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Frage beantwortet

Reise mit erforderlicher Begleitung - bei Schwerbehinderung (kennzeichen B) in das europäische Ausland

Für Reisen von Deutschland aus in Nachbarländer der EU bzw umgekehrt benötigen wir eine Begleitung der behinderten Person (schwerbehindert, mit Kennzeichen "B"),
Für diese Fahrt ist ein „Nullticket“ für die Begleitperson vorgeschrieben, welches man nicht im Online-Angeboten bei der DB erhalten kann.
Es kommt leider bei dem Kauf der erforderlichen Fahrkarte nebst Nullticket am DB-Schalter immer wieder zu erheblichen Schwierigkeiten, wie auch zeitlichem Aufwand, was möglicherweise mit der Schulung des Personals in diesem Bereich zu tun haben kann.
Was kann der Fahrgast (behinderte Person mit Begleitung) beim Fahrkartenkauf am Schalter dem Personal mitteilen, das die Begleitperson ein „Nullticket“ erhalten kann?

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
kabo
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Die Tatsache, dass diese Nullfahrkarten nur am Schalter erhältlich sind, ist allerdings primär darauf zurückzuführen, dass (a) der Schwerbehindertenausweis vorgezeigt werden muss und (b) die Fahrkarte des zu begleitenden Schwerbehinderten vorgelegt werden muss, damit die Nullfahrkarte auch dazu passt.

Dazu kommt, dass (wie schon geschrieben) die Regelungen von Land zu Land unterschiedlich sind. Für einige Länder reicht Merkzeichen "B" aus, bei anderen Ländern muss man zusätzlich auf einen Rollstuhl angewiesen sein, um für eine Nullfahrkarte berechtigt zu sein, in noch wieder anderen Ländern muss man blind sein.

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Weitere Antworten

Beim Kauf eines Tickets sollte der SBA mit dem Merkzeichen vorgezeigt werden und nach einem Begleiterticket gefragt werden. Was sonst wollen Sie den Personal sagen?
Bestenfalls können Sie auf Punkt 17.3. der internationalen Beförderungsbedingungen hinweisen.

17.3 Sonstige Personen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität
17.3.1 Menschen mit anderen Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität können eine kostenfreie Begleitperson oder Assistenzhund mitnehmen, wenn
-sie Inhaber eines gültigen, in Deutschland ausgestellten Ausweises sind, in dem die Notwendigkeit einer ständigen Begleitung oder die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson bzw. eines Assistenzhundes bescheinigt wird,

  • sie sich durch einen amtlichen Lichtbildausweis identifizieren können und
  • eine Fahrkarte zu einem vollen oder ggf. ermäßigten Preisangebot, wenn die tarif- mäßigen Voraussetzungen dafür vorliegen (außer PASSANGEBOTEN gemäß SCIC-RPT) vorlegen können.

17.3.2 Die Begleitperson erhält eine kostenfreie Fahrkarte mit dem Vermerk „Begleiter“

Wenn Sie öfter das Problem haben, dann ist es vielleicht sinnvoll bei der Bahn darauf hinzuweisen und das Problem den Kundendialog zu schildern. Wir Bahnkunden sind wohl nicht für die Schulung von Bahnpersonal heranzuziehen.
https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

Ansonsten ist es vielleicht hilfreich ein bereits abgefahrenes Ticket aufzuheben. Dann könnte man das beim nächsten Kauf als Beispiel/Muster vorzeigen.

Cappucino317
Cappucino317

Cappucino317

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kurz was zum Thema bzw Stichwort " Schulung des Personals".

Im Reisezentrum werden eine riesige Anzahl an unterschiedlichen Tickets verkauft. Vieles wird für die Reiseberater schnell zur Routine. Bei Fahrten ins Ausland schauen aber selbst die "alten Hasen" dann lieber noch mal in das "Tarifwerk". Die Kombination mit Ausland und Schwerbehinderten gehört dann schon fast zur "Königsdisziplin" da bald jedes Land im Detail ein paar Besonderheiten hat, hier will man dem Kunden dann auch mit gutem gewissen dass Verkaufen bzw Ausstellen so das es unterwegs keine Probleme gibt. Dies kann dann vielleicht ein paar Minuten länger dauern, aber als Kunde will man doch auch das am Ende alles passt.
Auch der Faktor, das man solch ein Ticket nicht Online bekommt, zeigt schon das es hier eher eine etwas komplexere Sache ist.

kabo
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Die Tatsache, dass diese Nullfahrkarten nur am Schalter erhältlich sind, ist allerdings primär darauf zurückzuführen, dass (a) der Schwerbehindertenausweis vorgezeigt werden muss und (b) die Fahrkarte des zu begleitenden Schwerbehinderten vorgelegt werden muss, damit die Nullfahrkarte auch dazu passt.

Dazu kommt, dass (wie schon geschrieben) die Regelungen von Land zu Land unterschiedlich sind. Für einige Länder reicht Merkzeichen "B" aus, bei anderen Ländern muss man zusätzlich auf einen Rollstuhl angewiesen sein, um für eine Nullfahrkarte berechtigt zu sein, in noch wieder anderen Ländern muss man blind sein.