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Frage beantwortet

Voller Zug – warum kein Hinweis bei der Online-Buchung?

Ich sitze im ICE 73 von Frankfurt nach Basel. Bei der Buchung für die 1. Klasse vor 2 Tagen gab es keinen Hinweis auf eine erhöhte Auslastung – aber die 1. Klasse ist zu deutlich über 50% belegt. Schaue ich nun ganz aktuell in die Buchungslage für diesen Zug (Einstieg bei einem Halt später, also Mannheim), wird die hohe Auslastung immer noch nicht angezeigt.
Kann mir jemand sagen, wie so etwas passiert? Wieso also die Bahn ihr System über Tage hinweg nicht aktuell hält? Denn was nützt eine Info, wenn man sich offensichtlich gar nicht darauf verlassen kann?
Danke und Grüße

kai2010
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Ghize
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Die Anzeige ist immer eine Prognose, was die Bahn für eine Auslastung erwartet. Bei einem System, bei dem jeder mit einem Flexticket ohne Reservierung in den Zug einsteigen darf, kann die Bahn nicht definitiv wissen, wie viele Passagiere mitfahren werden.

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Ghize
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Die Anzeige ist immer eine Prognose, was die Bahn für eine Auslastung erwartet. Bei einem System, bei dem jeder mit einem Flexticket ohne Reservierung in den Zug einsteigen darf, kann die Bahn nicht definitiv wissen, wie viele Passagiere mitfahren werden.

kai2010
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@Ghize: Klar, aber man könnte den Hinweis aktualisieren, wenn sich zeigt, dass der Zug bereits voll *ist*. Aber nicht mal das geschieht ja. Da frage ich mich: warum?
(Davon abgesehen dürfte man eine wohl bessere Prognose erwarten, zumal auch in der 1. Klasse definitiv nicht jeder mit Flex-Ticket reist, und das dann auch wirklich flexibel nutzt. Das kann es also nicht ausmachen)

kai2010
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@NRW: Ja, das ist theoretisch möglich, wenngleich ich es für eher unwahrscheinlich halte, dass die 1. Klasse sich dadurch so massiv füllt.
Und wie gesagt könnte man die Anzeige ja wenigstens aktualisieren, wenn sich zeigt, dass der Zug voll ist. Geschieht aber nicht. (Ich stelle diese Frage auch nur, weil ich das nun schon mehrfach erlebt habe)
PS: Ich persönlich könnte mir sogar Vorsatz seitens der DB vorstellen, damit mehr Menschen die 1. Klasse buchen, weil sie mutmaßlich weniger voll ist.

Ghize
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Ich könnte mir vorstellen, dass Fahrgäste mit der Paranoia "die Bahn macht alles mit böser Absicht", besser im eigenen Auto aufgehoben wären.

kabo
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kai2010
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@Ghize: Okay, Sie haben recht. Böse Absicht würde einen Plan und eine gewisse Weitsicht unterstellen. :))

Mittlerweile sind durch die Kulanzregelung Tausende Tickets im Umlauf die als Flextickets genutzt werden können, da kann die Bahn keinen vernünftigen Überblick haben.

Nee da wird Panik gemacht. Als wenn in den Zügen nur verseuchte Menschen fahren vor denen man geschützt werden muss. Als wenn diese Anzeige was bringt. Die Leute fahren doch trotzdem. Sorry aber das musste mal gesagt werden. Und nun bin ich raus aus der Diskussion.

kai2010
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Wenn die DB-Mitarbeiter schon für mich entscheiden, welche Antwort auf meine Frage mir die sachdienlichste Info liefert (was nicht der Fall ist), dann können sie mir ja sicher auch mitteilen, weshalb die Prognose nicht aktualisiert wird? (Und zwar spätestens dann, wenn es keine Prognose mehr ist, sondern ein Fakt.)

kai2010
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@NRW: Unsinn. Ich wähle die 1. Klasse generell wegen der oftmals geringeren Auslastung. Das ist einer der Vorteile, wenn nicht sogar der einzige.

kabo
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Die Auslastungsanzeige hat gar nicht den Anspruch, die tatsächliche Auslastung abzubilden. Die Auslastungsanzeige ist ausschließlich eine Prognose aus den Buchungsdaten. Dass am Reisetag, die Prognosedaten durch Ist-Daten ersetzt werden, wurde nie behauptet und ist meines Wissens auch nicht geplant.

kai2010
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Ja, kabo, ich weiss. Die Frage ist aber: *warum* geschieht das nicht?

kabo und kai2010: Der Anfang mit der Auslastungsinformation wurde gemacht und die Prognose trifft größtenteils auch zu. Ich gebe euch recht, wenn vereinzelte Prognosen geschärft werden müssen, doch die Argumente wurden bereits angesprochen, dass es derweil nicht anders geht. Es sind bis Ende Oktober sehr viele „flexible“ Fahrkarten im Umlauf. So können wir vorerst nur davon ausgehen, inwieweit sich für eine bestimmte Verbindung und Züge „festgelegt“ wurde. Im Hintergrund arbeitet die DB an einem großen Vertriebsprojekt, um mehrere Schnittstellen zu vereinheitlichen bzw. zu bündeln, damit die Prognosen noch besserer werden (anhand von Sitzplatzreservierungen, Fahrkartenkontrollen, Komfort Check-in usw.). Nur das braucht seine Entwicklungszeit, Erfahrungen, Analysen und die Entwicklerteams haben nicht nur dieses eine Projekt in der Pipeline. /ch