von einer Nicht-Nutzung in anderer Reihenfolge ausgegangen werden kann.

Der Gedanke einer Nutzung in anderer Reihenfolge mag den Meisten fremd sein. Aber die Gewohnheit, durch die dieser Gedanke fremd erscheint, erzeugt meines Erachtens keineswegs eine Eindeutigkeit im Sinne von konkludentem Handeln.

„ Der Gedanke einer Nutzung in anderer Reihenfolge mag den Meisten fremd sein. Aber die Gewohnheit, durch die dieser Gedanke fremd erscheint, erzeugt meines Erachtens keineswegs eine Eindeutigkeit im Sinne von konkludentem Handeln.“

Es bleibt immer noch der Beförderungsvertrag. Du hast eine Fahrkarte für eine Fahrt von A nach F. Weder in den Beförderungsbedingungen im Text der Fahrkarte ist etwas anderes zu finden als nur die Möglichkeit von A nach F zu fahren. Ein Recht die Bahn anders zu nutzen kannst Du nirgendwo herleiten.

Ich hab aber eine Idee, wie Du tatsächlich eine stichhaltige juristische Begründung bekommen kannst. Dafür musst Du ein wenig in Deine Bildung investieren. Sicher aber gut angelegtes Geld, das wird Dir in Zukunft sicher weiterhelfen.

Als erstes kaufst Du ein Ticket, möglichst eins für eine längere Fahrstrecke. Es darf keine Zugbindung beinhalten, sonst tritt der Bildungsefekt nicht ein. Ein Flexpreisticket Hamburg München wäre geeignet. Kostet etwa 140 €.

Dann fährst Du damit von Nürnberg nach München. Lass Dich möglichst kontrollieren. Anschließend fährst Du von Kassel nach Nürnberg. Bei der Kontrolle wird man Dir erklären, dass Du mit einem ungültigen Ticket unterwegs bist. Lass Dich nicht auf irgendwelche Nachzahlungen ein, sondern verlange eine Fahrpreisnacherhebung. Da ein Flexpreisticket 2 Tage gültig ist schaffst Du es noch von Hamburg nach Kassel zu fahren. Auch hier zahlst Du nicht nach, sondern lässt Dir noch eine Fahtpreisnacherhebung ausstellen. Gegen beide Fahrpreisnacherhebungen legst Du Widerspruch ein. Nach der Ablehnung der Widersprüche (hier kommt dann schon mal eine kleine Begründung) darfst Du auf keinen Fall zahlen. Dadurch werden zwei (für jede FN eine) Inkassoverfahren gegen Dich eingeleitet. Jetzt musst Du beiden Forderungen (es geht nun um 2x60 € FN und 2x ca. 85 € Inkassogebühren) widersprechen. Da es nun zwei streitige Forderungen sind, landet das ganze bei Gericht. Streitwert 290 €. Man wird Dich zur Zahlung verurteilen. In der Urteilsbegründung wird man Dir verbindlich und juristisch sicher erklären, dass Du kein Recht hast ein Ticket in beliebigen Teilstrecken zu nutzen und das Du deshalb zwei Mal ohne gültige Fahrkarte unterwegs warst. Das macht nochmal ca. 550 € Gerichts- und Anwaltskosten.

Kosten insgesamt ca.:
140 € Fahrkarte
120 € Fahrpreisnacherhebung
170 € Inkassogebühren
550 € Anwalts- und Gerichtsgebühren

Insgesamt ca. 980 €. Dafür bekommst Du eine juristisch einwandfreie Urteilsbegründung und damit genau die Antwort, die Du unbedingt haben möchtest.
Wundere Dich nicht, wenn die Begründung des Gerichts dem ähnlich ist, das bereits hier geschrieben wurde. Dafür ist es dann abschließend geklärt. Eine zweite Instanz gibt es nicht, Dafür ist der Streitwert zu gering.

Sieh das ganze wie bereits geschrieben, als lohnende Investition in Deine Bildung.

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Sieh das ganze wie bereits geschrieben, als lohnende Investition in Deine Bildung.

Ich glaube, ich mache da ein Kickstarter-Projekt draus, um die Kosten zu teilen und Andere am Bildungseffekt teilhaben zu lassen.