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Frage beantwortet

Warum wird die tragepflicht nicht energischer durchgesetzt?

Ich fuhr gestern Abend kurz nach halb 12 von Mannheim nach Speyer. Ich nahm Platz in der 2. Klasse in dem Bereich in dem man sein Handy aufladen kann. Mit mit in dem Abteil saßen 5 jüngere Leute und ein älterer Mann von ca. 65 Jahren. Ich hatte einen Mundschutz an genauso wie der ältere Mann und eine junge Frau von der 5er Gruppe. Ich fragte die Gruppe warum sie keinen Mundschutz tragen und bekam als Antwort man würde diesen ganzen Scheiß nicht glauben. Ich gebe zu das auch ich zweifel habe, aber ich mich an die Vorschriften halte vor allem aus Schutz der älteren Menschen und weniger wegen mir selbst obwohl ich zur Risikogruppe gehöre mit Diabetes, Bluthochdruck und COPD.
Ich fragte dann die Gruppe ob sie nicht wenigstens älteren Menschen einen Gefallen machen würden und aus Respekt dieser Personen den Schutz tragen möchten und wurde daraufhin aufgefordert mich um meinen Scheiß zu kümmern. Ich ermahnte die Gruppe sich einen anderen Ton anzugewöhnen und zu mehr Respekt und bekam als Antwort "Und wenn ned?" Und dann stand ich auf und sagte ihnen das "Wenn ned ", ich ihnen den Respekt vor anderen Menschen auf die harte Gangart beibringen werde wenn sie es drauf anlegen. Sie mussten oder wollten aber dann aussteigen. Von der Gruppe dann abgesehen stiegen an fast jeder Haltestelle Leute (meist sehr junge) ein die keine Masken trugen. Ich sprach daraufhin eine Zugbegleiterin an (die sich vorher mit der oben genannten Gruppe unterhielt ) wie es sein kann das nahezu 50% der Leute ohne Mundschutz hier einsteigen können obwohl in dem ganzen Zug mind 4 oder 5 Zugbegleiter waren. Ich denke bis auf die eine Frau hatten alle anderen Feierabend. Trotzdem müssten sie meiner Meinung nach einschreiten. Die Frau die ich fragte klärte mich auf das sie die Fahrgäste lediglich darauf Hinweisen kann sie aber 1. nicht rauswerfen kann und 2. schon garnicht zwingen kann. Sie könne nur die Polizei rufen, was aber bei der hohen Anzahl der Menschen ohne Maske kaum durchzuführen wäre. Ich verstand die Dame schon denn sie war mit ca. 160 cm und mit ca 50 Jahren nicht der Türsteher Typ wie man ihm benötigte. Trotzdem würde ich dazu gerne fragen: Wenn es doch Pflicht ist einem Schutz zu tragen warum haben sie da kein Hausrecht um dies rigoroser zu ahnden und Konsequenzen zu ziehen? Wie z.B. das hinauswerfen dieser Personen? Meine Frau zum Beispiel arbeitet im E-Center in Speyer und hat dort das Haustechnik Kunden darauf anzusprechen und auch ein Hausverbot zu erteilen bei Nichtbeachtung.
Wenn ich Zugbegleiter wäre würde ich auf keinen Fall ein solches Verhalten in Kauf nehmen sondern Personen ermahnen und danach bei Nichtbeachtung die Polizei rufen. Auch wenn ich sm das täglich 20 x machen müsste. Meiner Meinung nach hätte die arbeitende Frau ihre 3 oder 4 männlichen Kollegen zur Hilfe ansprechen müssen.
Ich fahre viel Bahn und bin bis auf ganz seltene Situationen auch zufrieden mit der Deutschen Bahn und bin niemand der sich immer aufregt über gewisse Dinge. Das ist meine allererste "Beschwerde" überhaupt. Um so mehr hoffe ich das diese hier jetzt auch ernst genommen wird und Konsequenzen darauf folgen wie z.B ihre Mitarbeiter nochmals darauf anzusprechen zu handeln. Denn wie sagt man so schön? Wer wegsieht macht sich mitschuldig.
Trotzdem allen ein schönes Wochenende und eine gute und vor allem gesunde Zeit.
MfG
Holzinger Sascha

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@lenche88: das sehe ich genauso. Aber, ohne jetzt zu meckern, würde dies bei der DB (sehr) lange dauern. Deshalb ist es einfacher und schneller, wie kabo schon sagt, sich hinter den Behörden zu halten.

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Weitere Antworten

Die Bahn hat diese Regelung nicht inkraftgesetzt und kann sie also auch nicht umsetzen. Anders bei der Hausordnung oder den Beförderungsbedinungen.

Umsetzen kann die Verpflichtung zur Mund-nase-Bedeckung nur die Polizei oder das Ordnungsamt.

Hustensaft
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Und ergänzend:
Es soll auch Menschen geben, die aus medizinischen Gründen von der Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung befreit sind und dementsprechend ohne Maske unterwegs sind. Die können das in der Regel auch in geeigneter Weise belegen - nur sind die anderen Fahrgästen gegenüber weder über den Umstand noch die Gründe nachweispflichtig.

kabo
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Trotzdem ist es betrüblich, dass die DB damit nicht offensiver umgeht und sich hinter Polizei und Ordnungsamt versteckt.

Mit einem funktionierenden Hygiene-Konzept und dessen konsequenter Umsetzung könnte die DB zum einen Kunden zurückgewinnen, die aus Besorgnis jetzt von Bahnreisen Abstand nehmen. Und zum anderen könnte die DB bei der Politik punkten, um damit kundenunfreundliche Maßnahmen (wie z.B.eine Reservierungspflicht) abzuwenden.

Es wäre im ureigensten Interesse der DB, dass es mit der Maskenpflicht gut funktioniert. Deshalb ist es irritierend, wie wenig das von der DB forciert wird.

@tilllukass
Das ist mir schon bewusst aber hier dreht es sich um ein, von der Bundesregierung ausgerufenes Gesetz. Gegenfrage stellt man normal nicht aber ich stelle sie mal: wenn ich als Fahrgast mutwillig einen Sitz zerstöre werde ich zur Rechenschaft gezogen aber wenn ich jemanden mit Covid 19 anstecke und mich über ein Gesetz hinwegsetze ist das egal? Hmm na dann hab ich wohl falsche prioritten.

@NRW
Ja dann ist es halt so aber man kann sie auch verständigen und sie an einem Haltepunkt empfangen. Dabei seh ich die DB bzw die Zugbegleiter in der Pflicht.

@Hustensaft
Nachdem ich die Gruppe angespochen habe und lediglich dummfreche Kommentare erhalten habe bezweifle ich das sie befreit waren oder sind.
Davon abgesehen sagte ich ja annähernd 50% der mitfahrenden Personen hatten keinen schutz. Soviele befreite bezweifle ich sehr stark.
Was ich halt schlimm finde ist das keiner der 5 Zugbegleiter einen der vielen Personen angesprochen hat und zumindest einen Versuch unternommen hat.

Danke Kabo. Das demkeich auch. Und zudem sind nur ca 50% der Züge unterwegs. Wo sind denn die zugbegleiter? Warum bestückt man einen Zug nicht mit 2 oder mehr zugbegleiter?;

@lenche88: das sehe ich genauso. Aber, ohne jetzt zu meckern, würde dies bei der DB (sehr) lange dauern. Deshalb ist es einfacher und schneller, wie kabo schon sagt, sich hinter den Behörden zu halten.

kabo
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@tillukass
Die DB überarbeitet jede Woche die Beförderungsbedingungen.
Wer glaubt, dass die DB nicht innerhalb von einer Woche die Hausordnung ändern könnte, wenn sie wollte, glaubt auch an den Weihnachtsmann ...

Hustensaft
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@lenche88
So, eigentlich wollte ich nicht näher auf den Sachverhalt eingehen, aber der Verlauf der Antworten lässt mir keine Wahl:
1. Den ersten Fehler haben mit ziemlicher Sicherheit Sie gemacht. Auch die Maskenpflicht entbindet nicht von der Verpflichtung, den Abstand einzuhalten - und ich kann mir um die Uhrzeit nur schwer vorstellen, dass der Zug so voll war, dass Sie keinen anderen Platz mit ausreichendem oder zumindest mehr Abstand hätten finden können. Die Nichteinhaltung des Abstandes ohne Not ist übrigens auch eine Ordnungswidrigkeit.
2. Für die Ordnung im Zug ist das Personal oder die Polizei zuständig - aber nicht Sie. Und Ihre Äußerungen waren nicht nur eskalierend und damit ungünstig, Sie haben sich auch schon an ganz gefährliche Grenzen gewagt, denn wenn Sie eine härtere Gangart androhen, ist der Tatbestand der Bedrohung und/oder Nötigung und/oder Amtsanmaßung schon ganz in der Nähe, über alles weitere möchte ich gar nicht nachdenken.
3. Grundsätzlich hat nur der Zugbegleiter Hausrecht, der in diesem Zug auch planmäßig Dienst tut, denn der soll die Interessen seines Arbeitgebers wahrnehmen. Ob andere Zugbegleiter außer Dienst sich da einmischen sollen oder dürfen, dafür müsste man die internen Regelungen der DB kennen. Unabhängig davon hat auch ein Zugbegleiter nur Hausrecht, Zwangsmaßnahmen liegen nicht in seiner Kompetenz.
4. Falsch, die Regelungen sind Ländersache und in aller Regel zudem Verordnungen, bei denen viele Juristen Zweifel haben, ob die überhaupt Grundrechte einschränken dürfen. Und wenn ich als Fahrgast einen Sitz zerstöre, kümmert sich auch darum die Polizei, der Unterschied ist lediglich, dass nach den gesetzlichen Regeln jeder einen Straftäter auf frischer Tat vorläufig festnehmen darf. Da hier aber in keinster Weise sicher ist, dass einer der Betroffenen überhaupt in der Lage ist, jemanden anzustecken - dafür müsste der infiziert sein - und sich dessen auch noch bewusst sein müsste … wenn dem nicht so ist, wovon auszugehen ist, liegt keine Strafbarkeit vor.
Das mag für Sie jetzt alles nicht befriedigend klingen, manchmal ist die reale Welt aber etwas anders als die Wunschvorstellung. Wenden Sie sich also an das ZUSTÄNDIGE Personal im Zug oder greifen Sie zum Telefon und verständigen Sie die Polizei, hier liegt weder Notwehr noch Notstand vor, der Sie zu einem anderen Eingriff berechtigen würde.

@tillukass
Die Bahn hat eine Hausordnung und Beförderungsbedingungen. Die Verankerung der Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung an dieser Stelle ist nicht nur überflüssig, da staatlich vorgegeben, sie wäre auch unwirksam, da ein privates Unternehmen derartige Dinge nicht anordnen darf.

@kabo
Abgesehen von der Frage, was ein einzelner Zugbegleiter denn gegen fünf Personen tun soll, auch der hat nicht das Recht zu Zwangsmaßnahmen, die stehen nur der Polizei zu. Selbst das örtlich zuständige Ordnungsamt, welches grundsätzlich auch Rechte haben kann (Achtung, dieses Recht ist in jedem Land anders), ist bei einem fahrenden Zug keine gute Idee, kann doch an der nächsten Haltestelle schon ein anderes Ordnungsamt zuständig sein.

Die Frage, ob die DB mit einem funktionierenden Hygienekonzept Fahrgäste zurückgewinnen kann, ist eher philosophischer Natur. Ich kenne so viele Menschen, die garantiert nicht bereit sind, stundenlang mit einer Maske im Gesicht im Zug zu sitzen - wenn man Fahrgäste zurückgewinnen will, dann müsste die Maskenpflicht abgeschafft werden und das Konzept ausreichenden Abstand vorsehen.

P.S.
Die Frage, ob die Masken überhaupt einen Nutzen haben, worüber es bekanntlich auch unterschiedliche Auffassungen gibt, klammere ich ganz bewusst aus, da sie vorgeschrieben sind.

kabo
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"Die Frage, ob die DB mit einem funktionierenden Hygienekonzept Fahrgäste zurückgewinnen kann, ist eher philosophischer Natur. Ich kenne so viele Menschen, die garantiert nicht bereit sind, stundenlang mit einer Maske im Gesicht im Zug zu sitzen - wenn man Fahrgäste zurückgewinnen will, dann müsste die Maskenpflicht abgeschafft werden und das Konzept ausreichenden Abstand vorsehen."
-> Und ich kenne ziemlich viele Leute, die derzeit nicht mit der Bahn fahren, aber wieder mit der Bahn fahren würden, wenn sie sich darauf verlassen könnten, dass es mit den Hygieneregeln und der Maskenpflicht klappt.
Die Tatsache, dass es Leute gibt, die sich nicht an Pflichten halten und die DB das Problem mehr oder weniger ignoriert, schreckt derzeit eine nicht unerhebliche Zahl von Kunden ab.

Auch ich möchte jetzt nicht über Sinn und Unsinn der Regelung diskutieren.

Aber ich bin mir sehr sicher, dass die Zahl der Kunden, die die DB wegen der Maskenpflicht verlieren könnte ("wenn ich Maske tragen muss, fahre ich nie wieder Bahn"), viel geringer ist, als die Zahl der Kunden, die sie mit konsequenter Haltung zurückgewinnen könnte ("wenn die Bahn alle Leute ohne Maske rausschmeißt, fühle ich mich wieder sicherer").

kabo
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@tillukass
Es ändern sich ständig irgendwelche Sonderangebote, es kommen neu hinzu oder alte fallen weg.
Die üblichen Forstarbeiten im Tarifdschungel.

Abschliesend noch mal zu ihnen Hustensaft.

1. Wie kommen Sie darauf das ich der Gruppe zu nah kam und nicht sie mir. Denn ich saß vor der Gruppe und sie kamen nach und sind an mir und einem älteren Mann vorbeigelaufen. Der Mann saß rechts und ich links. Also erster Fehier lag schonmal nicht an mir. Somit Einspruch abgewiesen. Dann ist die Anzahl der Fahrgäste nicht mehr wichtig.

2. Ich habe die Gruppe höflich gefragt nach ihrem Verantwortung Bewusstsein und die Gruppe wurde mir gegenüber sofort respektlos und dummfrech. Ab dann war es meine Sache. Das eine Drohung strafbar ist weiß ich natürlich. Ob sie nötig war? Och sage ja. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt war das ich die Zugbegleiterin angesprochen habe und sie mir zu erkennen gab das sie nichts dagegen macht. Und ob es die meisten ok finden oder nicht wenn ich Handlungsbedarf sehe werde ich immerwieder so reagieren und betroffene Personen mit ihrem Fehlverhalten konfrontieren..
Zu 3. Falls es so ist mit den Interessen des Arbeitgeber lautet meine Gegenfrage: Was denken Sie denn was die Interessen des Arbeitgebers waren? Z.B ältere Menschen und Risiko Gruppen zu schützen oder sowas zu ignorieren? Davon abgesehen bezweifle ich das Interessen des Arbeitgeber über dem Grundgesetz steht.
Sie sagen auch das was ich nicht wusste. Also haben die Zugbegleiter doch Hausrecht? Warum darf er dann nicht jemanden des Zuges verweisen? Passt irgendwie nicht. Ich sollte Polizei rufen? Nein da sehe ich den Zugbegleiter zu 100% in der Pflicht.
Angenommen die Gruppe und die ca 10-15 Maskenlose Personen hätten alle eine Befreiung gehabt wäre der Zugbegleiter trotzdem verpflichtet nachzufragen warum die jeweiligen Personen keinen tragen. HAT SIE ABER NICHT!!!! Da einige ein paar Haltestellen nach mir eingestiegen sind und ich das gesehen hätte wenn es denn so gewesen wäre.

Wie ich schon bei der Frage geschrieben habe das ich da ganze Thema auch nicht 100% glaube oder manche Verordnungen nicht nachvollziehen kann sm denke ich trotzdem an gefährdete Menschen umd finde so ein Verhalten Assozial. Und ob ihr mir recht gebt oder nicht DAS Verhalten war Assozial und deshalb war ich so sauer das ich meinen Mund nicht halten konnte. Immerwieder würde ich so reagieren. Dieses Thema ist für mich nun abgeschlossen