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Frage beantwortet

Warum werden bei Bahnkunden zweierlei Maßstäbe bei den Kulanzregelungen für Sparpreistickets angesetzt?

Fast jeder Bahnkunde weiß, dass Sparpreis- und Supersparpreistickets nicht erstattungsfähig sind. Wenn man dann aber Kulanzregelungen anwendet mit unterschiedliche Maßstäben und Ungleichbehandlung, dann braucht die Bahn sich nicht über wutentbrannte Bahnkunden zu wundern, die über diese Kulanz nicht mal mehr lachen können - ganz im Gegenteil. Als Priviligierte können sich die fühlen, die als Reisedatum einen Termin vor dem 05.05.2020 hatten. Die können selbstverständlich lobhudeln ob der gezeigten Kulanz.
Aber die "Geblaumeierten" sind die, die ein Reisedatum erst ab dem 05.05.2020. Ab da hat die Bahn beschlossen, dass sich das Covid 19 - Problem erledigt hat. Nur hat die Bahn vergessen, dass sich der Reisezweck eines jeden Reisenden geändert hat. Er besteht nämlich nicht mehr, da Veranstaltungen und Flüge, die an einen Termin gebunden sind, nicht mehr stattfinden - erst recht nicht bis zum 31.10.2020!!
"Kulanterweise" können die Kunden jetzt ihr Ticket flexibel und nicht zuggebunden nutzen. Bloß wozu???
Wir wollten am 27.05. nach London fliegen, Flug wegen Corona annulliert. Was nun? Fahren wir also ein bisschen Bahn hin nach Frankfurt und wieder zurück??? So ein Irrsinn!
Der dem diese Kulanzregelung eingefallen ist hat bestimmt eine Irrsinnsprämie verdient!!!
Man könnte ja auch mal nachdenken, ob damit nicht ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz vorliegt.

InsideBahn8420
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Zitat: "Schon vorher bestand kein Anspruch auf Gutschein, sondern es war eine freiwillige Leistung der DB. Die DB hat sich entschieden, diese freiwillige Leistung zu beenden. (Wenn der Zug ausfällt, besteht natürlich ein Anspruch, sogar auf Geld, nicht nur auf Gutschein - aber so lange der Zug fährt, ist der Umtausch in einen Gutschein eine freiwillige Leistung.)" Quelle: https://community.bahn.de/questions/2330659-international...

Hinweis: Wir als Bahnkunden können hier leider auch nichts an der Regelung ändern.

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Zitat: "Schon vorher bestand kein Anspruch auf Gutschein, sondern es war eine freiwillige Leistung der DB. Die DB hat sich entschieden, diese freiwillige Leistung zu beenden. (Wenn der Zug ausfällt, besteht natürlich ein Anspruch, sogar auf Geld, nicht nur auf Gutschein - aber so lange der Zug fährt, ist der Umtausch in einen Gutschein eine freiwillige Leistung.)" Quelle: https://community.bahn.de/questions/2330659-international...

Hinweis: Wir als Bahnkunden können hier leider auch nichts an der Regelung ändern.

InsideBahn8420
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Mit dieser Regelung werden Bahnkunden willkürlich benachteiligt und andere bevorteilt. Tolle Kulanz!!

kabo
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"Der dem diese Kulanzregelung eingefallen ist hat bestimmt eine Irrsinnsprämie verdient!!!"
-> Ja. Im nachhinein wäre es für die DB besser gewesen, sie hätte mit der Kulanz gar nicht erst angefangen und niemandem eine Erstattung gegeben. Dann stünde sie jetzt wirtschaftlich besser da.
Sehen Sie es mal so: Diejenigen, die ein Ticket für einen Tag vor dem 5.5.20 gebucht hatten, hatten einfach Glück. Man hat Ihnen nichts weggenommen. Sie sehen entgangenes Glück gleich als Benachteiligung. Das ist aber nicht so. Sie hatten ein nicht stornierbares Ticket und haben immer noch ein nicht-stornierbares Ticket. Es ist keine Verschlechterung für Sie dadurch eingetreten, dass andere eine Erstattung als Gutschein bekommen haben.

"Fahren wir also ein bisschen Bahn hin nach Frankfurt und wieder zurück??? So ein Irrsinn!"
-> Frankfurt ist immer ein attraktives Reiseziel und hat mehr zu bieten als nur den Flughafen. Ein Wochenendtrip dorthin lohnt sich durchaus.

"Man könnte ja auch mal nachdenken, ob damit nicht ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz vorliegt."
-> Habe ich schon getan. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteiligung (Zitat Anfang) aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität (Zitat Ende).
Benachteiligung wegen Reisedatum ist leider nicht dabei - also nicht verboten.

Ghize
Ghize

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"Fast jeder Bahnkunde weiß, dass Sparpreis- und Supersparpreistickets nicht erstattungsfähig sind. "
=> Auch wenn Sie es nicht wissen, aber Sparpreise kann man durchaus stornieren und bekommt einen Gutschein abzüglich 10 Euro.

"Ab da hat die Bahn beschlossen, dass sich das Covid 19 - Problem erledigt hat."
=> Nein, die Bahn hat einfach gemerkt, dass sie sich finanziell keine ewige Kulanz leisten kann.

"Nur hat die Bahn vergessen, dass sich der Reisezweck eines jeden Reisenden geändert hat."
=> Mit welcher Vollmacht treffen Sie hier Feststellung für jeden Reisenden?

"Aber die "Geblaumeierten" sind die, die ein Reisedatum erst ab dem 05.05.2020."
=> Genau, wenn Sie nichts bekommen, dann darf keiner was bekommen. War im Kindergarten schon so.

"Man könnte ja auch mal nachdenken, ob damit nicht ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz vorliegt."
=> Man könnte sich vorher auch mal schlau machen, bevor man einen solchen Blödsinn schreibt. Das AGG verbietet die Ungleichbehandlung auf Grund folgender Merkmale:

  • Rasse oder ethnische Herkunft
  • Geschlecht
  • Religion und Weltanschauung,
  • Behinderung
  • Alter (jedes Lebensalter)
  • sexuelle Identität
  • => Welches Merkmal trifft hier zu?

"Fast jeder Bahnkunde weiß, dass Sparpreis- und Supersparpreistickets nicht erstattungsfähig sind"

Ein Sparpreis lässt sich aber gegen eine Gebühr von 10 Euro stornieren.