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Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich sitze gerade im ICE 947 nach Berlin. Im Zug sitzt ein Fahrgast, der sich nach mehrmaliger Aufforderung mehrerer Fahrgäste immer noch geweigert hat eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Nach Aufforderung des Schaffners zeigte dieser dann ein ärztliches Attest vor, welches ihn von der deutschlandweit geltenden Maskenpflicht befreit.
In diesem Fall sind einem ja natürlich die Hände gebunden. Auf der Infopage der Deutschen Bahn ist dies ja auch als Sonderfall aufgeführt, der es einem erlaubt ohne Maske die Züge der deutschen Bahn zu nutzen.
In diesem Fall schlage ich als Verbesserung vor ein extra Abteil für derartige Corona Querulanten einzurichten. So können sich diese gegenseitig gefährden und nicht den Rest der Fahrgäste, die sich im Übrigen vorbildlich an die Maskenpflicht halten.

BEMrz
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Ein „Querulant“ kann auch ein Asthmatiker sein, der keine Maske tragen darf, auch wenn er kein Corona haben möchte.
Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig, BEMrz.

Okay, und woher wissen Sie, dass der Fahrgast nicht zum Beispiel unter einer anderen schweren Erkrankung leidet, aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann und deshalb auch das Attest ausgestellt bekommen hat? Setzen Sie sich doch einfach woanders hin.

Hier ist weder die Beschwerdestelle der Bahn, noch ein Ort un der Bahn mehr oder weniger sinnhafte Vorschläge zu unterbreiten.
Diese Community heißt „Meine Frage - Deine Antwort“ weil hier Bahnkunden auf die Frage anderer Bahnkunden antworten. Eine Frage finde ich überhaupt nicht in Deinem Beitrag.

Für Lob, Kritik oder Anregungen solltest Du Dich an den Kundendialog der Deutschen Bahn wenden.

Leo
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Jeder wirklich Lungenkranke trägt eine Maske, wenn immer es aushält. Er gehört, insbesondere im Rentenalter, zur Hochrisiko-Gruppe, steckt sich leichter an und muss mit schwereren Verläufen bis hin zum Tod rechnen. Wenn immer es aushält, wird er daher eine Maske tragen, die dieses Risiko wenigstens leicht (Vlies-/Stoff-Maske) oder besser stark (FFP2/FFP3-Maske) absenkt.

Ich bin selber Asthmatiker – und trage daher immer eine Maske, und zwar in öffentlichen Verkehrsmitteln sogar FFP2.

Nur die allerwenigsten Menschen müssen gelegentlich oder sogar immer die Maske weglassen, damit sich ihr Gesundheitszustand nicht verschlimmert:

https://www.daab.de/blog/2020/04/probleme-mit-der-maske-l...

„Ärztliche Experten raten zum Mundschutz!
Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine ärztlich attestierte Befreiung von der einfachen Maskenpflicht notwendig.
….
Da diese einfachen Schutzmaßnahmen – vom professionellen Op-Mundschutz bis hin zu selbst hergestellten Textilmasken - nicht dicht abschließen, ist die Atmung kaum erschwert, und der Einsatz für die meisten Menschen problemlos möglich. Das gilt auch für die meisten Asthma- und chronisch Lungenkranken.
Soweit aufgrund einer schweren Vorerkrankung der Einsatz trotzdem Probleme bereitet, sollte dies mit dem behandelten Arzt besprochen werden. Erfahrungsgemäß ist aber nur in wenigen Ausnahmefällen eine ärztlich attestierte Befreiung von der einfachen Maskenpflicht vonnöten.
Problematisch ist der Einsatz von FFP2- oder FFP3-Masken für Menschen mit vorgeschädigter Lungenfunktion. Die hohe Dichtigkeit und Filterfunktion dieser Masken kann dazu führen, dass das Atmen deutlich schwerer fällt und auch der Gasaustausch behindert wird.“

Ob eine FFP2-Maske stört, oder nicht, hängt auch von den kurz- und langfristigen Umständen ab: Beim Umsteigen, besonders treppauf, komme ich damit sehr schnell außer Atem; aber beim Sitzen im Zug oder beim langsamen Gang z.B. zur Toilette dagegen nicht. Natürlich stört der hohe Einatemwiderstand – aber das nehme ich in Kauf, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. (Aber natürlich ist eine durch Maskenverweigerer nicht gefährdete Fahrt ohne Maske im eigenen Auto wesentlich angenehmer...)

https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/maskenpflicht-aus...

„Dagegen sieht der Pneumologenverband den professionellen OP-Mundschutz oder Stoffmasken aus der Eigenproduktion als weitgehend unproblematisch an. Auch für die meisten Asthma- oder chronisch Lungenkranken seit die Atmung mit diesen Masken kaum erschwert, da sie ohnehin nicht dicht abschließen. Nur in wenigen Fällen sei eine Ausnahme von der Maskenpflicht sogar nötig. Wer mit der Maske aus gesundheitlichen Gründen Probleme habe, sollte daher mit dem behandelnden Arzt sprechen - bei Bedarf wird dann eine ärztlich attestierte Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt.“

Somit sollte man eigentlich nur sehr wenige Leute mit solchen Attesten in der Öffentlichkeit erwarten, aber:

https://community.bahn.de/questions/2400216-nimmt-db-mask...

„Wenn alle ein Attest haben, ist es genauso wie vorher.
Ich kenne mittlerweile einige, die sich ein Attest geholt haben, um keine Maske zu tragen. Anscheinend ist es nicht mehr schwer, sich ein Attest zu besorgen.“
„Ein „Querulant“ kann auch ein Asthmatiker sein, der keine Maske tragen darf, auch wenn er kein Corona haben möchte.“ - in seltenen Ausnahmefällen ja! Wenn aber jemand redet wie ein Wasserfall und sich forsch ohne erkennbare Atemprobleme bewegt, glaube ich eher doch an einen wirklichen Querulanten!
https://www.zm-online.de/news/politik/gefaelligkeitsattes...
Ich glaube daher erst mal keinem Attest, sofern mir der Maskenverweigerer nicht sein Notfall-Spray vorzeigen kann, das wirkliche Asthmatiker immer dabei haben!

Immerhin kann die Bundespolizei offenbar, wenn Sie denn will, dagegen vorgehen:

https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/...

„Den Beamten allerdings genügte ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass sich das angeblich medizinische Dokument in eine Reihe von deutschlandweit kursierenden Fake-Attesten eines mittlerweile in den Reihen der Corona-Skeptiker sehr beliebten Urologen aus Hessen eingliedert. Genauer nachgefragt, konnte der Attestinhaber nicht einmal den Namen seines angeblichen Arztes nennen und gab schließlich zu, gelogen zu haben. Er habe das Formular von einem Freund zugeschickt bekommen, es ausgedruckt und ausgefüllt.
Also lieferten die Bundespolizisten den Ertappten bei den Kollegen der Polizeiinspektion Flughafen München ab. Die bayerischen Beamten übernahmen zuständigkeitshalber die Bearbeitung des Falls und ließen dem 33-Jährigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angedeihen. Diese Anzeige wird den Münchner wohl 150 Euro kosten. Außerdem steht noch der Verdacht der Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Raum.“

Bravo! Und warum kann das die Bundespolizei in Zügen nicht auch? Oder will die DB immer noch nicht?

Ist ja wohl ein Unterschied ob jemand am Flughafen auffällt und die Polizei kontrolliert, oder sämtliche Züge von der Bundespolizei überwacht werden müssen. Aber daheim auf der Couch lässt sich leicht meckern.

Leo
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Wo ein Wille, da wäre auch ein Weg! Wenn ein Schwarzfahrer sich nicht ausweisen kann, werden privat mitfahrende Polizisten ja auch aufgefordert, ihre Freifahrt abzuarbeiten. Dazu bräuchte man noch nicht mal die Bundespolizei, erst recht nicht in ALLEN Zügen!

Man muss auch nicht an jede rote Ampel einen Polizisten stellen, damit sich die Leute an die Regeln halten. Erst nachdem die Polizei Ende der 70er Jahre den ungläubigen Pariser Rotlichtsündern tatsächlich wie immer schon theoretisch angedroht viel Geld abnahm, halten sich auch in Paris fast alle an rote Ampeln.

Solange man aber pingeligst (evtl. nur vermeintlichen) Schwarzfahrern mit großem Aufwand nachstellt, Maskenverweigerern aber nicht, signalisiert man nur, wie sehr einem die Gesundheit der Kunden am ... vorbeigeht.

SvenKol
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Ich finde solche pauschale Abstempelung aller Fahrgäste ohne MNS nicht angebracht. Seit Beginn der Pandemie, d.h. noch vor der Einführung der Maskenpflicht in Deutschland, habe ich meinen MNS in geschlossenen Räumen getragen. Im Juli wurde bei mir eine schwere Allergie diagnostiziert, erschwert noch durch eine chronische Augenerkrankung. Meine Hausärztin stelle auf Grundlage der medizinischen Gutachten von drei Ärzten (Allergologe, Haut- und Augenarzt) ein medizinisches Attest aus. Seitdem darf ich keinen MNS tragen. Trotzdem benutze aus Solidarität und zum Schutz der Anderen meinen MNS für die kurzen ÖPNV-Fahrten oder Einkäufe, ggf. einen Visier (besser als nichts). 15-20 Min kann ich es aushalten, dann bin ich aber k.o. und das kann man an meinem Gesicht und meinen Augen leicht erkennen. Nächste Wiche steht mir eine lange Bahnreise bevor. Ich werde mich bemühen, ggf. eine von anderen Fahrgästen möglichst weit entfernte Sitzmöglichkeit zu nehmen und meinen MNS über bestimmte Zeiträume zu tragen (bei der Bewegung unbedingt), aber sofort abnehmen, wenn mir es wieder schlecht geht. Mein Attest werde ich dem Bahnpersonal auf Verlangen zeigen. Nicht alle Menschen ohne Maske sind "Corona-Lügner". Wir dürfen auch Bahn fahren!

Kaplumba
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Es stellt sich tatsächlich die berechtigte Frage, ob nicht gerade unter den Personen, die aus welchen Gründen auch immer von der Maskenpflicht befreit sind, ein Superspreader sein könnte. Die Maskenbefreiten haben sicherlich ein wesentlich höheres Risiko, sich irgendwo anzustecken.
M.E. sollten Maskenbefreite einen eigenen Bereich im Zug haben oder tatsächlich im Hinblick auf das enorme Risiko für andere Mitreisende von der Beförderung ausgeschlossen werden. Das hat nicht mit Diskriminierung zu tun sondern dient ausschließlich zum Schutz der Mitreisenden.
Letzten Dienstag habe ich einen Maskenbefreiten nach dem Aussteigen in Hannover im Raucherbereich auf dem Bahnsteig genüsslich eine Zigarette rauchen sehen. Das wirft auch Fragen auf ..

Sorry, aber das wäre diskriminierend. Außerdem wenig zielführend. Beim MNS geht es um Wahrscheinlichkeiten. Trotz MNS werden sich Menschen anstecken, dafür haben wir andere Maßnahmen wie die Kontaktverfolgung (CoronaWarn nutzen!). Wenn nun eine Person in einem Wagen keine Maske trägt, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer Infektion für diese Person und die anderen nur leicht. Sitzen in einem Wagen aber alle ohne Maske, so besteht ein hohes Risiko. Bei einer mehrstündigen Fahrt infiziert sich sicher ein Großteil - und die von der MNS-Pflicht befreiten Personen gehen dann ja auch wieder auf ihre Arbeit und da sie dort auch keine Maske tragen werden, haben wir in dem Szenario eine schnellere Verbreitung.

SvenKol
SvenKol

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"Enormes Risiko"? Ist es wissenschaftlich belegt? Wie viel nachgewiesene Fälle von Covid-19-Infektionen haben wir bei der Zugfahrt seit März gehabt? Maskenbefreite (ich meine wirklich gesundheitlich eingeschränkte Menschen) haben meistens nur beim längeren Tragen des MNS spürbare Probleme, wie eine stundenlange Bahnfahrt, sonst ist es erträglich (Einkaufen, ÖPNV, Behördebesuch etc.), das kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung. Meine mehrstündige Fahrten habe ich übrigens sehr gut überstanden (Visier mit kurzen Pausen im Sitzen, bei der Bewegung im Wagenbereich für die kurze Zeit eine "richtige" Stoff-Maske).
Sicherlich heißt es Diskriminierung, wenn die Menschen von der Beförderung nach dem gesundheitlichen Merkmal ausgeschlossen werden. Ich finde einfach unterirdisch, dass jemand im 21. Jahrhundert in einem Rechtsstaat überhaupt auf solche Idee kommt.

Ninaxxyy
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Also ich Bin von der MNS befreit aus guten Grund als erstes mal ist eine Befreier,keine rechenschaft an einen Fahrgast schuldig ;)
Zweites weis ich nicht ob ihr alle aufgepasst habt aber der MNS ,schutz nicht davor sich selber an zu stecken sondern nur um andere nicht an zu stecken.

Und drittes sind wir so eine armes land das wir jetzt schon abteile in der Bahn einrichten müssen für Menschen die aus Gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können ?

Tragt doch einfach den MNS, schütze die Menschen die krank sind und keinen tragen können ,haltet Abstand Wascht euch die Hände und lernt nicht alles unnötig anzufassen .
Dann bleiben auch alle gesund ;)

Zu mir ich bin befreit benutze auch die Verkehrsmittel zwischen durch der Bahn
Und setzte zwischen durch auch den MNS auf solang es meine Gesundheit zu lässt weil DB manchmal echt voll ist und ich nicht unnötig Menschen in gefah bringen möchte
Aber sollte ich den Abstand einhalten können weil alles leer ist trage ich keinen MNS.

Hört bitte die diskriminierung auf.
Wir sitzen alle zusammen in einen Boot und sollen zusammen halten und da muss manchmal auch für Kranke und alte Menschen sich zusammenreißen :)

Behinderte Menschen Schmeissen wir ja auch nicht aus dem Zug und lassen sie nicht am leben teil nehmen sondern nehmen sie so wie sie sind . ;)

niceuropaer
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Der Vorschlag extra Abteile für Menschen ohne Maske einzuführen, würde ich absolut begrüßen.
Ich fahre aktuell nicht mit der Bahn, weil es noch zu viele Menschen gibt, die keine Maske tragen.

Sonja42
Sonja42

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Klar, wenn man ein Attest hat ist man Coronaleugner... und Querulant...also die Dummheit mancher Leute kennt leider keine Grenzen...

Antares
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Ich schlage weiterhin vor, dass sich alle Menschen ohne MNS zusätzlich kennzeichnen sollen. Dazu würde bspw. ein gelber Anstecker passen. Vielleicht mit einer Maske in Form eines Sterns darauf. Fährt ein Wagen mit Menschen ohne MNS an Auschwitz, Sachsenhausen o.Ä. vorbei, sollten wir ihn abkoppeln und dort entlang fahren lassen. Hat ja schonmal sehr gut geklappt... -.-

P.S.: Wenn Sie solch eine Angst vor Corona haben, bleiben Sie besser zu Hause. Denn selbst in Hochzeiten von Covid-Erkrankungen in Hochansteckungsgebieten ist es wahrscheinlicher an einem Autounfall oder Bahnunglück zu sterben als an Corona: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.05.200543...

Ich habe gerade den Bericht eines Fahrgastes gelesen, der mit dem ICE nach Berlin unterwegs ist. Er nennt Menschen,z.B. Behinderte oder Kranke, die aus Gründen physischer oder psychischer Erkrankung keine Mund/Nasenbedeckung tragen können: Querulanten. Wie weit muss es eigentlich noch kommen, bis wir begreifen wie unmenschlich, arrogant und ignorant eine solche Ausdrucksweise/Verhaltensweise ist. Lassen wir jetzt demnächst auch Menschen, die vor unseren Augen zusammenbrechen einfach "links" liegen, weil man ja nicht sicher sein kann, ob sie vielleicht Corona infiziert sind. Denkt doch mal nach, was das mit unserer Gesellschaft macht! Wollt ihr wirklich in solch einem Land leben??? .

Marai
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Was ich mit einer Mischung aus Staunen, Irritation und Erheiterung verfolge:
Wenn ich in der Bahn die Durchsagen "Hier gilt absolute Maskenpflicht" und "Unser Serviceangebot an Getränken & Snacks..." kurz hintereinander höre.
Mehr dazu hier "Des Kaisers Neue Kleider in der Bahn": https://www.youtube.com/watch?v=YJNMeBv7n9s

Auch ich bin Asthmatiker mit zusätzlicher Schladapnoe. Ich trage Maske weil ich keine Kraft für Diskussionen und Denunzianten habe. Lange Fahrten in Bus und Bahn mache ich deshalb nicht mehr, weil sich mein gesundheitlicher Zustand sehr stark verschlechtert. Hier hat sich ja schon ein angeblicher Asthmatiker Mühe gegeben sämtliche Propaganda für den Nutzen von MNBs zu teilen und meint, wenn er es kann, so muss das jeder Mensch können. Ich empfinde diese Fragestellung, die keine ist, sondern eher ein menschenverachtender Vorschlag zum sepparieren von gesundheitlich Eingeschränkten ist, als völlig inakzeptabel und verurteile diese Entwicklung in ubserer Gesellschaft. Das sind Vorschläge, die einen in die Zeit des Nationalsozialismus zurück erinnern. Solche Reaktionen und Gedanken sind Gift für eine freiheitlich, demokratische Gesellschaft!

Vielfahrer100
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Mehr als bestürzend wohin unserer Land gekommen ist, wenn man sich bei der Befreiung von der Maskenpflicht andauernd vor selbsternannten Hilfpolizisten und Denunzianten rechtfertigen muss. Leider macht das Bahnpersonal teilweise hier auch keine Ausnahme. Manche haben wohl ihren Beruf komplett verfehlt und wären auf einem Kasernenhof oder in einer JVA besser aufgehoben!

Vielfahrer100
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Ich jedenfalls weiß, welche Noten ich vergeben werde, wenn die Bayerische Eisenbahngesellschaft mal wieder eine Umfrage durchführt.
Und ich merke mir das Verhalten einzelner Bahnbeschäftigter auch nach der Pandemie. Das wird mir sehr unangehm in Erinnerung bleiben.

Hustensaft
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Was Benutzer Leo schrieb, mag für ihn zutreffen, für die meisten Menschen mit Attest ist das aber nicht so - und ich weiß, wovon ich rede, ich bin nicht nur maskenbefreit, sondern gehöre auch zur Risikogruppe. Die Konsequenz der Maskenhetzer ist übrigens: Bei meiner letzten Reise habe ich entgegen meiner Überzeugung das Auto der Bahn vorgezogen, weil ich einfach keine Lust auf Auseinandersetzungen mit solchen Zeitgenossen habe; mir ist schon klar, wer das gut finden wird. Den Begriff Corona-Querulanten finde ich in diesem Kontext übrigens vollkommen daneben.

Nebenbei:
Selbstverständlich suche ich mir nach Möglichkeit einen Platz mit viel Abstand zu anderen Reisenden, idealerweise im Abteil - geht aber eben nicht immer, weil es kaum noch Abteile gibt. Übrigens habe auch ich Schwierigkeiten mit Menschen mit Attest aus dem Internet, die schaden nicht nur dem Ruf der MNB-Befreiten, das sind oft auch die, welche man schon am Verhalten erkennen kann, eben weil die auch die sonstigen Vorsichtsmaßnahmen sehr locker handhaben - mit solchen Menschen möchte ich nicht zwangsweise ein Abteil müssen.

Aber genau diesen Leuten und auch Leo möchte ich mal folgendes ins Gebetbuch schreiben:
Schon mal darüber nachgedacht, dass genau die maskenbefreiten Menschen ein potenziell höheres Risiko haben und üblicherweise weitaus zurückgezogener und kontaktärmer leben, mithin für ihre Umwelt also ein viel kleineres Risiko darstellen als ein Mensch mit Maske, der aber munter seine Kontakte pflegt, keinen Abstand hält … In diesem Kontext erinnere ich mich noch an eine Reise im April (noch vor der Maskenpflicht), bei der ich auf meinen Zug wartete und am Rand stehend konnten 100 Menschen problemlos mit Abstand an mir vorbeigehen, nur einem hätte ich ohne Mühe ein Bein stellen können, aber der trug Maske - welches Verhalten ist wohl gefährlicher?

Leo
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„Was Benutzer Leo schrieb, mag für ihn zutreffen, für die meisten Menschen mit Attest ist das aber nicht so - und ich weiß, wovon ich rede, ich bin nicht nur maskenbefreit, sondern gehöre auch zur Risikogruppe.“

Bzgl. Masken-Vertragen trotz Atemwegserkrankung bin ich nicht der einzige, siehe Zitate des DAAB weiter oben

„Nur die allerwenigsten Menschen müssen gelegentlich oder sogar immer die Maske weglassen, damit sich ihr Gesundheitszustand nicht verschlimmert:
https://www.daab.de/blog/2020/04/probleme-mit-der-maske-l...
„Ärztliche Experten raten zum Mundschutz!
Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine ärztlich attestierte Befreiung von der einfachen Maskenpflicht notwendig.““

und eines andren Users hier:

https://community.bahn.de/questions/2453384-gesundheitlic...

„Spannende Erfahrung als Asthmatiker: Maske hilft mittelfristig sogar bei Atmen.
Aufgrund meiner Asthma Erkrankung war es mir von anfang an wichtig andere und mich zu schützen.
Ich habe anfangst, ehr aus Spass auch Sportkurse, wie Langhantel-Training, mit Maske ausgeführt und hatte eigentlich erwartet, dass durch die Maske im Atmen behindert würde und die Maske bald absetzen müsste.
Tatsächlich zeigt sich nun nach einiger Zeit, dass sich die alltägliche Atmung durch den Atemwiederstand der Maske beim Sport verbessert hat, da das Lungenvolumen durch die bewusste und kräftiger Atmung während der Übungen vergrößert wurde.
Vielleicht hilft der Tipp ja weiteren Lesern hier, die tatsächlich an einer Lungenkrankheit leidern.
niceuropaer
vor 15 Tagen

Das geht wohl beim Ausatmen in Richtung der Lippenbremse:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lippenbremse
Mich stört aber der stärkere Einatemwiderstand bei der Maske bei Anstrengung.
Leo
vor 15 Tagen“
Für Asthmatiker ist also der erhöhte EIN-Atemwiderstand stark störend, der erhöhte AUS-Atemwiderstand dagegend therapeutisch wertvoll und wird im Rahmen der Atemgymnastik gelehrt:

https://www.gesundheit.de/fitness/fitness-uebungen/atemue...

Logische Schlußfolgerung: Für Asthmatiker stellt der erhöhte AUS-Atemwiderstand kein Problem dar; wenn sie den erhöhten EIN-Atemwiderstand nicht ertragen können, sollten sie also eine spezielle Maske mit EIN-Atemfilter tragen! Hier bei wird dann bei der EIN-Atmung ohne jeglichen Selbstschutz und ohne erhöhten Widerstand ggf. verseuchte Luft zugeführt, wogegen beim Ausatmen mit therapeutisch positivem Widerstand wie bei der Lippenbremse die Umgebung wie bei einer normalen Maske geschützt ist. Ich weiß aber nicht, ob es solche Masken überhaupt schon gibt, bisher ist der Fokus bei Masken mit Filter nämlich auf dem Selbstschutz, daher dann mit AUS-Atem-Filter.

Laut DAAB vertragen aber einige WENIGE Leute mit Atemwegserkrankungen tatsächlich keine Maske, evtl. auch keine mit EIN-Atem-Ventil. Die sind dann zu Recht vom Maskentragen befreit und natürlich extrem vorsichtig. M.E. stellen sie aber die Minderheit der Leute ohne Maske dar – und angesichts der vielen Fake-Atteste m.E. auch die Minderheit der Leute mit Attest; wie schon oben zitiert auch von maverick1411 vor 4 Monaten beobachtet:

https://community.bahn.de/questions/2400216-nimmt-db-mask...

„Wenn alle ein Attest haben, ist es genauso wie vorher.
Ich kenne mittlerweile einige, die sich ein Attest geholt haben, um keine Maske zu tragen. Anscheinend ist es nicht mehr schwer, sich ein Attest zu besorgen.“

„Übrigens habe auch ich Schwierigkeiten mit Menschen mit Attest aus dem Internet, die schaden nicht nur dem Ruf der MNB-Befreiten, das sind oft auch die, welche man schon am Verhalten erkennen kann, eben weil die auch die sonstigen Vorsichtsmaßnahmen sehr locker handhaben - mit solchen Menschen möchte ich nicht zwangsweise ein Abteil müssen.“

Genau, aber dass schrieb ich weiter oben ja schon:

„„Ein „Querulant“ kann auch ein Asthmatiker sein, der keine Maske tragen darf, auch wenn er kein Corona haben möchte.“ - in seltenen Ausnahmefällen ja! Wenn aber jemand redet wie ein Wasserfall und sich forsch ohne erkennbare Atemprobleme bewegt, glaube ich eher doch an einen wirklichen Querulanten!
https://www.zm-online.de/news/politik/gefaelligkeitsattes...
Ich glaube daher erst mal keinem Attest, sofern mir der Maskenverweigerer nicht sein Notfall-Spray vorzeigen kann, das wirkliche Asthmatiker immer dabei haben!“

„Aber genau diesen Leuten und auch Leo möchte ich mal folgendes ins Gebetbuch schreiben:“ Es geht nicht um Beten und Glauben, sondern um Naturwissenschaft. Und für die Skepsis an der Echtheit von Attesten sind die vielen Fake-Atteste verantwortlich, reine Statistik.

„Schon mal darüber nachgedacht, dass genau die maskenbefreiten Menschen ein potenziell höheres Risiko haben und üblicherweise weitaus zurückgezogener und kontaktärmer leben, mithin für ihre Umwelt also ein viel kleineres Risiko darstellen als ein Mensch mit Maske, der aber munter seine Kontakte pflegt, keinen Abstand hält.“

Hier sind jetzt 3 Effekte vermischt:

1. Je weniger Kontakte man hat, desto unwahrscheinlicher wird man Aerosolen mit Corona-Viren ausgesetzt.

2. Variante A: Bei gesunden Menschen bleibt es evtl. bei harmlosen Schnupfen-Symptomen; das Immunsystem bekämpft das Virus schnell an der Eintrittspforte, man wird selbst nicht ansteckend für andere. Bei Risiko-Gruppen kämpft das Immunsystem längere Zeit, in der die Viren munter ohne Maske weiterverbreitet werden, bevor man schließlich so krank wird, dass man zu Hause bleibt. ODER Variante B: Bei gesunden Menschen kämpft das Immunsystem evtl. unbemerkt einen langen Kampf gegen das Virus, in der es längere Zeit weiter verbreitet wird. Risiko-Gruppen erkranken dagegen schnell so stark, dass sie zu Hause bleiben, ohne andere über längere Zeit zu gefährden. (Ich habe keine Ahnung, ob A immer richtig ist, B immer richtig ist oder wer je nach Einzelfall zum Superspreader wird.)

3. Wer infektiös ist und keine Maske trägt, steckt statistisch mehr Leute an als ohne:

https://rheinischer-spiegel.de/japanische-studie-testete-...

„die Puppe, die das Coronavirus verteilt, trug eine Stoffmaske oder chirurgische Maske, verringerte sich die Verbreitung der Viren in Bezug auf das nicht geschützte Gegenüber um 70 Prozent.“

Je nach Auswirkung von 2. ist ein vorsichtiger aus der Risiko-Gruppe OHNE Maske für mich evtl. gefährlicher oder evtl. ungefährlicher als ein Kontaktfreudiger MIT KORREKT getragener Maske.

„In diesem Kontext erinnere ich mich noch an eine Reise im April (noch vor der Maskenpflicht), bei der ich auf meinen Zug wartete und am Rand stehend konnten 100 Menschen problemlos mit Abstand an mir vorbeigehen, nur einem hätte ich ohne Mühe ein Bein stellen können, aber der trug Maske - welches Verhalten ist wohl gefährlicher?“

In den meisten Fällen ist es wohl reine Gedankenlosigkeit. Wenn mir solche Leute ohne Maske entgegenkommen und ich nicht ausweichen kann, stemme ich immer meine Hände in die Hüften, so dass die Ellbogen zur Seite heraus stehen. Das wirkt meist. In seltenen Fällen werden dann zwar doch die Ellenbogen angerempelt, aber Beschwerden gab es noch nie. Man muss einen Sicherheits-Abstand von 2 Metern einhalten ODER eine Maske tragen, womit die DB ja ihre hohe Packungsdichte der Reisenden in den Zügen rechtfertigt. Draußen ist außerem alles harmloser als drinnen.

Angesichts der vielen Fake-Atteste hat die Vertrauenswürdigkeit von Attesten stark gelitten.

Um Diskussionen vorzubeugen, könnte man ganz einfach eine verpflichtende amtliche Beglaubigung einführen, wie sie z.B. bei der Mitnahme von BTM-Medikamenten ins Ausland vorgeschrieben ist:

https://www.service-bw.de/leistung/-/sbw/Betaeubungsmitte...

Dies ist ja wohl auch eingeführt worden, weil mein vielen Ärzten leider nicht vertrauen kann – wie hier im Fall Masken-Befreiung eben auch.

Hustensaft
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Das ist Ihre persönliche Meinung, die hier aber nicht weiter hilft.

Fakt ist: Krankheiten lassen sich nicht vollumfänglich standardisieren und es gibt definitiv noch mehr Gründe für eine MNB-Befreiung (es soll bekanntlich auch noch die psychische Ecke geben, um nur ein Beispiel zu nennen) - und es ist schlicht nicht sinnvoll, hier so zu tun, als sei man der alleinige Allwissende; eine inhaltliche Diskussion Ihrer Thesen wäre durchaus vonnöten, hier aber deplatziert.

Ansonsten ist es wie mit allen anderen ärztlichen Bescheinigungen: Diese sind zu akzeptieren - Punkt. Wie immer gibt es auch da einen gewissen Missbrauch, es gibt bekanntlich auch Ärzte, die schnell eine AU-Bescheinigung ausstellen, das ist bedauerlich, aber eben nicht zu ändern - und es macht auch nicht die Masse aus.

Ach ja, zu Ihrer Beruhigung: Ich habe das Spray für gewöhnlich bei mir, erlaube mir aber, je nach Saison, dies in Einzelfällen für einen überschaubaren Zeitraum wie etwa einen Spaziergang in bekannter Umgebung auch mal zu Hause zu lassen.

Vielfahrer100
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Bei einigen ist auch der gesunde Menschenverstand komplett verloren gegangen.

Beispiel: Ich war allein in einem Abteil (bei geschlossener Türe!) und habe die Maske nicht über die Nase gezogen, weil das Infektionsrisiko für alle gleich Null war.
Daraufhin wurde ich gemaßregelt, dass das nicht erlaubt ist.

Es ist doch auch Bahn-Mitarbeitern nicht verboten, den gesunden Menschverstand zu gebrauchen! Oder liege ich da falsch?

Leo
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„Bei einigen ist auch der gesunde Menschenverstand komplett verloren gegangen.“

In der Tat; sie bilden sich doch tatsächlich ein, dass sich Aerosole nur kurz in der Luft halten oder dass sie alle beim Aussteigen wieder mitnehmen...

„Beispiel: Ich war allein in einem Abteil (bei geschlossener Türe!) und habe die Maske nicht über die Nase gezogen, weil das Infektionsrisiko für alle gleich Null war.“

Nein, vollkommen falsch! Vielleicht sollte man sich mal vorher informieren, warum gewisse Regeln gelten, bevor man sie ignoriert und andere gefährdet:

https://www.rnd.de/politik/aerosolforscher-uber-corona-wi...

„Übertragung von Sars-CoV-2 durch Aerosole
…Das Robert Koch-Institut hat schon im Frühjahr auf diesen Übertragungsweg aufmerksam gemacht. Letztendlich muss man aber auch berücksichtigen, dass mit solchen Aussagen auch Ängste geschürt werden können. Denn die Vorstellung, dass Aerosole stundenlang in der Luft bleiben und eingeatmet werden, ohne dass es einen richtigen Schutz dagegen gibt, kann auch unangenehm sein.“

Siehe auch hier:

https://community.bahn.de/questions/2438699-darf-man-mask...

Nachtrag hierzu: Bei geschlossenem Fenster dürften sich die Aerosole in einem verlassenen und geschlossenen Abteil ohne Klimaanlage noch länger halten als ein einem Abteil mit Klimaanlage mit Luftaustausch.

Leo
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https://www.rainer-gerhards.de/2020/08/corona-aerosole-un...

Schöne Eselsbrücke für Nichtraucher: Stellt Euch vor, jemand raucht und verbreitert so eine andere Sorte von Aerosolen. Wenn Ihr den Rauch nicht mehr riechen könnt, seid Ihr sicher.

Wenn also jemand stundenlang allein im Abteil raucht und Ihr öffnet hocherfreut die Tür zu dem vor Kurzen freigeworden Abteil: Erwartet Euch dann wohl frische Luft – oder doch eher eine stinkende Rauchwolke?

So ähnlich läuft es auch bei Aerolsolen mit Corona-Viren – nur riecht man die leider nicht...

Vielfahrer100
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Danke für die Hinweise!

1. Ich war ich bis zur Endstation allein im Abteil. Also konnte ich absolut niemanden gefährden!
2. Die Bahn ist doch sonst so stolz auf ihr Belüftungs-System. Funktioniert das etwa nicht?
3. Warum verbietet die Bahn nicht die sogenannten Alltagsmasken? Laut ihrer eigenen Kundenzeitschrift DB Mobil können durch jedes (!) Loch 80 Viren entweichen. Und so eine Alltagsmaske hat viele Löcher...
4. Warum kann man denn eigentlich beim Essen die Maske offiziell abnehmen? Macht das Virus da auch gerade Mittagspause? Wenn die Aerosole schon so gefährlich sind...

Den gesunden Menschenverstand haben anscheinend doch einige verloren.