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Frage beantwortet

Erstattung da Zugverweis wegen fehlender Stellplatzreservierung

Guten Tag zusammen,

Bin soeben wegen fehlender Stellplatzreservierung am Bahnhof Aschaffenburg aus EC115 geflogen. Ziel ist München Ost. Fahre jetzt per Bayernticket.

Habe mich spontan entschieden das Fahrrad im EC mitzunehmen. Im Fragenkatalog zur Fahrradmitnahme heißt es auf Bahn.de hierzu: "Sollten Sie am Reisetag spontan Ihr Fahrrad mitnehmen wollen, ist das ebenfalls möglich. Im DB Reisezentrum können Sie bis zur planmäßigen Abfahrtszeit am Startbahnhof Ihres Zuges die Fahrradkarte kaufen."

Die Dame im DB Reisezentrum AB verkaufte mir eine Fahrradkarte für 5,40 EUR und wies mich darauf hin, dass eine Stellplatzreservierung nicht mehr möglich ist und ich das direkt mit Zugführer klären solle. Der war allerdings trotz freier Flächen wenig serviceorientiert und verwies mich noch vor Abfahrt des Zuges.
Bezugnehmend auf den oben erwähnten Passus - dass die spontane Mitnahme und Buchung bis zu Abfahrt möglich ist - stelle ich mir nun die Frage, inwieweit mein EC-Sparpreisticket nun erstattbar ist.

Wie der Kunde verfahren soll, wenn bei der spontanen Mitnahme keine Stellplatzreservierung verfügbar ist, ist nirgends beschrieben. Online findet sich auch kein Hinweis auf die aktuelle Buchungslage für Stellplätze beim jeweiligen Zug.
Wäre mir irgendwo angezeigt worden, dass die Stellplätze voll sind, hätte ich mein Rad auch nicht mitgenommen...

Danke vorab für einen Ratschlag.

Schönen Gruß aus RE55 nach Würzburg :(
Sebastian

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Mark1807
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Für Spontanfahrten mit dem Rad ist der Fernverkehr eher ungeignet (und von der Bahn auch nicht gewollt).
Das Thema Radreservierung ist allgemein im Fernverkehr nicht Kundenfreundlich gelöst und eine Behebung zeichnet sich derzeit nicht ab:
https://community.bahn.de/questions/2388311-auslastungsan...

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Mark1807
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Da werden sie wenig Chancen haben. Es steht, im zitierten Satz, nichts von garantierter Mithamnahme sondern, das man bis zu Abfahrt des Zuges am Startbahnhof des Zuges (!), eine Reservierung tätigen Kann. Wenn eine Reservierung nicht mehr möglich ist und der Zugchef sie nicht mithenme will haben sie keinen Anspruch.
Warum ihnen die Dame aus dem Reisezentrum aber eine Nahverkehrs Fahrradkarte verkauft hat ist merkwürdig.

kabo
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Der EC115 startet doch relativ früh morgens. Zum Zeitpunkt, als Sie im Reisezentrum waren, hatte der Zug seinen Startbahnhof bestimmt schon verlassen. Deshalb gab es keine Reservierung mehr - und damit keinen Anspruch auf Mitnahme.
Deshalb werden Sie auch keine Erstattung bekommen.
Aber die Beratung im Reisezentrum war in der Tat nicht gut

Bundy
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Okay, dass es hier um den Startbahnhof des Zuges und nicht um den Startbahnhof des Reisenden für diesen Zug geht, kann der Laie schnell mal missverstehen....

Dennoch ist der Prozess aus meiner Sicht nicht zu Ende gedacht. Es bleibt offen, was ich als Reisender machen soll, wenn mein spontaner Buchungsversuch im Reisezentrum fehl schlägt. Angenommen der Zug wäre in Frankfurt gestartet - dann hätte ich den Buchungsversuch vor Abfahrt am Startbahnhof des Zuges durchgeführt und wäre trotzdem angeschmiert....
Gibt es denn eine Möglichkeit die Auslastung der Stellplätze online einzusehen?

By the way - mein Versuch das Fahrradticket samt Reservierung am Donnerstag via Hotline zu buchen, ging auch daneben. Nach 30 Minuten Wartezeit brach die Verbindung während der Weiterleitung vom Kundencenter zum Verkaufsteam ab. Daher hatte ich gutgläubig auf das Reisezentrum gesetzt...

Eigentlich wurde ich während der Corona -Krise vom Flieger zum begeisterten Bahnfahrer, aber solch eine Erfahrung trübt das Bild erstmal wieder....

Mark1807
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Für Spontanfahrten mit dem Rad ist der Fernverkehr eher ungeignet (und von der Bahn auch nicht gewollt).
Das Thema Radreservierung ist allgemein im Fernverkehr nicht Kundenfreundlich gelöst und eine Behebung zeichnet sich derzeit nicht ab:
https://community.bahn.de/questions/2388311-auslastungsan...

Hallo,

eine kurzfristige Buchung ist nur möglich, wenn es für den Zug auch noch freie Stellplätze gibt. Wenn dem nicht so ist, kann keine Reservierung vorgenommen werden und die Mitnahme des Fahrrads ist ausgeschlossen. Da das Zugticket ohne Fahrradkarte und Stellplatzreservierung gebucht wurde, ist eine Erstattung ausgeschlossen. Die auf dem Ticket gebuchte Leistung wurde zur Verfügung gestellt. /ni

Thorbena
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Wenn tatsächlich so falsch beraten und verkauft wurde wie geschildert, dann nicht locker lassen und die Erstattung freundlich aber selbstbewusst durchsetzen. Sie haben sich an das Verkaufspersonal gewandt, von dem Sie ausgehen dürfen, dass es kompetent ist. Sie müssen als Kunde nicht die Fehler der Bahn ausbaden. Die machen es sich hier zu einfach.

Braunschweiger
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@DB: Aber warum sollte der Kunde denn "Einmal Sparpreis AB - München für den EC und eine Karte für mein Fahrrad für AB - München. Die Fahrradkarte aber bitte so, dass sie nicht für den EC gültig ist" bestellen? Denn das ist ja verkauft worden. Eine Erstattung sollte da über den Kundendialog erfolgen, so offensichtliche Beratungsfehler haben wir hier ja eher selten.

kabo
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Aber die falsch beratende Person hat nur die Fahrradkarte verkauft, nicht das Sparpreisticket für den EC. Die Erstattung kann also nur die Fahrradkarte betreffen.
Allerdings hat der Fragesteller die Fahrradkarte ja benutzt, zwar nicht im EC, sondern im Regionalverkehr, aber die Fahrradkarte ist jetzt nicht mehr unbenutzt. (Und dabei hat er sogar 60ct gespart - die Fahrradkarte Nahverkehr Bayern kostet 6,00€ - also mehr als die Fahrradkarte Fernverkehr.)

Ansonsten:
"Gibt es denn eine Möglichkeit die Auslastung der Stellplätze online einzusehen?" -> Nein, ist offensichtlich auch weder geplant nocht gewollt.

@DB
"eine kurzfristige Buchung ist nur möglich, wenn es für den Zug auch noch freie Stellplätze gibt."
-> Das Problem ist, dass der Fragesteller kurzfristig buchen wollte, im Zug auch offensichtlich freie Stellplätze vorhanden waren, die aber nicht mehr reservierbar waren, da der Zug den Startbahnhof schon verlassen hat. Was fehlt ist die "Expressreservierung", die es für Sitzplätze ja gibt, aber nicht für Fahrradplätze - warum eigentlich nicht?

Thorbena
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@kabo
Die falsch beratende Person hat dem Fragesteller suggeriert, dass er es versuchen kann. Das hat er getan und wurde TROTZ freien Stellplatzes des Zuges verwiesen. Das Fahrrad kann er ja nicht einfach auf den Bahnsteig stellen oder bis zur Zugabfahrt sinnvoll loswerden, also konnte er dadurch die Fahrt auch ohne Fahrrad nicht zumutbar antreten. Das hat die Bahn verbockt und darf dafür jetzt gerade stehen oder aber eben richtig beraten!
Man muss sich nicht alles gefallen lassen.

Hallo Braunschweiger ,

er hat das Zugticket separat ohne Fahrrad gebucht und später die Fahrradkarte im Reisezentrum dazu gebucht, so bestehen 2 getrennte Verträge. Somit besteht auch kein Erstattungsanspruch auf das Zugticket. Ihm wurde zudem im DB Reisezentrum mitgeteilt, dass es keine freien Stellplätze für diesen Zug gibt, das Fahrrad also nicht mitgenommen werden kann. Man kann natürlich trotzdem am Zug fragen, ob das Rad aus Kulanz dennoch mitgenommen werden kann, das Zugpersonal kann dies aber ablehnen, wenn keine sichere Unterbringung gewährleistet werden kann. Was genau im Reisezentrum besprochen wurde, können wir allerdings nicht nachvollziehen. Gerne kann sich der Fragesteller an den Kundendialog wenden, die Kolleg*innen können dies sicherlich mit den Kolleg*innen im Reisezentrum klären. /ni

Hallo kabo,

da die Kollegin im DB Reisezentrum keinen freien Stellplatz mehr reservieren konnte, gehe ich davon aus, dass es auch keine freien Stellplätze mehr gab. Denn wenn dies der Fall war, hätte das Zugpersonal die Mitnahme nicht verweigert. Diese nehmen nur keine Räder mehr mit, wenn diese nicht ordnungsgemäß verstaut werden können. Leider gibt es im Zug nur wenige Stellplätze für Fahrräder, weshalb man keine für eventuelle Express-Reservierungen sperren kann. /ni

Thorbena
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Gut, so ganz klar ist es offensichtlich nicht, ob tatsächlich einFahrradstellplatz frei war oder nicht, ob die Reservierung nicht vorgenommen werden konnte, weil es zu knapp war oder ob tatsächlich kein Platz mehr frei war. Dass der Zugführer trotz freien Stellplatzes die Mitfahrt verweigerte, nur weil keine Reservierung vorlag, halte für möglich, dafür habe ich zuviel bei der Bahn erlebt.

Bundy
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Vielen Dank an die Community für die rege Diskussion.

Für meinen expliziten Fall nehme ich nun mit, dass meine Fehlinterpretation (Abfahrt Zug am Startbahnhof), gepaart mit einem Schuss Naivität ("Wird schon klappen am Bahnhof ohne Reservierung via Hotline") und der irreführenden Beratung im Reisezentrum ("Klären Sie das mit dem Zugführer") zu meinem Rausschmiss geführt haben.
Werde für mich die Tage nochmal abwägen wie ich weiter verfahre.

Allgemein lässt mich das Erlebnis und die hier gewonnenen Erkenntnisse nun ziemlich unbefriedigt zurück, sodass ich mich mit dem Hinweis von Mark1807 zur Gesamtsituation "Bahn und Fahrrad" am ehesten verbunden fühle.
Noch immer ist mir schleierhaft, welchen Lösungsvorschlag die Bahn einem Kunden unterbreitet, der sein Fahhrad spontan am Reisetag mitbringt und beim Buchungsversuch im Reisezentrum in die Röhre guckt - und wir gehen davon aus, der Zug ist noch nicht am Startbahnhof abgefahren.
Da ist es für mich als Kunde auch ziemlich unerheblich, ob ich dann ein oder zwei Verträge abgeschlossen habe und der Transport meiner Person rein theoretisch geleistet hätte werden können.
Ebenso kann ich den Ansatz von DB zur Möglichkeit einer virtuellen Express-Reservierung mit Nichten nachvollziehen. Was hat die Anzahl der Plätze damit zu tun, ob so etwas umsetzbar ist oder nicht?
Mein Italiener um die Ecke hat auch nur 7 Tische - aber ich kann online bis 2 Stunden vorher sehen ob was frei ist und mit zwei Klicks reservieren. Mit anderen Worten - wenn ich hier schon sehe, dass nichts mehr frei ist, gehe ich vermutlich nicht hin, oder in unserem Fall....lasse das Rad an dem Tag doch besser zu Hause...

kabo
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"Noch immer ist mir schleierhaft, welchen Lösungsvorschlag die Bahn einem Kunden unterbreitet, der sein Fahhrad spontan am Reisetag mitbringt und beim Buchungsversuch im Reisezentrum in die Röhre guckt - und wir gehen davon aus, der Zug ist noch nicht am Startbahnhof abgefahren."
->
Wenn der Zug noch nicht am Startbahnhof abgefahren ist, gibt es ja nur zwei Konstellationen:
a) es sind noch Plätze frei -> der Kunde kann sie reservieren
b) alle Plätze sind belegt -> der Kunde muss einen anderen Zug nehmen

Wer mit dem Rad zum Bahnhof kommt, dort unerwartet mit b) konfrontiert wird, der hat einfach Pech gehabt. Da hätte man als Kunde halt früher reservieren müssen. Eine andere Lösung als "einen anderen Zug nehmen" gibt es ja nicht. Welche andere Lösung erwarten Sie?

Viel ärgerlicher ist, dass nach Abfahrt des Zuges am Starbahnhof keine Plätze mehr reservierbar sind, auch wenn noch genug frei sind. Das trifft auf Ihren Fall zu.

Die Frage, warum man Sitzplätze auch noch reservieren kann, wenn der Zug schon abgefahren ist, Fahrradplätze aber nicht - darauf habe ich noch keine überzeugende Antwort gelesen.

Bundy
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"...Wer mit dem Rad zum Bahnhof kommt, dort unerwartet mit b) konfrontiert wird, der hat einfach Pech gehabt. Da hätte man als Kunde halt früher reservieren müssen. Eine andere Lösung als "einen anderen Zug nehmen" gibt es ja nicht. Welche andere Lösung erwarten Sie?..."

Nun, die Bahn bietet einen Prozess an, der es erlaubt kurzfristig am Bahnhof Reservierungen für Fahrräder zu erwerben. Bedeutet, die Bahn darf davon ausgehen, dass b) eintreten kann. Doch hier reißt die Kette der Serviceorientierung ab und der Kunde ist auf sich gestellt. Klar kann nur ein anderer Zug in Frage kommen, aber was passiert mit dem ursprünglichen Ticket, wenn kein Flex?
Pech gehabt, ist mir an der Stelle zu kurz gedacht....dann darf ich als Bahn diese kurzfristige Buchungsvariante nicht zulassen oder ich stelle zeitgemäße Auslastungstools zur Verfügung, damit der Kunde selbst im Vorfeld abwägen kann. Dann sehe ich das Risiko des Scheiterns auch vollends beim Reisenden.

kabo
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"Klar kann nur ein anderer Zug in Frage kommen, aber was passiert mit dem ursprünglichen Ticket, wenn kein Flex?"
-> Dann muss man sich entscheiden, ob man das ursprüngliche Ticket nutzt (dann ohne Fahrrad) oder ob man sich ein neues Ticket kauft, für einen Zug, der noch Plätze frei hat.

Wenn man sich als Reisender die Flexibilität erhalten will, ob man das Fahrrad mitnimmt oder nicht, dann darf man sich nicht im Voraus ein unflexibles Ticket ohne Fahrradreservierung kaufen.
Wer ein unflexibles Ticket kauft, darf sich nachher nicht wundern, dass es wirklich unflexibel ist, falls sich die Reisepläne ändern (z.B. weil man jetzt doch ein Fahrrad mitnehmen will).

Natürlich gibt es bei der Bahn viele Stellen, wo sich die Servicequalität verbessen muss - z.B. bei der online-Verfügbarkeitsanzeige von Fahrradplätzen.
Aber in Ihrer Konstellation (unflexibles Tickets gekauft) sehe ich ehrlich gesagt keinen Handlungsbedarf.