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Super Sparpreis Young, warum eine Benachteiligung für Leute, die nicht in Ballungszentren leben?

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Idee einen Super Sparpreis Young für Leute unter 27 einzuführen finde ich grundsätzlich super. Leider musste ich jetzt feststellen das dies nur jungen Menschen zu gute kommt, die in Städten mit IC/ ICE Verbindungen leben. Für junge Menschen die weiter außerhalb wohnen gilt dieser Sparpreis nämlich nicht, da Regionalzüge nicht inbegriffen sind. Wenn ich z.b. von Düsseldorf nach Berlin für 17 Euro fahren möchte muss ich zusätzlich noch ca. 20 Euro für zwei Regionalzüge ausgeben um erstmal zum Düsseldorfer Hbf zu kommen. Hier werden Menschen, die nicht gerade in den Ballungszentren leben leider wieder einmal vergessen und abgehängt. Das finde ich sehr schade und ungerecht.
Mit freundlichen Grüßen

napoLEOn96
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zeka
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In dieser Community antworten Bahnkunden auf die Fragen anderer Bahnkunden. "Anregungen, Lob und Kritik" nimmt die DB hier entgegen: https://www.bahn.de/p/view/hilfe/bahn_de/mail.shtml?dbkan...

Zum Thema "ungerecht": "Bitte beachte, ggfs. kann ein rabattierter Super Sparpreis auf bahn.de günstiger sein als der Super Sparpreis Young, somit lohnt es sich beide Preise miteinander zu vergleichen."
https://www.bahn.de/p/view/angebot/aktionsangebote/super-...

Das ist das übliche Problem der Kampfpreise von DB Fernverkehr: sobald das Ticket einen Nahverkehrsanteil hat, möchte natürlich der jeweilige Nahverkehrsbetreiber beteiligt werden. Dadurch geht die Kalkulation und damit der Preis nicht mehr auf, weshalb man den Nahverkehr bei diesen Aktionsangeboten oft ausschließt.

kabo
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Ähnliche Angebote (nur Fernverkehr) gab es ja schon mehrmals.

DB Fernverkehr kann halt dann besonders gute Angebote machen, wenn man die Einnahmen nicht mit den Nahverkehrsbetreibern teilen muss, sondern die gesamten Ticketeinnahmen alleine behalten darf. (Würde das Ticket auch in Regionalzügen gelten, müsste DB Fernverkehr einen Teil der Ticketeinnahmen an die Regionalzug-Betreiber abgeben, dann lohnt es sich aber nicht mehr für DB-Fernverkehr.)

Leo
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1. Durch den neuen Nahverkehrszuschlag werden ALLE diskriminiert, die nicht an einem IC(E)-Halt wohnen und noch einen Nahverkehrzug nutzen müssen – unabhängig vom Alter: Für den Nahverkehrsanteil wird schon seit einiger Zeit ein kräftiger Zuschlag bei den (Super-)Sparpreisen verlangt.

2. Früher wollte die Bahn auch noch Autobesitzer in die Züge locken: Es gab mal einen Werbespruch „Auto haben, Bahn fahren“ und 50% Mitfahrer-Rabatt. Heute zahlen Paare doppelt, und wenn sie es nur 2km zur Autobahn haben, aber 40 unpünktliche Nahverkehrs-Kilometer zum nächsten IC(E)-Bahnhof, macht man ihnen die Wahl mit jetzt sogar meist 7€ statt 4€ Nahverkehrszuschlag noch einfacher.

3. Es geht um die Konkurrenz der Fernbusse: Ganz früher gab es NUR unter Buslinen-Such-Portalen billigste Extra-Spar-Angebote, wogegen treue Bahnkunden auf bahn.de oft mit dem Vierfachen abkassiert wurden; das wurde dann transparenter mit den Aktions-Sparpreisen, die es nur ohne Nahverkehrs-Anteil gab. Die meisten Fernbusse fahren schließlich zwischen größeren Städten. (Auf dem Weg zu meiner Freundin hatte ich früher jeweils etwa 40km Nahverkehrs-Vor- und Nachlauf, der bei Nutzung des Fernbusses natürlich ggf. extra zu zahlen war und die gesamte Fahrzeit auf ein unerträgliches Maß verlängerte. Da war die Bahn dann wesentlich schneller und in Summe kaum teurer.) Daher sind Fernbusse für Großstadtbewohner wesentlich attraktiver als für Landbewohner…

4. Ältere sind in Coronazeiten eher vorsichtig und fahren, sofern vorhanden, bevorzugt mit dem Auto – und wenn mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dann wohl lieber mit der Bahn als mit dem Fernbus. Unvorsichtige und leider oft rücksichtslose Jüngere haben wohl eher keine Angst vor der größeren Enge in einem Fernbus – und leben wohl auch häufiger in der Großstadt...