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Kulanzregelung Sparpreis, gleiches Ziel, anderer Umstieg möglich?

Hallo, ich verstehe die Kulanzregelung noch nicht ganz. Ich habe im Februar ein Sparpreis-Ticket von Berlin nach Balingen gebucht. Ulm und Aulendorf sind als Umstieg angegeben. Bis Oktober kann ich ja flexibel einen anderen Reisetermin wählen. Ist dabei eine andere Verbindung mit gleichem Start- und Zielbahnhof und mit anderen Umstiegsbahnhöfen möglich?

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Nein, Sie müssen die selbe Strecke benutzen, also über Ulm und Aulendorf.

Andere Umsteigebahnhöfe wären möglich, solange die Verbindung über die gleiche Strecke führt.

Vereinfacht gesagt, die Verbindung sollte über Ulm und Aulendorf führen. Es muß aber nicht unbedingt dort umgestiegen werden.

Z.B. wäre eine Verbindung über Nürnberg direkt nach Stuttgart nicht möglich.

Korrekterweise müsste festgestellt werden, welche Wegevorschrift ein Flexpreisticket für die von Dir gebuchte Fahrkarte hätte. Innerhalb der von dieser Wegevorschrift abgedeckten Raumbegrenzung kannst Du fahren.

Klingt kompliziert? Ist es auch!

Ich finde auf die Schnelle leider keine sinnvolle Verbindung über Ulm und Aulendorf um nachzuvollziehen wie Deine Verbindung und eine eventuelle Wegevorschrift aussehen könnte.

Am besten lässt Du Dich in einem Reisezentrum über Verbindungen beraten, die mit Deinem Ticket genutzt werden können.

Du kannst auch Deine gebuchte Verbindung hier posten. Vielleicht bekommen wir das auseinanderklamüsert.
Vielleicht...

Hi, danke schon mal für die Antworten.
@Joeopitz, die ursprüngliche Fahrt war für den 15.5. so gebucht:

  • Berlin Gesundbrunnen -> Berlin Hbf ab 21:10 an 21:15 Uhr RE4367
  • Berlin Hbf - Ulm Hbf ab 21:28 an 06:09 ICE 699
  • Ulm Hbf -> Aulendorf ab 06:14 an 06:53 IRE22525
  • Aulendorf - Balingen (Württ) ab 07:03 an: 08:23 IRE 3254

Ich finde genau diese Strecke auch nicht mehr für meinen gewünschten Reisetermin und andere Termine. Bei allen vorgeschlagenen Routen fehlt der IRE22525 bzw. die Route beinhaltet mindestens einen Umstieg mehr und dauert somit auch mindestens eine Stunde länger. Zum damaligen Reisezeitpunkt gab es einen "Verspätungsalarm"-Info, wonach die gebuchte Verbindung nicht mehr gefunden werden konnte. Suche ich jetzt. finde ich die Verbindung mit den gleichen Umsteigebahnhöfen Ulm und Aulendorf, allerdings ohne den IRE22525, sondern mit dem RE22747 und einer Umsteigezeit von 59 Minuten, statt 5 (Ulm -> Aulendorf) sowie 1:10 h statt 20 Minuten(Aulendorf -> Balingen), in Summe ist die Strecke also 2 Stunden länger als die gebuchte.

Wenn ich mir die wichtigsten Streckenpunkte anschaue, dann läuft die gebuchte Strecke so
B*HAL/L*EF*F*S*UL*AUL*SIG

Auf jeden Fall sollte die Verbindung über Erfurt-Frankfurt-Stuttgart verlaufen. Beim Weg von Ulm nach Balingen dürften auch die Strecken über Sigmaringen nach Balingen abgedeckt sein, die nicht über Aulendorf führen.

Wichtig dürfte sein, dass Sie über Erfurt nach Frankfurt fahren. Von dort über Stuttgart nach Balingen.
Eine genauere Antwort wird schwierig.

"Eine genauere Antwort wird schwierig."

Bestes Zitat dazu: "Sorry Leute die Bahn spricht von der „Strecke“. Nicht von A nach B oder sonst was. Und die Strecke muss so gefahren werden wie sie vorab vom Gast gebucht wurde. Klar ist das nicht immer einfach aber sollte herauszufinden sein." TinoGroß aus https://community.bahn.de/questions/2345084-uber-andere-s...

Also gebt euch einfach mal ein bisschen Mühe.... ;)

Ganz abgesehen davon: wenn es am Reisetag die Verbindung wie ursprünglich mal gebucht nicht mehr gibt, dann greifen doch die Fahrgastrechte und Jokeslam kann fahren, wie er/sie will:
"Wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr vorhanden ist, dann greifen ja am Reisetag wieder die Fahrgastrechte. Und in solch einem Fall ist die Zugbindung aufgehoben und Sie dürfen auch eine andere Strecke zum Ziel nehmen, sofern es kein Umweg ist. /no"
https://community.bahn.de/questions/2344662-reiseweg-abwe...

Danke zeka für das Zitat von Tino.

Das die „gebuchte Strecke“ Regelung viele Reisende vor Probleme stellt (auch Fachleute) wurde ja schon mehrfach festgestellt.
Ganz ehrlich bin ich auch davon überzeugt, das sich kaum ein Zugbegleiter bei der Kontrolle so intensiv mit dem gebuchten Ticket auseinandersetzen wird um zu checken ob der Weg von Ulm über Sigmaringen nach Balingen auch ohne Abstecher nach Aulendorf vom nicht vorhandenen Wegetext gedeckt ist.

„ Wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr vorhanden ist, dann greifen ja am Reisetag wieder die Fahrgastrechte.“
-> Wenn sich aber am (tatsächlichen) Reisetag nichts geändert hat, greifen auch keine Fahrgastrechte. Man hat ja erstmal ein Quasiflexpreisticket mit einer (dem Reisenden zwar unbekannten) Wegevorschrift. Damit kann man alle Züge nutzen, die innerhalb der Raumbegrenzung verkehren. Erst wenn sich da etwas ändert wäre die Wegevorschrift aufgehoben. Er würde mich freuen, wenn hier die DB etwas gegenteiliges behaupten würde.

Ich würde glatt behaupten, das kein Zugbegleiter Anstoß daran nimmt, wenn Jokeslam irgendeine Verbindung über Erfurt-Frankfurt-Stuttgart nimmt. Nur garantieren kann ich das nicht.

Hallo Jokeslam,

entscheidend für das flexible Reisen ist der Wegetext Ihrer Fahrkarte. Können Sie uns bitte zur genauen Beantwortung noch den Wegetext der gebuchten Fahrkarte mitteilen? /ka

Hallo, Wegetext ist vermutlich das im grauen Kasten oben? Das sieht so aus:
Hinfahrt: Berlin -> Balingen (Württ) mit ICE (SSPX1303)
Über: NV*B-Hbf 21:28 ICE699/Ulm(16.05.2020)NV

Ich habe mir einmal den Wegetext für die genannte Strecke herausgesucht. Dieser wäre dann laut Buchungssystem (L/KOET)*EF*N*(IN*M*A/AA)*UL*AUL*SIG, wenn man über Ulm und Aulendorf fahren möchte bzw. muss.
Ich kann hier demnach Joeopitz nur zustimmen, dass eine Fahrt über Nürnberg nach Stuttgart nicht möglich ist. Man müsste zum Beispiel über Nürnberg und München nach Balingen fahren.
Und ja, dadurch, dass man die Kulanzregelung in Anspruch nimmt, gilt diese Regelung so auch nicht mehr, dass wenn man 20 Minuten später am Ziel ankommen würde, dass dann die Zugbindung aufgehoben ist. Schließlich fährt man an einem ganz anderen Tag und da kann es vorkommen, dass sich die Verbindungen unterscheiden. /no

Hm, eine Fahrt über München/Nürnberg wäre auch nicht meine Option. Wie ich das sehe, wäre bei dem gebuchten ICE699 München Endbahnhof. Unterwegs sind sowohl Stuttgart als auch direkt danach Ulm Haltestellen. Mein Gedanke ist, ebenfalls einen ICE nach München zu wählen, auf dem Weg in Stuttgart auszusteigen und von dort dann mit einem IRE/dem Nahverkehr weiterzufahren. Es gäbe den IRE 3265, der nach Aulendorf fährt. vorher aber Balingen als Halt angegeben hat. Der ICE/Fernverkehr ist von den gefundenen Verbindungen also gar nicht mein großes Fragezeichen, sondern eher die letzte Strecke von Stuttgart bzw. Ulm bis Balingen.

Dann gehen wir nochmal pragmatisch an die Sache ran.

Eine Fernzugverbindung Berlin-Erfurt-Frankfurt-Stuttgart-Ulm ist von Deinem Ticket und von der Wegevorschrift abgedeckt.
Die Strecke zwischen Ulm und Balingen ist nur als „NV“ gekennzeichnet. Damit ist mit Deinem Ticket nicht zwingend der Weg über Aulendorf erforderlich. Damit könntest Du auch von Ulm direkt nach Balingen fahren.

Damit ist es die „gleiche Strecke“, wenn Du auch jetzt von Ulm nach Balingen fährst. Daran kann niemand Anstoß nehmen.

Mein Tipp:
Gib in die Verbindungssuche von Berlin nach Balingen ein und setze Zwischenhalte in Frankfurt und Ulm.
Mit den dann angezeigten Verbindungen solltest Du fahren können.

Ich nehme zwar an, dass es auch im IRE von Stuttgart nach Balingen keine Probleme geben würde, aber wenn Du über Ulm fährst bist Du auf der sicheren Seite.

@DB/no

Die Wegevorschrift (L/KOET)*EF*N*(IN*M*A/AA)*UL*AUL*SIG ist bestimmt nicht die zum Ticket passende.

Der gebuchte ICE 699 fährt von Erfurt über Frankfurt-Stuttgart nach Ulm. Das wäre von EF*N*(IN*M*A/AA)*UL nicht abgedeckt.

Wenn, dann müsste es (L/KOET)*EF*F*S*UL*AUL*SIG sein, eventuell mit einer etwas größer definierten Raumbegrenzung zwischen Frankfurt und Ulm.

(L/KOET)*EF*FD(WUE/F*MZ*KA)*S*UL*AUL*SIG könnte passen.

Guten Abend Joeopitz, da magst du vollkommen recht haben. Das Problem ist halt, dass es die gebuchte Verbindung vom Fragesteller ja nicht mehr direkt so gibt. Das macht die Sache natürlich noch etwas komplizierter. Ich muss sagen "gleiche Strecke" klingt immer so einfach, aber man sieht ja, wie kompliziert das werden kann. /no

@DB/no: Ich unternehme noch einmal einen letzten Versuch, es irgendwie zu verstehen.

Du schreibst hier https://community.bahn.de/questions/2344662-reiseweg-abwe...

"Wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr vorhanden ist, dann greifen ja am Reisetag wieder die Fahrgastrechte. Und in solch einem Fall ist die Zugbindung aufgehoben und Sie dürfen auch eine andere Strecke zum Ziel nehmen, sofern es kein Umweg ist. /no"

In der Frage ging es um die flexible Corona-Nutzung.

In der von Jokeslam gestellten Frage geht es ebenfalls um eine Verbindung, die so nicht mehr existiert. Ich zitiere dich: "Das Problem ist halt, dass es die gebuchte Verbindung vom Fragesteller ja nicht mehr direkt so gibt."

Warum greifen dann hier nicht die FGR, wenn es am Tag x, wo Jokeslam fahren will, die Verbindung nicht mehr gibt?
Was ist denn hier anders als im verlinkten Beitrag von Lin95?

Und noch anders formuliert: Was muss denn passieren/welche Situation muss vorliegen, dass ich nicht mehr an den imaginären Wegetext/die gebuchte Strecke bei der flexiblen Corona-Nutzung gebunden bin? Du wirst das bei Lin95 ja nicht grundlos dazu geschrieben haben....

Danke! :)

Hallo zeka,

wenn man die Kulanzregelung bzgl. Corona in Anspruch nimmt und es am Reisetag die Verbindung so gibt, wie sie gebucht wurde, muss diese auch eingehalten werden. Nur wenn diese Verbindung nicht mehr über die gleiche Strecke existiert, kann man anders fahren, weil dann die Fahrgastrechte greifen. /ni

@DB/ni: So hatte ich es bisher auch verstanden.

Warum hat dann /no weiter oben geschrieben

"Und ja, dadurch, dass man die Kulanzregelung in Anspruch nimmt, gilt diese Regelung so auch nicht mehr, dass wenn man 20 Minuten später am Ziel ankommen würde, dass dann die Zugbindung aufgehoben ist. Schließlich fährt man an einem ganz anderen Tag und da kann es vorkommen, dass sich die Verbindungen unterscheiden."

und unter der Frage von Lin95

"Wenn die gebuchte Verbindung nicht mehr vorhanden ist, dann greifen ja am Reisetag wieder die Fahrgastrechte. Und in solch einem Fall ist die Zugbindung aufgehoben und Sie dürfen auch eine andere Strecke zum Ziel nehmen, sofern es kein Umweg ist. /no"?

In meinen Augen widersprechen sich die Aussagen.

Die gebuchte Verbindung von Jokeslam gibt es nicht mehr. Also greifen die FGR, d.h. ist es völlig egal, wo der Umstieg erfolgt. Oder etwa nicht?

Ich glaube, er meint das Gleiche. Also wenn es die Verbindung nicht mehr gibt oder man wegen der Fahrplanänderung mit +20 Minuten am Zielbahnhof ankommen würde, auf eine andere Verbindung ausweichen kann. Die Reisenden können ja nichts dafür, wenn es die gebuchte Verbindung später nicht mehr so gibt. /ni

Er schreibt "gilt diese Regelung so auch nicht mehr, dass wenn man 20 Minuten später am Ziel ankommen würde, dass dann die Zugbindung aufgehoben ist."

Diese Regelung (Aufhebung der Zugbindung bei +20min) gilt laut seiner Aussage NICHT mehr...

Ich glaub, was er meinte, wenn die ausgewählte Verbindung laut Fahrplan 20 Minuten später als die ursprünglich gebuchte ankommen würde, greifen die Fahrgastrechte nicht. Wenn aber die ausgewählte Verbindung selbst dann für mindestens 20 Minuten Verspätung am Zielort sorgt, greifen auch hier die Fahrgastrechte. /ti