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Frage beantwortet

Falt- / Klappfahrrad

Hallo,

ich bin Wochenend-Pendler und habe zu diesem Zweck immer ein Fahrrad dabei, da meine Arbeitsstelle vom Endbahnhof noch fast 10 km entfernt ist.
Ebenso brauche ich das Fahrrad, weil die nächste Einkaufsmöglichkeit 8 km weit weg ist.

Um nicht jedes Mal eine Reservierung fürs Fahrrad tätigen zu müssen, habe ich mir ein Klapp-Fahrrad zugelegt, auch weil mir mein voriges Mountainbike am Provinz-Bahnhof gestohlen wurde.
Es ist eine massive Erleichterung, da ich sonst jedes Mal dumm dastehe wenn keine Reservierung fürs Fahrrad-Abteil möglich ist, oder der nächste Zug keinen Platz hat, weil der ursprüngliche ausfiel.

Nun habe ich mir allerdings ein 26er Klapp-Mountain-Bike geholt, mit dem es bis jetzt keinerlei Probleme gab und das auch noch ziemlich genial aussieht. Das klappe ich einfach zusammen (Vorderreifen ab und Rahmen in der Mitte zusammengefaltet) und setze mich in die Nähe (ich zahl noch ab).

Vor einiger Zeit fiel mein gebuchter Zug aus und ich nahm einfach die nächste Verbindung -einen ICE-, wo mich die etwas schlecht gelaunte Zug-Chefin irgendwann ins Bordbistro schickte, weil man sitzt ja nicht an der Tür.
Gut, verstehe ich auch obwohl ich in der Vergangenheit diverse Rad-Gefährte an den Türen bei verschiedenen Fahrten sah.
Mein Hinweis, dass es bis jetzt noch nie Probleme gab und die Kollegen bei ca. 80 vorgehenden Fahrten nie was zu beanstanden hatten (ich schaue ja, dass ich nicht im Weg bin) wurde beschieden mit einem "Da liegen die anderen alle falsch".

Gestern bin ich dann wieder die Fahrt angetreten, diesmal wieder im ICE MIT Fahrradabteil -und welch Wunder- es war die gleiche Zug-Chefin, die mich mit meinem zusammengeklapptem Rad nicht in Fahrradabteil lassen wollte, da "das Rad nicht in einer Tasche verpackt ist".
Da ich aufgrund des benötigten Gepäcks in der Woche zwei Rucksäcke (65L und ca. 20L mit Zuladung von immer so 15 Kilo) mit mir führe, wäre das zwar ein ärgerlicher Aufwand, aber notfalls würde ich für 100€ so eine Tasche holen.

Außerdem meinte die mehr als schlecht gelaunte Dame, dass ich das Rad dann in Gepäckfach verbringen sollte oder unter einen Sitz packe.
Also liebe Damen und Herren, wieso darf ich nicht ein FaltFAHRRAD in den FAHRRAD-Wagen verbringen, in eine Ecke stellen, wo es garantiert niemanden stört und keinerlei FAHRRADständer davon belegt werden?

Außerdem bin ich immer auf den Sitzen daneben zu finden da ich lieber ein Auge darauf habe.

Ach ja, die Kollegin hatte schon beim letzten Mal eine Diskussion damit angefangen, dass "das Fahrrad zu groß für ein Faltrad sei"...es ist kein 2m-Hochrad und absolut nirgends bei Ihnen oder sonst einer Firma habe ich gelesen, dass es da Höchstmaße gibt, ich habe auch keinerlei Anbauten daran außer den Schutzblechen.

Wie bereits erwähnt, hat das Rad auch nur die 26er Größe, ist also nicht außergewöhnlich in den Maßen, des weiteren brauche ich nun mal ein etwas robusteres Fahrrad-Modell, da ich auf dem Weg zur Arbeit durch diverse Waldgebiete fahren muss.

Ich muss sagen, dass die Vorstellung mir nicht aussuchen zu können welche Art Faltrad ich mitführen darf, doch etwas mehr als einschränkend wirkt.

Entschuldigung dann für die Länge des Anliegens, aber ich hab vom Diskussionsschwall der Kollegin gelernt.

MfG
Lupusmephi

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Im Sommer des letzten Jahres hat die DB ihre Beförderungsbedingungen zu Gepäck "aufgeräumt".
Es gibt jetzt nur noch zwei Arten von Gepäck:
-- Fahrräder (kostenpflichtig, im Fahrradabteil)
-- sonstiges Gepäck (kostenfrei, muss aber in der Gepäckablage oder unter dem Sitz liegen)

Zu letzterem gehören auch eScooter und Falträder - egal wie groß.

Früher gab es noch die Gepäcksorte "Traglast", das war alles, was weder Fahrrad noch Reisegepäck ist. Kriterium war nur, dass die "Traglast" von einer Person alleine getragen werden konnte und im Zug so untergebracht werden konnte, dass niemand gestört / behindert wird.
Das wäre das, was Sie jetzt bräuchten - wurde aber gestrichen.
Sachen, die nicht in der Gepäckablage / unter dem Sitz liegen und auch kein (kostenpflichtiges) Fahrrad sind, dürfen gar nicht mehr mitgenommen werden.

Sie haben also zwei Alternativen: Sie lassen das Faltrad aufgeklappt und nehmen es als Fahrrad im Fahrradwagen kostenpflichtig mit, oder Sie packen es in die Gepäckablage / unter den Sitz.
Eine Tasche ist dagegen nicht unbedingt erforderlich - wenn Sie es schaffen das Fahrrad so in der Gepäckablage / unter dem Sitz zu verstauen, dass Gepäck von anderen Reisenden nicht beschädigt oder verschmutzt wird. (Das ist ja der Sinn der Tasche)

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Im Sommer des letzten Jahres hat die DB ihre Beförderungsbedingungen zu Gepäck "aufgeräumt".
Es gibt jetzt nur noch zwei Arten von Gepäck:
-- Fahrräder (kostenpflichtig, im Fahrradabteil)
-- sonstiges Gepäck (kostenfrei, muss aber in der Gepäckablage oder unter dem Sitz liegen)

Zu letzterem gehören auch eScooter und Falträder - egal wie groß.

Früher gab es noch die Gepäcksorte "Traglast", das war alles, was weder Fahrrad noch Reisegepäck ist. Kriterium war nur, dass die "Traglast" von einer Person alleine getragen werden konnte und im Zug so untergebracht werden konnte, dass niemand gestört / behindert wird.
Das wäre das, was Sie jetzt bräuchten - wurde aber gestrichen.
Sachen, die nicht in der Gepäckablage / unter dem Sitz liegen und auch kein (kostenpflichtiges) Fahrrad sind, dürfen gar nicht mehr mitgenommen werden.

Sie haben also zwei Alternativen: Sie lassen das Faltrad aufgeklappt und nehmen es als Fahrrad im Fahrradwagen kostenpflichtig mit, oder Sie packen es in die Gepäckablage / unter den Sitz.
Eine Tasche ist dagegen nicht unbedingt erforderlich - wenn Sie es schaffen das Fahrrad so in der Gepäckablage / unter dem Sitz zu verstauen, dass Gepäck von anderen Reisenden nicht beschädigt oder verschmutzt wird. (Das ist ja der Sinn der Tasche)