Nach oben

Frage beantwortet

Kein echter Anschlussverlust, aber Verringerung der Umsteigezeit wegen Verspätung, beim Supersparpreis.

Nehmen wir mal an, ich buche zum Supersparpreis eine Verbindung, bei der mir 8 Minuten Umsteigezeit angezeigt wird. Ich möchte aus einem RE in einen ICE wechseln. Aufgrund einer Verspätung des RE schrumpft für mich diese Zeit auf 2 Minuten, da der ICE nicht wartet. Aber er fährt noch nicht ab, wenn mein Zug da ist. Ich schaffe es in diesen 2 Minuten nicht. D.h. der Anschluss wird nur theoretisch, aber nicht praktisch erreicht.

Muss ich eine neue Fahrkarte kaufen, oder sind mir, sofern bei Buchung angegeben, auch 8 Minuten Umsteigezeit gewährleistet?

ArtemNazarov
ArtemNazarov

ArtemNazarov

Ebene
1
190 / 750
Punkte
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Die Frage hat nichts mit einer theoretischen Umstiegszeit zu tun, sondern ob der Anschluss noch erreicht wird oder nicht. Nur wegen einer knappen Umstiegszeit ist die Zugbindung nicht aufgehoben. Wenn der Anschluss tatsächlich verpasst wird, dann schon.

Eine Hilfe im Vorfeld kann die Echtzeitanzeige der Verbindungssuche sein. Steht da z.B. „Anschluss wird vsl. nicht erreicht“ (Screenshot ist hilfreich), dann kann man eine alternative Verbindung nutzen.

Bei einem bahnsteiggleichen Übergang sind 2 Minuten theoretisch und praktisch machbar. Bei den meisten anderen Anschlüssen ist die Mindestübergangszeit größer als 2 Minuten. Da gilt auch theoretisch ein 2 Minuten später abfahrender Zug als nicht erreichbar.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (1)

Ja (1)

50%

50% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Die Frage hat nichts mit einer theoretischen Umstiegszeit zu tun, sondern ob der Anschluss noch erreicht wird oder nicht. Nur wegen einer knappen Umstiegszeit ist die Zugbindung nicht aufgehoben. Wenn der Anschluss tatsächlich verpasst wird, dann schon.

Eine Hilfe im Vorfeld kann die Echtzeitanzeige der Verbindungssuche sein. Steht da z.B. „Anschluss wird vsl. nicht erreicht“ (Screenshot ist hilfreich), dann kann man eine alternative Verbindung nutzen.

Bei einem bahnsteiggleichen Übergang sind 2 Minuten theoretisch und praktisch machbar. Bei den meisten anderen Anschlüssen ist die Mindestübergangszeit größer als 2 Minuten. Da gilt auch theoretisch ein 2 Minuten später abfahrender Zug als nicht erreichbar.

ArtemNazarov
ArtemNazarov

ArtemNazarov

Ebene
1
190 / 750
Punkte

@Joeopitz Dass es je nach Gleisen variiert, kann ich nachvollziehen. D.h. die "Fußweg 5min"-Angaben, die auf der Fahrkarte oder im Reiseplan stehen, sind hier rechtswirksam?

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

" D.h. die "Fußweg 5min"-Angaben, die auf der Fahrkarte oder im Reiseplan stehen, sind hier rechtswirksam?"
-> nein
Entweder Sie erreichen den Anschluss praktisch, dann ist alles in Ordnung. Oder Sie erreichen den Zug nicht.
Wenn Sie den Anschluss nicht erreichen, weil der Anschluss zu knapp ist, dann brauchen Sie keine neue Fahrkarte, sondern können einfach mit einem anderen Zug weiterfahren.
Wenn Sie den Anschluss aber deshalb nicht erreichen, weil Sie absichtlich langsam gehen, obwohl der Zug trotz der knappen Zeit realistisch erreichbar wäre, dann haben Sie Pech.
Es besteht jedenfalls kein Anspruch darauf, sich 8 min Zeit lassen zu dürfen.

ArtemNazarov
ArtemNazarov

ArtemNazarov

Ebene
1
190 / 750
Punkte

@kabo Und wer entscheidet im Zweifelsfall, ob ich mit meinen 3 Koffern absichtlich zu langsam gegangen bin oder nicht?

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Im Zweifelsfall das Servicecenter Fahrgastrechte.

Da bei der Echtzeitprognose sowohl Mindestübergangszeiten als auch Entscheidungen der Verkehrsleitung auf verspätete Reisende zu warten mit berücksichtigt werden, ist die Angabe in der Echtzeit-Verbindungsauskunft hilfreich. Steht dort (wie bereits oben beschrieben) „Anschluss wird vsl. nicht erreicht“ bzw. „Anschluss nicht gesichert“ stehen im Zweifelsfall die Chancen gut. Steht das Gegenteil da „Zug wartet“ bzw. „Anschluss wird vsl. erreicht“ sollte der Zug auch erreicht werden.

Entscheidend ist immer die Mindestübergangszeit, die je nach Bahnhof und auch je nach Verbindung so festgelegt wird, dass ein normaler Reisender auch mit Gepäck den Umstieg schafft.
Sollten Sie durch besonders viel Gepäck länger für den Umstieg benötigen, dann sollten Sie längere Umsteigezeiten bei der Verbindungssuche wählen. Dafür gibt es diese Option.

ArtemNazarov
ArtemNazarov

ArtemNazarov

Ebene
1
190 / 750
Punkte

@Joeopitz Genau das meine ich. Wenn die Übergangszeit zwischen den Gleisen 6 und 19 am Bahnhof Musterstadt-Ost laut Bahn "6 Minuten Fußweg" beträgt und ich eigentlich eine Fahrkarte gebucht habe, die mir normalerweise 10 Minuten gibt, dann gilt die Kulanz automatisch, wenn mir aufgrund einer Verspätung nur noch 3 Minuten bleiben, richtig?

Es geht hier nicht um Kulanz, es geht hier um die Aufhebung der Zugbindung.
Wenn der Anschlusszug erreicht werden kann, dann ist die Zugbindung nicht aufgehoben. Kann der Zug nicht erreicht werden, dann können Sie mit anderen Zügen weiterfahren ohne eine neue Fahrkarte zu kaufen.

Inwieweit die Bahn Ihnen aus Kulanz entgegenkommt wenn Sie den Zug verpassen, daß kann Ihnen Niemand im Vorfeld sagen. Auf Kulanz haben Sie keinen Anspruch! Kulanz kann, muß aber nicht gewährt werden.

Meine persönliche Erfahrung:
Wenn ich ohne zu bummeln umsteige und trotzdem den Anschluss nicht bekomme, dann setzte ich mich mit meinem Ticket in den nächsten Zug und erkläre dem Schaffner freundlich, das wegen der Verspätung mir der Anschlusszug vor der Nase weggefahren ist. Gehen Sie davon aus, dass das Bahnpersonal da ganz entspannt reagiert und Sie weiterfahren lässt.

Wenn 6 Minuten für den Umstieg benötigt werden, der Anschlusszug aber nach 3 Minuten abfährt ist das ein „echter Anschlussverlust“.