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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Was passiert, wenn die Corona-Abstandsregeln im Zug nicht eingehalten werden (können)?

Ich habe ein ICE-Ticket für diesen Freitag und mache mir Sorgen, dass im Zug die Abstandsregeln nicht eingehalten werden (ich war vor ein paar Tagen in einem Regio-Zug, der total überfüllt war und wo alle in den Gängen standen und ein Abstandhalten gar nicht möglich war). Wie wird in ICE-Zügen sichergestellt, dass es nicht dazu kommt? Besteht das Recht darauf, 1,5m Abstand um sich herum zu haben und dass der Sitzplatz neben einem selbst frei bleibt? Falls die DB die Einhaltung der Corona-Regeln in ihren Zügen nicht gewährleisten kann, besteht dann Anspruch auf Rückerstattung (für im August gekaufte Tickets mit Sparpreis)? Vielen Dank!

ephimera
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Ghize
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"Wie wird in ICE-Zügen sichergestellt, dass es nicht dazu kommt?"
=> Gar nicht, es gibt im öffentlichen Personenverkehr keine Vorschrift, die einen Mindestabstand vorschreibt.

"Besteht das Recht darauf, 1,5m Abstand um sich herum zu haben und dass der Sitzplatz neben einem selbst frei bleibt?"
=> Nein, alle Sitzplätze dürfen belegt werden.

betasaur
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"Wie wird in ICE-Zügen sichergestellt, dass es nicht dazu kommt?"
-- gar nicht, jeder Fahrgast ist selbst verantwortlich im Rahmen des möglichen Abstand zu halten.

"Besteht das Recht darauf, 1,5m Abstand um sich herum zu haben und dass der Sitzplatz neben einem selbst frei bleibt?"
-- Nein, im Personenverkehr gibt es keine Pflicht 1,5m Abstand zu halten, eben weil das oft gar nicht umsetzbar ist. Genau aus diesem Grund gilt die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

"Falls die DB die Einhaltung der Corona-Regeln in ihren Zügen nicht gewährleisten kann, besteht dann Anspruch auf Rückerstattung"
-- Nein, es gelten die tariflichen Storno-Bedingungen.

ephimera
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Vielen Dank für die schnellen Antworten! Das hatte ich befürchtet. Wenn ich 5 Stunden direkt neben einer anderen Person sitze, bringt der Mund-Nasen-Schutz leider auch nicht viel. Ich hatte gehofft, dass die DB sich dazu Gedanken gemacht hat und im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf Reiserückkehrende Maßnahmen ergriffen hat, um für die Sicherheit ihrer Kund*innen zu sorgen. Dass das nicht die leichteste Aufgabe ist, ist mir vollkommen klar! Auch, dass Fahrgäste selbst Verantwortung tragen auf die empfohlenen Maßnahmen zu achten. Doch wo das nicht möglich ist, wegen zu hoher Auslastung, geht es m.E. in den Verantwortungsbereich der DB. Als ich das Ticket gekauft habe, war die Auslastung als gering angegeben. Jetzt ist sie aber als hoch ausgegeben. Wieso wird die Auslastung in Corona-Zeiten nicht beschränkt? Und wieso ist die Auslastung kein Stornierungsgrund in diesen Zeiten?

"Tickets mit Sparpreis"

Ein Sparpreisticket können Sie vor dem 1. Geltungstag gegen 10 Euro Gebühr stornieren. Bei einem SuperSparpreis ist die Stornierung ausgeschlossen.

"war die Auslastung als gering angegeben. Jetzt ist sie aber als hoch ausgegeben."

Das ist "nur" eine Prognose. https://community.bahn.de/questions/2398006-voller-zug-ke...
Eventuell sitzen Sie auch in einem überschaubar gefüllten Zug.

Sparflieger
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Um sicherzustellen, dass die Auslastung des Zuges einen bestimmten Grad nicht überschreitet, ist eine Reservierungspflicht notwendig diese gibt es aber nicht.

Es gibt viele Reisende, die kurzfristig eine Reise antreten, z. B. BC100 Inhaber*Innen oder Pendler*Innen.

Um die Sicherheit aller zu gewährleisten, ist das Tragen eines Mund- Nasen-Schutzes Pflicht.

Gestern wurde vom RKI eine Studie veröffentlicht, wonach die Ansteckungsgefahr in Zügen als sehr gering angesehen werden kann.

Elementarteilchen
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@ephimera
Mein Tipp (mache ich auch so): besorgen Sie sich FFP2-Masken (am besten ohne Ventil) und tragen diese, falls zu befürchten ist, dass Sie in vollen Zügen reisen werden. Diese Masken schützen den Träger aktiv selbst, man kann damit daher deutlich entspannter fahren, selbst wenn viele unvernünftige Leute um einen herum sind. Man muss die Maske nur richtig tragen.