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Frage beantwortet

warum kann ich dass supersparangebot nach prag für morgen nicht stornieren,

warum kann ich dass supersparangebot nach prag für morgen nicht stornieren, es ist ja jetzt eine reisewarnung ausgesprochen von der regierung

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die automatische bzw. kundenseitige Stornierung funktioniert bei solchen Tickets wegen der Stornobedingungen nicht.

Hier hilft es aber eine E-Mail an fahrkartenservice@bahn.de zu senden und den Sachverhalt zu erklären, dass man wegen der Reisewarnung die Reise nicht antreten kann.

Die Bearbeitungszeiten können einige Zeit dauern aber es sollte dann eine Erstattung erfolgen.

Joeopitz
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„ aber es sollte dann eine Erstattung erfolgen.“
-> Diese Aussage ist falsch.

Ein Supersparpreisticket ist nicht erstattungsfähig. Daran ändert auch eine Reisewarnung nichts.

Das deutsche Reiserecht gilt für Bahnfahrkarten nicht, da es sich hier um keine Pauschalreise handelt. Es gelten die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn.

Bei der Buchung legt man sich fest, ob man ein stornierungsfähiges Ticket (Sparpreis, Flexpreis) bucht oder ob man von vornherein auf eine Stornierungsmöglichkeit verzichtet.

Bei der Buchung von Supersparpreistickets wird extra darauf hingewiesen, das es auch wegen Corona nicht erstattet wird.
https://dbahn.engagement.dimelo.com/files/attachments/23c...

Wer trotz der ausdrücklichen Empfehlung ein stornierbares Angebot zu buchen darauf verzichtet, der spart zwar 4-8 EUR pro Fahrt, bleibt aber auf den Kosten sitzen, wenn er die Fahrt nicht antreten kann.
Letztlich ist das immer die Entscheidung des Kunden.

https://community.bahn.de/questions/2433291-ruckerstattun...

Wir sprechen hier aber von einer Reisewarnung dadurch ist der Fall rechtlich ganz anders zu bewerten.

Daher bleibt die Empfehlung es mit einer E-Mail zu versuchen mehr als ein paar Minuten Zeit verliert man im Zweifel auch nicht.

Im übrigen ist vor ein paar Wochen genau unter den gleichen Bedingungen das Ticket eines Freundes erstattet worden, weil eben eine Reisewarnung vorlag.
Die genauen Details müsste ich anfragen kann aber belegt werden.

Den Fall kenne ich von deinem Freund nicht und kann daher nicht sagen, inwieweit das vielleicht auch eine Kulanzentscheidung war. Anspruch auf eine Stornierung hat man jedoch nicht. Natürlich kann man es einmal versuchen, dagegen spricht ja auch nichts, aber die Aussage, dass eine Erstattung erfolgen sollte, stimmt ja so nicht. Und darum ging es mir letztendlich, dass man eher mit einer Ablehnung rechnen sollte. /no

Ghize
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"Wir sprechen hier aber von einer Reisewarnung dadurch ist der Fall rechtlich ganz anders zu bewerten."

=> Was ändert sich denn rechtlich? Der Kunde hat einen Beförderungsvertrag abgeschlossen, wenn der Zug fährt, wird die Leistung erbracht und die Bahn hat Anspruch auf die Bezahlung. Wenn jemand wegen der Reisewarnung nicht fahren will, ist das seine persönliche Entscheidung.

Joeopitz
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„Wir sprechen hier aber von einer Reisewarnung dadurch ist der Fall rechtlich ganz anders zu bewerten.“
-> Diese Aussage ist falsch.

Eine Reisewarnung ändert nichts an der Stornierbarkeit von Bahntickets.
Ich hatte um diesen Einwand vorweg zu nehmen bereits in meiner ersten Antwort geschrieben:

Das deutsche Reiserecht gilt für Bahnfahrkarten nicht, da es sich hier um keine Pauschalreise handelt. Es gelten die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn.

Den Satz hab ich genau aus einem Grund geschrieben, ich wollte damit deutlich machen, dass eine Reisewarnung rechtlich keinen Einfluss auf die Stornierbarkeit von Bahntickets hat. Daran ändert auch nichts, wenn Du [PeKleist] hier wiederholt Dinge behauptest, die schlicht und einfach falsch sind.

Während der gesamten Coronakrise gab und gib es keinen Rechtsanspruch auf Stornierung eines Supersparpreistickets. Stornierungen erfolgten aufgrund einer Kulanzregelung der Deutschen Bahn. Storniert werden konnten Tickets die bis zum 13.03 gekauft wurden mit Reisedatum bis zum 4. Mai 2020.

Nach dem 13.03.2020 gekaufte Supersparpreistickets können nicht storniert werden. Die Coronasituation war da bekannt und es mußte damit gerechnet werden, dass es wegen Corana zu Reiseeinschränkungen kommen kann. Deshalb gewährt die Bahn wegen Corona keine Kulanz auf Supersparpreistickets, die nach dem 13.03. gekauft wurden.

Letztlich wäre es auch ungerecht, wenn die Bahn diese Tickets stornieren würde. Der größte Teil der Reisenden kauft genau wegen der Stornierbarkeit Sparpreis- statt Supersparpreistickets und zahlt ca. 4-8 EUR mehr pro Fahrt. Diesen Reisenden gegenüber wäre es ungerecht wenn man denen die auf die Stornierbarkeit verzichtet haben um die paar Euro zu sparen, die Tickets trotzdem erstatten würde.

@PeKleist
Es wäre gut, wenn Du Dich erstmal kundig machen würdest, bevor Du hier Dinge schreibst die nicht stimmen. Falsche Aussagen hier helfen weder dem Fragesteller noch anderen Reisenden, die ähnliche Fragen haben.

Nun dass das Reiserecht nicht automatisch gilt mag sein, das Problem kommt aber wenn jemand doch mal die Klage ausprobieren sollte.

Die Argumentation, dass durch eine Reisewarnung die Leistung und Annahme nicht wie ursprünglich vereinbart angenommen werden kann, bleibt die gleiche.

Dass man in so einem Fall eine analoge Anwendung zum Reiserecht erfolgt scheint nicht so abwegig.

Joeopitz
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„Die Argumentation, dass durch eine Reisewarnung die Leistung und Annahme nicht wie ursprünglich vereinbart angenommen werden kann, bleibt die gleiche.“
-> Diese Argumentation greift hier aber nicht. Ersten hat der Gesetzgeber den Ticketverkauf bewusst nicht einer Pauschalreise gleichgesetzt (da gibt es noch eine Reihe anderer Sachen in Richtung Widerrufs- Rücktritts- und Haftungsrecht, wo mit Absicht für die Bahn bestimmte Ausnahmen gelten) und zweitens war es der Kunde, auf dessen ausdrücklichen Wunsch ein Beförderungsvertrag geschlossen wurde in dem vereinbart wurde, das eine Stornierung ausgeschlossen werden soll und der Kunde stattdessen einen finanziellen Vorteil beim Fahrpreis erhält. Die Bahn als Vertragspartner hat dem Kunden ausdrücklich empfohlen in Zeiten von Corona besser ein stornierbares Ticket zu kaufen. Der Kunde hat jedoch darauf bestanden auf die Stornierungsmöglichkeit zu verzichten.
Letztlich bekommt man diesen Hinweis bei der Buchung angezeigt:
https://dbahn.engagement.dimelo.com/files/attachments/23c...
und entscheidet sich danach ausdrücklich gegen die Empfehlung der Bahn in Coronazeiten nicht auf eine Stornierungsmöglichkeit zu verzichten.

In diesem Fall werden sicherlich die Gerichte das genau so sehen wie der Gesetztgeber und auch der Kunde beim Abschluß des Vertrages.

Ich habe den Supersparpreis für Samstag früh auch nach Prag gebucht. Meinen Zug, den EC 171 um ca 7:00 Uhr vom Südkreuz aus gibt es jedoch auch gar nicht mehr, sondern ich habe eine E-Mail mit Verspätungsalarm bekommen, dass ich zu der Zeit ab Leipzig mit einem Bus weiterfahren solle. Somit würde die Fahrt über eine Stunde länger dauern. Bei mehr als einer Stunde kann man doch irgendwie trotzdem zurücktreten, oder? Völlig unabhängig von Ticketart oder Risikogebiet.

Der Gesetzgeber hat aber auch das BGB verabschiedet und das (zum Glück) noch viel früher vor den anderen Bestimmungen.

an den TO:
perfekt!
Dann das ganze als Fahrtabbruch an das Servicecenter für Fahrgastrechte einreichen und nach 1-4 Wochen kommt die Erstattung

Ansonsten soll auch das Reisezentrum manche Erstattungen bei Onlinetickets durchführen können das könnte bei so einem solch plausiblen Fall auch funktionieren.

Falls ich mit "TO"(sorry, ich habe keine Ahnung was das heißt) gemeint bin: ich war heute in einem Service Center und habe mir trotz einfach nur netter Frage ein schnippisches "versuchen Sie es doch, sie werden ja dann sehen was bei rauskommt" eingefangen. Verbunden mit einem Wurf des Fahrgastrechteformulars quer über den Tresen.

ja mit TO ist thread opener also der Ersteller des Themas gemeint.

Aber war beim Besuch im Reisezentrum schon die Änderung der Verbindung bekannt?
Falls nicht ist das Verhalten der Sachbearbeiterin völlig indiskutabel aber in der Sache nachvollziehbar.

Jetzt haben wir einen klaren Sachverhalt der Fahrgastrechte die Verspätung ist nicht abwendbar als kann die Wahl lauten die Reise erst gar nicht an zu treten ganz einfache Sache daher.

Ah. Ok. Ich bin allerdings nicht der TO. :-) Der Verspätungsalarm kam vor einigen Tagen und heute war ich im Reisezentrum am Südkreuz und habe nachgefragt was ich für eine Möglichkeit hätte zurück zu treten. Da es ja noch spätere Verbindungen gibt meinte sie erst, dass ich ja schließlich einen späteren Zug nehmen könne. Dieses möchte ich aber nicht. Daraufhin kam dann ihre Reaktion.

stimmt der Thread wurde gestohlen ...

Aber egal

Im Ergebnis ändert das nichts an den Tatsachen der Zug fährt nicht wie gebucht (was schon den Vertrag nichtig macht) und dann haben wir noch eine Verspätung wodurch die einfacheren Fahrgastrechte greifen.

Also einfach das Formular ausfüllen und fertig Bearbeitungszeit sollte so etwa 2-3 Wochen sein zumindest wurde mein letzter Fall am 28.8. eingereicht Anfang der Woche erfolgreich erstattet.

Joeopitz
Joeopitz

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Zur Klarstellung:

„Bei mehr als einer Stunde kann man doch irgendwie trotzdem zurücktreten, oder? Völlig unabhängig von Ticketart oder Risikogebiet.“
-> Ja kann man. Wenn Du mit der nächst möglichen Verbindung mehr als 60 Minuten später am Reiseziel ankommst, dann greifen am Reisetag die Fahrgastrechte. Formular ausfüllen:
https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...
und ankreuzen „Ich habe meine Reise wegen dieser Verspätung nicht angetreten ...“

Desweiteren kannst Du von der Fahrt zurücktreten wenn die Fahrt nicht mehr so wie gebucht stattfindet. Dazu reicht wenn der Zug etwas früher am Startbahnhof abfährt oder etwas später am Zielbahnhof ankommt. Es müssen keine 60 Minuten sein. (Nur Änderungen während der Fahrt wie SEV, andere Umstiege o.Ä. reichen nicht, da das als „nicht wesentliche Änderung vom Beförderungsvertrag“ zu werten ist.) Dieser Rücktritt ist nur vor den ersten Geltungstag möglich. Da eine geänderte Zugverbindung kein Fahrgastrechtefall ist, ist dafür auch nicht das Servicecenter Fahrgastrechte sondern die Bahn selbst zuständig. Bei Onlinetickets schreibt man dazu eine Mail an fahrkartenservice@bahn.de. Hier nur von Rücktritt schreiben und unbedingt das Wort „stornieren“ vermeiden.
Papiertickets gibt man im Reisezentrum zurück.

Wenn es mehr als 60 Minuten Verspätung sind, dann sollte man den Weg über das Servicecenter Fahrgastrechte wählen. Dort geht die Bearbeitung derzeit recht zügig, während es wegen der vielen Corona-Anfragen bei der Bahn Monate dauert.

Zu beachten ist noch, das nur das Ticket erstattet wird, auf das die Verspätung tatsächlich zutrifft. Hat man Hin- und Rückfahrt auf ein Ticket gebucht, dann wird das Ticket komplett erstattet. Hat man Hin- und Rückfahrt auf zwei verschiedenen Tickets, dann wird nur die Hinfahrt erstattet, wenn die Rückfahrt ohne Änderungen von der Bahn durchgeführt wird.