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Fahrkartenkontrolle außerhalb der S-Bahn aber auf dem Bahnsteig und Fahrkarte für mehrere Personen jetzt FN erhalten

Wie sieht denn folgender Fall rechtlich aus:

Wir waren heute zu viert unterwegs und hatten uns das MetropolTagesTicket Online gekauft.
Wir sind dann in Stuttgart Hbf in die S2 eingestiegen in Stuttgart Vaihingen musste ich aussteigen die anderen sind aber nach Echterdingen bzw. Flughafen Messe weiter gefahren.
Wir hatten uns etwas verquatsch und ich habe gerade gemerkt dass ich aussteigen muss als die S-Bahn schon gehalten hat, ich bin dann natürlich noch schnell aufgestanden und aus der S-Bahn raus.

Auf dem Bahnsteig haben mich dann Fahrscheinprüfer angehalten die dachten ich wäre so schnell ausgestiegen weil ich die drei habe einsteigen sehen.

Ich konnte natürlich keine Fahrkarte vorzeigen die Fahrkarte ist natürlich ohne mich mit der S-Bahn weiter Richtung Stuttgart Rohr gefahren.

Nach einiger Diskussion haben die Prüfer eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt. ich habe mit das Onlineticket als PDF Datei vom Käufer mailen lassen und die PDF schon über die Website an die Stelle übermittelt.

Jetzt warte ich was zurück kommt.

Aber wie sieht das eigentlich rechtlich aus?

Es ist doch so dass mehrere Personen auf einer Fahrkarte stehen können und diese doch nicht die exakt gleiche Strecke nutzen müssen sondern eben später ein- und früher aussteigen können als der "Hauptfahrer" aber wie ist das ganze rechtlich geregelt?

Hätten die Prüfer eigentlich überhaupt noch auf dem Bahnsteig kontrollieren dürfen? denn es könnte ja sein dass ein Einzelfahrschein mit verlassen des Zuges weggeworfen wird.

Antworten

Den Fahrschein bitte immer bis zum Verlassen des Bahnsteiges aufheben und niemals früher wegwerfen. Ihren speziellen Fall kann ich aber nicht auflösen. Ich vermute die Fahrpreisbacherhebung wird mit Zahlung von 7 Euro aufgehoben. Am Bahnsteig (Bahngelände) darf aber auch kontrolliert werden.

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Aber selbst die Zahlung von 7 Euro wäre in diesem Fall doch absurd. Der Fahrgast hat ja nichts verkehrt gemacht.

Leo
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Hallo Angelina1974,
bitte wenden Sie sich an die DB Fahrpreisnacherhebung: https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de
Wenn ich das richtig herauslese, haben Sie dies bereits getan; dann warten Sie bitte die Antwort ab. /si

Heinz1
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"Aber selbst die Zahlung von 7 Euro wäre in diesem Fall doch absurd. Der Fahrgast hat ja nichts verkehrt gemacht."

Anscheinend doch da man sich wohl ohne gültigen Fahrschein nicht auf dem Bahnsteig aufhalten darf.

Ich finde es aber auch absurd, hier wird ja auch immer wieder gesagt das es kein Problem ist wenn man mit einem Gruppenticket früher aussteigt aber anscheinend widerspricht das eigentlich den Beförderungsbedingungen.

Woodstock
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Anscheinend doch da man sich wohl ohne gültigen Fahrschein nicht auf dem Bahnsteig aufhalten darf. - Das gilt nur noch für den HVV, da muß man eine Bahnsteigkarte kaufen.

kabo
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Rechtlich ist die Sache aber eindeutig:
Nr. 6.6 der Beförderungsbedingungen des BW-Tarifs: "... Fahrausweise sind nach Beendigung der Fahrt bis zum Verlassen des Bahnsteigs einschließlich der Zu- und Abgänge aufzubewahren."

geborenumzuleben
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Interessantes Thema.
Wird denn da ein Unterschied gemacht ob es an einem S-Bahn Bahnhof passiert oder an einem "Dorfbahnhof"?
In den Großstädten gibt es ja bzgl der U-Bahn da ja nochmal andere Regeln.

Nun der S-Bahnhof in S-Vaihingen ist von außen völlig frei zugänglich die Unterführung ist ja sogar ein offizieller Weg dort gibt es keine Hinweisschilder im Sinne von Bahnsteigkarte oder Zutritt nur mit Fahrkarte.

Auch konnte ich in den Bedingungen zur Gruppenkarte keinen Hinweis dazu finden, dass die Gruppe die Fahrt unterbrechen muss wenn ein Teil nicht weiter fahren möchte.

Nun egal ich lasse es drauf ankommen. Das Metropolticket enthält ja auch meinen Namen bedeutet nach §5 Abs. 3 der EVO muss ich wenn überhaupt 7 Euro bezahlen wegen dem Betrag wird die DB sicher keine Auseinandersetzung vor Gericht riskieren.

geborenumzuleben
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@Angelina1974,
bin gespannt wie es weitergeht.
Würd mich freun wenn sie zumindest mich hier auf dem Laufenden halten.

werde ich machen

Was mir gerade einfällt, wie ist es eigentlich zu bewerten wenn ich meine Mitfahrer angerufen hätte und so die Fahrkarte dann zurück gekommen wäre?

Ich hätte dem Prüfpersonal ja verweigern können den Pass zu zeigen klar dann wird die Polizei gerufen aber die sind sicher langsamer als die S-Bahn für die paar Haltestellen in der Gegenrichtung

Heinz1
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Das Problem bei so einem Ticket ist ja das es nur gültig ist wenn der Hauptfahrer anwesend ist. Selbst wenn sie das Ticket als PDF vorzeigen hätten können wäre es nicht gültig gewesen.

Wenn man die Beförderungsbedingungen korrekt auslegt ist es eigentlich nicht möglich als Mitfahrer früher auszusteigen da man sich dann immer ohne ein gültige Ticket auf dem Bahnsteig aufhält.

Nun der "Hauptfahrer" (wobei die Bedingungen diesen Begriff ja gar nicht kennen) wäre ja mit dem Ticket zurück gekommen und hätte es dann vorzeigen können.

Der Aufenthalt auf dem Bahnsteig ist in Stuttgart-Vaihingen kein Problem, da hier keine Bahnsteigkarte oder ähnliches vorgeschrieben ist sonst könnte niemand auch Angehörige bis zum Zug begleiten.

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Generell ist ein Aufenthalt auf dem Bahnsteig ohne Ticket durchaus erlaubt, es gibt aber Ausnahmen (bekannt sind mir nur München und Hamburg, wo es extra Bahnsteigkarten gibt, wenn man ohne Ticket auf den Bahnsteig will, z.b. um jemanden abzuholen oder zum Zug zu bringen). Und dort sollten eigentlich auch alle Bereiche die ohne Ticket nicht betreten werden dürfen, deutlich markiert sein, damit man überhaupt die Regeln einhalten kann.

Einzig, das die Kontrolleure auf einem sehr leeren Bahnhof mit nur einer Handvoll Leuten auf dem Bahnsteig eindeutig sehen können, wer denn tatsächlich aussteigt, und damit mit dem Zug gefahren sein muss, könnte tatsächlich eine Kontrolle dieser Personen rechtfertigen. Dann könnten tatsächlich die AGBs greifen, dass man das Ticket bis zum Verlassen des Bahnsteigs aufheben muss.

Woodstock
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In München gibt es keine Bahnsteigkarten mehr, nur noch in Hamburg.

Leo
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"Generell ist ein Aufenthalt auf dem Bahnsteig ohne Ticket durchaus erlaubt, es gibt aber Ausnahmen (bekannt sind mir nur München und Hamburg, wo es extra Bahnsteigkarten gibt, wenn man ohne Ticket auf den Bahnsteig will, z.b. um jemanden abzuholen oder zum Zug zu bringen)."

Wegen großem Ärger wie beschrieben wurden die in München mittlerweile abgeschafft:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-ort29098/muench...

Allerdings ist der Ärger mit Gruppenkarten immer noch nicht vorbei:

"Ausnahmen soll es bei Kontrollen in den Sperrengeschossen geben, die hin und wieder beispielsweise am Marienplatz oder am Sendlinger Tor durchgeführt werden.

Wer dann keinen Fahrschein hat, aber zum Bahnsteig will, weil er etwa jemanden abholen möchte, erhält einen kostenlosen Passierschein, der ab da 30 Minuten gültig ist. Auf diese Kontrollen soll vor Ort rechtzeitig hingewiesen werden."

Heinz1
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Das Problem ist das man als Mitfahrer im Nachhinein kaum beweisen kann das man auch ein gültiges Ticket hatte.

Nun in dem Fall ist es ja ein Onlineticket dort sind ja alle Namen der Reisenden eingetragen

nun wir werden sehen wie die Stelle reagiert.

Aber interessant ist wirklich die Frage ob es sinnvoll gewesen wäre denjenigen mit der Onlineticket zurück kommen zu lassen während die Prüfer auf die Polizei warten.

Sie hatten ein gültiges Ticket welches sie bei der Kontrolle nicht vorzeigen konnten. Erstmal gibt es eine FN und bei Vorlage des Tickets bezahlt man 7 Euro und die FN wird eingestellt.

Heinz1
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"Nun in dem Fall ist es ja ein Onlineticket dort sind ja alle Namen der Reisenden eingetragen"

Ein Onlineticket ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen gültig, deshalb sehe ich eine Kontrolle außerhalb des Zuges als problematisch an, man kann als Fahrgast auch später nicht 100% Nachweisen das man im Besitz einer gültigen Fahrkarte war.

Nun diese Aussage "man kann als Fahrgast auch später nicht 100% Nachweisen das man im Besitz einer gültigen Fahrkarte war" ist natürlich Unsinn.

Selbstverständlich kann das nachgewiesen werden, notfalls wenn die Mitfahrer vor Gericht als Zeugen aussagen.

Aber warten wir ab wie die Rückantwort ausfallen wird.

Zeuge vor Gericht? Sitzen Sie etwa schon in U-Haft? Einfach das gültige Ticket nachreichen und die Sache ist (vielleicht sogar ohne die Verwaltungsgebühr von 7 Euro) erledigt.