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Ist für verlängerte Tickets Reservierung Pflicht?

Ich werde meine ungenutzten Tickets von Juli bis Oktober nutzen. Ich habe gelesen, Reservierung sei nicht Pflicht. Ich habe Tickets von Wien nach Hamburg und retour, sowie von Wien nach Köln und retour. Wie kann ich dann ohne Platzreservierung wissen, ob der Zug nicht schon ausgebucht ist, da dieser ja nur zu 50 % besetzt werden darf?

eisehele
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Antworten

"Ich habe gelesen, Reservierung sei nicht Pflicht."
Für den Verkehr von/nach Österreich stimmt das, solange es sich nicht um reservierungspflichtige Nachtzüge handelt.

"... da dieser ja nur zu 50 % besetzt werden darf"
Das halte ich für eine Falschinformation. Allerdings werden eventuell zurzeit nicht für alle Sitzplätze Reservierungen vergeben, sondern nur für deutlich weniger Plätze.

Die Auslastungsprognosen sind oftmals völlig falsch, und das dürfte sich auch in der "Nach-Lockdown-Zeit" nicht ändern, eher im Gegenteil. Denn sehr viele (Super)Sparpreise sind jetzt nicht nur zu Quasi-Flextickets geworden, sie sind sogar völlig flexibel geworden, was den Reisetag betrifft, solange dieser vor dem 1. November liegt.

"Ausgebucht" gibt es bei der DB eigentlich gar nicht, denn mit einem für den Reisetag gültigen Ticket, z.B. einem Flexticket, einer Zeitkarte, einer Bahncard 100 oder einem aufgrund der Kulanz jetzt flexibel nutzbaren Sparpreis, dürfen Sie in jeden Zug auf der gebuchten Strecke einsteigen.

Wir setzen alles daran, dass unsere Kunden die Abstandsregeln einhalten können: Wir schaffen mehr Kapazität und damit zugleich mehr Platz für Abstand und sicheres Reisen. Bei der derzeitigen Auslastung im Fernverkehr ist ausreichender Abstand zwischen Reisenden gegeben. Aktuell sind unsere ICE- und IC-Züge durchschnittlich rund 20-30 Prozent ausgelastet. Wir achten bereits im Buchungsprozess verstärkt darauf, dass wir unsere Züge möglichst gleichmäßig auslasten und im ganzen Zug ausreichend Sitzplätze ohne Reservierungen vorhalten. Da unsere Kunden auch die Möglichkeit haben müssen, gemeinsam zu reisen (beispielsweise als Familie), schränken wir die Reservierungsmöglichkeiten von nebeneinander liegenden Sitzplätzen nicht ein. Jeder Kunde hat aber mit Hilfe der grafischen Sitzplatzreservierung die Möglichkeit, sich seinen Wunschsitzplatz zu reservieren. Zudem unterstützen unsere Mitarbeiter während der Reise unsere Kunden dabei, sich innerhalb der Züge bestmöglich zu verteilen. In dieser Woche wurde außerdem eine neue Auslastungsanzeige eingeführt. Kunden sehen auf bahn.de und in der DB Navigator-App, sobald ein Fernverkehrszug über Vorabbuchungen zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist und können sich so gezielt für weniger ausgelastete Züge entscheiden. Bei der Auslastungszeige handelt sich um eine Prognose auf Basis der historischen Auslastungswerte (Zählungen im Zug) sowie der bereits eingegangen Buchungen für diese Verbindung. Da sie teilweise auf Prognosen basiert, kann es in Einzelfällen zu Abweichungen kommen. Da sich das Reiseverhalten in vielen Fällen aber ähnelt (z.B. an Freitagnachmittagen oder an Feiertagskonstellationen), kann das Verfahren auf stabile Vergangenheitsdaten zurückgreifen. Zudem lernt das System kontinuierlich und wird immer besser. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit, so stimmt zuletzt in 85 Prozent der Fälle die tatsächliche Auslastung mit der Prognose im Vorfeld überein. /ki

Leo
Leo

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"Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit, so stimmt zuletzt in 85 Prozent der Fälle die tatsächliche Auslastung mit der Prognose im Vorfeld überein.“

Das habe ich und andere aber anders erlebt:

https://community.bahn.de/questions/2100966-auslastungsan...

"Ehrliche Meinung? Völliger Käse diese Anzeige und dient wohl nur den Reisenden die Kosten für die Sitzplatzreservierung aus dem Kreuz zu leiern. … Ein Restrisiko bleibt natürlich immer, wenn z.B. ein Zugteil ausfällt oder andere Fahrgäste aus einem verspäteteten Zug in meinen sitzen...muss jeder entscheiden...aber in solch einem Fall stimmt die Auslastungsanzeige sowieso nicht.
Habe schon alles erlebt, Anzeige stark überbesetzter Zug und dann war nur 30% Auslastung aber auch das Gegenteil. Ein nicht stark ausgelasteter Zug platzt aus allen Nähten.
Weiß nicht, welches System die SBB hat, aber da klappt es besser, sogar mit Anzeige jedes einzelnen Wagens….
Ein Problem ist auch, dass es für eine Verbindung nur einen Wert der Auslastung gibt. Gerade bei längeren Strecken wechselt die Auslastung aber mitunter recht stark. Steigt man in leereren Teilstrecken ein, bekommt man u.U. den Eindruck, dass die Auslastunganzeige deutlich übertrieben ist.
Und wenn dann Züge ausfallen oder verspätet sind (was ja auch nicht gerade selten passiert), sind Prognosen eh hinfällig, da dann die Reisenden der anderen Züge sich auf die verbliebenen noch verteilen, und dann „leer“ prognostizierte eben auch voll werden.
Mein Eindruck ist, auf einigen Strecken (wo alles am „Schnürchen“ läuft, keine Baustellen, keine regelmässigen Zugausfälle, usw) funktioniert das System ansatzweise, ansonsten eher nicht.“

https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-01/deutsche-bahn-ausl...

1. Die DB berachtet immer DEN GANZEN Zuglauf: Ein zwischen Stuttgart und Mannheim rappelvoller ICE ist später evtl. halbleer. (Die SBB liefert separate Auslastungs-Schätzungen für jede Teilstrecke zwischen 2 Halten, und das nach meiner Erfahrung recht zuverlässig.)

2. In der Schweiz klappen die Anschlüsse aber auch fast immer. Wenn aber Hunderte wieder mal den Anschluss in Mannheim verpasst haben, ist der nächste ICE natürlich proppenvoll. Das ist prinzipiell nicht vorhersagbar, passiert bei der DB aber leider öfters.