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Warum toleriert Bahnpersonal Essen und Trinken als Umgehung der Maskenpflicht?

Im ICE 925 von Münster nach Frankfurt Main Hbf verstießen zwei Mädchen ganz offensichtlich gegen die Maskenpflicht im Fernverkehr, die seit einigen Tagen gilt. Offensichtlich glaubten die beiden, dass nur, weil sie einen Riegel vor sich liegen hatten und den gestreckt über eine Stunde gegessen haben, keine Maske tragen mussten. Den vorbeilaufenden Schaffner interessierte die Maskenverodnung seines Arbeitgebers das offensichtlich auch nicht, denn der wünschte den Halbstarken nur ‚einen guten Appetit‘. Auch eine Stunde später, als die beiden immer noch an dem Riegel kauten, und mehr redeten und am Handy waren, als aßen, störte das den Schaffner wenig.

Ich sitze gerade in diesem ICE und bin auf dem Weg zu einem 1. Geburtstag eines Kleinkindes. Können Sie sich vorstellen, was einem durch den Kopf geht, wenn man eine Maske trägt zum Schutz anderer Fahrgäste und der eigene Schutz einem verwehrt bleibt? Ich finde das unfair und bemängele in diesem Fall im höchsten Maße, dass das Bahnpersonal Bahngäste nicht darauf aufmerksam macht. Bitte geben Sie diese Bitte an Ihre Leute weiter, nur so schützen wir uns und am Ende auch Ihr Personal. Essen und Trinken ist im Fern- wie Nahverkehr völlig in Ordnung. Aber Essen und Trinken kann kein Alibi sein für ‚Ich setze meine Maske nicht auf’ so nach dem Motto: Ich nippe an meiner 1,75 Wasserflasche die nächsten 5 Stunden immer mal wieder, ich muss daher keine Maske für die nächsten 5 Stunden aufsetzen.

Kara88
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Antworten

Und warum haben Sie den Schaffner nicht darauf angesprochen? Oder die zwei Mädchen? Oder sie setzen sich um? Es gibt so viele Möglichkeiten und sie nutzen nun nur dieses Forum hier um ihren Frust loszuwerden.

Mal unter uns. Sie fahren zum Geburstag von einem Kleinkind. Sitzen sie dort in der Familie auch mit Mundschutz? Oder sind sie sich 1000% sicher das sie kein Corona haben?

trainuser
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"... interessierte die Maskenverodnung seines Arbeitgebers das offensichtlich auch nicht" - die Maskenverordnung hat nicht die Deutsche Bahn erfunden.

„Bitte geben Sie diese Bitte an Ihre Leute weiter, nur so schützen wir uns und am Ende auch Ihr Personal.“
-> Es sind nicht „unsere Leute“ die im Zug verantwortlich sind. Wir haben auch kein Personal.
Im Zug sind Mitarbeiter der Deutschen Bahn tätig, in dieser Community antworten dagegen Kunden der Deutschen Bahn.

„Ich finde das unfair und bemängele in diesem Fall im höchsten Maße, dass das Bahnpersonal Bahngäste nicht darauf aufmerksam macht.“
-> Ich finde das auch unfair von solchen Mitreisenden. Da sind wir schon zwei. Das nutzt aber überhaupt nichts, wenn wir uns in einer Kundencommunity darüber unterhalten. Hier ist schließlich nicht die Beschwerdestelle der Bahn. Für Lob, Kritik und Anregungen gibt es bei der Bahn den Kundendialog. Den erreicht man hier: https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...
Ansonsten wurde bereits geschrieben, das Sie auch selbst hätten aktiv werden können um sich und andere Mitreisende zu schützen. Zwei Mädchen darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich nicht korrekt verhalten ist doch wohl möglich.

„Den vorbeilaufenden Schaffner interessierte die Maskenverodnung seines Arbeitgebers das offensichtlich auch nicht“
-> Es gibt vom Arbeitgeber des Schaffners überhaupt keine Maskenverordnung. Die Regelungen ob, wo und wann Masken getragen werden müssen werden von den Bundesländern erlassen, nicht von der Bahn.

kabo
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Trotzdem:
Mit einem "wir setzen die Maskenpflicht konsequent durch" könnte die DB mehr Kunden gewinnen als mit sämtlichen Werbe-/Bahn.bonus-/Coupon-Aktionen zusammen.
Es ist irgendwo zwischen "schade" und "nicht nachvollziehbar", dass die DB da so halbherzig reagiert.
Ich kenne mittlerweile viele Leute, die wieder mehr Bahn fahren würden (oder erstmals seit Corona überhaupt wieder Bahn fahren würden), wenn sie sich darauf verlassen könnten, dass es mit der Maskenpflicht klappt.
Dass es derzeit nicht klappt, schreckt eine erhebliche Zahl von potenziellen Kunden ab.

Voll sind die Züge trotzdem. Also so gefährlich scheint Bahnfahren nicht zu sein. Ich denke auch sollte jemals nachgewiesen werden das es zu einer Ansteckung im Zug gekommen ist (egal ob DB oder andere Bahngesellschaft) würde es in der Presse breitgetreten werden.

kabo
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Es gibt mittlerweile Untersuchungen China. Dort gibt es nachgewiesene Übertragungen in Zügen.
https://academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/...

maverick1411
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Die Infektionswege sind überall dort größer und wahrscheinlicher, wo sich u.a. Menschen sehr nahe kommen.

Das schließt den Personenverkehr (Fernverkehr/Nahverkehr, Flüge, Taxen, Sammeltaxen etc.) natürlich mit ein.

Die Studie ist eigentlich nichts Neues. Ab der kalten Jahreszeit werden wieder Tausende Leute sich gegenseitig mit Schnupfen, Grippe usw. anstecken.
Und dass dies auch durch die Nutzung des Personenverkehrs begründet ist, ist hinlänglich bekannt.

kabo
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Klar. Überraschendes steht da nicht drin.
Das Risiko in Zügen ist nicht höher, aber auch nicht niedriger, als in anderen geschlossenen Räumen auch. Egal ob es um Schnupfen oder Corona geht.
Aber gerade deshalb ist es ja so befremdlich, dass die DB so wenig Elan zeigt.
Die DB könnte das Risiko verringern, tut es aber nur halbherzig.

Leo
Leo

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Sehr interessantes Paper:

Conclusions: COVID-19 has a high transmission risk among train passengers, but this risk
shows significant differences with co-travel time and seat location. During disease outbreaks,
when travelling on public transportation in confined spaces such as trains, measures should
be taken to reduce the risk of transmission, including increasing seat distance, reducing
passenger density, and use of personal hygiene protection.“

Somit verbietet es sich eigentlich, Fremde nebeneinander sitzen zu lassen!

Gedenkt die Bahn nicht so langsam mal Konsequenzen aus dieses neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu ziehen?

kabo
kabo

kabo

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Sagen Sie nicht, dass Sie das Paper noch nicht kannten.

Aber alle dort vorgeschlagenen Maßnahmen sind mit Einnahmeverlusten verbunden, während eine konsequent durchgesetzte Maskenpflicht aufkommensneutral wäre.
Gerade deshalb ist es so verwunderlich, dass die DB diese "billige" Maßnahme nicht ergreift, um denjenigen, die "teure" Maßnahmen fordern, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

...ich möchte mich hier mal einklinken, was Essen und Trinken im ICE betrifft.
Ich bin vor der Maskenpflicht viel Bahn gefahren, vermeide es aber so gut es geht, da es für mich unerträglich ist mehrere Stunden durchweg eine Maske zu tragen, wenn ich z.B. von Passau nach Düsseldorf fahre etc. Ich fahre nun fast ausschließlich wieder mit dem Auto und habe auch meine Bahncard gekündigt.
Vorige Woche musste ich aber mit dem ICE und RJ von Hannover nach Wien.
Da ist es unvermeidlich, das man Essen und Trinken muss. Dazu nehmen auch alle ihre Masken ab, man kann dann auch für einige Zeit mal "durchatmen". Die Züge sind weniger als halb voll gewesen, hier war mehr Abstand als in jedem Supermarkt. Ich bin 1. Klasse gereist und es gibt wieder die "am Platz" Bedienung die einem Speisen und Getränke am Platz serviert. Da muss es ja wohl möglich sein, diese dann ohne Maske auch zu verzehren.
War es auch....Ich konnte in Ruhe frühstücken und auch zu Mittag essen, da ich ja fast 8 Stunden in den Zügen saß. Die Maskenpflicht wird zwar kontrolliert, aber es hält sich in Grenzen.
Ich bin immer noch der Meinung, das die Fernzüge besser gefüllt wären, wenn es zumindest im Fernverkehr keine Maskenpflicht gäbe.
Ich denke, das eher die Pflicht des Tragens die Menschen von den Fernzügen fernhält.
In meinem Umfeld kann ich jedenfalls oft hören: ...ich sitze doch nicht stundenlang mit Maske im ICE.
...und so leer wie diese in jetziger Zeit sind, das habe ich die letzten Jahre niemals erlebt - wirklich erschreckend - die 1. Klasse vor allem, da kann man die Leute suchen !!
...so nun fahre ich auch wieder mit dem Auto - wenn es die Maskenpflicht nicht mehr gibt....ich weis nicht - ich habe mich an das Auto nun schon gewöhnt - ja ich werde auch dann mal wieder Bahn fahren, aber so wie früher wahrscheinlich nie wieder.