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Diese Frage wartet auf Beantwortung

Kulanzregelung falsch verstanden?

Guten Tag,
ich hatte ein Super-Sparpreis-Ticket im Januar für Mai gebucht und wollte nun flexibel im September reisen. Nur habe ich blöderweise übersehen, dass es in Ihren Bedingungen für die flexible Nutzung "die gleiche Wegstrecke" sein muss. Ursprüngliche Hinfahrt im Mai war Aulendorf - Ulm - Donauwörth - Berlin. Ich habe vor kurzem eine Familienreservierung (Sitzplätze) für folgende Strecke im September (20.9.) vorgenommen: Aulendorf - Ulm - Berlin. Ist die gewählte Verbindung von mir nun unzulässig? Was heißt gleiche Wegstrecke - muss auch ein entsprechender Umstieg erfolgen oder nur die Stadt durchfahren werden (Donauwörth z.B.)? Kann ich die vorgenommene Familienreservierung auf eine "genehmigte" Streckenverbindung umbuchen? Habe auch eine Familienreservierung für die Rückfahrt vorgenommen (24.9.), vermutlich ebenfalls nicht gültig für das Ticket.

Vielen Dank für eine schnelle Rückmeldung.
Freundliche Grüße

Antworten

kabo
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"Was heißt gleiche Wegstrecke - muss auch ein entsprechender Umstieg erfolgen oder nur die Stadt durchfahren werden (Donauwörth z.B.)?"
-> Duchfahren reicht auf jeden Fall.

Wenn Sie jetzt aber einen durchgehenden Zug von Ulm nach Berlin nehmen, dann wird Donauwörth nicht duchfahren. (Die fahren nämlich über Stuttgart und Frankfurt).

bahn.de weist aber bei einer Verbindungssuche von Ulm nach Berlin sowohl Verbindungen über Donauwörth, als auch über Stuttgart als auch über München aus. Von daher dürfte es trotzdem kein Problem sein, da es sich um einen üblichen Weg handelt.

Erst mal sorry dass ich die Frage zweimal eingestellt habe, es kamen Fehlermeldungen zur Veröffentlichung.
Danke, kabo für Ihre Antwort. Wenn mir ein DB-Sachbearbeiter den Sachverhalt bitte noch bestätigen könnte (habe keine Lust auf Diskussionen später im Zug).
Noch eine Frage zur Rückfahrt, ursprünglich Berlin - Augsburg - Ulm - Aulendorf. Jetzt geplant (und Familienreservierung bereits vorgenommen) für Berlin - Donauwörth - Ulm - Aulendorf. Ist der Zug mit dem ursprünglichen Ticket nutzbar? Ich danke Ihnen schon mal für eine Antwort und wünsche eine gute Zeit.

Joeopitz
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„Wenn mir ein DB-Sachbearbeiter den Sachverhalt bitte noch bestätigen könnte (habe keine Lust auf Diskussionen später im Zug).“
-> Sie sind hier in einer Kundencommunity. Selbst wenn jemand vom Social Media Team der Bahn kabos Antwort bestätigen sollte, schützt das im Fall eines Falles nicht vor Diskussionen wenn der Zugbegleiter das anders sieht. Der Zugbegleiter ist an die Beförderungsbedingungen und z.B. an die Kulanzregelungen gebunden, nicht jedoch an Antworten in einem Internetforum.

Im Falle einer Diskussion sind hier im Forum gegebene Antworten allerdings ein zusätzliches Argument.

Joeopitz
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Jede Menge Antworten zum gleichen Thema sind hier zu finden: https://community.bahn.de/questions/2333039-heisst-reisew...

DB
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Team

Hallo,

Sie müssen bei der Fahrt die Strecke einhalten, die Sie gebucht haben. Wenn der Zug über den eigentlichen Umsteigebahnhof fährt, können Sie diese Verbindung so nutzen ohne extra umzusteigen. Es ist erforderlich, dass der gebuchte Weg eingehalten wird, wenn dieser auch noch so angeboten wird. In dem von Joeopitz genannten Link wird es gut erklärt. /ni

Neptun
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Da insidebahnherbst die Fahrt in den September verschieben möchte, können wir mit der Klärung der Feinheiten vielleicht noch warten, bis in folgendem Beitrag eine Antwort von höherer Stelle eingestellt wird: https://community.bahn.de/questions/2345084-uber-andere-s...
Dort heißt es: "Wie mein Kollege /ti hier aber schon geschrieben hat, klären wir gerade ab, ob auch bei den derzeitigen Kulanzregelungen die Raumbegrenzung gilt oder welche Abweichungen möglich sind. /no"

Für die geplante Rückfahrt behaupte ich allerdings schon mal, dass es kein Problem geben wird, denn der Reiseverlauf ist im wesentlichen der gleiche. Und zwischen Donauwörth und Ulm soll sogar die kürzere Strecke (schätzungsweise 20 km weniger als über Augsburg) gewählt werden.

Unverhofft kommt oft.
Hatte meine Anfrage zuerst an fahrkartenservice@bahn.de geschickt. Da kam dann die automatisierte Antwort: ..erhöhte Anfragen..Antwort könne dauern. Habe dann doch sehr schnell eine Antwort erhalten (siehe unten). Vielleicht hilft sie auch anderen, ich bin zumindest sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich danke allen, die sich meinem Anliegen angenommen haben. insideherbst

"Sehr geehrter xxxxx,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Flexible Nutzung bedeutet, dass Start- und Zielbahnhof mit dem ursprünglichem Ticket identisch sind. Es dürfen dabei keine Umwege oder Rundreisen unternommen werden. Sie können mit Ihren Fahrkarten xxxxx und xxxxx im September fahren und Ihre neue Reservierung xxxxx dafür nutzen.

Wir freuen uns, wenn Ihnen diese Informationen helfen, und wünschen Ihnen eine gute Reise.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Service-Team von http://www.bahn.de";

Sapperlot
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Wär halt mal schön, wenn die Bahn das mal ganz genau auf die Website schreibt. Die meisten Kunden werden davon ausgehen, dass man einfach Start und Ziel auf Bahn.de setzt und fertig. Ob der Zug dann konkret über Hintertupfing oder Obertupfing fährt, interessiert die Kunden nicht.

Ein ganz einfaches Beispiel hier:
Wir haben hier einen Hauptbahnhof aber keinen ICE Halt. Dafür nebenan gleich zwei Großstädte. Um den ICE zum gewünschten Zielort zu nehmen, schickt einen Bahn.de also zu 50% zehn Minuten mit dem RE zur Großstadt in östlicher Richtung und zu 50% zur Großstadt in westlicher Richtung.

DB
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Team

Hallo Sapperlot.

unter bahn.de/corona gibt es eine Erklärung dazu unter der Frage "Kann ich mit meiner Fernverkehrs-Fahrkarte an einem anderen Reisetag fahren?". /ni

kabo
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Aber die Frage, die uns hier alle bewegt, ist damit immer noch nicht so ganz klar beantwortet.

Was gilt nun:
(a) Es müssen exakt die gleichen Bahnhöfe durchfahren werden oder
(b) Es sind Abweichungen vom gebuchten Weg in dem Umfang möglich, wie sie auch bei einem Flexpreisticket (= Raumbegrenzung) möglich wären, oder
(c) Es sind alle verkehrsüblichen Wege möglich (d.h. die auf bahn.de ohne Angabe eines Zwischenhalts angeboten werden), so wie es bei einer Aufhebung der Zugbindung sonst auch gilt

Das Social-Media-Team scheint überwiegend (a), teilweise auch (b) zu bevorzugen, der Fahrkartenservice tendiert zu (c).

Hier https://community.bahn.de/questions/2345084-uber-andere-s... heißt es
"Wie mein Kollege /ti hier aber schon geschrieben hat, klären wir gerade ab, ob auch bei den derzeitigen Kulanzregelungen die Raumbegrenzung gilt oder welche Abweichungen möglich sind. /no" - ohne dass bisher eine abschließende Antwort gekommen ist.

Ich finde die Antworten zum Thema von DB hier auch nicht sonderlich hilfreich "Sie müssen die Strecke einhalten" und war froh, über fahrkartenservice@bahn.de eine vernünftige Antwort bekommen zu haben, die mir als Beleg dient. Start- und Zielbahnhof müssen wie auf dem Supersparpreis-Ticket gleich sein, Umwege und Rundreisen sind untersagt. Neptun postete vor 8 Tagen hier einen Link zu einem Thread (jemand wollte bis auf Start- und Zielbahnhof mit dem Supersparpreis-Ticket auch eine andere Strecke fahren) und ging schließlich ins Reisezentrum (Ergebnis: geht in Ordnung, siehe den Thread).

DB
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kabo , wir haben eine Rückmeldung aus dem Fachbereich dazu erhalten: Korrekt ist b) -> https://community.bahn.de/questions/2345084-uber-andere-s... /aj

kabo
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@DB

Danke, für die klare Antwort - allerdings ist (b) auch die am wenigsten praxisnahe Lösung.

(a) und (c) wären Kundensicht relativ einfach: (a)= Ich darf nur den Weg fahren, der auf dem Ticket draufsteht; (c) = ich darf alle sinnvollen Wege fahren.

(b) heißt nun: Ich darf mit dem Sparpreis/Supersparpreistickets die Wege fahren, die ich fahren dürfte, wenn ich ein Flexpreisticket gebucht hätte.
Die Frage, welche Wege man fahren dürfte, wenn man ein Flexpreisticket gebucht hätte, beantwortet dem Kunden jetzt wer?

Sparpreistickets/Supersparpreistickets enthalten keine aufgedruckte Wegevorschrift / Raumbegrenzung. Die müsste der Kunde aber wissen, um (b) korrekt anwenden zu können. Wie im Parallel-Thread schon erwähnt, traue ich maximal 10% aller Kunden zu, die korrekte Raumbegrenzung zu ermitteln.