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Frage beantwortet

Zwischenstopp bei Aufhebung der Zugbindung?

Wenn die Zugbindung aufgrund eines ausgefallenen Zuges oder aufgrund einer zu erwartenden Verspätung von über 20 Minuten aufgehoben wurde, kann ich dann die Fahrt in einem Bahnhof, der auf der Strecke liegt, unterbrechen und später fortsetzen?

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Bei Aufhebung der Zugbindung dürfen auch andere Strecken zum Ziel genutzt werden, man muss nicht auf der gebuchten Strecke eine Alternative finden.

Aber man darf dennoch keine expliziten Umwege fahren. Das primäre Ziel der DB ist eigentlich, den Fahrgast erst mal möglichst schnell ans Ziel zu bringen.

Beispiel: gebucht ist die Fahrt von Köln nach Frankfurt im IC auf der langsamen, preiswerten Rheinstecke (Köln - Koblenz - Mainz - Frankfurt). Der Zug fällt aus. Jetzt darf man auch die Sprinterstrecke von Köln nach Frankfurt fahren, die normalerweise deutlich teurer und schneller wäre. Und man könnte so auch noch ohne Verspätung am Ziel ankommen.

Konkret sind letztendlich alle Verbindungen „sicher“ erlaubt, die die Fahrplanauskunft ohne Angabe von Zwischenhalten ausspuckt, das sind die Verbindungen, die „ohne Umweg“ zum Ziel führen. Gibt man selbst Zwischenhalte an, dann läuft man Gefahr, doch Umwege zu fahren, die nicht erlaubt sind. Wenn man weiß was man tut, also die erlaubten Strecken kennt, kann man das natürlich dennoch tun.

Und was Entschädigungen angeht (25% ab 60min, 50% ab 120min Verspätung), dann gibt es die nur, wenn man tatsächlich eine der nächsten angebotenen Alternativen zum Ziel nutzt. Macht man unterwegs einen längeren Zwischenstopp, und verlängert so künstlich die Verspätung, hat man auch keinen Anspruch auf Entschädigung mehr. Ansonsten darf man aber die Fahrt durchaus innerhalb der Gültigkeit unterbrechen und später fortsetzen.

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Mark1807
Mark1807

Mark1807

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Ja, bis 10 Uhr des Folgetages müssen Sie die Fahrt aber beendet haben.

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Hallo Mark1807,
hier schrieben Sie, man kann nur Verbindungen nehmen, die der Reiseplaner ohne Eingabe von Zwischenhalten ausgibt:
https://community.bahn.de/questions/2393194-supersparprei...
Wie ist das jetzt zu verstehen?

Mark1807
Mark1807

Mark1807

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Man darf keine Zwischenstops in der Reiseauskunft eingeben, da dies Zu Umwegen führen könnte. Wenn der Halt auf der Strecke liegt ist es erlaubt.
Bsp. Wenn sie von München nach Frankfurt fahren dürfen sie nicht über Karlsruhe fahren (bzw. diesen als Zwischenhalt angeben) In Mannheim (liegt auf der Strecke) ist ein Zwischenstops jedoch erlaubt.

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Bei Aufhebung der Zugbindung dürfen auch andere Strecken zum Ziel genutzt werden, man muss nicht auf der gebuchten Strecke eine Alternative finden.

Aber man darf dennoch keine expliziten Umwege fahren. Das primäre Ziel der DB ist eigentlich, den Fahrgast erst mal möglichst schnell ans Ziel zu bringen.

Beispiel: gebucht ist die Fahrt von Köln nach Frankfurt im IC auf der langsamen, preiswerten Rheinstecke (Köln - Koblenz - Mainz - Frankfurt). Der Zug fällt aus. Jetzt darf man auch die Sprinterstrecke von Köln nach Frankfurt fahren, die normalerweise deutlich teurer und schneller wäre. Und man könnte so auch noch ohne Verspätung am Ziel ankommen.

Konkret sind letztendlich alle Verbindungen „sicher“ erlaubt, die die Fahrplanauskunft ohne Angabe von Zwischenhalten ausspuckt, das sind die Verbindungen, die „ohne Umweg“ zum Ziel führen. Gibt man selbst Zwischenhalte an, dann läuft man Gefahr, doch Umwege zu fahren, die nicht erlaubt sind. Wenn man weiß was man tut, also die erlaubten Strecken kennt, kann man das natürlich dennoch tun.

Und was Entschädigungen angeht (25% ab 60min, 50% ab 120min Verspätung), dann gibt es die nur, wenn man tatsächlich eine der nächsten angebotenen Alternativen zum Ziel nutzt. Macht man unterwegs einen längeren Zwischenstopp, und verlängert so künstlich die Verspätung, hat man auch keinen Anspruch auf Entschädigung mehr. Ansonsten darf man aber die Fahrt durchaus innerhalb der Gültigkeit unterbrechen und später fortsetzen.