Nach oben

Frage beantwortet

Ticket zurückgeschickt

Meine Mutter hatte in Vorcorona-Zeit für Juli Bahntickets zu einer Veranstaltung gekauft. Da die Veranstaltung durch Corona nicht stattfinden konnte und der örtliche Schalter zeitweise nicht offen hatte, hat sie ihre Tickets an DB Vertriebs GmbH, Postfach 100247, 76232 Karlsruhe mit der Bitte um Stornierung zurückgeschickt.

Das ist nun leider schon 6 Wochen her, eine Erstattung hat nicht stattgefunden, das Ticket ist auch nicht zurückgekommen. Nun war sie am Schalter, der aber auch keine Rückerstattung durchführen möchte, da das Ticket ja jetzt bei der Bahn liegt.

Ist das eine Masche, mit der die Bahn ältere Menschen abzockt, oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Ticket zu stornieren?

ChristianKirst
ChristianKirst

ChristianKirst

Ebene
0
11 / 100
Punkte
Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Ghize
Ghize

Ghize

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Ist das eine Masche, mit der die Bahn ältere Menschen abzockt, oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Ticket zu stornieren?"

=> Ist es Ihre Masche, immer böse Absichten zu unterstellen statt mal höflich nachzufragen?

Gerade zu beginn der Corona-Kulanz wurden TÄGLICH mehrere tausend Kulanzanträge gestellt, die von Hand bearbeitet werden müssen, und dies dauert halt. Schätzungen hier im Forum gehen von 8-10 Wochen aus, aber wie gesagt: es ist eine Schätzung.

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (0)

0% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Ghize
Ghize

Ghize

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Ist das eine Masche, mit der die Bahn ältere Menschen abzockt, oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Ticket zu stornieren?"

=> Ist es Ihre Masche, immer böse Absichten zu unterstellen statt mal höflich nachzufragen?

Gerade zu beginn der Corona-Kulanz wurden TÄGLICH mehrere tausend Kulanzanträge gestellt, die von Hand bearbeitet werden müssen, und dies dauert halt. Schätzungen hier im Forum gehen von 8-10 Wochen aus, aber wie gesagt: es ist eine Schätzung.

„Ist das eine Masche, mit der die Bahn ältere Menschen abzockt, oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Ticket zu stornieren?“
-> Zuerst muß man die Frage stellen, ob es sich bei dem Ticket um ein stornierbares Ticket handelt. Wenn „Ja“ dann ist wahrscheinlich einfach etwas Geduld notwendig. Die Zahl der Stonierungen wegen Corona geht in die Millionen, die nacheinander geprüft und bearbeitet werden. Die Bearbeitungszeit ist dadurch recht lang.

Sollte es sich um ein Supersparpreisticket gehandelt haben, so ist eine Stornierung ohnehin nicht möglich. Das ist aber dann keine Abzocke, das war die Entscheidung Ihrer Mutter beim Kauf der Fahrkarte.

Ein bis spätestens 13.03. (Sie schreiben Vorcorona-Zeit) gebuchtes Ticket hätte aber für eine Fahrt auch an einem anderen Reisetag bis 31.10. flexibel genutzt werden können. Dann hätte man es aber behalten und nicht zurückschicken müssen.

Mark1807
Mark1807

Mark1807

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Darüber hinaus war die Möglichkeit der Stornierung nur für Fahrten bis 4.5 gegeben. Wenn sie Pech haben wird dir Stornierung abgelehnt, sie kriegen die Mitteilung aber erst nach dem Eigentlichen Reise datum.

@Mark1807

„Darüber hinaus war die Möglichkeit der Stornierung nur für Fahrten bis 4.5 gegeben.“
-> Das ist so natürlich nicht richtig. Auch Tickets für Fahrten nach dem 04.05. können tarifmäßig storniert werden.

Der 4.05. betrifft nur die Kulanzstornierungen wegen Corona, davon steht aber in der Frage nichts. Hier liegt das Problem eher darin, dass es offenbar ein am Schalter/Automat gekauftes Papierticket war, aber nicht am Schalter sondern per Post storniert wurde.

ChristianKirst
ChristianKirst

ChristianKirst

Ebene
0
11 / 100
Punkte

Es ist ja nicht so, dass keiner höflich nachgefragt hat. Das Ticket haben wir zurückgeschickt, nachdem der Schalter im Ort geschlossen war. Nachdem 4 Wochen nichts zurückgekommen ist, war meine Mutter doch wieder am Schalter.

So wie ich das verstanden hatte, wäre das Ticket dann storniert worden, wenn sie es nicht an die Bahn geschickt hätte. Warum hat die DB denn kein zentrales Ticketregister, über das Tickets per Registernummer storniert werden müssen?

Danach hatte sie einmal bei der kostenpflichtigen Hotline mit endlosen Wartezeiten angerufen und ich auch nochmal. Die Dame der Hotline findet den Service der DB auch unterirdisch, kann aber den Fall auch nicht einsehen. Wir sollten doch eine Email schreiben...

Wenn die Bahn sich weigert, das Ticket woanders als am Schalter zu stornieren, würde ich erwarten, dass es wenigstens wieder zurückgeschickt wird.

Insgesamt finde ich es ziemlich bescheuert, dass die Mitarbeiter am Schalter den Kunden nicht einfach Onlinetickets verkaufen können, so dass diese auch ohne Schalter storniert werden können. Man könnte es so sehen, dass die Schalter- und Automatenkunden einfach Kunden 2. Klasse sind.

Ghize
Ghize

Ghize

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Es ist ja nicht so, dass keiner höflich nachgefragt hat."
=> OK, ich kann natürlich nur danach gehen, wie ich Sie hier im Forum erlebe.

"Warum hat die DB denn kein zentrales Ticketregister, über das Tickets per Registernummer storniert werden müssen?"
=> Schalter- und Automatentickets sind einmalige Originale. Beim Stornieren wird das Ticket am Schalter abgegeben und das Geld erstattet, einfacher geht es nicht. Warum sollte man es unnötig kompliziert machen und noch zusätzlich eine Registrierung einfühnen?

"Wenn die Bahn sich weigert, das Ticket woanders als am Schalter zu stornieren, würde ich erwarten, dass es wenigstens wieder zurückgeschickt wird."
=> Niemand hat gesagt, dass das Ticket auf dem Weg nicht storniert werden kann, aber auf Grund der Masse dauert es halt sehr lange.

"Man könnte es so sehen, dass die Schalter- und Automatenkunden einfach Kunden 2. Klasse sind."
=> Man storniert auf dem Weg, wie man auch das Ticket gekauft hat, was hat das denn mit Kunden 2. Klasse zu tun? Im Gegenzug können Online-Kunden nicht am Schalter stornieren, sind diese darum jetzt auch Kunden 2. Klasse?

Und Schalter-/Automatenkunden haben einen großen Vorteil: können sie doch nicht selber fahren, können sie das Ticket problemlos weitergeben, der Online-Kunde kann dies nicht.

„So wie ich das verstanden hatte, wäre das Ticket dann storniert worden, wenn sie es nicht an die Bahn geschickt hätte.“
Wenn es ein stornierbares Ticket ist, wird es sowohl am Schalter storniert, als auch wenn es auf dem Postweg eingesendet wird.
Bei einem nicht stornierbaren Ticket (z.B Supersparpreisticket) ist keine Stornierung möglich. Weder am Schalter noch beim Einsenden per Post.
Das das Ticket deshalb nicht storniert wird, weil Sie es an die Bahn geschickt haben ist falsch. Da haben Sie etwas nicht richtig verstanden.

„Nachdem 4 Wochen nichts zurückgekommen ist, war meine Mutter doch wieder am Schalter.“
-> Da waren Sie einfach etwas zu ungeduldig. Durch die große Anzahl der zu bearbeitenden Anfragen dauert es doppelt bis 3 mal so lange (also 8-12 Wochen) bis der Vorhang bearbeitet ist.

„ Warum hat die DB denn kein zentrales Ticketregister, über das Tickets per Registernummer storniert werden müssen?“
-> Das kann nicht funktionieren. Papiertickets sind übertragbare Originale, die jedem der sie bei einer Kontrolle vorzeigt auch zur Fahrt berechtigt. Die Tickets sind übertragbar, können von jedem benutzt werden. Da diese Tickets nicht personalisiert sind, stehen die in keinem Zusammenhang mit Ihrer Mutter. Das Ticket könnte weitergegeben worden sein und jemand anderes wird es nutzen. Wäre doof wenn Sie trotzdem das Ticket stornieren könnten. Vergleichen Sie das Ticket mit einem Geldschein. Wenn Sie möchten, das der Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben wird, kann die Bank auch nicht einfach einen 100 Euro Schein den Sie Ihnen ausgezahlt hat dann aus einem Register streichen und Ihnen gutschreiben. Sie müssen den Schein schon bei der Bank abgeben, damit niemand Ihn noch nutzen kann. Genauso muß ein Papierticket zurückgegeben werden, damit niemand mehr damit fahren kann.

„Wenn die Bahn sich weigert, das Ticket woanders als am Schalter zu stornieren, würde ich erwarten, dass es wenigstens wieder zurückgeschickt wird.“
-> Das macht die Bahn doch überhaupt nicht. Die Bahn weigert sich doch überhaupt nicht das Ticket woanders als am Schalter zu stornieren. Tickets die am Schalter storniert werden können, kann man auch per Post an die Bahn schicken zum stornieren. Sie haben da einfach etwas falsch verstanden oder es hat Ihnen jemand Unsinn erzählt.

„Insgesamt finde ich es ziemlich bescheuert, dass die Mitarbeiter am Schalter den Kunden nicht einfach Onlinetickets verkaufen können, so dass diese auch ohne Schalter storniert werden können.“
-> Ich finde es ziemlich bescheuert zum Schalter zu gehen wenn man ein Onlinticket kaufen möchte. Das kann jeder mit einem Internetzugang. Wenn Ihre Mutter keinen besitzt oder damit überfordert ist, dann hätte jemand anderes sie dabei unterstützen können. Wenn Sie Onlinetickets so toll finden, warum haben Sie keins für Ihre Mutter gekauft?

„Man könnte es so sehen, dass die Schalter- und Automatenkunden einfach Kunden 2. Klasse sind.“
-> Da sehen Sie aber etwas ziemlich falsch. Am Automaten oder am Schalter gekaufte Tickets unterscheiden sich in einigen von Onlinetickets. Der große Vorteil von Papiertickets ist, das es auf Spezialpapier gedruckte Originale sind. Diese Tickets können von jedermann genutzt werden, sie sind übertragbar und nicht personengebunden. Ist der Ticketinhaber verhindert, kann einfach jemand anderes mit diesen Tickets fahren. Darum müssen diese Tickets auch im Original zurückgegeben werden wenn sie storniert werden. Das ist per Post oder am Schalter gleichermaßen möglich.

Bei Onlinetickets gibt es keine „Originale“. Damit nicht mehrere Personen mit den selben Ticket reisen, sind Onlinetickets personalisiert. Sie sind nur gültig wenn der auf dem Ticket angegebene Inhaber dieses Ticket nutzt. Daher sind Onlinetickets nicht übertragbar und es kann nicht einfach jemand anderes das Ticket nutzen wenn der Ticketinhaber verhindert ist. Onlinetickets werden online storniert.

Egal ob Papier- oder Onlineticket, es gibt stornierbare (Flex- u. Sparpreistickets) und nicht stornierbare (Supersparpreistickets) Tarife. Die Stornierbarkeit hängt aber nicht davon ab ob per Post oder am Schalter die Tickets zurückgegeben werden.