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Wird die Zugbindung aufgehoben, wenn die zu erwartende Auslastung der zugebundenen Verbindung mehr als 50 % beträgt?

Nach den Coronaschutzvorschriften sind ja Kontakte soweit wie möglich zu vermeiden. Manchmal geht es nicht anders, dafür gibt es Ausnahmen. Wenn man aber einen Sparpreis bucht und vor der Fahrt plötzlich angezeigt bekommt, dass der Zug voll sein wird, könnte die Bahn eigentlich die Zugbindung bei Sparpreisen aufheben, sofern die Sparpreisfahrer dann auf weniger ausgelastete Züge ausweichen. Damit fahren weniger Menschen die sehr vollen Züge und die Sparpreisfahrer können leerere frühere oder spätere Züge mit geringer Auslastung wählen. Da die Fahrleistung schon bezahlt ist, sollte es für die Bahn keinen Unterschied machen, wenn alle Züge sowieso am selben Tag fahren. Oder müssen die Sparpreisfahrer im vollbesetzten Zug dicht gedrängt aneinanderstehen, weil die Bahn die Sparpreisbindung nicht aufheben darf?

Neufrager
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Woodstock
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Wird die Zugbindung aufgehoben, wenn die zu erwartende Auslastung der zugebundenen Verbindung mehr als 50 % beträgt? - Nein, buchen Sie einfach ein Ticket zum Flexpreis, damit können Sie auf andere Verbindungen ausweichen.

kabo
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"Oder müssen die Sparpreisfahrer im vollbesetzten Zug dicht gedrängt aneinanderstehen, weil die Bahn die Sparpreisbindung nicht aufheben darf?"
-> Stehen im Regelfall sowieso nicht, wenn man eine Sitzplatzreservierung dazu bucht. Die Anzahl der nicht-reservierbaren Plätze wurde erhöht, so dass einerseits weniger Kunden mit Reservierung im Zug sind und andererseits Kunden ohne Reservierung eine größere Chance auf einen Sitzplatz haben. In der Theorie sollte der Fall "dicht gedrängt aneinanderstehen" also seltener eintreten. Ob das in der Praxis klappt, wird man sehen müssen.
Aber dass ein Zug zum Buchungszeitpunkt noch als schwach ausgelastet angezeigt wird, man deshalb bucht, und sich die Auslastung später auf "hoch" erhöht, lässt sich nicht verhindern. Da hilft nur der Kauf von Flexpreistickets.

„Da die Fahrleistung schon bezahlt ist, sollte es für die Bahn keinen Unterschied machen, wenn alle Züge sowieso am selben Tag fahren.“
-> Hier liegt ein Denkfehler. Da Sparpreistickes in der Regel nicht die Kosten für eine Bahnfahrt decken, funktioniert Bahnfahren nur wenn genug Tickets zum vollen Preis gebucht werden. Daher ist die Bahn auf den Kauf von Normalpreistickets (Flexpreis) angewiesen. Der Anreiz diese Tickets zu kaufen ist in erster Linie die Möglichkeit auf andere Züge auszuweichen. Wenn Du flexibel sein möchtest, dann bietet Dir die Bahn dafür die Flexpreistickets an.