Nach oben

Diese Frage wartet auf Beantwortung

Kurze Umsteigezeit, kein Schaffner zum Fahrkartenverkauf, wie gegen Schwarzfahrticket vorgehen?

Ich fuhr heute von Innsbruck (Österreich) über Lindau nach Kressbronn am Bodensee. In Innsbruck wurden am Fahrkartenautomat nur Fahrkarten bis nach Lindau ausgestellt, den Ort Kressbronn am Bodensee hatte der Automat nicht im Repertoire. In Lindau angekommen hatte ich genau eine Minute Zeit um die Regionalbahn nach Kressbronn am Bodensee zu erwischen. Ich eilte mich also und wollte in der Bahn beim Schaffner eine Fahrkarte kaufen, aber als ich einstieg war kein Schaffner in der Bahn (sehr kleine Regionalbahn, sie bestand nur aus zwei Wagons). Zwei Stationen weiter stieg dann ein Schaffner ein, ich wollte dann bei ihm eine Fahrkarte kaufen und schilderte ihm die Lage, allerdings hat er mir gleich ein Schwarzfahrticket ausgestellt. Hiergegen möchte ich nun Einspruch erheben. Für nähere Informationen über ein weiteres Vorgehen wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen.

JFF
JFF

JFF

Ebene
0
1 / 100
Punkt

Antworten

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

In Deutschland haben die meisten Regionalzüge keinen Fahrkartenverkauf im Zug.
Man muss vor dem Einstieg ein Ticket kaufen - wenn die Zeit zu knapp ist, muss man zur Not den nächsten Zug nehmen.
Ein Einspruch hat wenig bis gar keine Erfolgsaussicht.

Für die Strecke Lindau-Kressbronn wäre hierüber auch ein Handyticket möglich gewesen: https://www.bodo.de/tickets/handyticket.html

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Ich würde trotzdem Einspruch erheben, da ein durchgehender Fahrkarten Kauf nicht möglich war und die österreichische Fahrkarte m. E. Daher als Fahrkarte Anfangsszrecke anzusehen ist.

„ In Innsbruck wurden am Fahrkartenautomat nur Fahrkarten bis nach Lindau ausgestellt, den Ort Kressbronn am Bodensee hatte der Automat nicht im Repertoire.“
-> Das ist richtig. Darüber informiert die ÖBB auch. So heißt es auf der Homepage für den Bahnhof Innsbruck:
„ Bahntickets für Reiseziele außerhalb Österreichs können nicht am Fahrkartenautomaten gelöst werden, man erhält sie im Reisezentrum. [...] Öffnungszeiten: täglich 06:30 – 20:45, Bargeldlose Zahlung möglich.“

Für die Fahrt Innsbruck->Kressbronn ist vor der Fahrt ein Ticket im Reisezentrum und nicht am Automaten zu kaufen. Das hast Du nicht getan und deshalb hattest Du ab Lindau keinen gültigen Fahrschein mehr. Du hättest dann spätestens in Lindau ein Ticket nach Kressbronn lösen müssen, bevor Du in den Zug einsteigst.

Du hattest sowohl die Möglichkeit in Innsbruck am Schalter ein Ticket zu kaufen, als auch in Lindau ein Ticket zu erwerben und danach mit dem nächsten Zug weiterzufahren. Da Du keine der vorhandenen Möglichkeiten des Fahrkartenkaufs genutzt hast, warst Du ab Lindau ein Schwarzfahrer. Der Schaffner ist nicht für den Ticketverkauf zuständig. Er kontrolliert ob die Reisenden einen gültigen Fahrschein haben, falls nicht dann gibt es ein Nachentgelt.

Ein Einspruch dagegen wird nichts bringen, da es ja Möglichkeiten zum Ticketkauf gab.

@Leo

„Ich würde trotzdem Einspruch erheben, da ein durchgehender Fahrkarten Kauf nicht möglich war.“

-> Ein durchgehender Fahrkartenkauf war doch möglich. Das geht im Reisezentrum und die ÖBB weist ausdrücklich darauf hin, dass Fahrkarten nach Zielen außerhalb Österreichs dort und nicht am Automaten zu kaufen sind.

Natürlich kann Einspruch eingelegt werden. Nur nach Lage der Dinge sollte man aber nicht damit rechnen Erfolg zu haben.