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Bahncard 50 / Reine Bahntickts ohne Verbundtarif lösen (Naldo)

Wie löst man in Regionen mit Verkehrsverbünden (in unserem Fall Naldo) eine reine DB-Fahrkarte wenn man ausschließlich mit der Deutschan Bahn fahren will?

Mich interessiert der Verbund und seine Umsteigemöglichkeiten nicht. Will nur mit der Bahn fahren und dabei mit der Bahncard 50 sparen. Der Automat verweist stets auf den Verbundtarif welcher durch die ungünstige Wabenkonstellation über 3 angrenzende Waben einfach unverschämt teuer ist.

Der Automat verweist notorisch auf den Verbund als hätte man es mit einer Sekte zutun. Kann doch nicht sein, dass man bei einem DB Automaten kein DB Produkt kaufen kann.

Nicklas2020
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Joeopitz
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„Wie löst man in Regionen mit Verkehrsverbünden (in unserem Fall Naldo) eine reine DB-Fahrkarte wenn man ausschließlich mit der Deutschan Bahn fahren will?“
-> Überhaupt nicht. Innerhalb von Verkehrsverbünden gilt der Verbundtarif. Welche Verkehrsmittel dann benutzt werden, spielt überhaupt keine Rolle.

„Kann doch nicht sein, dass man bei einem DB Automaten kein DB Produkt kaufen kann.“
-> Man kann an DB-Automaten DB-Produkte kaufen, wenn es sie gibt.
Innerhalb von Verkehrsverbünden gilt jedoch der Verbundtarif. Die Bahn darf keine zusätzlichen Tarife anbieten.

„Mich interessiert der Verbund und seine Umsteigemöglichkeiten nicht.“
-> Ob es Dich interessiert oder nicht ist wiederum dem Verkehrsverbund egal.

Es gibt nur wenige Verbünde in denen auch ein DB-Tarif gilt.

„ Der Automat verweist notorisch auf den Verbund als hätte man es mit einer Sekte zutun.“
-> Was soll der Automat auch anderes machen, als auf die möglichen Tarife hinzuweisen wenn kein DB-Tarif anwendbar ist?

kabo
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"Wie löst man in Regionen mit Verkehrsverbünden (in unserem Fall Naldo) eine reine DB-Fahrkarte wenn man ausschließlich mit der Deutschan Bahn fahren will?"
-> Im Regelfall gar nicht.

"Kann doch nicht sein, dass man bei einem DB Automaten kein DB Produkt kaufen kann."
-> Doch, dass das so sein kann, erleben Sie ja gerade.

Ein Verkehrsverbund schließt in den allermeisten Fällen den paralellen Verkauf von reinen DB-Tickets aus. Die DB ist Vertragspartner des Verbundes und muss sich an die Verbund-Regeln halten.
Es gibt nur ganz wenige Verbünde, wo auch alternativ reine DB-Tickets verkauft werden - in BaWü seit Einführung des Landestarifs ("bwegt") gar keiner mehr.

Braunschweiger
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Wenn die Strecke relativ am Rand eines Verkehrsverbundes liegt kann es sinnvoll sein, eine Fahrt mit BC 50 zum ersten Bahnhof außerhalb des Verbund-Gebietes zu buchen. Auf der Strecke wird dann wieder ein Preis mit BC 50 angewendet.

Nicklas2020
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>> Wenn die Strecke relativ am Rand eines Verkehrsverbundes liegt kann es sinnvoll sein, eine Fahrt mit BC 50 zum ersten Bahnhof außerhalb des Verbund-Gebietes zu buchen. Auf der Strecke wird dann wieder ein Preis mit BC 50 angewendet. <<

Die Idee ist gut und kam mir auch in den Sinn aber der nächste Bahnhof außerhalb des Vekehrsverbundes ist zuweit weg und führt zu keiner Ersparnis. Zumal die Verkehrsverbünde laufend wachsen und die Bahncard somit eine zunehmende Entwertung erfährt.

Eine Bahncard sollte auf dern Strecken der Deutschan Bahn grundsätzlich nutzbar sein. Das könntee die Deutsche Bahn mit den Verbünden entsprechend regeln und muss nicht im allgemeinen Widerspruch zu den Verbundtarifen stehen. Wenn ich den Verkehrsverbund verlasse gilt die Bahncard schließlich auch auf der ganzen Strecke und nicht ab Verbundgrenze.

Wenn man sich für die Belange seiner Kunden interessiert, dann ist das alles kein Problem und im digitalen Zeitalter schon garnicht.

Ghize
Ghize

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"Das könntee die Deutsche Bahn mit den Verbünden entsprechend regeln ..."

=> Die Bahn kann mit den Verkehrsverbünden zwar darüber verhandeln, dieser aber nicht zur Anerkennung der BahnCard zwingen. Die Verkehrsverbünde bestimmen in ihrem Bereich die Tarifkonditionen und die Bahn fährt dort nur im Auftrage der Verkehrsverbünde. Wenn die Bahn mit den Auftragskonditionen des Verkehrsverbundes nicht einverstanden ist, bekommt sie halt keine Aufträge - und das bringt Ihnen mit der BahnCard genausowenig.

Leo
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„>> Wenn die Strecke relativ am Rand eines Verkehrsverbundes liegt kann es sinnvoll sein, eine Fahrt mit BC 50 zum ersten Bahnhof außerhalb des Verbund-Gebietes zu buchen. Auf der Strecke wird dann wieder ein Preis mit BC 50 angewendet. <<
Die Idee ist gut und kam mir auch in den Sinn aber der nächste Bahnhof außerhalb des Vekehrsverbundes ist zuweit weg und führt zu keiner Ersparnis.“
Theoretisch hilft es auch, zumindest eine Teilstrecke im IC oder ICE zu buchen (und dann evtl. trotzdem nur den Regionalverkehr zu nutzen). Das klappt aber nicht im Navigator, da man hier z.B. nicht zwischen München Hbf und München Ost den IC erzwingen kann. Das funktioniert gut in sehr großen Verbünden wie dem VBB, aber bringt hier praktisch wohl auch nichts.

„Zumal die Verkehrsverbünde laufend wachsen und die Bahncard somit eine zunehmende Entwertung erfährt.“ So ist es! Und dazu kommen dann noch Sonderangebote wie Hopper-Ticket u.a. - da lohnt sich eine Bahncard oft nicht. (Und ohne Bahncard ist es dann meist so teuer, dass man lieber das Auto nimmt, sofern schon vorhanden.

„Eine Bahncard sollte auf dern Strecken der Deutschan Bahn grundsätzlich nutzbar sein. Das könntee die Deutsche Bahn mit den Verbünden entsprechend regeln und muss nicht im allgemeinen Widerspruch zu den Verbundtarifen stehen. Wenn ich den Verkehrsverbund verlasse gilt die Bahncard schließlich auch auf der ganzen Strecke und nicht ab Verbundgrenze.
Wenn man sich für die Belange seiner Kunden interessiert, dann ist das alles kein Problem und im digitalen Zeitalter schon garnicht.“

Das kann man auch bei Nachbarbahnen in der Tat besichtigen, die sich tatsächlich für die Belange ihrer Kunden interessieren:

1. Schweiz: Das Halbtax ist dort MIT GROB 160€ zwar auch recht teuer, gibt aber volle 50% Rabatt auch in praktisch allen Verbünden inklusive Bussen und Bahnen, wenn man über die eigene größere Stadt oder das Nachbardorf hinausfährt.

2. Österreich: Man hat in Verbünden die Wahl zwischen einer Verkehrsverbundkarte ohne Rabatt oder einer reinen Bahnfahrkarte mit 50% Rabatt dank der nur 66€ teuren Online-Vorteilscard66.

Die Verhältnisse wurden hier schon oft beklagt – und werden trotzdem immer schlimmer. Man sollte ganz genau vorher rechnen, bevor man sich eine Bahncard 25 oder gar 50 kauft.

Ghize
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"Theoretisch hilft es auch, zumindest eine Teilstrecke im IC oder ICE zu buchen (und dann evtl. trotzdem nur den Regionalverkehr zu nutzen)."
=> Dann sollte man aber tunlichst darauf achten, ein Flexticket zu buchen - mit (Super)Sparpreisen dürfte der Fahrgast nicht durchgängig im NV fahren.

"Man sollte ganz genau vorher rechnen, bevor man sich eine Bahncard 25 oder gar 50 kauft."
=> So ist das aber auch grundsätzlich, wenn man Verträge abschließt. Man sollte sich halt vorher überlegen, ob man den Vertrag zu den Konditionen abschließen will oder nicht.

bhofen
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Es gab hier schon mal eine ähnliche Frage:
https://community.bahn.de/questions/1511116-welche-regel-...

Was sind wir doch froh, um unsere Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften.
In Baden-Württemberg hat jeder Landkreis seinen eigenen Kleinstverbund, sodass man auf Kurzstrecken stets so viel bezahlt, wie quer durchs Land. Das einzige positive ist, dass man sich mit der Einführung des bwTarifs, der den C-Tarif ersetzt, dazu durchgerungen hat, die Bahncard 50 voll anzuerkennen und die Fahrpreise auch gleich noch drastisch abgesenkt hat.
Damit sind die schon vorher viel teureren Verbundfahrkarten für einfache Fahrten überflüssig geworden, denn egal wie weit es zur Verbundgrenze ist, wer eine Station darüber hinaus bucht, fährt mit Sicherheit günstiger (und sammelt Bahnbonus-Punkte).