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Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich sitze gerade im ICE 947 nach Berlin. Im Zug sitzt ein Fahrgast, der sich nach mehrmaliger Aufforderung mehrerer Fahrgäste immer noch geweigert hat eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Nach Aufforderung des Schaffners zeigte dieser dann ein ärztliches Attest vor, welches ihn von der deutschlandweit geltenden Maskenpflicht befreit.
In diesem Fall sind einem ja natürlich die Hände gebunden. Auf der Infopage der Deutschen Bahn ist dies ja auch als Sonderfall aufgeführt, der es einem erlaubt ohne Maske die Züge der deutschen Bahn zu nutzen.
In diesem Fall schlage ich als Verbesserung vor ein extra Abteil für derartige Corona Querulanten einzurichten. So können sich diese gegenseitig gefährden und nicht den Rest der Fahrgäste, die sich im Übrigen vorbildlich an die Maskenpflicht halten.

BEMrz
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Ein „Querulant“ kann auch ein Asthmatiker sein, der keine Maske tragen darf, auch wenn er kein Corona haben möchte.
Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig, BEMrz.

tbsn
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Okay, und woher wissen Sie, dass der Fahrgast nicht zum Beispiel unter einer anderen schweren Erkrankung leidet, aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann und deshalb auch das Attest ausgestellt bekommen hat? Setzen Sie sich doch einfach woanders hin.

Joeopitz
Joeopitz

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Hier ist weder die Beschwerdestelle der Bahn, noch ein Ort un der Bahn mehr oder weniger sinnhafte Vorschläge zu unterbreiten.
Diese Community heißt „Meine Frage - Deine Antwort“ weil hier Bahnkunden auf die Frage anderer Bahnkunden antworten. Eine Frage finde ich überhaupt nicht in Deinem Beitrag.

Für Lob, Kritik oder Anregungen solltest Du Dich an den Kundendialog der Deutschen Bahn wenden.

Leo
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Jeder wirklich Lungenkranke trägt eine Maske, wenn immer es aushält. Er gehört, insbesondere im Rentenalter, zur Hochrisiko-Gruppe, steckt sich leichter an und muss mit schwereren Verläufen bis hin zum Tod rechnen. Wenn immer es aushält, wird er daher eine Maske tragen, die dieses Risiko wenigstens leicht (Vlies-/Stoff-Maske) oder besser stark (FFP2/FFP3-Maske) absenkt.

Ich bin selber Asthmatiker – und trage daher immer eine Maske, und zwar in öffentlichen Verkehrsmitteln sogar FFP2.

Nur die allerwenigsten Menschen müssen gelegentlich oder sogar immer die Maske weglassen, damit sich ihr Gesundheitszustand nicht verschlimmert:

https://www.daab.de/blog/2020/04/probleme-mit-der-maske-l...

„Ärztliche Experten raten zum Mundschutz!
Nur in wenigen Ausnahmefällen ist eine ärztlich attestierte Befreiung von der einfachen Maskenpflicht notwendig.
….
Da diese einfachen Schutzmaßnahmen – vom professionellen Op-Mundschutz bis hin zu selbst hergestellten Textilmasken - nicht dicht abschließen, ist die Atmung kaum erschwert, und der Einsatz für die meisten Menschen problemlos möglich. Das gilt auch für die meisten Asthma- und chronisch Lungenkranken.
Soweit aufgrund einer schweren Vorerkrankung der Einsatz trotzdem Probleme bereitet, sollte dies mit dem behandelten Arzt besprochen werden. Erfahrungsgemäß ist aber nur in wenigen Ausnahmefällen eine ärztlich attestierte Befreiung von der einfachen Maskenpflicht vonnöten.
Problematisch ist der Einsatz von FFP2- oder FFP3-Masken für Menschen mit vorgeschädigter Lungenfunktion. Die hohe Dichtigkeit und Filterfunktion dieser Masken kann dazu führen, dass das Atmen deutlich schwerer fällt und auch der Gasaustausch behindert wird.“

Ob eine FFP2-Maske stört, oder nicht, hängt auch von den kurz- und langfristigen Umständen ab: Beim Umsteigen, besonders treppauf, komme ich damit sehr schnell außer Atem; aber beim Sitzen im Zug oder beim langsamen Gang z.B. zur Toilette dagegen nicht. Natürlich stört der hohe Einatemwiderstand – aber das nehme ich in Kauf, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. (Aber natürlich ist eine durch Maskenverweigerer nicht gefährdete Fahrt ohne Maske im eigenen Auto wesentlich angenehmer...)

https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/maskenpflicht-aus...

„Dagegen sieht der Pneumologenverband den professionellen OP-Mundschutz oder Stoffmasken aus der Eigenproduktion als weitgehend unproblematisch an. Auch für die meisten Asthma- oder chronisch Lungenkranken seit die Atmung mit diesen Masken kaum erschwert, da sie ohnehin nicht dicht abschließen. Nur in wenigen Fällen sei eine Ausnahme von der Maskenpflicht sogar nötig. Wer mit der Maske aus gesundheitlichen Gründen Probleme habe, sollte daher mit dem behandelnden Arzt sprechen - bei Bedarf wird dann eine ärztlich attestierte Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt.“

Somit sollte man eigentlich nur sehr wenige Leute mit solchen Attesten in der Öffentlichkeit erwarten, aber:

https://community.bahn.de/questions/2400216-nimmt-db-mask...

„Wenn alle ein Attest haben, ist es genauso wie vorher.
Ich kenne mittlerweile einige, die sich ein Attest geholt haben, um keine Maske zu tragen. Anscheinend ist es nicht mehr schwer, sich ein Attest zu besorgen.“
„Ein „Querulant“ kann auch ein Asthmatiker sein, der keine Maske tragen darf, auch wenn er kein Corona haben möchte.“ - in seltenen Ausnahmefällen ja! Wenn aber jemand redet wie ein Wasserfall und sich forsch ohne erkennbare Atemprobleme bewegt, glaube ich eher doch an einen wirklichen Querulanten!
https://www.zm-online.de/news/politik/gefaelligkeitsattes...
Ich glaube daher erst mal keinem Attest, sofern mir der Maskenverweigerer nicht sein Notfall-Spray vorzeigen kann, das wirkliche Asthmatiker immer dabei haben!

Immerhin kann die Bundespolizei offenbar, wenn Sie denn will, dagegen vorgehen:

https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/...

„Den Beamten allerdings genügte ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass sich das angeblich medizinische Dokument in eine Reihe von deutschlandweit kursierenden Fake-Attesten eines mittlerweile in den Reihen der Corona-Skeptiker sehr beliebten Urologen aus Hessen eingliedert. Genauer nachgefragt, konnte der Attestinhaber nicht einmal den Namen seines angeblichen Arztes nennen und gab schließlich zu, gelogen zu haben. Er habe das Formular von einem Freund zugeschickt bekommen, es ausgedruckt und ausgefüllt.
Also lieferten die Bundespolizisten den Ertappten bei den Kollegen der Polizeiinspektion Flughafen München ab. Die bayerischen Beamten übernahmen zuständigkeitshalber die Bearbeitung des Falls und ließen dem 33-Jährigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angedeihen. Diese Anzeige wird den Münchner wohl 150 Euro kosten. Außerdem steht noch der Verdacht der Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Raum.“

Bravo! Und warum kann das die Bundespolizei in Zügen nicht auch? Oder will die DB immer noch nicht?

Ist ja wohl ein Unterschied ob jemand am Flughafen auffällt und die Polizei kontrolliert, oder sämtliche Züge von der Bundespolizei überwacht werden müssen. Aber daheim auf der Couch lässt sich leicht meckern.

Leo
Leo

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Wo ein Wille, da wäre auch ein Weg! Wenn ein Schwarzfahrer sich nicht ausweisen kann, werden privat mitfahrende Polizisten ja auch aufgefordert, ihre Freifahrt abzuarbeiten. Dazu bräuchte man noch nicht mal die Bundespolizei, erst recht nicht in ALLEN Zügen!

Man muss auch nicht an jede rote Ampel einen Polizisten stellen, damit sich die Leute an die Regeln halten. Erst nachdem die Polizei Ende der 70er Jahre den ungläubigen Pariser Rotlichtsündern tatsächlich wie immer schon theoretisch angedroht viel Geld abnahm, halten sich auch in Paris fast alle an rote Ampeln.

Solange man aber pingeligst (evtl. nur vermeintlichen) Schwarzfahrern mit großem Aufwand nachstellt, Maskenverweigerern aber nicht, signalisiert man nur, wie sehr einem die Gesundheit der Kunden am ... vorbeigeht.

SvenKol
SvenKol

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Ich finde solche pauschale Abstempelung aller Fahrgäste ohne MNS nicht angebracht. Seit Beginn der Pandemie, d.h. noch vor der Einführung der Maskenpflicht in Deutschland, habe ich meinen MNS in geschlossenen Räumen getragen. Im Juli wurde bei mir eine schwere Allergie diagnostiziert, erschwert noch durch eine chronische Augenerkrankung. Meine Hausärztin stelle auf Grundlage der medizinischen Gutachten von drei Ärzten (Allergologe, Haut- und Augenarzt) ein medizinisches Attest aus. Seitdem darf ich keinen MNS tragen. Trotzdem benutze aus Solidarität und zum Schutz der Anderen meinen MNS für die kurzen ÖPNV-Fahrten oder Einkäufe, ggf. einen Visier (besser als nichts). 15-20 Min kann ich es aushalten, dann bin ich aber k.o. und das kann man an meinem Gesicht und meinen Augen leicht erkennen. Nächste Wiche steht mir eine lange Bahnreise bevor. Ich werde mich bemühen, ggf. eine von anderen Fahrgästen möglichst weit entfernte Sitzmöglichkeit zu nehmen und meinen MNS über bestimmte Zeiträume zu tragen (bei der Bewegung unbedingt), aber sofort abnehmen, wenn mir es wieder schlecht geht. Mein Attest werde ich dem Bahnpersonal auf Verlangen zeigen. Nicht alle Menschen ohne Maske sind "Corona-Lügner". Wir dürfen auch Bahn fahren!