Nach oben

Diese Frage wartet auf Beantwortung

Ich würde heute nicht mitgenommen weil ich meine Persönliche Monatskarte nicht dabei hatte. Ist das rechtens

Ich bin extra vor dem Zug zum Schaffner und habe meine Situation geschildert. Ich fahre seit 6 Monaten täglich nach Ulm zur Metadon ergäbe heute habe ich mein monatsticket nicht gefunden und der Schaffner nur. Du darfst nicht einsteigen. Mehr nicht normal muss er mir doch was ausstellen mit dem ich zur Bahn muss und meine karte nachzeigen kann. Oder

Antworten

betasaur
betasaur

betasaur

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Bei Einstieg muss ein gültiger Fahrschein vorliegen.

Tut er das nicht und Sie steigen trotzdem ein, hätte man Ihnen aufgrund des fehlenden Fahrscheins eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt. Diese reduziert sich auf 7 Euro Bearbeitungsgebühr wenn man innerhalb von zwei Wochen die Monatskarte nachzeigt.

Hallo,

die Info von betasaur ist korrekt. Ich möchte nur noch ergänzen, dass eine Fahrpreisnacherhebung immer nur dann auf 7 Euro reduziert wird, wenn es sich um eine persönliche Monatskarte handelt. Viele Grüße /ni

Also hätte er mich eigentlich mitnehmen müssen. Oder nicht? Wissen Sie es geht darum ich bin hip hoper und der ist auf Grund meines Aussehens davon ausgegangen dass ich keine Monatskarte habe und mir die Fahrt er schleichen will. Heute bin ich die gleiche Strecke wieder gefahren mit meiner monatskarte aber leider war dieser zugbeglaiter nicht im Zug ich hätte ihm zu gern meine karte gezeigt die ich vor einer Woche gekauft habe

Ich würde auch schon vor 5 Jahren bei strömenden Regen aus dem Zug geworfen mit meiner 5 jährigen Tochter weil ich meine Monatskarte nicht dabei hatte dass war eine riesen Frechheit von dem damals

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Das passiert bei der DB wohl leider öfters:

https://www.google.com/search?q=kind+aus+zug+geworfen+-flasche+-gestoßen

Gerade für Jugendliche bestimmt eine tolle Motivation, den Führerschein zu machen und sich möglichst bald ein Auto zu kaufen...

Problem: In Deutschland erlischt ohne Fahrkarte die Beförderungspflicht..

Wenn Sie keinen Fahrschein haben, kann die Mitnahme verweigert werden. Die Kollegen müssen nicht zwingend eine Fahrpreisnacherhebung ausstellen, sie können die Reisenden ohne Ticket auch von der Beförderung ausschließen. /ni

Hab die Frage eben von der Bahn beantwortet bekommen.
Der Fahr Dienstleister ist nicht verpflichtet eine nacherhebung auszustellen.
Sonst nix kein wir bedauern kein Entschuldigung nichts.

FlO530
FlO530

FlO530

Ebene
3
2156 / 5000
Punkte

Woher soll das Bedauern kommen? Es gibt eine Pflicht, ein gültiges Ticket mitzuführen. Ansonsten ist es ähnlich, wie im Stamm-Supermarkt ohne Geld einzukaufen. Wenn kein Ticket mitgeführt wird, gibt es auch keinen Grund zur Mitnahme, ähnlich wie du im Supermarkt ohne Bezahlung auch kein Essen auf Rechnung erhältst.

Warum nicht einfach ein neues Ticket für die entsprechende Fahrt kaufen? Du hättest eine übertragbare Monatskarte schließlich ohnehin nicht nachzeigen können und wärst folglich auf dem doppelten Fahrpreis oder mindestens 60 Euro sitzen geblieben.

Und @Leo Ja natürlich. Der Beförderungsvertrag, den du mit Zustieg eingehst, enthält ja nicht umsonst für beide Seiten neben Rechten auch Pflichten. Und genauso, wie du als Kunde bei Nichtleistung der Bahn vom Vertrag zurücktreten kann, kann auch die Bahn bei Nichtzahlung des Kunden "Nein" sagen.

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

„Warum nicht einfach ein neues Ticket für die entsprechende Fahrt kaufen? Du hättest eine übertragbare Monatskarte schließlich ohnehin nicht nachzeigen können und wärst folglich auf dem doppelten Fahrpreis oder mindestens 60 Euro sitzen geblieben.“

In der Überschrift steht doch ganz deutlich: PERSÖNLICHE Monatskarte vergessen!

Der Kunde hat also VORHER Geld gezahlt – und jetzt wird die erkaufte Leistung verweigert: Aus Sicht des Kunden also glatter Betrug! (Natürlich könnte dann theoretisch jeder Schwarzfahrer mit der faulen Ausrede kommen „Monatskarte vergessen“; wie man das Problem woanders zivilisiert löst, weiter unten.)

„Ansonsten ist es ähnlich, wie im Stamm-Supermarkt ohne Geld einzukaufen. Wenn kein Ticket mitgeführt wird, gibt es auch keinen Grund zur Mitnahme, ähnlich wie du im Supermarkt ohne Bezahlung auch kein Essen auf Rechnung erhältst.“

Hier liegt ja wohl ein massiver Denkfehler vor:

Im Supermarkt will ich NEU etwas kaufen – und wenn man nicht anschreibt (KEINE Ware, da KEIN Geld), kann ich mein Leben trotzdem ganz normal fortsetzen: Ich bin nicht in meiner Mobilität beeinträchtigt, kann also ganz normal nach Hause oder an ein wichtiges Ziel gehen/fahren oder in einen anderen Supermarkt gehen, in dem ich mit Karte oder App zahlen kann.

Wenn ich ohne die zu Hause liegende SCHON VORHER BEZAHLTE Monatskarte aus dem Zug geworfen werde, verweigert mir die Bahn die längst bezahlte Gegenleistung, zu der es meist keine Alternative gibt. Wenn ich dann ggf. mitten in der Nacht irgendwo in der Kälte rausgeworfen werde, setzt mich die Bahn mangels Mobilitäts-Alternative im worst-case in eine lebensgefährliche Situation hinein aus wie in diesem Extrem-Beispiel von 2018:

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichs...

(Übrigens: Schülermonatskarten sind immer persönlich…)

„Kein Einzelfall
Dass Minderjährige ohne Fahrschein aus dem Zug geworfen werden, ist leider kein Einzelfall. Allein in der Region Bodensee wurden in den vergangenen Wochen mit dem in Langenargen drei Fälle bekannt, wobei die Bahn in einem Fall bestreitet, dass eine Elfjährige in Friedrichshafen vorzeitig aussteigen musste. Solche Meldungen gibt es immer wieder und seit Jahren.“

Einen ähnlich krassen Fall gab es schon 2008:

https://www.abendblatt.de/vermischtes/article107474398/14...

„Seit den bisherigen Fällen müssen die Kundenbetreuer im Nahverkehr eine Dienstanweisung befolgen: Minderjährige dürfen nicht des Zuges verwiesen werden, so ein Bahnsprecher.“

Das hatte sich offenbar von 2008 bis 2018 noch nicht bis an den Bodensee herumgesprochen.

Daher hilft hier nur noch eine Maßnahme zum Schutz der Kunden: Die Beförderungspflicht erlischt nicht, wenn man keine Fahrkarte vorzeigen kann!

In der Schweiz hat es der dort Aufsehen erregende Fall vom Bodensee 2018 sogar in die extrem weit verbreitete Gratiszeitung geschafft:

https://www.20min.ch/story/schueler-15-wird-nachts-aus-zu...

„Laut dem «Südkurier» ist es leider kein Einzelfall. In der Region Bodensee wurden in den vergangenen Wochen drei Fälle bekannt, bei denen Minderjährige ohne Billet aus dem Zug geworfen wurden.
Wie reagieren SBB und Thurbo?
Bei der SBB und bei Thurbo würde man einen solchen Fall wie folgt handhaben: «Wenn jemand sein Abo vergessen hat, werden im Zug die Personalien erfasst und der Kunde kann nachträglich bei einem Bahnhof das Abo vorweisen. Dann ist nur eine Gebühr von fünf Franken fällig», erklärt Werner Fritschi, stellvertretender Geschäftsführer der Thurbo AG, auf Anfrage. Wenn jemand ein SwissPass (z.B. mit einem GA“ , einer persönlichen Monatskarte, einem Jahres-Abo oder einem Halbtax entsprechend der deutschen Bahncard „) vergessen habe und sich im Zug ausweisen könne, dann erfolge die Abklärung gleich im Zug und der Kunde kann die Gebühr von fünf Franken im Zug entrichten und der Fall ist erledigt. Dieses Vorgehen gelte für alle Fahrgäste – gleich welchen Alters.“